iPod nano 8GB im Test - Teil 3:
Fotos und Co.

Damian Amherd, 12. November 2006 23:34 Uhr, 10 Kommentare Kommentare

Im dritten Teil des iPod nano Tests befassen wir uns mit Features jenseits der Musikwiedergabe.

Links zu Teil 1 und Teil 2 des Tests.

iPod nano 8GBJa klar - einen iPod hat man primär, um damit Musik zu hören. Der kleine MP3-Player kann aber noch einiges mehr und genau dies wollen wir uns heute etwas genauer anschauen. Da wäre einerseits die Anzeige von Fotos, welche heutzutage nicht mehr wirklich revolutionär ist, aber je nach dem dennoch nützlich sein kann. Andererseits taugt der iPod auch zur Synchronisation von Daten aus Outlook, iCal oder dem Mac OS Adressbuch (Kontakte, Kalender, Aufgaben). Und als letztes “unmusikalisches Feature” kann man die Funktion des iPods als externen Speicher erwähnen.

Schauen wir uns mal die Foto-Funktion an. Bilder kann man bequem via iTunes synchronisieren. Standardmässig ist dabei der Windows-Ordner “Eigene Bilder” ausgewählt, wobei man die Auswahl selbst noch einschränken oder einen komplett anderen Ordner zur Synchronisation auswählen kann.

iTunes Fotos synchronisieren

Bei der nächsten Aktualisierung lädt iTunes dann die ausgewählten Bilder auf den iPod. Diese kann man daraufhin inklusive Ordnerstruktur im Menupunkt “Fotos” anschauen, wobei der iPod die gespeicherten Fotos gleich als Thumbnails anzeigt. Entweder kann man sich manuell durch die Fotos hindurch clicken oder eine Diashow mit Übergängen, wie sie Powerpointanfänger lieben, einrichten.

Thumbnails im iPod nano Fotoarchiv Golden Gate Bridge auf den iPod nano

Auch wenn es auf den Bildern oben nicht so gut zur Geltung kommt: die Fotos werden auf dem Bildschirm mit einer Auflösung von 176 x 132 Pixel gestochen scharf angezeigt. Da dies dem Format 4:3 entspricht, können die meisten mit einer Digitalkamera geschossenen Bilder im Querformat bildschirmfüllend angezeigt werden. Auch wenns nur 1.5 Zoll Bildschirmdiagonale sind - Bilder anzuschauen ist, ohne Übertreibung, eine wahre Freude.

Kommen wir nun zur Synchronisation von Kontakten und Terminen. In Verbindung mit Windows geschieht dies am einfachsten via MS Outlook (Kontakte können auch aus dem Windows Adressbuch exportiert werden und auf Mac OS kann man iCal bzw. das Mac OS Adressbuch verwenden), welches von iTunes automatisch erkannt wird.

iTunes Kontakte und Kalender synchronisieren

Bei der Aktualisierung des iPods werden dann automatisch alle Kontakte und alle Kalendereinträge auf den iPod überspielt. Diese können dann auf dem iPod angeschaut, jedoch logischerweise nicht editiert werden. Je nach Einsatzgebiet kann dies aber dennoch recht praktisch sein. Ich kenne z.B. einige Leute, welche ihre Vorlesungen an der Uni (bzw. noch viel wichtiger: den Raum, in welchem die Vorlesung stattfindet) als Kalendereinträge auf dem iPod anzeigen lassen. Und vor allem wenn man im Büro mit Outlook arbeitet, jedoch keinen Handheld besitzt (oder nicht besitzen möchte), kann es recht praktisch sein, wenn man dennoch die wichtigsten Adressen irgendwo mobil gespeichert hat. Den iPod nimmt man meist ja fast überall hin mit.

Kontakt Urs Blank auf dem iPod Kalenderübersicht auf dem iPod nano
einzelner Termin auf dem iPod nano

Nun noch zum letzten Zusatzfeature: die “Verwendung als Volume”, oder einfacher ausgedrückt: die Verwendung des iPod als externen Speicher. Um diese Funktion nutzen zu können, muss man sie zuerst in iTunes aktivieren.

Verwendung als Volume

Sobald man dann den iPod mit dem Computer verbindet, wird dieser a) in iTunes und b) im Arbeitsplatz als externes Laufwerk angezeigt.

Verwendung als Volume 2

Mittels Drag&Drop kann man nun Dateien auf den iPod ziehen. Dies schliesst natürlich Soundfiles nicht aus, wobei diese dann vom iPod nicht wiedergegeben werden können. Da ich mehrere USB-Sticks besitze, wäre mir dies zu mühsam, aber auch in diesem Fall kenne ich einige Leute, die ihren iPod für Backups wichtiger Dokumente benutzen. Ein, meiner Meinung nach gravierender Nachteil dieser Funktion ist die Tatsache, dass man den iPod immer manuell ausklinken muss (”Hardware sicher entfernen”). Dies nimmt zwar nur einige Sekunden in Anspruch, ist aber dennoch etwas mühselig.

