CeBIT Standtour:
Asus – schicke Ledernotebooks und Sideshow
Auf dem grossen Asus-Stand in der Halle 2 sind vor allem die neuen Notebooks des taiwanesischen Tech-Unternehmens ein grosser Publikumsmagnet.
Lange Zeit war Asus für mich bloss ein Hersteller von Motherboards und PC-Cases. Inzwischen ist die Firma aus Taiwan aber auch für ihre Notebooks bekannt, und von denen präsentiert sie an der CeBIT einige schicke Modelle. Am notorisch überfüllten Stand in der Halle 2 an die Dinger heranzukommen, ist jedoch nicht ganz einfach. Zuerst muss man beim Pressedesk fragen, der Pressetyp sucht dann einen freien Hardwaretypen, welcher dann einen freien Notebooktypen sucht, da ersterer von den Notebooks keine Ahnung hat, der Notebooktyp muss zuerst den einen Kollegen um den Schlüssel bitten und dem anderen Kollegen sagen, er solle mal SideShow “einrichten”, da er davon überhaupt nichts verstehe und dann erst kann man sich die Sache etwas genauer anschauen. Das ging bei anderen Ständen dann doch deutlich einfacher (vor allem glaube ich kaum, dass ich der erste Pressetyp war, welcher darum gebeten hat, sich die Sachen etwas genauer anzuschauen). Auf Dauer wurde mir das dann zu blöd, weshalb ich mich schliesslich mit den stinknormalen Fotos zufrieden geben musste.
Über das S6 haben wir letzten Sommer bereits berichtet – nun hatte ich zum ersten Mal Gelegenheit, das Subnotebook mit Lederbezug aus der Nähe zu betrachten. Auf mich wirkte die Verarbeitung des Ledereinbandes wirklich solide, jedoch könnte ich mir gut vorstellen, dass vor allem die Handauflagefläche mit der Zeit etwas leidet (Schweiss etc.). Aber schick sieht das S6 wirklich aus und bei einer angeblichen maximalen Akkulaufzeit von sieben Stunden (irgendwie glaube ich das nicht wirklich) ist das S6 trotz des kleinen Bildschirms (ich weiss, es ist ein Subnotebook …) eigentlich eine Überlegung wert.
Im Gegensatz zu dem Modell, welches schon letztes Jahr erhältlich war, ist diese upgedatete Variante mit einem Core 2 Duo-Prozessor versehen und läuft auf Windows Vista. Überhaupt hat Asus alle ihre bestehenden Modelle mit etwas mehr Power versehen, um die Notebooks Vista-”kompatibel” zu machen.
Wie immer bei pinken Geräten stösst auch dieses Subnotebook vor allem in der weiblichen Welt auf grossen Anklang. Gerade als ich am Stand war, durfte ich miterleben, wie eine Dame ihren Mann davon überzeugen wollte, dass dies genau der richtige Laptop für sie sei (keine Ahnung wieso, direkt kaufen konnte man ihn ja eh nicht). Wem die Farbe Pink etwas zu extrem ist, kann das S6 auch in braun haben (brown is the new black…). Dies sieht plusminus so aus (das abgebildete Modell ist ein W6, welches über einen etwas grösseren Bildschirm verfügt):
Asus macht meiner Meinung nach einen wirklich guten Job, wenn es darum geht, Notebooks ansehnlich zu gestalten. Ein farbiges Gehäuse könnte eigentlich jeder Hersteller im Angebot haben (trotzdem setzen viele immer noch auf die Karte Schwarz/Silber) aber solch ein Lederdesign finden ganz sicherlich viele Kunden äusserst ansprechend und sind dementsprechend auch bereit, etwas mehr dafür zu bezahlen.
Wohl das grösste “Highlight” am Stand von Asus dürfte das neue W5 sein. Es handelt sich dabei um das erste Sideshow-fähige Notebook auf dem Markt. Sideshow ist eine in Windows Vista integrierte Technologie, welche es ermöglicht, auf einem kleinen Zweitdisplay Informationen wie zum Beispiell E-Mails anzuzeigen, auch wenn der Computer nicht läuft. Die Idee tönt gut, die Umsetzung ist jedoch nicht wirklich überzeugend. Beim W5 ist das 2-Zoll-Sideshow-Display mit einem 1GB-Flashspeicher gekoppelt. Will man nun seine E-Mails (Windows Mail oder Outlook) lesen, ohne den PC booten zu müssen, muss man seine neuesten E-Mails vorgängig in den Flashspeicher kopieren. Man kann zwar Regeln definieren, welche beispielsweise immer die neuesten 20 Nachrichten dorthin verschieben, aber so richtig benutzerfreundlich ist dies nicht wirklich. Genau gleich verhält es sich mit Musikfiles, welche man sich anhören möchte: Zuerst in den Sideshow-Speicher kopieren, dann kann’s losgehen. Die Menuführung fand ich insgesamt etwas umständlich und unübersichtlich – ich wusste nie genau, wo im Menu ich mich gerade befand. Lustig fand ich noch, dass Sideshow bei mir abstürzte, obwohl es sich beim W5 angeblich um ein marktreifes Modell handelt.
Insgesamt habe ich am Asus-Stand einige schön designte Notebooks gesehen. Auch hier war der Trend zu mehr Design sowie die Polarisierung in die Richtungen “klein und handlich” oder “gross und viel Power” wieder einmal deutlich auszumachen, wobei Asus scheinbar hauptsächlich auf kleine Subnotebooks setzt. Plusminus ?2000 für ein Subnotebook sind aber dennoch viel Geld und es wird sich zeigen, ob die Kunden, welche grossen Wert aufs Aussehen der Produkte legen, bereit sind, so viel Geld zu bezahlen.






















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Außer mir noch jemand, den das Ledernotebook stark an ein MacBook Pro erinnert? ;-)
@Julian Schrader: Mich nicht? :|
Na ja, letzten Endes ist ein MBP halt auch nur ein well-designtes silbernes Notebook mit einer Tastatur und einem Bildschirm (*indeckunggeh*)
@Damian Amherd: Ja, genau? und insofern erinnert jedes Notebook auch an ein MacBook Pro (Bildschirm, Touchpad, etc.)? eigentlich trivial, nicht?
ausser vielleicht die hässlichsten Notebooks ever: IBM/Lenovo Thinkpad :-)
? da steht vermutlich auch nicht «Designed in California» drauf! ;)
@all: Stimmt. Ist eigentlich trivial.
Meine Assoziation wurde vorallem von der Nahaufnahme des braunen Gerätes hervorgerufen ? das Touchpad und die Tastatur sehen auf den ersten Blick genauso aus wie die äquivalente, über die ich gerade diesen Kommentar abgebe.
Ich bin wohl etwas sensibilisiert, was Apple-like design angeht ;-)