Nano-Kraftwerke in der Blutbahn?

Das Energieproblem ist gelöst. Jedenfalls das für Kleinst-Geräte, wie sie uns Mediziner und Futurologen à la Ray Kurzweil dutzendweise in die Körper pflanzen wollen: Wissenschafter des Georgia Tech haben einen Nano-Generator entwickelt, der aus der geringsten kinetischen Energie seiner Umgebung Gleichstrom erzeugen kann.

Die Idee dahinter ist weniger, die Winzkraftwerke millionenweise zu streuen wie Landminen und damit die Energie der im Wind wiegenden Grashalme zu gewinnen, als vielmehr mit ihrer Hilfe beispielsweise den nötigen Strom für den Herzschrittmacher aus der Energie des Blutstroms des Patienten zu produzieren – ähm. Die Pumpe wird von einem Gerät angepeitscht, das seine Energie aus ihrer Aktion gewinnt. Ist schon fast ein Perpetuum Mobile – Träger des Nanogenerators müssen allerdings täglich viertausend Kalorien mehr zu sich nehmen…

Jedenfalls basieren die Stromerzeuger auf Zink-Oxyd-Nanostrukturen, die sich durch Halbleitereigenschaften und piezo-elektrische Effekte auszeichnen. Wenn sie durchgebogen werden, entsteht eine Spannung, und der Nano-Generator gewinnt daraus einen Gleichstrom. Wer’s genauer wissen will, kann das Pressrelease oder die neuste Ausgabe von Science konsultieren. Der Artikel kann online bezogen werden. Für 10 Dollar.

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1 Kommentar

  1. Chregi
    schrieb am 11. April 2007 um 13:44 Uhr (#)

    “Ist schon fast ein Perpetuum Mobile – Träger des Nanogenerators müssen allerdings täglich viertausend Kalorien mehr zu sich nehmen?”
    –> Das ist DER Xenical-Killer :-)

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