Alle 43 Artikel zum Thema Möbel auf neuerdings.com:
Wohin mit den ganzen technischen Überresten der letzten Jahre? Mit den beigefarbenen Tastaturen und veralteten Hauptplatinen? Den kabelgebundenen, unergonomischen Mäusen? Der chilenische Künstler Rodrigo Alonso zeigt mit seinen N+ew Hockerunikaten, wo es langgeht.
No More Electronic Waste lautet das Motto, oder kurz: N+ew! Das ist der Name einer Installation des Künstlers Rodrigo Alonso, die aus ungewöhnlichen Sitzmöbeln besteht. Auslöser war laut Rodrigo die traurige Tatsache, dass es in seinem Heimatland Chile sehr schwierig bis unmöglich ist, Elektroschrott zu recyceln. Einzig die Firma
Recycla, von der auch der Künstler sein Material erhalten hat, widmet sich dieser wichtigen Aufgabe.
Beim Betrachten der N+ew Hocker dürfte in vielen Geeks der Wunsch aufkommen, ihren sich auftürmenden Elektroschrott nicht zu entsorgen, sondern in Form zu bringen. Und zwar in die die Form einzigartiger Hocker.
Besitzen statt entsorgen lautet das Motto. Rodrigo Alonso hat Tastaturen, Kabel, CDs, Platinen, Taschenrechner und weitere elektronische Gerätschaften, die lange über ihr Ablaufdatum hinaus waren, zu einer Reihe faszinierender Sitzmöbel umgestaltet. Einzige Zutat ausser den elektronischen Bauteilen: Kunstharz.
Rodrigo Alonso N+ew Hocker: Sitzmöbel aus Elektroschrott
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Der Möbel-, Innenausstattung- und Messe-Designer Rainer Spehl aus Berlin hat schon für Nike, Dior und Gucci gearbeitet. Luxuriös und hochpreisig ist auch das Laptop Case, das er unter eigenem Namen anbietet.
Der Rahmen besteht aus solider Eiche, die Vorder- und Rückseiten sind aus furnierten Eichenplatten gearbeitet. Innen ist das Laptop Case von Rainer Spehl mit Rindsleder ausgekleidet. So wird sichergestellt, dass der Rechner sanft in die Holzhülle gleitet, ohne Gefahr zu laufen, einen Kratzer abzubekommen.
Als Material für die Scharniere des schmalen Deckels hat der Designer Kupfer gewählt, starke Neodym-Magnete sorgen dafür, dass der Deckel geschlossen bleibt. Das Video (nach dem Klick) gibt einen schönen Eindruck vom aufwendigen Herstellungsprozess.
Rainer Spehl Laptop Case: Edle Holzhülle für Klapprechner
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Audiospezialist Behringer will zur CES 2012 in Las Vegas seine neue Marke Eurosound vorstellen. Eines der Highlights dieser Serie wird das lauteste iPod Dock der Welt sein, das iNuke Boom.
Wenn man eine neue Serie an Produkten lancieren will, tritt man am besten laut auf. Behringer beherzigt diese Regel und stellt zur CES 2012 das iNuke Boom vor. Als Highlight soll es die allgemeine Aufmerksamkeit auf die neue Eurosound-Serie von Behringer lenken.
Das sollte schon durch die pure Kraft der Fakten gelingen: Über 10’000 W soll das iNuke Boom leisten, bei Abmessungen von stolzen 4 ft x 8 ft (rund 122 cm x 244 cm). Die Tiefe dürfte ungefähr der Höhe entsprechen.
Da braucht man Platz für – und einiges an Kleingeld.
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Die Pariser Designer Kuntzel + Deygas haben eine Kombination aus Verstärker und Lautsprecher entwickelt, die auch als Kunstobjekt durchgeht – das merkt man auch am Preis.