Die erwähnten Zusatzfeatures sind sicherlich nichts, was den iPod gegenüber anderen Playern wahnsinnig abheben würde, aber nützlich können sie allemal sein. Vor allem wenn man Kontakte und Kalendereinträge konsequent verwaltet (z.B. in Outlook), kann der iPod einem das Leben wirklich ein klein wenig erleichtern. Mit den Fotos verhält es sich ähnlich. An sich kommt man auch ohne eine solche Funktion problemlos durchs Leben, aber mit ist es halt schon etwas lustiger.

Im vierten und letzten Teil werden wir Bilanz ziehen und schauen, ob der iPod nano wirklich sein Geld wert ist.

Weiterführende Links:
iPod nano

» Mehr lesen: Medienplayer (457)

» Weitere Artikel der Kategorie "Heimelektronik" lesen

» Nächster Artikel: SanDisk Sansa e200 im Test - Teil 4: Fazit
» Älterer Artikel: Around the world with Globalstar

» Drucken
» Merken/E-Mail

10 Kommentare zu diesem Artikel

  1. Shark

    schrieb am 13. November 2006 um 11:51 Uhr (#)

    Kann man seine Daten auf dem Ipod Nano mit einem Passwort schützen?

  2. Damian Amherd

    schrieb am 13. November 2006 um 11:58 Uhr (#)

    Hi Shark

    Das ist ein guter Punkt. Es gibt so eine Art Tastatursperre (wird im letzten Teil noch kurz vorgestellt), womit man den iPod mittels einer vierstelligen Zahlenkombination sperren kann. Diese Sperre kann nur umgangen werden, wenn man den iPod an seinen Computer anschliesst.

  3. Shark

    schrieb am 13. November 2006 um 13:25 Uhr (#)

    Danke!

  4. Fabian

    schrieb am 13. November 2006 um 16:03 Uhr (#)

    > Ein, meiner Meinung nach gravierender Nachteil dieser Funktion ist die Tatsache, dass man den iPod immer manuell ausklinken muss (?Hardware sicher entfernen?).

    Hm? Wie geht denn das bei einem USB Stick automatisch?

  5. Damian Amherd

    schrieb am 13. November 2006 um 16:23 Uhr (#)

    Also meinen USB-Stick kann ich jeweils einfach herausziehen, ohne dass Windows sich beklagen würde.

  6. Fabian

    schrieb am 13. November 2006 um 17:20 Uhr (#)

    Ach so. Das Deaktivieren vor dem Rausziehen ist dennoch in jedem Fall empfohlen und garantiert dir, dass keine andere Applikation mehr darauf schreiben kann.

  7. nora wehmeier

    schrieb am 25. Dezember 2006 um 18:23 Uhr (#)

    hallo, ich habe zu Weihnachten einen i pod nano(8GB) geschenk bekommen. Nur weis ich nicht wie ich die bilder darauf kriege. Kann mir dies vll. jemand erklärn? Wer lieb….

    LG nora

  8. Damian Amherd

    schrieb am 25. Dezember 2006 um 18:42 Uhr (#)

    Hi Nora

    Wenn du den iPod in den Computer einsteckst, erscheint dieser in iTunes (in der linken Spalte). Wenn du dann darauf clickst, kannst du die Synchronisationsoptionen festlegen, unter anderem auch die für Fotos. Du kannst dann auswählen, welche Ordner mit Fotos auf den iPod übertragen werden sollen (z.B. “Eigene Bilder” oder “Eigene Bilder/Digitalkamera/Ferien”). Bei der nächsten Synchronisation werden die ausgewählten Bilder dann übertragen. Wenns noch nicht klar ist, kannst du problemlos schreiben.

  9. nora wehmeier

    schrieb am 26. Dezember 2006 um 20:36 Uhr (#)

    vielen dank, mein freund hat es mir gemacht… alles sehr kompliziert ;-) meiner meinung nach.

    Sehr viel Geld und viel schwierig, meine freundin hat den i pod seit 3 wochen und immernoch keine bilder drauf^^

    naja lg nora

  10. mds

    schrieb am 27. Dezember 2006 um 12:01 Uhr (#)

    Nora, ich habe gerade versucht ohne Anleitung herauszufinden, wie ich Fotos mit meinen iPod synchronisieren könnte:

    1. iTunes geöffnet;
    2. iPod am PC angeschlossen, in iTunes erscheitn in der Folge das Fenster für meinen iPod;
    3. Im Reiter am oberen Fensterrand sehe ich «Fotos», ich klicke darauf und sehe die Einstellungsmöglichkeiten für «Fotos synchronisieren».


Einen Kommentar schreiben

Wir sind sehr an einer offenen Diskussion interessiert, behalten uns aber vor, beleidigende Kommentare sowie solche, die offensichtlich zwecks Suchmaschinenoptimierung abgegeben werden, zu editieren oder zu löschen. Mehr dazu in unseren Kommentarregeln.

 
blogoscoop