DRM verkürzt Batterielaufzeit von MP3-Playern

Andreas Göldi, 17. März 2006 11:04 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Man kennt das ja: Die Akkus der meisten MP3-Player halten längst nicht so lange durch, wie die Hersteller behaupten. Mein iPod nano beispielsweise gibt oft schon nach 5-6 Stunden auf und nicht erst nach den vom Hersteller versprochenen 12.

Diverse Dinge spielen dabei eine Rolle: Lautstärke, Häufigkeit der Track-Wechsel, Display-Einstellungen usw. Ein Test von Cnet hat jetzt aber einen weiteren Faktor aufgedeckt, der einen massiven Einfluss hat: Digital Rights Management (DRM), der eingebaute Kopierschutz bei legal heruntergeladenen Songs.

Kopiergeschützte Songs können, so Cnet, die Batterielebensdauer bis zu 25% verkürzen. Der Grund ist einfach: Das Entschlüsseln der Songs benötigt deutlich mehr Rechenkapazität, und das verbraucht halt mehr Energie. Hinzu kommt, dass die “legalen” Formate oft noch höhere Bitraten oder raffiniertere Kompression verwenden — gut für den Klang, aber schlecht für die Batterie. Die von den Herstellern angegebenen Akku-Laufzeiten basieren meistens auf unverschlüsselten MP3s mit einer Bitrate von 128kBit/s.

Wer also die Batterie-Laufzeit seines Musikplayers optimieren will, sollte am besten keine Songs online kaufen, sondern lieber selbst von CD rippen. Das ist die einzige zulässige Akkuschonungs-Methode, denn illegale MP3s von Tauschbörsen würden wir ja nie runterladen.

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1 Kommentar zu diesem Artikel

  1. Patrice

    schrieb am 18. März 2006 um 02:38 Uhr (#)

    Oder man entfernt DRM von allen gekauften Titeln. Ich persönlich konvertiere alle meine gekauften Titel nach MP3 oder OGG. Nicht zuletzt weil mein MP3-Player mit dem AAC Format nichts anfangen kann.


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