Thema: PC

 

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Wer baut die heissesten Notebooks? Dell!

Dass Dell-Laptops gelegentlich (wie die Produkte anderer Hersteller übrigens auch) ein paar Qualitätsprobleme haben, dürfte allgemein bekannt sein. Was aber dieser Tage an einer Konferenz in Japan passiert ist und von einem der Teilnehmer verdankenswerterweise dokumentiert wurde, hat wortwörtlich einiges an Sprengkraft:

Während der Konferenz fing ein Dell-Laptop spontan an zu brennen. Während etwa fünf Minuten kokelte das Gerät nicht etwa still vor sich hin, sondern produzierte mehrere Explosionen und eine grosse offene Flamme. Der unglückliche Besitzer sass zum Glück nicht gerade am Gerät, verletzt wurde niemand (ausser dem Laptop natürlich).

Dieser Fall scheint doch irgendwie ein Beweis dafür zu sein, dass die von Handy-Herstellern gern verbreiteten Horrorgeschichten um explodierende Billig-Akkus einen wahren Kern haben könnten. Und Rückruf-Aktionen wie die kürzlich erfolgte von Dell sollte man offensichtlich sehr, sehr ernst nehmen.

Um fair zu sein: Rückrufaktionen für brandgefährdete Akkus gab es in letzter Zeit von fast allen grossen Herstellern. Da fragt man sich doch, ob man sich nicht lieber einen Feuerlöscher als Notebook-Zubehör anschaffen sollte.

(via Inquirer / BuzzMachine)

Superbilliger Linux-PC aus China

Das karitative Projekt “One Laptop per Child” von MIT-Professor Nicholas Negroponte ist unter anderem dadurch bekannt geworden, dass es einen Computer für Kinder in der dritten Welt zum Preis von gerade mal 100 US-Dollar bauen will. Das Projekt scheint gut voranzukommen, aber ob dieses Preisziel wirklich in naher Zukunft erreicht wird, scheint noch ungewiss.

Die chinesische Firma “YellowSheepRiver” (prima Namen haben die dort) greift dem ganzen jetzt etwas vor und stellt ihren “Municator” vor — einen Linux-basierten Billigst-PC für gerade mal US-$ 146.

Dieses Spar-Gerät verwendet einen chinesischen Godson-Prozessor mit 800 MHz, eine 40-GB-Harddisk, 256 MB RAM und eine Linux-Variante namens Thinix. Damit wird nicht gerade High-End-Bildbearbeitung und Serverbetrieb möglich sein, aber doch zumindest komfortables Websurfen, etwas E-Mail und passable Textverarbeitung. Der Municator lässt sich an einen normalen PC-Monitor oder Fernseher anschliessen und überzeugt zudem durch seine kompakte Form und ein Gewicht von nur 650 Gramm.

Das ganze hat auch einen primär karitativen Zweck: Der armen Landbevölkerung in China soll mit dieser Billig-Maschine der Anschluss ans Informationszeitalter ermöglicht werden. Und dass man das voll und ganz mit chinesischer Technologie tut, fördert wohl die politische Unterstützung.

Da die Maschine samt Software durch und durch auf China optimiert ist, wird sie hierzulande wohl wenig sinnvolle Anwendungen finden. Aber wer weiss? Die Firma YellowSheepRiver scheint durchaus auch globale Ambitionen zu hegen. Vielleicht kommen wir auch in der westlichen Welt bald mal in den Genuss von kompletten PCs zum Preis eines Mittelklasse-Handies.

Dell gibt sich spielerisch und kauft Alienware

Dell ist ja bestens bekannt für preiswerte, qualitativ brauchbare, aber leider hoffnungslos langweilige PCs. Mit dem businesskompatiblen Grau-in-Grau der Dell-PCs verpasste man in den letzten Jahren einen lukrativen Markt: Gamer-PCs mit exotischen Gehäusen und oft noch exotischerem Innenleben. Während bei den 08/15-PCs der Preiskampf so gross ist wie nie zuvor, ist bei diesen Spezialmaschinen immer noch eine vernünftige Marge drin.

Einige Zeit lang versuchte Dell mit der XPS-Serie, selber mit interessanter gestylten Maschinen im Gaming-Segment Fuss zu fassen, aber bisher mit bescheidenem Erfolg. Die meisten ernsthaften Gamer wollen möglicherweise für die Unterhaltung zu Hause nicht die gleiche PC-Marke sehen wie auf der Kiste im Büro, und schon gar nicht viel Geld für einen Dell ausgeben.

Darum greift Dell jetzt zu anderen Mitteln und kauft Alienware, den wohl bekanntesten Hersteller hochgezüchteter Spielmaschinen. Alienware war in den letzten Jahren so erfolgreich, dass man einen Börsengang erwägte, um das weitere Wachstum zu finanzieren. Stattdessen hängt man sich nun an die Rockzipfel des weltgrössten PC-Herstellers. Allerdings wird Dell bei Alienware nicht ins Tagesgeschäft oder die Produktgestaltung eingreifen und auch weiterhin seine eigene Gaming-Serie vertreiben.

