Skype als Übergangs-IP-Babyphone

Peter Hogenkamp, 13. Juni 2006 01:51 Uhr, 4 Kommentare Kommentare

Ich warte schon lange auf ein IP-WLAN-Babyphone. Es müsste wie eine Webcam ständig ein Bild übertragen, das man auf einem Webserver anschauen könnte, gleichzeitig Bewegtbild/Ton auf Wunsch unter einer anderen URL, und schliesslich müsste es noch durch Geräusche aktiviert werden, eine SMS an eine vordefinierte Nummer zu schicken (bzw. eine E-Mail, die Weiterleitung per SMS kann man selbst machen).

Gibt’s leider bisher nicht, wie es scheint. Schade. Dabei ist der Fall, dass man sich ein paar hundert Meter von seinem Kind entfernen möchte, für mich wichtiger als der Fall, dass ich im Nebenraum bin.

Habe schon früher ersatzweise einige Male Skype genutzt. Einmal musste ich schnell zu einem Termin und wollte meinen Sohn mitnehmen, aber er war gerade nach viel Hin und Her eingeschlafen - da hab ich das Skype-Telefon neben das Bett gelegt, mich mit diesem auf dem Laptop (mit UMTS-Karte) angerufen und bin mit dem Laptop losgefahren. Einigermassen albern, auch im Lift immer mit dem halboffenen Laptop rumzulaufen, aber es hat funktioniert.

Nun ist Skype ja einen Schritt weiter mit der Video-Funktion. Die folgenden beiden Optionen lassen sich kombinieren, wie ich heute erstmals gemerkt habe:

Optionen - Video - Videoversand automatisch aktivieren

Optionen - Erweitert - Eingehende Anrufe automatisch annehmen

Diese Kombination führt dazu, dass man von einem beliebigen PC zuhaus anrufen kann, und Skype schaltet automatisch sich und die Kamera ein. 

Skype, Anruffenster mit Videoübertragung

Natürlich ist das Bild nicht so toll, weil es zuhaus einigermassen dunkel ist. (Der Treiber der Logitec-Webcam hatte eine Option “Restlicht verstärken” oder so, die aber nicht zu funktionieren schien.) Man sieht aber in den Schemen des Bettes deutlich, wenn der Sohn sich umdreht. Drei Tipps bzw. Caveats:

  1. Wenn man zuhaus den eigenen Skype-Account nutzt, muss man natürlich unterwegs einen anderen nehmen, um sich anrufen zu können. Wer sich schnell ein Zweitkonto einrichten will, sollte das noch zuhaus machen, denn man muss sich ja zuerst gegenseitig als Kontakt bestätigen, bevor es ans Telefonieren geht.
  2. Das eigene Mikrofon ausstöpseln oder deaktivieren. Achtung, manche Windows-Töne werden auch übertragen.
  3. Nicht vergessen, die beiden Optionen danach wieder auszuschalten; wenn man selbst wieder vor dem PC sitzt, will man schwerlich, dass ein Anrufer einen sofort ohne Rückfrage und Vorwarnzeit zu sehen bekommt. :-)

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4 Kommentare zu diesem Artikel

  1. Marcel

    schrieb am 20. Juni 2006 um 20:58 Uhr (#)

    “Nicht vergessen, die beiden Optionen danach wieder auszuschalten; wenn man selbst wieder vor dem PC sitzt, …”

    Sag bloss Dein armes Kind hat noch keinen eigenen PC??? :-)

  2. Peter Hogenkamp

    schrieb am 21. Juni 2006 um 08:43 Uhr (#)

    Das stimmt, das ist eigentlich eine Sauerei. Wo er doch so gern auf die Tasten haut und auf den Monitor fasst. Habe seit einer Woche zwei dicke Schlieren links unten in der Ecke, die ich immer mal wegwischen will, aber mit so Monitor-Profi-Reinigungtüchern. Von denen schreibe ich dann auch mal einen Testbericht; frage mich immer, ob die wirklich besser sind als ein feuchter Lappen.

  3. Fieberg

    schrieb am 15. November 2007 um 21:31 Uhr (#)

    Gibt es schon ;-)
    2 x Powerline Adapter (Level One PLI-2030) + IP CAM (Level One FCS-0010). Die Kamera beherrscht RSTP (Stream ist 3GPP also UMTS fähig!) und kann somit auch Dein Handy mit Bild und Ton versorgen……
    Internetz haste ja schon :)))

  4. Peter Hogenkamp

    schrieb am 16. November 2007 um 01:26 Uhr (#)

    Fieberg: Danke, guter Tipp. Überlege ich mir spätestens beim nächsten Kind.


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