neuerdings – der Wochenrückblick Ausgabe 25

Nebst dem immer noch aktuellen ?100-Laptop aus Schweden machten diese Woche ein Öko-Auto, ein iPod-Dock Testbericht sowie eine Rückfahrkamera fürs Auto Schlagzeilen.

Woche vom 30. Juli bis zum 5. August 2007

Think City

Think City

Kommen wir gleich ohne grosse Umschweife auf den populärsten Post der vergangenen Woche: der kleine Öko-Flitzer “TH!INK City” scheint die neuerdings.com-Leser am meisten fasziniert zu haben. Das Mini-Auto aus Norwegen, welches “kohlenstoffneutral” sein soll, überrascht vor allem mit einem interessanten Verkaufskonzept: während das Auto ganz normal gekauft wird, soll die Batterie bloss geleast werden. Zudem soll, fast wie bei Dell, als einziger Absatzkanal das Internet zum Einsatz kommen. Mit $85 Millionen Venture Capital aus dem Silicon Valley will THINK, eine Firma, welche nota bene vor gar nicht so langer Zeit fast bankrott war, nun durchstarten und den Traum des “smarten” Autos wahr werden lassen.

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Die Zahl der Woche:iTunes wächst rasant

3’000’000’000

itunes7logoIch weiss, der Obsthändler aus Cupertino ist immer wieder in der Kategorie “Die Zahl der Woche” zu Gast, aber auch dieses Mal finde ich die Präsenz gerechtfertigt. Apple hat nämlich bis Ende Juli 2007 drei Milliarden Songs via iTunes Music Store verkauft. Diese Zahl ist an sich erstaunlich, was mich aber aus den Socken haut, ist die Tatsache, dass Steve Jobs erst an der MacWorld Keynote im letzten Januar gesagt hat, dass Apple via iTunes 2 Milliarden Songs verkauft habe. Sprich, für die ersten beiden Milliarden benötigte Apple knapp vier Jahre (den iTunes Store gibt es seit Frühling 2003), während die nächste Milliarde in bloss einem halben Jahr verbucht werden konnte. Das nenne ich Wachstum.

» iTunes Store Tops Three Billion Songs

Die schröckliche Schlitzer-Kamera

Sony ruft 350’000 digitale Kompaktkameras zurück. Der Boden der Cybershot DSC-T5 kann sich nach aussen biegen und Schnittwunden verursachen.

Keine Explosionsgefahr, für einmal: Die Probleme der Sony Cybershot DSC-T5 sind einem andern Horrorfilm angeglichen – sie wird zu Freddy Kruger und schlitzt ihren Beistzern die Haut an den Händen. In Japan sollen sich bereits rund dreissig Personen an der scharfkantigen Metallabdeckung verletzt haben, die sich vom Boden der Kamera nach aussen biegen und zum Rasierklingen-Täter werden kann.

Angeblich sind rund 284’000 Kameras in den USA und rund 66’000 in Japan betroffen. Zahlen zu Europa soll Sony keine veröffentlicht haben.

Betroffene Seriennummern: 4500001 – 4569350

Details der Rückruf-Aktion bei Sony.de

[Via Theregister]

Das offizielle iPhone-Werkzeug

Wie hat unser Kollege Andreas Göldi nur seine Simcard aus dem iPhone rausgekriegt? Er hat ja kaum zwei Tage nach dem Kauf des Geräts bereits über das Spezialwerkzeug verfügt, das dazu nötig ist? Wahrscheinlich genau gleich wie ich: Briefklammer aufbiegen und in das kleine Auswurfloch auf der Oberseite des iPhones stossen.

Apple lässts nicht darauf ankommen und verschickt ein Original-Tool an Kunden, die mit diesem Vorgehen Probleme haben:

Scheint bei Ikea abgeguckt: Die grafische Anleitung und der Selber-Bau-Faktor – die Briefklammer muss ja vom Anwender noch richtig aufgebogen werden.

Matt hat sich übrigens entschieden, dieses seltene Werkzeug auf Ebay zu versteigern. Bisher sind 21 Gebote in Höhe von über 40 Dollar eingegegangen.

Und wenn das Teil eine Fälschung ist – wovon auszugehen ich bereit bin – macht er vielleicht sogar ein Geschäft.

Matts Flickr-Seite
Die Versteigerung auf Ebay

Ein Luftschiff für den iPod

BW Zeppelin

BW Zeppelin

Hier bei neuerdings.com haben wir schon das eine oder andere iPod-Dock vorgestellt. Einige gehören zur Kategorie “Mist”, während andere eher dem Bereich “High End” zuzurechnen sind. Das soeben von B&W lancierte Dock namens “Zeppelin” gehört definitiv in die zweite Kategorie. Mit total 100 Watt Ausgangsleistung, einem Subwoofer von 10cm Durchmessern und total fünf Treibern dürfte das ausgefallene Dock genug Power haben, um die Wände wackeln zu lassen. Wer auf seinem iPod auch Videos oder Fotos gespeicht hat, kann die übrigens via Kabel auf den Fernseher übertragen und in einem etwas grösseren Format anschauen. Der Zeppelin ist knapp 60cm breit und dürfte wohl in jedem Wohnzimmer zum Hingucker werden. Für umgerechnet ?430 soll das Dock bald in den USA auf den Markt kommen.

