Alle 29 Artikel zum Thema Designstudie auf neuerdings.com:
Unter dem Namen “Project Glass” hat Google jetzt seine Vision einer Brille vorgestellt, die passende, hilfreiche und aktuelle Informationen aus dem Internet in unser Sichtfeld einblendet. Gesteuert wird sie per Spracheingabe. Statt Handy in der Hand also bald Augmented Reality auf der Nase?
Das Thema “Augmented Reality” steht schon lange kurz vor dem Durchbruch. Gemeint ist mit dem Begriff die Erweiterung der Informationen aus unserer Umgebung um Informationen, die beispielsweise aus dem Internet kommen. Bislang muss man dazu in vielen Fällen sein Smartphone benutzen oder soll nach den Vorstellungen mancher Entwickler gar sein Tablet vor sich her tragen… Während das in entsprechenden Werbevideos durchaus nützlich aussieht, hat es sich bei mir in den meisten Fällen als unpraktisch und umständlich herausgestellt.
Viel bessere wäre es da doch, wenn wir nicht erst ein Gerät aus der Tasche kramen und uns vor die Nase halten müssten. Wir müssten einfach zusätzlich zur Umgebung weitere Informationen ins Sichtfeld eingeblendet bekommen – wie beim “Terminator”, nur in freundlich. Bevor die Technik soweit ist, dass sie uns dies alles direkt ins Sehzentrum im Gehirn einspeist, müssen wir uns wohl mit Brillen zufrieden geben. Googles jetzt vorgestellte Vision “Projet Glass” ist eine, die zumindest auf den Fotos und im Video eine gute Figur macht:
Google Project Glass
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Joe Doucets Designstudie OneSense ist ein Kopfhörer wie aus einem Marvel Comic. Im April ist er auf der Ausstellung "Meet my Project" in Mailand zu besichtigen, auf der sich noch viele weitere interessante, schöne oder auch kuriose Designideen entdecken lassen.
Kopfhörer sind heute meist klein und auf den ersten Blick nicht zu entdecken, so dass ihr Träger häufiger gezwungen ist, sie aus den Ohren zu nehmen, um Konversation zu betreiben. Dabei möchte man doch in der Regel seine Ruhe haben, wenn man Kopfhörer aufsetzt oder ins Ohr steckt. Man will störende Geräusche ausblenden, sich in Musik oder Hörbuch vertiefen. OneSense ist ein Kopfhörer-Designkonzept, das diese Absicht schon rein optisch unterstreicht.
Punkt 1 ist die Signalfarbe Rot, in der Tierwelt eine Warnfarbe. So bietet zum Beispiel die Rotbauchunke Fressfeinden gezielt ihre rot gefärbte Unterseite, um damit zu signalisieren: ungenießbar, giftig. Das Stacheldesign ist ein zweiter Hinweis darauf, dass der Träger grantig reagiert, wenn er gezwungen ist, One Sense abzunehmen. Darüber hinaus muss man erst einmal Köperkontakt zu ihm aufnehmen, denn der Name ist bei OneSense Programm: Die Kopfhörer dienen dazu, sich ganz auf den einen Sinn, das Hören, zu konzentrieren und blockieren die Sicht.
Alle Teilnehmer der Ausstellung "Meet my Project"
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Wie anders ein Transportmittel der Zukunft aussehen könnte, zeigt der indische Designer Sanu K R in seinem Entwurf “Gyroscopic Urban Vehicle”. Es ist praktisch eine Glaskugel mit zwei großen Reifen links und rechts, die sich selbst ausbalanciert.
Eines ist sicher: Sollte die elektrobetriebene Glaskugel
“Gyroscopic Urban Vehicle” jemals auf den Markt kommen, wird man als Fahrer jede Menge Aufmerksamkeit bekommen und sicherlich auch so manchem Spott ausgesetzt sein. Im Grunde stelle ich mir das ein wenig wie beim
Segway vor und von diesem Gefährt hat der Entwurf des
Designstudenten Sanu K R auch ein entscheidendes Detail geerbt: Das Gefährt soll sich auf seinen zwei Rädern selbst im Gleichgewicht halten.
Während man aber beim Segway in einer immer etwas kurios anmutenden Position auf dem Gefährt steht und es durch Gewichtsverlagerung steuert, soll sich die indische Glaskugel per Joystick steuern lassen. Währenddessen sitzt man geschützt und bequem im Innern. Und ob man nun cool oder albern aussieht, wenn man darin durch die Stadt surrt, ist vielleicht auch eine Typfrage. Jedenfalls ist das Konzeptgefährt extrem kompakt und das Fahren könnte eine Menge Spaß machen.