Der Name Minuskull lässt ebenso an Schädel denken wie an Skulptur, und beides ist richtig. Die Klangskulptur erinnert an einen stilisierten Totenschädel, die Lautsprechermembranen sitzen an der Stelle der Augenhöhlen.
Der handgefertigte Korpus besteht aus Walnussholz, wahlweise kann man seinen Minuskull auch schwarz oder weiss lackiert bestellen. Die Membranen der beiden Fostex Fe–83 Breitband-Lautsprecher sind aus dem Brei von Bananenblättern hergestellt.
Trotzdem soll der Minuskull, der natürlich zu iPod und iPad kompatibel ist, ein besonderes Hifi-Erlebnis ermöglichen. Laut Produktbeschreibung ist das auch seinem massgeschneiderten Mosfet-Verstärker und dem integrierten Subwoofer mit eigenem, in Frankreich hergestellten Lautsprecher zu verdanken.
Kuntzel + Deygas Minuskull Lautsprecher: hochpreisige Hifi-Skulptur
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Steckdosen hat man stets zu wenige im Zimmer. Dummerweise sind die dann auch noch oft exakt hinter Bett, Schrank oder Sofa vergraben und man kommt nicht heran. Jetzt gibt es Abhilfe mit dem Evoline Plug!
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Zugegeben, das Problem mit dem «Herankommen» löst der Evoline Plug nicht: Wenn der Schrank vor einer Steckdose steht, muss man ihn zunächst einmal beiseiterücken, um den Flachstecker einzustöpseln. Wobei er allerdings hilft ist, danach den Schrank wieder gerade an die Wand rücken zu können.
Klar, abgewinkelte Netzstecker gibt es seit Jahren, doch so zwei Zentimeter tragen diese mindestens auf – und man riskiert, auf die Steckdose in der Wand Druck auszuüben, wenn man das Mobiliar wieder hinrückt. Ausserdem ist der Stecker oft nicht so leicht wieder aus der Steckdose herauszubekommen, wenn man den Schrank nicht erneut weit von der Wand wegrücken will.
Flach an die Wand gepresst (Bilder: wor)
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Einen Computertisch, in dem der Computer direkt eingebaut ist – diese Idee präsentieren die beiden holländischen Designer Rob Hermes und Marlies Romberg.
Ob Klavierlack, Alu oder Chrom, ob kantig oder abgerundet, moderne Technik passt leider selten in stilvolle Altbauwohnungen – es sei denn man schätzt, wie Simon Wüthrich, den
Kontrast zwischen Alt und Neu. Manch einem aber wird der Computer optisch zu dominant erscheinen oder er wird sich daran stören, dass solcherlei Gerätschaften einfach immer und überall nur im Wege stehen. Die beiden Designer Rob Hermes und Marlies Romberg haben deswegen «Dear Diary» entwickelt, einen Schreibtisch mit eingebautem Computer und vor allem: mit in die Tischplatte eingelassener Tastatur.
Sowohl der Tisch als auch die Tasten sind aus dem gleichen edlen Holz, sogar die Maus. Wäre da nicht der Monitor auf der Rückseite, der stilistisch etwas rausfällt, könnte man glatt die eigentliche Funktion übersehen. Aber vielleicht ist dieser Kontrast von stilvollen Rundungen und eckiger Technik auch gewollt. Insgesammt erinnert «Dear Diary» an die Ensembles, an denen sich Damen im Schlafzimmer auftakel schminken.
Rechner für die Altbauwohnung: Her-Berg «Dear Diary»
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Laut seinem Designer Cristopher Stuart geht es bei Ubiquitous um soziale Normen. Das iPod-Lautsprecher-Dock tarnt sich als Schrein in Kreuzform und verbindet so Religion und Apple-Kult.