» Bowker & Wilkins

[via Tech Digest]

Mausgarage mit Heizung

Für Freiluftforscher, die im Herbst Zugvögel zählen oder andere wichtige Arbeiten am Laptop in frischen Temperaturen erledigen müssen und Menschen, die generell leicht frösteln, ist dieses schmucke USB-Teil bestimmt. Die Mausgarage enthält eine Heizdecke und wärmt Hände oder Mäuse im Nu auf mindestens 42 Grad Celsius auf.

Laut Hersteller ist das Gerät hundertprozentig kompatibel mit USB 1.1, aber auch mit dem neuen, schnellern USB 2.0-Standard, ohne dass allerdings dieser die klammen Finger schneller aufheizt.

22 Dollar im USB-Geek-Shop.

Medisons 150$-PC:
Verdienen mit Werbung

Der Stockholmer PC-Bauer Medison will mit dem von Skepsis umrankten 150-Dollar-PC indirekt Geld durch Werbung auf der Webseite verdienen. Das hat Firmenchef Ivancic an einer Pressekonferenz gesagt.

IvancicWeitere (non-) Informationen zum Billigstnotebook aus Stockholm: Die schwedische Zeitschrift Computer Sweden hat ihren Bericht über die Pressekonferenz, an der drei Vertreter der umstrittenen Firma Medison anwesend gewesen seien und die sage und schreibe zwei Stunden dauerte, im Wissen um das Aufsehen auf Englisch publiziert.

Die Aussagen des Firmenchefs Valdi Ivancic, der angeblich neunzig Prozent der Firma besitzt, sollen der Glaubwürdigkeit des Projekts allerdings nicht besonders zuträglich gewesen sein. Dazu mag auch der Umstand beigetragen haben, dass Ivancic verkündete, er fasse eine Kandidatur für das Amt des Schwedischen Ministerpräsidenten ins Auge – aber lassen wir die Politik bei Seite:

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USA:
Hatz auf Konsolen-Modder – Europäer auch unter Druck?

Die amerikanische Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) hat gemäss Berichten aus der Szene eine grossangelegte Aktion gegen “Modder” gestartet. Ein Betroffener berichtet.

Xbox (revision 1.0) internal layout. Including mod-chip Duo X2. Photographed by Swaaye.

Wer in den USA sein Geld mit dem Abändern von Playstation- und XBox-Konsolen durch sogenannte Modding-Chips verdient, lebt derzeit gefährlich. Die Behörden haben – offenbar auf Druck der Konsolenhersteller Microsoft und Nintendo – gemäss einschlägigen Foren Dutzende von Hausdurchsuchungen und Materialbeschlagnahmungen durchgeführt. Der Bericht eines Betroffenen folgt weiter unten.

Nach Meinung einiger Blogger und Experten sind von der strikten Auslegung des “Digital Millenium Copyright Acts” nicht nur die Amerikaner betroffen, ähnliche Aktionen gegen das, was offenbar als Verletzung der Urheberrechte der Konsolenhersteller interpretiert wird, drohten auch den Europäern mit der EU Copyright Directive, die 2001 beschlossen wurde und dem DMCA in vielen Punkten ähnelt.

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Superklein + superklein = weiterhin superklein

Brando Super Tiny Mini SD card reader

MicroSD-Karten erfreuen sich bei den Herstellern, sofern sie keinem Speicherkarten-Kartell angehören, immer grösserer Beliebtheit. Die Vorteile sind auch nicht von der Hand zu weisen: sehr kompakt, marktkonforme Grössen und ein anständiger Preis zeichnen diese kleinen Dinger aus.

Genau diese Gründe sind auch für die Konsumenten ausschlaggebend, dass diese Chips zuhauf eingekauft werden. Somit ergibt sich eine wunderschöne Balance zwischen Angebot & Nachfrage, was über kurz oder lang dazu führt, dass alle glücklich sind.

Nun sitzt der Normkonsument zuhause und regt sich vielleicht darüber auf, dass sein Kartenleser (noch?) nicht mit MicroSD-Karten kompatibel ist. Selbstverständlich hat er den mitgelieferten MiniSD-Adapter schon längst den regionalen Entsorgungsdiensten übergeben. Was tun, wenn er nun trotzdem den Speicherkarteninhalt einfach und unkompliziert auf seinen PC kopieren will?

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Philips iPod-Docks im Test Teil 2:
DCM230 Mini-Anlage

Im zweiten Teil des Tests schauen wir uns das DCM230 iPod-Dock von Philips etwas genauer an. Im Gegensatz zum Wecker AJ300D kann die Mini-Anlage auch CDs wiedergeben und überzeugt durch ein cooles Design.

Zum Test des AJ300D

DC230

DC230

Wer (aus welchen Gründen auch immer) nicht nur iPod, sondern auch gerne CDs hören möchte, ist mit dem Philips DCM230 wohl etwas besser beraten als mit dem (mit der Klangqualität verblüffenden) Radio-iPod-Wecker AJ300D. Nebst den “traditionellen” Sound-Dock-Features kommt das Teil nämlich auch mit CDs und auf USB-Sticks gespeicherten Songs klar. Raphael Wermuth-Weiss von Philips hat auch recht, wenn er sagt, dass das DCM230 “etwas höhere Designansprüche” erfülle. Die Metall-Front sieht sehr cool aus, und das schwarze Finish verleiht dem Dock einen schicken Touch (welcher durch den “slot-loading”-CD-Player noch schicker wird). Mit der Fernbedienung kann man nicht nur die normalen Funktionen wie Lautstärke etc. steuern, sondern auch die Playlisten bzw. den gesamten iPod durchstöbern.

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