Vor allem mit dem Start von Windows 8 und Windows RT brachten die Hersteller gleich eine ganze Reihe von Hybriden auf den Markt. Laptops, die man durch einen kleinen Umbau zu einem Tablet umwandeln kann – und umgekehrt. Das ist in der Theorie vielleicht gut gemeint, in der Praxis aber immer mit einem Nachteil erkauft. Deshalb: Finger weg von Hybriden!
Je mehr ich über Microsofts Surface Pro nachdenke, desto ratloser werde ich. Was ist dieses Gerät und für wen, um Himmels Willen, ist es gedacht? Für ein Ultrabook sind die andockbaren Tastaturen nicht stabil genug, der eingebaute Kickstand, der das Tablet nur in einem bestimmten Winkel stehen lässt, nimmt ihm als Notebook die nötige Flexibilität. Um ernsthaft damit zu arbeiten, ist der 10,6-Zoll-Bildschirm im Widescreenformat (16:9) schon wieder zu klein. Es nur als Tablet zu benutzen, würde eine derartige Rechenleistung – und die mindestens 900 Dollar Anschaffungskosten – nicht erfordern, zumal diese auf Kosten der Akkulaufzeit geht. Ein Lüfter, wie er im Surface Pro verbaut sein wird, ist in keinem Tablet sexy. Der kleine Bruder Surface RT ist ein ordentliches Tablet, solange man die andockbare Tastatur weglässt. Das Surface Pro hingegen ist weder Fisch noch Fleisch.
Microsoft macht die Pro-Version seines Laptop-Tablet-Hybriden Surface teurer als ein Apple iPad oder MacBook Air. Das ist bloß die neueste einer ganz Reihe von Maßnahmen, die Unverständnis bei Kunden, Partnern, Journalisten und eigenen Mitarbeitern nach sich ziehen. Microsoft bringt alle gegen sich auf. Ein Versuch, die Taktik des Konzerns zu verstehen.
Microsoft Surface mit Windows 8 Pro
Psychologie und Kriegslist sind wichtig in einem Kampf gegen starke Gegner. Also was ist Microsofts Grund dafür, das Surface Pro mit 64 GByte um 70 US-Dollar teurer zu machen als das vergleichbar ausgestattete iPad 4 mit Retina-Display? 900 Dollar soll diese Version ohne Tastatur kosten, wenn sie im Januar auf den Markt kommt; die mit 64 GByte 1.000 Dollar. Geht es darum, die Nachfrage gering zu halten, weil man nicht genug davon auf Lager hat? Oder darum, die einst befreundeten und zunehmend skeptischen Hardware-Partner nicht noch weiter zu verschrecken?
Sony stellt mit der Vaio Serie E eine Reihe von kompakten Notebooks vor, die schnell und gut ausgestattet sind – ohne Ultrabook-Siegel und deutlich preiswerter.
Sony Vaio Serie E 11 - Ultra-Notebooks mit AMD-Prozessor
Die Eckdaten der neuen Sony Vaio E-Serie 11 erinnern an die Ultrabook-Offensive, doch sie basieren nicht auf Intels iCore-Prozessor, sondern im Gerät agiert ein AMD Dual-Core-Prozessor aus der E2-Serie. Damit verbietet sich die Bezeichnung, die schließlich von Intel stammt und gefördert wird.
Sony nennt die Gestaltung der Laptops “Wrap-Design”. Wenn man seitlich draufsieht, dann erkennt man warum, es sieht wie ein gefaltetes Blatt aus, allerdings deutlich dicker (23,5 mm), weswegen dem Gerät wohl das Ultra-Siegel auch deshalb versagt würde. Erhältlich sind sie in Schwarz, Weiß und Pink.
Apple hat seinen Bestseller MacBook Air aufgefrischt, und auch die Konkurrenz aus dem Ultrabook-Lager ist mit neuen Geräten am Start. Dieser Artikel zeigt euch, was diese Laptops können und was sie voneinander unterscheidet.
Nach der Sandbrücke, Sandy Bridge kommt die Ivy…, englisch für Efeu. Die “grüne Welle” besteht aus der dritten Generation der Intel iCore-Prozessoren, die mit neuer Technik produziert wird: 22 Nanometer sowie 3D-Transistoren sorgen für noch mehr Leistung auf gleichem Raum bei verminderter Stromaufnahme – perfekt für Notebooks, oder “Ultrabooks”, wie Intel die neue Klasse der leichten, edlen Schleppies auch gerne nennt.
Doch auch andere Hersteller machen sich das zunutze: So ist neben dem Flaggschiff MacBook Pro auch die komplette MacBook Air-Flotte mit Efeu-, pardon, Ivy-Bridge-Rechenknechten ausgestattet. Nach Angaben von Intel sind ab sofort bis in einem Monat mehr als 35 neue “Ultrabook”-Systeme zu erwarten, und im kommenden Jahr sollen weitere hundert dazu kommen. In diesem Beitrag stellen wir ein paar von den ersten vor, die zur Computex und später präsentiert wurden.
