Thema: Navigation

 

Alle 152 Artikel zum Thema Navigation auf neuerdings.com:

Live von der CeBIT:
Gas geben mit Gadgets

Das moderne Auto hat einen Fehler, findet die IT-Branche: Zwar verwendet es unter der Motorhaube schon jede Menge Elektronik, aber davon ist einfach zu wenig für den Benutzer direkt sicht- und nutzbar. Fragt sich nur, ob die Benutzer das auch als Fehler sehen.

Aber jedenfalls wird an der CeBIT gleich mehrfach gezeigt, wie das Auto der baldigen Zukunft auszusehen hat. Über die zahlreichen Anbieter von Navigationssystemen haben wir hier ja auch schon geschrieben.

BMW führte sein System “Connected Drive” vor, das eine ganze Anzahl mehr oder minder nützlicher Zusatzfunktionen bietet. Voraussetzung ist ein entsprechend ausgestattetes Navigationssystem sowie ein eingebautes oder bluetooth-fähiges Mobiltelefon. Das System bietet dann beispielsweise fortgeschrittene Navigationsfähigkeiten samt präziser Stauwarnungen und gewisse Formen von Internet-Zugang — e-Mails, Börsenkurse und was der BMW-Fahrer sonst noch so braucht (Nein, keine Gaming-Communities).

Ein paar der Features lösen tatsächlich alltägliche, aber lästige Probleme: Beispielsweise kann einem das Auto auf Anfrage selbständig SMSen, wo man es denn geparkt hat, falls man das wieder mal vergessen hat — BMW kennt seine Kundschaft eben. Ausserdem ruft das Auto selbständig den Händler an (den Vertragshändler natürlich, nicht den Billigheimer mit den nachgemachten Ersatzteilen), wenn wieder mal ein Service nötig ist.


Am besten funktioniert das System in nem dicken 5er mit ner Blondine als Beifahrerin

Wie gut das in der Praxis wirklich funktioniert, konnte man mangels Fahrmöglichkeit in der Halle natürlich nicht ausprobieren. BMW verspricht aber hoch und heilig, dass die Bedienung ganz, ganz einfach ist und man dem Fahrer/User das Leben so einfach wie möglich machen will. Beispielsweise kann man seine Kontakte samt Telefonnummern vom heimischen PC synchronisieren. Da wären wir nun echt überrascht, wenn das wirklich klappen würde, nachdem die PDA-Branche das seit zehn Jahren nicht richtig hinkriegt.

VW zeigte zusammen mit Microsoft das neue EOS-Cabrio mit eingebautem PC. “Connected Car Initiative” nennt sich das dann.

Der eingebaute Rechner, geliefert von der Firma Inperio, ist ein normaler XP-PC mit 650 MHz-Celeron-Prozessor und 20 GB Harddisk (optional auch mehr). Bedienen tut man das Gerät mit 7-Zoll-Tochscreens, die vorne beim Fahrer oder kinder-kompatibel in den Kopfstützen der Vordersitze eingelassen sind. Den alten Witz von wegen “Nein, der Brems-Rechner läuft nicht unter Windows” sparen wir uns jetzt mal. Von der Funktionalität her bot das System etwa das, was man erwartet: Navigation, Multimedia-Entertainment sowie begrenzten E-Mail- und Internet-Zugang.


Wohl dem, der ein Cabrio hat: Der eingebaute PC konfiguriert sich einfach besser so.


…und für alle Fälle sollte man natürlich immer die Tastatur auf dem Rücksitz dabeihaben. Man kann nie wissen, wann man mal ein Service-Pack installieren muss.

Auch Intel kündigte eine Automobil-Initiative in Zusammenarbeit mit Harman/Becker an, aber wie so oft bei Intel wurde man nicht so ganz schlau daraus, was der Press-Release einem denn nun eigentlich genau sagen wollte. Jedenfalls soll die Intel-Plattform “völlig offen” sein und benutzt darum auch nicht Windows, sondern das Real-Time-OS QNX. Produkte soll es ab 2007 geben.


Zur Unterstreichung der Ernsthaftigkeit der neuen Auto-Initiative zeigte Intel ein Auto.

Live von der CeBIT:
Die grosse Navi-Welle

Bis vor kurzem noch waren Navigationssysteme relativ exotische Sonderausstattung für die Bessergestellten unter den Autofahrern. Das hat sich inzwischen tüchtig geändert, seit sich die GPS-Geräte vom Auto-Cockpit gelöst haben und tragbar geworden sind. An der CeBIT ist eine kaum mehr überschaubare Zahl von Navi-Modellen zu sehen; das Thema füllt eine ganze Halle.

TomTom, einer der Marktführer, zeigt sein neues Flagschiff, das Modell 910. Dieses Device hat eine eingebaute 20-GB-Festplatte, auf der man auch seine MP3s ablegen kann, und für iPod-Fans gibt es zusätzlich eine iPod-Steuerung. Die Verbindung von Navigation und Unterhaltung wird also immer vielfältiger möglich. Die Vertreter von TomTom wunderten sich darüber, dass sie letztes Jahr noch gerade mal 10 Konkurrenten an der CeBIT antreffen konnten, dieses Jahr aber satte 40 Wettbewerber mit 150 Produkten.

Auch Volker Jantzen von der Zürcher Firma SVOX bestätigte diesen Trend: Während letztes Jahr die “Autobranche” an der CeBIT fast völlig fehlte, seien dieses Jahr wieder alle da, meinte Jantzen. SVOX stellt Sprachausgabesoftware für Navigationssysteme her, die beispielsweise Strassennamen ansagen oder Staumeldungen vorlesen kann. Die Zeiten der simplen “Jetzt links abbiegen”-Ansagen sind also bei den neusten Navigationssystemen bald vorbei.

Das Thema Navigation breitet sich auch auf andere Geräteklassen aus: Auch einige Handies und PDAs mit GPS-Empfängern sind zu sehen, und auch beim viel gehypten Origami-PC soll Navigation bald zum normalen Funktionsumfang gehören.

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