Palm bringt den UMTS-Treo
Smartphone mit 3.Generation Mobilfunk – und Windows als OS

Nachdem ich (wie ein paar finanzkräftige Investoren an der Börse) unmittelbar nach der Ankündigung des iPhones etwas voreilig den Untergang von Palm vorausgesagt hatte, wusste ich nicht mehr genau, ob ich mich über die nach und nach durchsickernden Unzulänglichkeitern der Jobs’schen Mobiltelefonie-Revolution ärgern oder über die absehbare Überlebenschance von Palm freuen sollte. Keine offene Anwendungsentwicklung, kein UMTS, kein Speicherslot etc pepe – für Geschäfts- und Profianwender scheint das iPhone inzwischen alles andere als geeignet.
Dafür trumpft Palm jetzt mit einem neuen Modell auf, nachdem der Treo 680 grade mit etwas magerem Neuerungen-Portfolio und katastrophal schlechter Batterielebensdauer von sich reden gemacht hat. «Demnächst erhältlich» werden soll der Treo 750, und der hat es vor allem dank UMTS/HSDPA in sich.
Das allerdings wars denn auch schon – in allen andern Belangen scheint das neue Gerät mit dem Vorgänger Treo 750v identisch, bis hin zur lausigen Bildschirmauflösung von 240×240 Pixeln – es handelt sich nämlich um die Version mit Windows Mobile. Wie Palm da von der «Benutzerfreundlichkeit von Palm» schwärmen kann, ist mir unbegreiflich.
Einen Preis und ein konkretes Release-Datum habe ich nicht gefunden, und die Specs-Seite haut mich auch nicht aus den Schuhen – ich warte auf das Modell mit Palm-OS. Die «Benutzerfreundlichkeit von Palm» liegt nämlich eindeutig in der Software und seit der Abschaffung der Graffiti nicht mehr in der Hardware (auch wenn die Tastatur verblüffend gut funktioniert und anderswo inzwischen über den Mangel an taktiler Rückmeldung beim iPhone gemümmelt wird).

























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Ich denke das mit dem iPhone siehst du viel zu eng.
Glaub ich überhaupt nicht. So sehr Jobsy es geschafft hat, meinen Kaufreflex anzusprechen – nachträgliche Analyse hat ergeben, dass mein Treo 650 inklusive hervorragend funktionierender Tastatur als Notebook-Ersatz, Mailbox (mit Pull-Taktfrequenz von 15 Minuten auf 6 Accounts), GPS-Routenplaner, SD-Speicherslot, MP3- und Videoplayer für selber geripptes und TV-Sendungen (ok, brauch ich fast nie) und mit einer Auswahl von abertausenden kostenloser oder günstiger Programme von der vollständig Word-kompatiblen Textverarbeitung über Excel bis zu (uach) Powerpoint, PDF-Reader, FTP- und Telnet-Terminal etc von Drittanbietern nicht so schnell zu schlagen sein dürfte. Kommt hinzu, dass ausgerechnet Cingular keinen vernünftigen Datenplan hat und GPRS bei denen Unsummen kostet, während ich bei T-Mobile hier drüben für 29 Dollar im Monat nicht nur eine Flatrate auf dem Treo benutze, sondern auch sämtliche Wifi-Hotspots (per Notebook, palm hat ja leider noch immer kein Wifi – uhm, Apples iPhone auch nicht…)in den Starbucks im ganzen Land, dann ist der Fall vorerst sonnenklar.
Ich dachte mit meiner Aussage nicht unbedingt an all die Features die du mit deinem Palm hast (und das iPhone hat doch WIFI?) und schon gar nicht an die Netzbetreiber sondern mehr daran dass im Moment zuviel Kaffeesatzlesen betrieben wird was das iPhone angeht. Ich denk einfach da kommt dann zur finalen Präsentation noch einiges an Klarheit zum Konzept. (Und sowieso, wir kriegen dann sicher schon V2 nach dem Betatest mit Cingular in den Staaten)
Hallo Peter
Der Treo 750 ist in der Schweiz für CHF 999.- ab dem 25. Februar 2007 erhältlich.
Gruss, Theo
P.S. Betreffend Treo 680 hat Palm einen Softwareupdate herausgebracht, der bei einigen Produkten der erste Lieferung ein Problem bei der Kamerasoftware behebt, das zu einer schnelleren Entladung des Akkus führen konnte.
@Theo: Schoen das mit dem Update. Nur schade, dass ich meinen neuen Treo (immerhin mit minimalem Verlust) schon nach drei Tagen weiterverkauft habe… eben weil er nicht mal so lange durchhielt.
@Pit: Graffiti ist keineswegs abgeschafft auf dem Treo, es ist drin trotz Tastatur, bloss versteckt. Mit Graffiti Anywhere kannst Du es auch nutzen. Praktisch für diverse Shortcuts zB in datebk.
@leu: Kaffeesatzlesen? Jobsy war meines Wissens noch nie zu bescheiden, wenn er was vorgestellt hat. Ich kenne kein Produkt, das besser war als seine Keynote-Darstellung…
@Theo: Vielen Dank. Ich war zu faul, Dich anzurufen…
@ Mick: Klar, nutze ich auch.