Thema: Mobiltelefon

 

Alle 589 Artikel zum Thema Mobiltelefon auf neuerdings.com:

Nokia:
Mein Handy ist auch ein Web-Server

Moderne Smartphones haben eine Rechenkapazität und ein Speichervolumen, das noch vor ca. 10 Jahren jeden High-End-PC vor Neid hätte erblassen lassen. Damals liefen aber schon ganze Websites auf solchen PCs, warum also soll ein Webserver nicht auch auf einem vergleichbar starken Smartphone laufen? » weiterlesen

Neues Sicherheitskonzept:
DNA für Handy, Laptop und Co.

Von Gian Massüger

Erschöpft von einem langen Arbeitstag kommt man zuhause an – wohlverdienter Feierabend. Doch dann der Schock: Die Tasche mit Handy und Laptop hängt nicht wie gewohnt an der Schulter. Schon nur beim Gedanken daran, dass alles weg sein könnte und wohl nie wieder zurückkommt, läuft es einem eiskalt den Rücken runter.

Dieses Horrorszenario versucht das Australische Unternehmen DataDot Technology mit einer neuen Entwicklung aus der Welt zu schaffen: DNA zum aufkleben. » weiterlesen

Samsungs neues Taschenrechnerkreditkartenhandy SGH-P300

Samsung macht seit gestern auf der Homepage von Spiegel Online diese “Wallpaper”-Werbung (wer immer schon mal wissen wollte, was das kostet: am Tag 29.000 Euro laut Mediadaten), bei der rechts der ganze Hintergrund volläuft, für sein neues Handy SGH-P300:

Das Handy erinnert mich spontan an einen Taschenrechner für ?1,59, den ich schon mehrere Male als Werbegeschenk bekommen habe:

Das fanden die Kollegen von engadget auch, die spontan die Assoziation “Texas-Instruments-Taschenrechner” (Gymnasiasten der Achtziger Jahre erinnern sich an Klassiker wie den TI 30) äusserten.

Damit man das nicht denkt, alterniert Samsung in dem irgendwie etwas billig wirkenden Flash-Wallpaper das Telefon lieber mit einer Kreditkarte, natürlich nicht mit irgendeiner, sondern mit einer Platinum-Amex:

Tolle Crosspromotion. Ob es dadurch eleganter wirkt? Wer weiss. Der verlinkte Showroom jedenfalls slided flashig hin und her. Interessant für die “Häufig gestellten Fragen” wäre aber noch, wo man das Handy eigentlich bekommt. Ein schneller Check in den Onlineshops von T-Mobile, vodafone, und O2 zeigt es nirgends.

Wir werden am Wochenende mal schauen, ob wir in einem physischen Shop der drei Anbieter ein P300 in die Finger kriegen können. Wäre doch irgendwie komisch, wenn Samsung Mobile 29.000 Euro ausgibt, um für ein Handy zu werben, das man noch irgends kaufen kann.

Swisscom Mobile und der vierdimensionale Tarifwürfel

Mal ehrlich, kann sich irgendjemand Roaming-Tarife merken? Es ist ja schon schwer genug, die inländischen einigermassen im Griff zu haben, aber bei denen spielt doch in den meisten Ländern ein mehr oder weniger starker Preiswettbewerb — doch sobald man das eigene Land verlässt, ist der für die meisten vorbei, vermutlich verschliesst der Konsument einfach die Augen vor der Komplexität.

Und kompliziert ist es wirklich. Um die Preise abzubilden, brauchte man einen vierdimensionalen Würfel, mit den Seiten Abo/Tarif, Land Standort, Land Ziel und Dienst. Wer sich die Seiten der meisten Mobilfunkanbieter anschaut, stellt fest, dass diese einigermassen versagen beim Versuch, ihren Kunden dieses komplexe Gebilde näherzubringen.