Kann auch sein, dass damit ein Dell-interner Konkurrenzkampf um die höchste Gaming-Performance gefördert wird. Dells neuste High-End-Maschine, der auch an der CeBIT demonstrierte XPS 600 Renegade, wird demnächst auf den Markt kommen. Schon für $9930 ist man dabei. Das muss einem die Vierfach-Grafikkarte, eine 4.26GHz-Intel-CPU und ein 30-Zoll-Monitor schon wert sein.

Alienware hält dagegen mit der Aurora-Serie: Dort gibt es ebenfalls vier Grafikprozessoren, einen AMD 64 X2 Dual-Core-Prozessor, Flüssigkeitskühlung und auf Wunsch den SoundBlaster X-Fi Elite Pro — eine Soundkarte mit 64MB eigenem RAM. In einer Ausstattungsvariante mit 4GB RAM und 1TB Platte (RAID 0) sowie einem 32-Zoll-Monitor kostet so ein System lächerliche 10’094 US-Dollar.

Dafür geht dann aber Solitaire ab wie nie zuvor.

(via PC Magazine)

Was genau ist eigentlich Intel Viiv?

Seit der CES in Las Vegas im Januar frage ich mich, was eigentlich genau hinter Intels stark gehypter neuer Viiv-Plattform steckt. Die zugehörige Website hüllte sich bisher in Schweigen bzw. in leere Marketingsprüche, und über andere Kanäle waren auch keine Details zu erfahren. Ist ja prima, dass Intel jetzt auch konsumentenfreundlich möglichst einfach kommunizieren will, aber für die etwas technischer orientierten Kunden wären ein paar konkrete Aussagen schon auch schön.

Die bisherigen Informationen waren etwa im folgenden Stil gehalten (Zitat aus dem Pressekit):

“Die Intel Viiv Technologie ermöglicht zum ersten Mal, dass multimediale Inhalte
individuell abgerufen werden können, einfach und schnell. Die Kleinen sehen ihren
Zeichentrickfilm auf Flat-Screen im Kinderzimmer, während der Vater via
Heimnetzwerk seine digitale Musik-Sammlung im Arbeitszimmer genießt, und der
Frauen-Abend ist auch gerettet. All das in verschiedenen Räumen, drahtlos, mit nur
einer Plattform dem Intel Viiv Technologie basierten PC im Wohnzimmer.”

Schön, oder? Und so klischeefrei…

Erst jetzt zur CeBIT sind endlich ein paar greifbare technische Angaben verfügbar geworden. Also: Viiv (reimt sich auf “five”, wird also so ähnlich ausgesprochen wie “Ehefrau” auf Englisch — toller Name wieder mal) ist eine ganze Gruppe von Technologien und Spezifikationen, die es den PC-Herstellern erlauben soll, PCs für den Unterhaltungselektronik-Bereich zu bauen. Als Betriebssystem — wen wundert’s — wird Microsofts Windows Media Center verwendet. So wie Centrino für Notebooks optimiert ist, soll Viiv also für den Wohnzimmer-PC ideal sein.

Als Prozessor stehen drei Varianten zur Verfügung: ein Pentium D, ein Core Duo oder ein Pentium Extreme Edition. Dazu gibt es passende Chipsets mit eingebautem 7.1-Audioprozessor, RAID-fähigem Harddisk-Controller und (teilweise) 3D-Grafikbeschleuniger. Wer es genau wissen will: Mehr steht im Product Briefing oder hier.

Diese Chip-Kombination bringt also genug Multimedia-Power mit, um ordentlichen Benutzungskomfort zu ermöglichen, selbst wenn mehrere Audio- und Videostreams bedient werden müssen. Intels eigenen Benchmark-Angaben zufolge übertrifft die Performance der neuen Plattform eine typische Heimcomputer-Konfiguration (Pentium 4, 2.8 GHz) um etwa 50-80%. Ausserdem hat Intel an Features gearbeitet, um das Benutzungs-Feeling stärker an Unterhaltungselektronik-Welt anzupassen. Beispielsweise sollen Viiv-PCs sehr viel schneller aus dem Standby-Modus aufwachen als herkömmliche Rechner. Ausserdem ist definiert, wie eine Fernbedienung mit dem PC kommunizieren soll, und Intel liefert auch Software mit, die das Aufsetzen des heimischen Netzwerks einfacher machen soll.

Zudem kümmert sich Intel auch um die Inhalte: Man ein paar Deals mit Content-Lieferanten gemacht, die ihre Inhalte im richtigen Format liefern sollten. Ausserdem — worüber Intel weniger gern spricht — gibt Viiv auch spezifische DRM-Methoden für den Kopierschutz vor, damit auch alles schön raubkopiefrei bleibt. Wie schön: Alles aus einer Hand, vom Chip bis zur TV-Show, samt Kopierschutz…

Ob dem Konsumenten das alles wirklich was bringt, bleibt mal noch abzuwarten. Die Zahl der schon auf dem Markt verfügbaren Viiv-Systeme ist bisher noch überschaubar.