Wie wichtig Tablets werden, zeigt eine neue Konzeptstudie von Intel. Das “Letexo” soll man sowohl als Tablet, als auch als Laptop einsetzen.
Intel Letexo - Erste Konzeptstudie eines Windows 8 Tablet-Laptop-Hybrids (Bild: Intel)
Stereotype machen uns die Welt einfacher und so sagt man beispielsweise, Frauen seien entscheidungsunfähig. Auch beliebt ist das Vorurteil, technische Berufe würden fast ausschließlich von Männern ausgeübt. Doch wie erklärt sich dann der jüngst vorgestellte Slider von Intel? Wer konnte da keine Entscheidung zwischen Laptop und Tablet fällen? War eine Frau für das Design verantwortlich oder können sich Männer auch nicht entscheiden?!
Der ominöse Letexo-Slider gibt leider nicht viel preis. Er wurde im Rahmen des Intel Developer Forums in Beijing vorgestellt, ist jedoch verschwiegen wie ein Mann und attraktiv wie eine Frau. Im Video erkennt man, dass der Letexo sowohl mit einer integrierten Tastatur aufwarten kann, als auch mit einem Touchscreen. Statt aber das Display aufzuklappen, schiebt man es nach hinten wie einen Slider. Der “Asus Eee Slider” begeisterte mit diesem Konzept bereits, lief jedoch noch unter Android. Die hier vorgestellte Ultrabook-Konzeptstudie soll dagegen Windows 8 beherbergen und wird entsprechend mehr Dampf bringen (müssen).
So arbeitet man wahlweise mit einem leistungsstarken Windows 8 Tablet oder einem zeitgemäßen Ultrabook-Laptop. Und dank des Touchscreens genießt man jederzeit das Beste aus beiden Welten. Wenn jetzt noch die Akkulaufzeit stimmt, dann… Allerdings bleibt der große Touchscreen bei diesem Ansatz ungeschützt und schreit förmlich nach einer Schutzhülle – entgegen eines herkömmlichen Laptops.
Toshiba bringt mit dem Z830-J10 ein Ultrabook auf den Markt, das mit geringem Gewicht und Preis punkten kann. Wir haben das Z830 zwei Wochen lang getestet.
Das Design – klar, darüber lässt sich vortrefflich streiten – enttäuscht. Während Hersteller wie Asus ihren Ultrabooks hochwertige und stabile Metallgahäuse spendieren, verbaut Toshiba zwar im Innern des Z830-10J eine stabile Wabenstruktur aus Magnsium, das Äussere aber ist aus billig anmutendem Plastik gefertigt. So ist das Ultrabook zwar sehr leicht geraten (1,12 kg) aber wahrlich kein Hingucker. Zum billigen Eindruck passen die wenig stabilen Bildschirmscharniere, welche das Display bei jeder noch so geringen Erschütterung der Arbeitsunterlage nervös wackeln lassen.
Viele Anschlussmöglichkeiten
Wer an seinem Ultrabook viel Peripherie anschliessen will, wird am Z830-10J seine Freude haben. Ganze drei USB-Buchsen (eine mit USB 3.0) sind verbaut, dazu ein HDMI- und ein VGA-Anschluss, eine Ethernet-Buchse, eine Audio In- und ein Audio Out-Buchse sowie ein SD-Karten-Steckplatz – Toshiba bietet da deutlich mehr als die Konkurrenz, beispielsweise das MacBook Air (zwei USB-Steckplätze (2.0), eine Thunderbolt-Buchse, eine Audio I/O-Buchse und ein SD-Karten-Slot, letzteren nur beim 13-Zoll-Modell) oder das Asus ZenBook (SD-Karten-Steckplatz ein Audio I/O, eine USB 3.0- und eine USB 2.0-Buchse, ein micro HDMI- und ein Mini VGA-Anschluss) und Co. Ein Nachteil der zahlreichen Anschlüsse: Das Toshiba Ultrabook wirkt klobiger als die Konkurrenten von Apple, Asus oder Samsung obwohl die Abmessungen tatsächlich nur marginal grösser ausfallen.
Toshiba Satellite Z830-J10
Wie die meisten Ultarbooks ist das Z830 bemerkenswert leistungsfähig. » weiterlesen
Samsung hat auf der CES ein neues 13,3-Zoll-Notebook enthüllt, das in einem lediglich 12,9 mm dünnen und 1,16 kg leichten Aluminiumgehäuse daherkommt.
Samsung Series 9 mit 13,3 Zoll grossem Bildschirm (Quelle: pd Samsung)
Neben dem Series 5 Ultra hat Samsung mit dem Series 9 der zweiten Generation ein weiteres Notebook vorgestellt, das über ein dünnes und leichtes Gehäuse verfügt. Auch wenn dieses die von Intel vorgegebenen Ultrabook-Spezifikationen problemlos erfüllt, bezeichnet Samsung das neue Series 9 nicht als Ultrabook. Stattdessen betitelt das südkoreanische Unternehmen das Gerät als Premium Notebook.
