neuerdings – der Wochenrückblick Ausgabe 26

Wieder eine Woche um, und es war mal wieder eine Woche mit einigen neuen Produkten und Gadgets. Was die Technikwelt bewegte: Das neue Officepaket von Apple, die neuen iMacs, aber auch Produktverwirrungen bei Logitech.

Woche vom 6. August bis 12. August

Vermutlich will den Firmennamen mittlerweile keiner mehr hören, aber zumindest in dieser Woche kommen wir nicht drumherum. Apple bzw. Steve Jobsimac-images-gallery-imac-2-20070807-tm.jpg hat am Dienstag bei einem kleineren Apple Media Event den neuen iMac vorgestellt. Neuerungen zum alten Modell: Schnellere Prozessoren, größere Festplatten, Hochglanzdisplays und der neue Aluminium-Look. Letzterer ist sicher nicht jedermanns Sache, macht aber im direkten Vergleich mit dem Äußeren des iPhone sicher was her.

Neben neuer Hardware stand bei der Präsentation auch das Update des Office-Pakets iWork im Vordergrund. Neben kleineren Verbesserungen gab es auch die Premiere von Numbers, dem neuen Tabellenkalkulationsprogramm von Apple: “Tabellenkalkulation für jedermann” lautet die Devise. Dass Apple entwicklungstechnisch mittlerweile auch nicht mehr auf der Höhe der Zeit ist, bewiesen erste Bugs, die bei den Heimanwendern auf reichlich Unzufriedenheit stießen. Dabei hatten doch alle gehofft, dass das Safari-Desaster keine Wiederholung findet…

iwork1-1-tm.jpg

Dank der angebotenen 30-Tage-Test-Version konnte sich Kollege Andreas Göldi bereits einen ersten Eindruck von iWork 08 machen. Das Fazit: Es ist nicht in allen Belangen perfekt, lässt sich aber leicht bedienen und ist tauglich genug für den normalen Heimanwender.

Dass die länderübergreifende Informationspolitik nicht immer funktioniert, mussten wir diese Woche bei Logitech feststellen. Nicht genug, dass sie ein neues Gamer-Keyboard unter einem bereits existierenden Namen auf den Markt brachten: Im Gegensatz zur US-Homepage war auf der deutschen Seite noch nichts zur neuen Version zu finden. So entstand eine gewisse Informationsverwirrung, die sich nach einiger Zeit aber wieder lösen ließ. Zum Glück.

Nokia 7500Neuigkeiten diese Woche auch bei Nokia: Ab Herbst soll die Prism-Linie verfügbar sein. Vor ein paar Monaten schon hatten wir erste Fotos vom 7500 hier gepostet. Das Handy mit dem Funkellook hat sicher keine überragenden Funktionen, sondern lässt sich eher mit den meisten aktuellen Handys vergleichen. Einzig und allein das Design macht da den Unterschied. Zu ihm gesellt sich außerdem das Nokia 7900, dessen OLED-Display ein weites Farbspektrum zulässt. Wie benutzbar die Tasten der Handys ist, sei jetzt mal dahingestellt.

Zum Schluss noch die Laptop-Neuheiten der Woche im Überblick. Lenovo setzt ab sofort bei seinen Laptops auch auf Linux als Betriebssystem. Ab Jahresende soll man sein ThinkPad auch mit SUSE Linux vorinstalliert bekommen können. sony_tz11_tn.jpgWeniger mit neuem Betriebssystem als eher mit neuem Leistungsspektrum präsentiert sich das neue Sony VAIO-Notebook. Zwar hat Sony mit der Größe gespart (das neue VAIO hat ein 11-Zoll-Display), aber nicht an der Leistungsfähigkeit. Glaubt man den Sony-eigenen Angaben, dürfte man rund 7 Stunden kabellose Freude mit dem Gerät haben. Sofern man den Preis von knapp 2000 Euro für das kleinste Modell übrig hat.
Eine reine Designveränderung bietet zu guter Letzt das ASUS U1F. Außen Klavierlack, innen Leder fürs bequeme Hand ablegen: Stil muss der Laptopuser haben.

Die Zahl der Woche:Kommentarspam für alle!

2 Millionen Betroffene

Etwa 2 Millionen Blogs “erreiche” man als “Werbender” mit der Kommentar-Spam-Software “Blog-Blaster” angeblich, wenn man alles richtig macht. Ebensoviele Blogger sollen laut Herstellerangaben zugestimmt haben, dass sie diese Art von Spam auch haben wollen. Unter den Betroffenen befinden sich nicht nur die hiesigen A-Blogger, sondern auch unzählige Privatblogs. Von denen vermutlich niemand zugestimmt hat. Wohl dem, der einen effizienten Kommentar-Spam-Filter laufen lässt.

