Bekenntnisse eines Umsteigers:
MacBook Pro mit Core 2 Duo im Test
Seit etwa 18 Jahren bin ich Windows- (bzw. vormals MS-DOS-)-User. Das weniger aus Begeisterung denn aus Notwendigkeit. Was gab es schon für Alternativen, wenn man ?ernsthafte? Applikationen benutzen wollte? Als richtiger Freak (der ich mal war) schreckt man auch nicht vor umfangreichen Treiberinstallationen oder dem gelegentlichen Registry-Hack zurück. Benutzerfreundlichkeit ist was für Anfänger. Dachte ich.
In letzter Zeit war ich allerdings mit Windows aber immer weniger glücklich. XP ist sicher kein schlechtes Betriebssystem, aber mit all den für vernünftige Funktionalität nötigen Zusatzprogrammen, Virenkillern und Updateautomatismen wurde die PC-Benutzung immer mehr zum Alptraum und Zeitfresser. Bei jedem Neustart konnte man sich bequem nicht einen, sondern zwei oder drei Kaffees gönnen. Irgendwie wurde man das Gefühl nicht los, dass trotz der Fortschritte der letzten Jahre immer noch viel zu viel Babysitting nötig ist, wenn man seinen PC intensiv benutzt.
Was Microsoft mit Windows Vista demnächst auf den Markt bringen will, lässt auch nicht gross hoffen. Die neuen Funktionalitäten erzeugen bei mir nur einen Gähnreiz (wirklich nichts, was man nicht schon längst mit etwas kostenloser Zusatzsoftware machen kann), und die Ressourcenanforderungen sind eine ziemliche Frechheit. Wenn man schon eine neue Maschine braucht für die nächste Betriebssystemgeneration, lohnt sich da nicht vielleicht mal ein Blick über den Gartenzaun?
Schliesslich hörte man in letzter Zeit immer mehr Gutes über Apples Mac-Familie. Seit dem Unix-basierten OS X kann keiner mehr behaupten, dass die Mac-Software altersschwach ist, und die neue Gerätegeneration mit Intel-Prozessoren macht den Mac vermutlich zum universellsten Computer: Mac OS X, Windows, Linux, und das alles gleichzeitig, kein Problem. Gut, die aktuelle Werbekampagne von Apple ist stellenweise etwas albern und zementiert wieder mal die alten Vorurteile “Mac für Kreatives, PC für Arbeit”. Aber trotzdem.
Da ich experimentierfreudig bin und sowieso einen zusätzlichen Billigcomputer für zu Hause brauchte, kaufte ich mir neulich einen Mac Mini. Der ist nicht teuer und auch schön kompakt. Und ich war absolut verblüfft darüber, was man mit dieser kleinen Kiste alles machen kann, und zwar einfach so frisch aus der Schachtel. Alles funktionierte einfach. Wie in der Werbung. Die Benutzeroberfläche ist schön, praktisch und elegant, die Hardware bis ins Detail durchdacht. Über Nacht wurde ich zum Mac-Anhänger (mehr dazu hier).
Und da Apple vor zwei Wochen die neue Generation ihrer High-End-Notebookreihe MacBook Pro vorstellte, war ich fällig: So eine Maschine musste her.
Da ich derzeit in Amerika wohne, erwartete ich eigentlich, problemlos in den nächsten Apple-Store laufen zu können, um mir schnell so eine Kiste zu kaufen. Die Idee hatten aber offenbar auch andere: Der lokale Apple-Store hier in Cambridge, Massachussetts, brauchte selten länger als ein paar Minuten, um die tägliche Lieferung an MacBook Pros zu verkaufen.
Leider könne man mir kein Gerät reservieren, beschied man mir am ersten Tag, dafür sei die Nachfrage zu gross. Ich solle doch bitte am nächsten Tag um die Mittagszeit wieder vorbeikommen, weil dann die neue Lieferung käme. Am nächsten Tag (um 12:35…) teilte man mir mit Bedauern mit, dass man gerade vor fünf Minuten alle neu eingetroffenen Maschinen verkauft hätte. Aber schon in 24 Stunden würde ja die neue Ladung kommen. Endlich, am dritten Tag, war ich unter den Glücklichen, die ein neues MacBook Pro zugeteilt bekamen. Fairerweise sei gesagt, dass offenbar die Liefersituation inzwischen besser geworden ist und dass das Ladenpersonal nicht nur jung, hip und gutaussehend, sondern auch immer ausgesprochen freundlich war. Aber, so wurde einem schnell klar als frischgebackender Apple-Kunde, hier erwirbt man nicht irgendein Massenerzeugnis, sondern ein gesuchtes Luxusprodukt.
Im nächsten Teil: Die Hardware | zum Überblick
















Artikel per RSS
Tobias
Na denn mal herzlich willkommen in der Mac-Welt!
Grüße, Tobias
André Fiebig
Schöne Beschreibung des Ladenpersonals ;-)
jenspeter
so ne schwachsinn jung und hipp im applestore, alles ausverkauft und so und am ende doch noch mit einem ,,gesuchten Luxusobjekt” am Start wa? nicht schlecht Du ehemaliger ,,Freak”
Florian
@Apfelstrudel: Genau so ging es mir letzendlich auch. Ich suchte ein “perfektes” Notebook. Und das scheint es eben nur bei Apple zu geben. Auch ich werde nach 7 Jahren Microsoft zu Apple wechseln. Hier liegt klar und deutlich die Hardware die ich will und brauche. Das Design ist ein “Schmankerl” nebenbei ;-)
Norman
Wieviel hast du für die Story bekommen?
Muss man solche Werbeblogs nicht kenntlich machen bei euch?
Bei den Erklärungen sind Inkonsistenzen, ist wohl im Eifer des Gefechts nicht aufgefallen.
Was waren jetzt nochmal die Vorteile des Macs: Einfach schön ;)
robert
Ich hab ne MacBookPro gekauft und möchte jetzt auch so einen Blog schreiben…
Ehrlich, OsNix wie ich gerne sage ist ja nicht schlecht, besonders auf Laptops, aber es kann halt so überhaupt nicht mit XP/Vista oder gar Linux mithalten.
Ich habe es nun seit 2 Wochen und der ganze Mac Mythos verpufft gewaltig. Sicher gibt es Vor- und Nachteile aber ohne Bootcamp könnte ich nie leben.
Bitte muss echt einen Artikel darüber schreiben, immerhin bin ich nicht der Standard DAU sondern habe schon mit 14 meinen eigenen Rechner (vor 25 Jahren) zusammengeschraubt).
Und an alle Apple fans.. ihr lebt in einer Traumwelt.
Mik
Hallo Robert
Dein Kommentar würde mich interessieren. Wo hast Du was geschrieben?
robert
Das ist nun wirklich lange her. Es gibt viele Kommentare, aber was genau interessiert dich?