Nokia E63:
Kleiner Bruder des E71
Mit dem Nokia E63 bringt Nokia einen Alleskönner auf den Markt, der sogar WLAN hat und zu einem einem erstaunlich günstigen Preis zu haben sein soll.
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Kernstück des Designs (das noch keinerlei technische Umsetzung vorsieht oder auch nur berücksichtigt) ist der OLED-Bildschirm, auf dem alles inklusive die Tastatur angezeigt werden soll. Das kennt man schon vom iPhone und einzelnen LG-Modellen, aber mit OLED-Folienbildschirmen würde es noch eine Stufe besser als hinter Glas:
Tastatur, E-Mail, Kalender, Routenplaner mit GPS, Musik- und Filmplayer, Radio, Kamera, Audio-Recorder, Office-Anwendungen - die nobelsten Business-Smartphones haben längst die Eigenschaften der legendären eierlegenden Wollmilchsau. Dabei brauchen die meisten Menschen ihr Handy in erster Linie noch immer für das eine:
Der Nachfolger hingegen, das E71, ist eine Schönheit. Und zwar nicht nur zum Ansehen:
Nach diesem Motto scheinen einige Hersteller zu handeln, um im täglichen Newsstrom nicht zu schnell in Vergessenheit zu geraten. Dabei müssen HTC und MSI sich wirklich keine Sorgen machen. Doch zunächst zu den wirklichen Neuheiten:
Asus bringt demnächst das erste Skype-Videotelefon AiGuru SV1. Mit 7-Zoll-XVGA-Bildschirm (800 x 480), WLAN/Ethernet und integrierter VGA-Kamera entlastet es vielbeschäftigte Anwender davon, zwischen allen offenen Fenstern die Skype-Applikation nach vorne holen zu müssen. Der Preis soll bei 250 Euro liegen, berichtet Pressetext.at .
Grundsätzlich bin ich aber Fan von Fotos mit GPS-Daten, weil man so später jederzeit wieder sämtliche Bilder von Istanbul auf der Festplatte findet, auch wenn man drei verschiedene Reisen unternommen hat.
Gemeiner Vergleich
Dass ich von der Bildqualität des 6220 nicht wirklich begeistert bin, liegt an einem gemeinen Vergleich. Ich habe nämlich auch noch eine Canon PowerShot SX110 IS auf die Reise mitgenommen und mit ihr Vergleichsbilder geschossen. Während man also die Handy-Fotos an sich noch als “ganz hübsch” betrachtet, verblassen sie im Vergleich zu einer “echten Kamera” deutlich.
Mehr Details zu diesem unfairen Vergleich findet sich bei
Nokia 6220 classic gegen Canon PowerShot SX110 IS: Unfaires Knipser-Duell
Fazit:
Das Navi-Handy mit Städteführer war ein recht tauglicher Reisebegleiter. Es ist natürlich kein Ersatz für meine orientierungsstarke Lebenspartnerin. Während das Handy mit sporadischen GPS-Ausfällen nervt, stoppte Frau dafür regelmässig vor Schuhläden. Wer das Nokia mit auf eine Reise nimmt, sollte unbedingt vor der Abreise sämtliche benötigten Karten auf die SD-Karte laden und auch benötigte Zusatzfunktionen freischalten. Wie viel das kostet lässt sich auf der Maps-Homepage zusammenrechnen oder am Handy unter Maps, Extras ausprobieren. Hier lassen sich übrigens auch die meisten Stadtführer für 10 Minuten zur probenutzen. Mit einem doch recht moderaten Preis von 320 Euro (knapp 500 Franken) ist das Handy seinen Preis wert.
Sämtliche technischen Daten finden sich auf der Produkteseite des Nokia 6220 classic.
Einige Testbilder des Nokia 6220 classic in voller Auflösung habe ich bei Picasa geparkt.
In Lissabon gelandet liess sich das Gepäck fünf Minuten Zeit an der Abfertigung und das Nokia 6220 noch länger für die Positionsbestimmung.