Apple-Skeptiker (Ajobsisten?) behaupten ja immer wieder, Apple-Fans huldigten einer Art Ersatzreligion. Die BBC-Doku «Secrets of the Superbrands», also «Geheimnisse der Supermarken», will sogar herausgefunden haben, dass beim Anblick von Apple-Produkten dieselben Areale im Gehirn eines Apple-Jüngers stimuliert werden, wie bei einem gläubigen Menschen, der religiöse Bilder betrachtet. Das iPod-Lautsprecher-Dock Ubiquitous bezieht sich aber nicht darauf, sondern auf die Tatsache, dass Jesus und iPod allgegenwärtig (engl. ubiquitous) seien, so Designer Christopher Stuart.
Eine durchbrochene Abdeckung aus mitteldichter Faserplatte (MDF) mit Messingeinlagen verbirgt die Technik im iPod-Dock vor den Blicken und lässt den Klang passieren. Durch die Löcher dringt auch der sanfte Lichtschein des iPod-Displays, wie man auf den Bildern sehen kann. Der Korpus von Ubiquitous besteht aus Weisseiche und ist nicht geklebt oder verschraubt, sondern wird von Zinkenverbindungen zusammengehalten. Die Lautsprecher befinden sich in den Enden es Querbalkens, das eigentliche Dock am Fuss des Kreuzes.
Ubiquitous: Das Kreuz mit dem iPod
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KMKG ist ein «Studio für transmediale Architektur und Gestaltung» in der Steiermark, das besonders individuelle, schöne und teure iPod-Docks baut, die iTree heissen.
iTree Dockingstation (Quelle:
pd KMKG)
Soviel Baum wie möglich, so wenig Design wie nötig, dazu hochwertige HiFi-Komponenten – fertig ist der iTree. Eine kaum bearbeiteter Baumstamm, in den alles eingebaut wurde, um ihn in eine einzigartige Docking-Station mit Sound-System für iPod, iPad und iPhone zu verwandeln.
Die beiden steirischen Designer Martin Kern und Georg Kettele von KMKG konzipieren den iTree nach den individuellen Vorstellungen und Wünschen des Kunden.
”KMKG
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Maandagmeubels, also «Montagsmöbel» heisst der niederländische Anbieter der Bosbank, was soviel wie Forstbank oder Waldbank bedeutet. Ein treffender Name, schliesslich braucht man zum Bausatz noch ein Stück Baum.
Um die Bosbank zusammenzusetzen, benötigt man kein besonderes schreinerisches Geschick. Hauptsache, man kann mit einer Kettensäge umgehen und bekommt damit zwei halbwegs gerade Schnitte hin – möglichst ohne sich gleich selbst ins Bein zu sägen.
Viel minimalistischer und ursprünglicher kann man eine Bank kaum konzipieren. Der Bausatz besteht nur aus 4 kurzen Holzbeinen, 4 Metallklammern und 2 Gurten, mit denen das Ganze an den Baumstamm gezurrt wird.
Maandagmeubels Bosbank: Die Baumbank zum Selberbauen (pd Maandagmeubels)
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Die handgemachten bunten Kissen von my Suite Stuff besitzen eine verblüffende Ähnlichkeit mit den Icons der Creative Suite von Adobe und sind aus flauschigem Fleece.
Ungewöhnlich gross sind die Quadrate mit der Aufschrift PS, Ai, ID und anderen Kürzeln, die Designer sofort mit Photoshop, Adobe Illustrator und InDesign in Verbindung bringen. Keine 40 x 40 px wie auf dem Bildschirm, sondern 12 x 12 Zoll (30.48 x 30.48 cm) messen die analogen Icons.
Ausserdem sind sie handgemacht und aus dem – laut Hersteller – «flauschigsten Fleece, das es gibt». Der Name Adobe taucht nirgendwo auf der Website von My Suite Stuff auf, aber echte Fans der Produkte des Unternehmens wissen sofort, welches Kissen für welches Programm steht.
My Suite Stuff: Kissen für die Creative Suite (Bilder: mysuitestuff.com)
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