Nun macht aber Swisscom Mobile einen neuen Versuch, die Preise benutzerfreundlich abzubilden, unter www.swisscom-mobile.ch/roaming. Am Anfang sieht es ganz einfach aus:

“Womit kommunizieren Sie?” ist vielleicht nicht ganz eindeutig, da könnte auch ein Handy gemeint sein, aber man sieht ja dann beim Dropdown, dass sie die Tarife meinen:

Puh, 21 Tarife. Gehen wir der Einfachheit davon aus, dass man seinen Tarif kennt (ist in der Praxis oft nicht der Fall, wie Tests mit Usern zeigen; auch ich weiss zum Beispiel den Tarif von meinem deutschen vodafone-Abo nicht, das ich selten nutze). Dann kann man weiterklicken und die beiden Länder auswählen.

Mal angenommen, ich bin mit meinem Schweizer Handy in Spanien im Urlaub und telefoniere nach Deutschland, dann muss ich nur zweimal klicken:

Super wäre hier, wie praktisch bei jeder Länderauswahl, wenn man zum Beispiel alle EU-Staaten und die USA in der Liste nach oben nehmen würde (hat man immerhin mit der Schweiz gemacht, aber wer roamt schon mit der Schweiz), damit nicht Deutschland neben Djibouti ist.

Wer denkt, dass jetzt eine einfache Liste mit den Diensten — unserer vierten Dimension — kommt, den erschlägt die Folgeseite immer noch fast (Ansicht nach Einblenden der Details):

Uff. Wie wäre mal eine Vereinfachung der Tarifstruktur statt einer versuchten Vereinfachung der Darstellung?

Nicht ganz zufriedenstellend angesichts der Tatsache, dass es eine mobile Seite ist, die man vielleicht auch mal eben aus dem Ausland (wäre doch denkbar, oder?) nutzen will, ist die technische Umsetzung. Bei jedem Dropdown wird die gesamte Seite inkl. 180 kB Javascript neu geladen, sogar auf der Zielseite (140 kB) wird sogar beim Klick auf die “+”-Zeichen alles neu aufgebaut. Nicht eben so super, wenn man diese Abfrage mal schnell in Spanien mit der Swisscom-UMTS-Karte machen will, um billiger zu telefonieren.

Apropos, wenn man davon ausgeht, dass diese UMTS-Session in Spanien 2 MB Traffic generiert, was kostet sie dann gleich wieder? Moment… Ah ja, 28 Franken. Ich glaub, ich bleib lieber zuhause.

Russen zeigen:
Smartphones müssen nicht immer hässlich sein

Die meisten wirklich gut ausgestatteten PDA-Telefon-Kombinationen sind beim besten Willen keine Augenweiden: Die Qtek/XDA/i-Mate-Familie ist durchwegs ziemlich hässlich, der Nokia Communicator ist auch nach 10 Jahren immer noch ein Klotz, und auch beim Palm Treo überkommen wohl kaum jemanden warme Gefühle vor lauter ästhetischem Genuss.

Dass das nicht immer so sein muss, zeigt das Mago Smartphone, das im Moment offenbar entweder noch gar nicht oder dann nur in Russland erhältlich ist (was für hiesige Gadget-Fans ungefähr aufs gleiche rauskommt). Dieses Gerät bietet ein wirklich ansprechendes Äusseres mit edlen Materialien, kann aber auch mit inneren Werten überzeugen: Windows Mobile 5, Quadband GSM, WiFi, ein 2.8-Zoll-Screen, 128MB RAM und eine Intel-CPU mit 624 MHz lassen dieses schöne Gerät auch leistungsmässig in der Oberklasse mitspielen. Gebaut wird das Ding offenbar in Russland von der Firma Tancher — zumindest mal auf Projekt-Basis, also bisher wohl als Prototyp.

Viel mehr ist im Moment leider darüber nicht in Erfahrung zu bringen, ausser dass der Preis lächerliche 3000 Euro betragen soll. Bloss gut, dass noch keine offiziellen Verkaufskanäle bekannt sind. So gerät man wenigstens garantiert nicht in Versuchung.

(via Pocket PC Thoughts)

Ogo:
BlackBerry für Teenies jetzt auch in Deutschland?