Gyroscopic Urban Vehicle Concept
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“Air Clicker” ist eine von diesen Ideen, bei denen man nicht weiß: Soll man sie nun absolut genial oder total bescheuert finden? Worum es geht: Man fotografiert und filmt, in dem man nur so tut als ob.
Die Interaktion mit elektronischen Geräten wird sich in den nächsten Jahren entscheidend weiterentwickeln und das kuriose Konzept “Air Clicker” des Designers Yeon Su Kim ist ein wunderbares Beispiel dafür. Es nimmt eine Geste, die alle kennen und sorgt per Technik dafür, dass diese Geste eine entsprechende Aktion auslöst.
Wohl jeder von uns kennt die Hand- und Fingerbewegung, um so zu tun als ob man fotografiere. Hat man Air Clicker in dem Moment an den Fingern, fotografiert man tatsächlich. Und wenn man so tut, als halte man eine Videokamera in der Hand, nimmt man ein Video auf.
Konkret gesprochen besteht das Konzept Air Clicker aus zwei Bestandteilen. Einen Teil trägt man am Zeigefinger: Er erkennt, wenn der Finger gebeugt wird. Den anderen Teil trägt man am Daumen: Er enthält das eigentliche Objektiv. » weiterlesen
Schon länger rumort es, dass auch Canon mit einer kompakten Systemkamera auf den Markt kommen wird. Der Designer David Riesenberg hat die Spannung nun nicht mehr ausgehalten und kurzerhand seine Vision dieser neuen Modellreihe entworfen.
Bislang ist Canon mit seinen Spiegelreflexkameras der «EOS»-Reihe und den kompakten Kameras «PowerShot» und «Digital Ixus» auf dem Markt vertreten, hat aber nichts in der noch jungen Klasse der kompakten Systemkameras vorzuweisen. Diese sind auf der einen Seite wesentlich kleiner und leichter als eine Spiegelreflex. Auf der anderen Seite lassen sich aber ihre Objektive austauschen. Im Innern der Kamera kommt dabei kein Spiegel zum Einsatz, um das Bild aus dem Objektiv in einen Sucher zu lenken. Deshalb werden sie auch als «spiegellose» Systemkameras bezeichnet.
Der israelische Produktdesigner David Riesenberg zeigt nun, wie Canons Vertreter in dieser Klasse aussehen könnte. Und seine Entwürfe finde zumindest ich persönlich grossartig. Aber man muss natürlich Retrodesign mögen, denn Riesenberg orientiert sich am klassischen Design der Canon-Kameras AE und AE-P. Seinen Entwurf nennt er «AE-D» und schlägt mit dem neuen Buchstaben die Brücke in die digitale Kamerawelt.
Designstudie Canon AE-D
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Der britische Tüftler Adam Vaughan hat einen «Twitter-Ticker» gebaut, der an einen Börsenticker von 1869 erinnert – komplett mit Messingzahnrädern und Glashaube. Die «Twittertape Machine» druckt die eigenen Tweets und Erwähnungen auf einem schmalen Streifen aus Thermopapier aus.
Die neueste Hardware, das aktuelle Betriebssystem und die letzte Version aller Programme auf Rechner und Smartphone: Darunter machen wir es heutzutage nicht. Aber dem viktorianischen Steampunk-Charme einer Twittertape Machine kann sich dann doch niemand entziehen. Mit ihren sichtbaren Zahrädern aus Messing, ihrem Holzpodest und der schützenden Glasglocke wirkt die Twittertape Machine wie eine Erfindung des neunzehnten Jahrhunderts.
Dabei handelt es sich um einen hochaktuellen Prototyp, der von Adam Vaughan in stundenlanger Kleinarbeit zusammengesetzt wurde. Im Sockel steckt ein mit Arduino vergleichbarer Mikroprozessor mit selbst programmiertem Code. Die Messingteile wiederum stammen aus einer alten Uhr, die Adam Vaughan Stück für Stück mit einem kleinen Schleifgerät in Form gebracht hat.
Alle 30 Sekunden prüft die Twittertape Machine per Ethernet, ob es auf Twitter passende neue Tweets gibt und druckt sie dann auf einen dünnen Streifen Thermopapier aus. Das folgende Bewegtbild zeigt, wie ein Tweet analogisiert wird.
