Terratec Cinergy Hybrid XS - Digitales Fernsehen auf dem Computer - Feldversuch
Von Damian Amherd am 29. Juni 2006 um 10:40 Uhr Kommentare (1)
Kategorien: Medien, Mobil
Im zweiten Teil des Terratec Cinergy Hybrids XS Tests haben wir den DVB-T Receiver dem ultimativen Härtetest unterzogen: Grillparty in einer Hütte ohne Fernseher während eines WM Achtelfinals (Schweiz – Ukraine).
Nach der im ersten Post beschriebenen Installation ist es kinderleicht, über DVB-T fern zu sehen. Man steckt den USB-Tuner in einen freien USB-Port (das USB-Verlängerungskabel erweist sich als elegante Lösung, da der relativ grosse USB-Tuner dazu neigt, aus dem Port heraus zu fallen):

Dann muss nur noch die Antenne in den Tuner gesteckt und aufgestellt werden und los geht’s!
An unserer Party hatten wir überhaupt keine Probleme, ein gutes Signal zu empfangen. Sowohl Bild als auch Ton waren einwandfrei. Bilder wurden gestochen scharf und absolut ruckelfrei übertragen und auch die angeschlossenen Lautsprecher (inklusive Subwoofer) konnten voll ausgenutzt werden.

Einzig die Kalibrierung des Bildformats wollte nicht so richtig klappen. Das Spiel wurde eigentlich in HDTV 16:9 übertragen, jedoch wurden auf dem Notebook-Bildschirm (im 16:10 Format) trotzdem schwarze Balken angezeigt (siehe Bild), wodurch das Bild nicht in der maximal möglichen Grösse erschien. Versuche während der Halbzeit, das Bild mittels Umstellung von Letterbox auf CLPV und wieder zurück zu optimieren, scheiterten jedoch. Vermutlich ist DVB-T noch nicht hundertprozentig HDTV-kompatibel. Ebenfalls aufgefallen ist uns die enorme Wärmeentwicklung des USB-Tuners. Bereits nach einer Viertelstunde war das Gerät sehr heiss. Bei unserer „Versuchsanordnung“ war das eher irrelevant, jedoch könnte das bei einer mobilen Nutzung zu einem Problem werden. Ferner stellt sich die Frage, wie hitzeempfindlich so ein DVB-T Tuner ist.
Fazit: Für Sonderfälle wie beim beschriebenen Fussballspiel stellt DVB-T eine coole Lösung dar, für das “richtige” Fernsehen taugt es jedoch noch nichts. Zur Zeit können einfach noch nicht genug Kanäle empfangen werden. Sobald sich das jedoch ändert, wird DVB-T sicherlich auch für die breite Masse eine interessante Technologie darstellen, zumal der Computer mit der enthaltenen Fernbedienung genau gleich wie ein normaler Fernseher bedient werden kann.
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Ein Kommentar
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schrieb am 16. Dezember 2007, 14:00 Uhr (Permalink zum Kommentar)