Freuen wird sich aber jedenfalls die Medienindustrie, denn mit dem gleich schon in der Hardware eingebauten DRM macht man es Raubkopierern erheblich schwerer.

Live von der CeBIT:
Der etwas andere PC

Vor lauter Origami/UMPC könnte beinahe in Vergessenheit geraten, dass man an der CeBIT auch sonst alle möglichen und unmöglichen Formen von PCs entdecken kann. Klar, der klassische Laptop dominiert, und auch der althergebrachte Desktop ist keineswegs tot, aber die Vielfalt der PC-Anwendungsbereiche bringt immer wieder neue Form Factors hervor.

Zum Thema Tablet-PC gab es alle möglichen Variationen. Seit Jahren einer der einfallsreichsten Hersteller ist die Firma PaceBlade, die schon Tablets gebaut hat, bevor Microsoft überhaupt mit der nötigen Software auf dem Markt war. Die Maschinen von PaceBlade enthalten zum grössten Teil einen Touchscreen, funktionieren also ähnlich wie ein UMPC. Anders als der UMPC sollen die PaceBlade-Produkte aber eher im Profi-Bereich ihren Einsatz finden und verfügen daher über besonders robuste Gehäuse. Ausserdem wird auf dem Bildschirm mit einem normalen Keyboard-Layout getippt und nicht mit der lustigen DialKey-Tastatur der UMPCs.

Andere Firmen überlegen sich, wie man das traditionelle Notebook etwas auffrischen könnte. Bei Toshiba wurde ein Prototyp gezeigt, bei dem der Bildschirm von der Notebook-Basis abnehmbar ist. Der Bildschirm für sich allein funktioniert dann als Tablet und kommuniziert mit dem Rest der Maschine (wo CPU, Harddisk usw. untergebracht sind) per Funk.

Auf die Frage hin, wie denn der Bildschirm für normales Arbeiten mechanisch ausreichend solide an die Basis montiert wird, war die Antwort: “Daran arbeiten wir noch.” Ach so, dachten wir doch, dass da noch ein Detail fehlt.

Ein ähnliches Konzept hatte Samsung im Programm, allerdings im überdimensionierten 19″-Format. Das resultierende Zweiteiler-Notebook sah so gross und massig aus, dass man wohl auch gleich seinen Desktop-PC unter den Arm klemmen könnte.

Die meisten Leute sehen den PC ja immer noch primär als Arbeitsgerät. Da der PC aber auch immer mehr als Unterhaltungsmaschine dient, könnte ja auch sein Äusseres mal etwas mehr Kreativität zeigen, denken sich einige Hersteller.

Ego aus Holland zeigte eine Linie von, äh, kreativ gestalteten Notebooks mit auswechselbarem Aussendesign. Die Geräte sollen sich primär wohl an Frauen richten, die sich zum Sonderpreis von nur 4000 Euro ein solches Schmuckstück leisten wollen. An Innenleben erhält man immerhin einen AMD-Turion-Prozessor, eine 80GB-Platte und einen 12″-Screen mit 1280×800 Pixeln Auflösung.

Aber wie gesagt, wichtig ist das Design. Auch wenn man bzw. frau beispielsweise auf Leoparden-Minis steht, findet sich das passende Notebook-Outfit:

Schick für den etwas gesetzteren Herrn ist hingegen das bei Testa Motari ausgestellte Notebook im Edelholz-Design, passend zum Interieur des S-Klasse-Mercedes:

Ebenfalls auf der Mode-Welle reitet die Firma Dialogue. Das Mini-Subnotebook Flybook wird etwas penetrant als Modeartikel vermarktet. Darum gab es am Stand auch immer wieder Modeschauen zu sehen.

Ach ja, das kleine orange Ding im Vordergrund ist übrigens das Produkt. Das neuste Modell bietet solide Subnotebook-Leistung mit einem umklappbaren Touchscreen im 8.9-Zoll-Format. Das Flybook kann also auch als Tablet-PC benutzt werden. Eine Besonderheit ist auch der eingebaute GSM-Teil, mit dem das Flybook direkt funken kann.

Auch für den heimischen Desktop-PC gab es viele schöne Gehäusevarianten zu sehen. Wer seinen PC hingegen nicht nur optisch, sondern auch akustisch verbessern und das unangenehme Lüftergeräusch loswerden will, wird möglicherweise bei der Firma Wasser-Computer fündig. Die bietet nämlich PCs mit einem Konvektions-Flüssigkeitskühler an, der völlig ohne Pumpe oder andere geräuscherzeugende Teile auskommt.

Dafür ist das Design umso lauter:

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