Ein wahres Faltrad

Peter Sennhauser, 28. April 2007 22:11 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

“One” des britischen Designers Thomas Owen: Das nächste grosse kleine Ding nach dem Micro-Scooter?

Wenn demnächst in den Pendler-Zügen Europas Männer auftauchen, die etwas mit sich rumschleppen, das den Hutschachteln reisender Damen aus der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts gleicht, dann dürfte dies den Durchbruch von “one” bedeuten.

 

Die Hutschachtel lässt sich nämlich mit wenigen Handgriffen in ein etwas exotisch gestyltes, aber angeblich sehr bequemes Fahrrad auseinanderklappen. Das Konzept des Briten Thomas J Owen kann mit einigen cleveren Details aufwarten.

So lässt es sich beispielsweise nicht nur äusserst kompakt zusammenfalten; der Designer hat ausserdem darauf geachtet, dass alle potentiell schmutzigen Teile im Innern der Hutschachtel verschwinden, damit die Makler, die nächstens damit an Wallstreet aufkreuzen, ihre 1000-Dollar-Anzüge nicht ruinieren.

Eine Antriebskette weist das Transportmittel mit mindestens sechs Gelenken nicht auf, dafür soll es aber ein revolutionäres, den Benutzer unterstützendes Antriebssystem aufweisen.

Angesichts der Konstruktion, die kaum irgendwelche mechanische Kraftübertragung zulässt, tippen wir mal auf Radnaben-Elektromotoren, gesteuert durch die Kraft, mit welcher der Fahrer in die Pedale tritt und gespiesen aus einem Akku, der durch eben diese Pedalkraft mit Strom versorgt wird.

Dagegen spricht indessen, dass “One” ein Leichtgewicht und kostengünstig sein soll – ersteres würde durch eine billige, zweites durch eine kleine Batterie verhindert.

Leider sagt Owen’s Website nicht, worin das Antriebsgeheimnis besteht.

[via Idealist]

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1 Kommentar

  1. Mick
    schrieb am 29. April 2007 um 16:48 Uhr (#)

    Ich tippe beim Antrieb auf eine Traktionsübertragung (ähnlich wie die Walze beim legendären Velosolex): Die Pedale treiben über eine kleine Walze ein Rad im Inneren des grossen Ringes, dieses Rad wiederum direkt den Pneu des Hinterrades. Die doppelte Uebersetzung könnte hinkommen, was allerdings bedeuten würde, dass das Dings im Regen kaum zu brauchen wäre – weil es, wie seinerzeit der Velosolex, zu “spulen” beginnt.

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