Ich hatte schon meine Zweifel als endlich das blaue Sternchen auf der Seite von nervigem Blinken zu beruhigendem, permanentem Leuchten wechselte und signalisierte, dass nun auch das 6220 “angekommen” ist. Vorsichtshalber stellte ich Maps auf den Offline-Mode, da ich keinerlei Lust hatte, irgendwelche Roaminggebühren für den Internetzugriff zu bezahlen. Die maximale “Strafandrohung” der Schweizer Provider liegt bei immerhin rund 9 Euro (14 Franken) pro Megabyte.
Im Taxi konnte ich dann meiner Liebsten schon stolz verkünden, dass es noch genau 14,1 Kilometer bis zum Hotel sind. “Wir fahren genau 28 Stundenkilometer schnell”, besserwisserte ich weiter. Tja, da soll weiblicher Orientierungssinn mal was dagegenhalten. 30 Sekunden später verstummte ich erschrocken. “Geschwindigkeit zu hoch” prangte auf dem Handydisplay und die Navigation stoppte. Mit diesem Ärgernis verhindert Nokia, dass sich Autofahrer die billige Fussgängerlizenz kaufen und dann durch die Gassen browsen. Glücklicherweise zockelte das Taxi bald im Stau und ich konnte stolz verkünden “Noch drei Ecken und wir sind da!”
Teil 2: Treffer, GPS-Löcher und Schnappschüsse mit Geo-Tagging. Morgen an dieser Stelle!
Nach einem Klick landet man im Mitteilungsfenster und kann dort die komplette Meldung lesen und auch gleich beantworten. Attachments werden normalerweise nicht übertragen und müssen explizit im Mail-Programm heruntergeladen werden.
Was es wohl kostet?
Bleibt die Frage, was der Spass kostet. Die lässt sich gar nicht einfach beantworten. Nokia selbst bietet den Dienst während der Testphase kostenlos an. Wie viel Traffic durch das sporadische signalisieren neuer Mails entsteht, liess sich im Test nicht genau eruieren. Der Traffic-Zähler innerhalb des E51 liefert keine Live-Werte, aktualisiert sich also erst, wenn die Datenverbindung gekappt wird.
Grundsätzlich schlägt der Empfang einer Mitteilung mit einigen wenigen Kilobytes zu Buche. Ein einmaliges Drücken der Sync-Taste verursachte in Sende- und Empfangsrichtung zwischen 2 und 4 Kilobytes Traffic. Lässt man das Handy 12 Stunden in Ruhe, erhöht sich der Zähler um rund 15 Kilobytes in Sende- und Empfangsrichtung.
Die reinen Traffic-Kosten dürften sich also in vernünftigen Bereichen bewegen. Während des Roamings, also wenn das Handy bei einem fremden Provider eingebucht ist, kann man die Synchronisation unterbinden. Ferner lässt sich die Lösung auch komplett “Offline” schalten.
Theoretisch kann man die Mail-Synchronisation auch über WLAN vornehmen. Eine entsprechende Auswahl steht in den Settings (Account Info, Access Point) mindestens zur Verfügung. Im Test habe ich es aber nicht geschafft, diesen Modus zu aktivieren, weil das Programm dabei permanent über einen fehlenden Parameter maulte.
Schade ist, dass man über das Programm nur eine E-Mail-Adresse verwalten kann und HTML-Mails nicht gerendert werden. Auch die Zusammenarbeit mit IMAP-Folders klappt nicht. Doch laut Nokia will man an diesen Bereichen weiter feilen.
Wer den Dienst allerdings für Geschäftliches verwenden will, muss Nokia blind vertrauen. Denn das Unternehmen erhält die Zugangspasswörter zum E-Mail-Account.
Fazit: Gratis und einfach
Nokia Mail bringt Pushmail für die Armen und Doofen. Noch nie war es so einfach, einen Pushdienst auf einem Handy mit einer bestehenden E-Mail-Adresse zu installieren. Bei meinem Test war der Dienst zuverlässig und schnell. In Foren beklagen sich allerdings andere User über Push-Verzögerungen von bis zu einer Stunde.
Man darf ferner gespannt sein, zu welchen Preisen der Dienst nach Ende der Betaphase angeboten wird.