Twittertape Machine: Twitter-Ticker mit viktorianischem Charme
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Der brasilianische Designer João Lammoglia wurde für sein Designkonzept Aire mit einem Red Dot Award ausgezeichnet. Das Gerät sieht aus wie eine Darth-Vader-Halbmaske in weiss und soll nach Lammoglias Vorstellung kleine Turbinen enthalten, die mit dem Atem des Nutzer angetrieben werden. Mit der so erzeugten Energie soll man dann Gadgets aufladen.
Akkus, die mit Solarzellen ausgestattet sind, kennen wir mittlerweile alle. Die Atemluft als Windenergiequelle ist dagegen neu. Ausgedacht hat sich das der brasilianische Designer João Lammoglia. Mit seinem Entwurf will er eine Lösung für den steigenden Energieverbrauch durch die Vielzahl an Gadgets finden, mit denen wir uns umgeben.
Statt alle diese Geräte Nacht für Nacht ans Stromnetz zu hängen, sollten wir nach seinen Ideen die benötigte Energie einfach selbst erzeugen – und das möglichst umweltfreundlich. Zum Beispiel mit der Aire Atemmaske.
João Lammoglia Designkonzept Aire: Atemmaske soll Gadgets laden
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Wer hat’s erfunden? Nein, diesmal waren es nicht die Schweizer. Stattdessen zeigen uns die kreativen Köpfe der britischen Design-Schmiede Vitaminsdesign wie man ein Mobiltelefon auch verpacken kann.
Out of the box (Quelle: vitaminsdesign)
Wer kennt das nicht – das neue Gadget ist gekauft und man macht sich ans Auspacken. Blister-Verpackungen und Hochglanzkarton, Folien und Recycling-Pappe, und das ganze gepaart mit einem kleinen Stapel Handbücher und Schnellstart-Anleitungen. Eine Menge Müll also, welchen man sich gerne sparen würde. Denn so liesse sich die Umwelt entlasten und, angesichts steigender Kosten für die Müllentsorgung, auch der Geldbeutel schonen.
Vitaminsdesign kommt nun mit einem, wie ich finde, sehr kreativen Ansatz um die Ecke: Papier und Pappe in Form zweier Bücher reichen den Briten vollkommen aus um ein neues Samsung-Telefon angemessen zu verpacken. Das Handbuch und die Schnellanleitung für den ersten Start des Telefons bringt man dann auch gleich noch darin unter. Aber seht selbst, nach dem Klick.
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Arvid Häusser studiert Produktdesign an der Bauhaus-Universität Weimar. Seine Espressomaschine Seppl besteht hauptsächlich aus Holz und Porzellan, was nicht nur prima aussieht, sondern auch einen Vorteil gegenüber dem üblichen Edelstahl bietet.
Espressotassen sind in der Regel aus Porzellan, weil dieses Material die Wärme besser speichert als Edelstahl und sich leicht reinigen lässt. Warum also nicht auch eine Espressomaschine daraus bauen?
Arvid Häusser zeigt mit seiner Espressomaschine Seppl, dass dieser Gedanke nicht abwegig ist, sondern im Gegenteil eine Maschine hervorbringen kann, die sich wirklich positiv aus dem Einerlei abhebt.
Die Siebträgermaschine steht nicht – wie allgemein üblich – auf der Arbeitsfläche. Stattdessen wird sie an die Wand geschraubt, was bei Küchen mit wenig Arbeitsfläche einen echten Vorteil gegenüber herkömmlichen Maschinen darstellen kann.
Arvid Häusser Seppl: Espressomaschine mit Euter
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USB-Sticks und USB-Hubs gibt es in unzähligen Ausführungen, Formen und Farben. Das Design-Studio We play God hat einen USB-Hub mit Sticks gestaltet, der ein bisschen Spass in den Büroalltag bringen soll.
Dass darauf bisher noch niemand gekommen ist: Pigbuddies für den Schreibtisch – wo Schweine im Welta… äh
im Büro doch
heutzutage in sind. Die Kombination aus USB-Hub und 3 dazu passenden USB-Sticks stellt eine säugende Sau mit ihren drei Ferkeln dar, niedlich stilisiert und in bonbonrosa gehalten – so ganz anders als die üblichen Hubs und Sticks. Den drei kleinen Schweinchen fehlt nur noch der Schlitz im Rücken, dann gingen sie als Mini-Sparschweine durch.
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