Auf dem CeBIT-Stand von Vodafone staunten wir nicht schlecht, als wir doch tatsächlich einen Ogo entdeckten:

Der Ogo (nicht zu verwechseln mit dem hier in den letzten Tagen getesteten OQO) ist eine preisgünstige Messaging-Lösung, die vor allem jüngere Kunden ansprechen soll — eben so eine Art BlackBerry für Teenies.

In den USA war der Ogo ein ziemlicher Flop, wurde aber vor einigen Monaten in der Schweiz von Swisscom auf den Markt gebracht – offenbar mit so viel Erfolg, dass er jetzt seinen Weg auch nach Deutschland findet. Dort wird er allerdings nicht von von Vodafone selbst vertrieben, sondern von 1&1 (mit Vodafone-SIM). Für einen Gerätepreis von 50 Euro und eine feste Monatsgebühr von von 10 Euro erhält man eine mobile e-Mail-Lösung, die allerdings nur mit web.de, GMX und 1&1-Accounts funktioniert.

In der Schweiz hingegen ist der Ogo fest mit Microsofts Hotmail gepaart und bietet zusätzlich Instant Messaging per Microsoft Messenger an — dieses Feature fehlt in der deutschen Version. Immerhin ist aber ein vereinfachter Webbrowser eingebaut, und auch SMS wird geboten.

Swisscom lieferte den Ogo zunächst mit aktiviertem Bluetooth aus, womit die Nutzung des Geräts als Mobilfunk-Modem für Laptops möglich wurde. Das war allerdings für den attraktiven Taschengeldpreis nicht so gedacht, und darum verschwand dieses Feature beim nächsten Firmware-Upgrade wieder…

Live von der CeBIT:
Linux-Smartphone aus der Schweiz

Der Smartphone-Markt teilt sich ja schon seit einiger Zeit primär in die Lager Windows Mobile, Symbian (Nokia, SonyEricsson) und Palm auf. Andere Systeme sind kaum mehr zu finden.

Da ist es doch schön und auch mutig, wenn sich eine Firma mit einem Alternativprodukt auf den Markt traut, nämlich einem Linux-basierten Smartphone. Und noch schöner ist, dass die Firma ImCoSys aus Zug in der Innerschweiz stammt — einer Gegend, die sonst nicht gerade als Brennpunkt der globalen Gadget-Industrie bekannt ist, sondern eher als Steuerparadies (was vermutlich bei der Standortwahl kein Hindernis war…).

Das Produkt, das gleich heisst wie die Firma und auf der CeBIT erstmals vorgestellt wurde, verfügt über einen TI OMAP 730 als CPU, 64 MB Flash-Speicher und 64 MB RAM sowie einen Touchscreen mit 240×320 Pixeln. Gefunkt wird mit Quadband-GSM, Bluetooth 1.2 und WiFi 802.11b. Zusätzlich ist auch noch ein GPS-Empfänger eingebaut, womit der ImCoSys auch als Navigationssystem verwendet werden kann. Als Betriebssystem läuft Embedded Linux, basierend auf dem 2.4.20-Kernel, die Bedienungsoberfläche ist selbstentwickelt.

Der angegebene Preis von 298 Euro ist für diese Leistungsklasse sehr attraktiv. Vergleichbare Windows-Geräte wie der HP w6515 kosten locker ein Mehrfaches.

Lustig ist auch die eingebaute Übertragungstechnologie Skinplex der Firma Ident Technology. Dabei erfolgt Datenübertragung über die Haut. Wofür man das ganz genau in einem Smartphone braucht, wurde uns ehrlich gesagt noch nicht klar (vom Hersteller wurde irgendwas von Security und Authentication erzählt), aber welcher echte Gadgetfreak wollte nicht schon immer mal als Anschlusskabel für sein Telefon dienen?

Nokia:
Auch Handies können spezialisiert sein

Die meisten Handy-Hersteller versuchen ja immer noch, ihre Geräte zu fliegenden eierlegenden Wollmilchsauen mit Tauchfähigkeiten zu entwickeln, also so viele Features reinzuquetschen wie nur möglich. Die resultierenden Gadgets sind meistens vor allem eins: verwirrend. Sie können zwar fast alles, aber nichts richtig gut.