Angetrieben wird das neue Series 9 Notebook durch einen Intel Core i5- oder i7- Prozessor, welchem 4 GB Arbeitsspeicher zur Seite stehen. Der 13,3 Zoll grosse, matte Bildschirm bietet eine Auflösung von 1‘600 x 900 px und eine Helligkeit von 400 nit. Als Betriebssystem kommt Windows 7 zum Einsatz, welches dank der 128 GB oder 256 GB grossen SSD in nur 9,8 Sekunden starten und in lediglich 1,4 Sekunden aus dem Standby-Modus aufwachen soll.
Obwohl das nur 12,9 mm dicke Gehäuse vollständig aus Aluminium besteht, bringt das Gerät lediglich ein Gewicht von 1,16 kg auf die Waage. Damit ist dieses dünner und leichter als die meisten Ultrabooks sowie das MacBook Air von Apple, welches an der dicksten Stelle 17 mm misst und 1,35 kg schwer ist.
Hewlett Packard stellt seine Interpretation des Ultrabooks vor. Es hebt sich vom Feld der Mitbewerber ab durch Front- und Rückseite komplett aus Glas.
HP Envy 14 Spectre (Quelle: pd HP)
Die Ultrabooks kommen, und viele gleichen sich äusserlich wie ein Alutablett dem anderen. HP setzt hier Designakzente und fertigt den Deckel statt dessen aus dunklem Glas. Und damit das Gerät stabil genug ist und nicht beim ersten herzhaften Aufsetzen auf den Schreibtisch einen Sprung bekommt, handelt es sich um kratzfestes «Corning Gorilla Glas» – wie auch bei der weissen Fläche vor der Tastatur inklusive Touchpad.
Durch das kompakte Design kann HP das 14-Zoll-Gerät in einem Gehäuse nach 13,3-Zoll-Standard unterbringen. Dabei ist es nur 2 cm dick und wiegt 1,8 kg. Auch die Technik innen ist vom feinsten: Intel Core i5, Intel Rapid Start-Technologie, 4 GB RAM und eine 128-GB-SSD sind dem Anwender zu Diensten. Für die Ansteuerung der Bildpunkte zeichnet Intels HD-Grafik verantwortlich.
Auf der CES hat Samsung mit dem Series 5 Ultra nun auch das erste eigene Ultrabook vorgestellt. Dieses wiegt lediglich 1,39 kg und bietet einen 13,3 Zoll grossen Bildschirm.
Samsung Series 5 Ultrabook mit 13,3 Zoll grossem Bildschirm (Quelle: pd Samsung)
Samsung hat mit dem Series 9 NP900X3A zwar bereits seit längerem ein dünnes und leistungsfähiges Notebook im Angebot, allerdings ist dieses eher in der oberen Preisklasse angesiedelt. Nun hat das Unternehmen auch ein günstigeres Ultrabook vorgestellt. Im Innern des Samsung Series 5 Ultra genannten Gerätes arbeitet ein Intel Core i5 oder i7 Prozessor der neusten Generation, welchem 4 GB Arbeitsspeicher zur Seite stehen. Dieser kann bei Bedarf auf bis zu 8 GB erweitert werden.
Im Gegensatz zu den meisten anderen Herstellern setzt Samsung beim Series 5 Ultra auf ein Kunststoffgehäuse, wodurch das Gewicht lediglich 1,39 kg beträgt. An der dicksten Stelle misst das Ultrabook 17,6 mm. Auch bei der Wahl des Speichermediums weicht das südkoreanische Unternehmen von der Konkurrenz ab: zum Einsatz kommt eine 500 GB grosse Festplatte. Damit steht zwar mehr Speicherplatz zur Verfügung als bei den meisten Konkurrenten, allerdings sind Festplatten im Vergleich zu SSDs unter anderem empfindlicher gegenüber Erschütterungen und bieten geringere Lese- und Schreibgeschwindigkeiten.
Ultrabook ist das neue Notebook. Die Speerspitze im Kampf gegen die Tablets und Netbooks: Leicht, ausdauernd, dünn und trotzdem leistungsstark verspricht man uns. Ein weiterer Vertreter kommt aus Texas und trägt die Bezeichnung Dell XPS 13.
Was mich abseits der ganzen Ultrabook-Diskussion am meisten verwirrt, ist die Angabe: «rahmenloses 33,8-cm-Display (13,3 Zoll) (…) so kompakt, dass es die gleichen Abmessungen wie ein gängiges 11-Zoll-Notebook besitzt». Da fragt man sich doch glatt, wieso bisher Geräte mit größeren Abmessungen verkauft wurden! Lange vorher geplant, um nun schrumpfen zu können? Wie kompakt das Gerät tatsächlich ist, darüber ist sich auch Dell nicht ganz im Klaren. Die Pressemeldung vergleicht mit den zitierten 11 Zoll, auf der Homepage findet sich ein zaghafter Vergleich zu 12-Zoll-Laptops. Einig sind sie sich auf jeden Fall in der Dicke: zwischen 6-18 mm flach ist die Dell-Flunder. Schon der XPS 14 war geschrumpft und bot 14-Zoll-Diagonale im 13,3 Zoll grossen Rahmen. » weiterlesen