Nokia geht bewusst einen anderen Weg und spezialisiert seine verschiedenen Produktfamilien zunehmend stärker. Am deutlichsten sichtbar ist das in der multimedialen N-Serie: Das Fotohandy N90 bietet beispielsweise eine eingebaute Zeiss-Optik und ist rundum fürs Fotografieren und Videofilmen optimiert.

Das N91 mit seiner eingebauten 4GB-Festplatte zielt hingegen primär auf Musikwiedergabe. Ein Hörtest mit unseren mitgebrachten Etymotic-Kopfhörern zeigte auch tatsächlich, dass das N91 anders als die üblicherweise sehr dünn klingenden Standard-Handies eine sehr gute Klangqualität bietet.

Im Sommer 2006, also rechtzeitig zur WM, soll das N92 auf den Markt kommen. Es ist für Fernsehempfang mit dem DVB-H-Standard optimiert und soll daher Fussball-Konsum auch unterwegs ermöglichen.

Neben der N-Serie bringt Nokia auch neue Modelle in der E-Serie raus, die für Messaging optimiert ist. Statt Multimedia-Schnickschnack bieten diese Geräte optimierte Tastaturen.

Dass spezialisierte Handies Sinn machen, hat nicht nur mit der Technik zu tun, sondern vor allem mit dem Form Factor: Mit dem N90, das ähnlich wie eine kleine Videokamera geformt ist, kann man schon rein von der Handhabung her halt sehr viel besser fotografieren und filmen als mit einem normalen Mobiltelefon. Natürlich bieten alle Nokia-Modelle auch die üblichen Grundfunktionalitäten in guter Qualität. Dadurch aber, dass sie halt eine Sache ganz besonders gut können, sind sie für ihre jeweilige Zielgruppe wohl deutlich besser geeignet als die undifferenzierten Alleskönner der Konkurrenz.

Samsung-Pressekonferenz:
Wieder mal neue Handy-Rekorde

Samsung ist in wenigen Jahren vom Billighersteller zum Innovationsleader geworden, vor allem bei den Mobiltelefonen. Aus ihren Zeiten als Underdog haben sich die Koreaner aber einen gesunden Minderwertigkeitskomplex erhalten und müssen darum zwanghaft immer die tollsten, kleinsten, leistungsfähigsten Geräte als erste rausbringen. An der heutigen CeBIT -Pressekonferenz von Samsung ist das nicht anders.

Im Handy-Sektor stellte Samsung zwei Weltneuheiten vor: Cameraphones mit 7 Megapixeln sind ja (für Samsung-Verhältnisse) fast schon ein alter Hut. Neu kommt jetzt ein Telefon mit einer 10-Megapixel-Kamera auf den Markt, von der Samsung behauptet, dass sie in Sachen Bildqualität mit ausgewachsenen Digitalkameras mithalten kann. Und weil offenbar noch Platz im Gehäuse war, hat Samsung in das Gerät gleich noch einen Satelliten-TV-Empfänger eingebaut.

Schon vor einigen Tagen wurde das Modell SGH-i310 angekündigt, das erste Telefon mit einer eingebauten 8GB-Festplatte. Damit kann man schon mal problemlos 2000 Songs oder auch entsprechende Videoinhalte im Handy mitnehmen. Das Geräte läuft unter Windows Mobile 5.0.

Bezüglich Datenübertragung will Samsung vor allem den neuen UMTS-Turbo HSDPA pushen, aber auch Mobile WiMax ist ein wichtiges Thema. Ausserdem bringt Samsung demnächst eine ganze Palette von Geräten auf den Markt, mit denen man unterwegs fernsehen kann. Weil im Moment noch nicht so ganz klar ist, welcher technische Standard (DVB-H, DMB etc.) sich durchsetzen wird, unterstützt Samsung vorsichtshalber einfach gleich mal alle.

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