Wir alle haben Kommentarspam zugestimmt, sagt Sebastian Foss

Politisch korrekter Mediaplayer

Derzeit ist viel vom ökologischen Fussabdruck die Rede. Ein Weg, um diesen erheblich zu verkleinern, ist dieser Kurbel-Medienplayer.

Eco media player

Der Erfinder des Kurbelradios, Trevor Baylis, hat diesen ebenfalls per Kurbel aufladbaren Media-Player mitentwickelt. Er bietet eine ungemein wohltuende Unabhängigkeit vom nächstgelegenen Stromanschluss.

Die eierlegende Wollmichsau der umweltverträglichen MP3-Spieler – der Markt ist im Augenblick denn auch nur auf dieses eine Produkt beschränkt – liefert mit seinem auf 2 GB limitierten, aber mit SD-Karten erweiterbaren Speicher mannigfaltige Funktionen.

Sollten also die ganzen Mühen zur Erhaltung unseres Planeten umsonst sein, bietet diese letzte Bastion der Unterhaltung im Falle einer nuklearen/ökologischen Katastrophe alles, was der Überlebende zur Zerstreuung braucht. Abgesehen von den obligaten MP3-Dateien kann das Gerät Videos auf seinem 1.8 Zoll grossen Bildschirm anzeigen; es hat ein FM-Radio, kann die postapokalyptischen Gedanken des Besitzers übers eingebaute Mikro festhalten, das ohnehin obsolete Handy aufladen, die geretteten e-books anzeigen und es fungiert als Speichergerät sowie als Taschenlampe.

Ob Weltuntergang oder Umweltfreundlichkeit: ab dem 27. August ist das Gadget zur Unterstützung eines guten Gewissens für 169.99 Britische Pfund beim Ethical Superstore erhältlich.

[Via Hippyshopper]

Frischfleisch-Sensor für Geeks

Jedes Mal, wenn ich mir ein neues Küchengerät zulege, überlege ich vorher ausgiebig, ob ich das Gerät auch wirklich brauche. Bei diesem bin ich mir relativ sicher, dass ich es nie benutzen werde – es sei denn, ich verliere einmal meinen Geruchssinn.

Sensor Fresh

Sensor Fresh übernimmt nämlich das Schnüffeln an Frischfleisch, um festzustellen, ob eben jenes noch essbar ist oder nicht. Das Gerät hat einen Sensor eingebaut, der innerhalb einer Minute die Gaszusammensetzung der Luft überprüft. Mittels Farben wird dann angezeigt, ob das Fleisch noch genießbar ist (grün) oder besser in die Tonne getan werden sollte (rot).

Bei einem Preis von umgerechnet rund 80 Euro traue ich lieber weiter meinem eigenen Riechkolben.

[via Cooking Enthusiast]

Die eigene Radiostation fürs Auto

Mittlerweile gibt es diverse MP3-Player, welche bereits mit Radiosender-Funktion ausgeliefert werden. Wie der hier von Maplin.

FM MP3 TransmitterVor einiger Zeit habe ich überlegt, mir das Harman-Kardon Drive and Play System zu kaufen, mit Hilfe dessen man das Audiosignal eines beliebigen Abspielgerätes (MP3-Player, Discman) über das Autoradio abspielen kann. Funktionsweise: Das Gerät funkt das Audiosignal als temporäre Radiostation und benutzt eine beliebige FM-Frequenz.

An diesen MP3-Player kann man eine Antenne anschließen und das Gerät damit zum Sender machen. Je nachdem, in welchem Umfeld man sich befindet, muss man sich allerdings auf starken Qualitätsverlust einstellen: Je weniger Frequenzen frei sind, desto schlechter wird auch die Qualität der Übertragung. In Städten mit engem Frequenzband und wenig Abstand zwischen den normalen Radiostationen dürfte es schwierig sein, eine freie Frequenz zu finden.

Neben dem Sender hat der Player alle üblichen Funktionen: 1 GB bzw 2 GB Speicherplatz (je nach Modell), Equalizer, Aufnahmefunktion mit eingebautem Mikro, diverse Abspielmodi, integrierter Akku. Die maximale Nutzungsdauer mit einer Akkuladung wird vom Hersteller mit 10 (ohne FM-Nutzung) bzw 5 Stunden (mit FM-Nutzung) bezeichnet. Kostenpunkt: 29,99 bzw 39,99 Pfund.

[Bezugsquelle: Maplin]

Kamera mit Drehwurm

Mal wieder ein Gerätekonzept, dieses Mal in Zusammenarbeit mit Sony: Die Panorama-Kamera.

Panorama-Kamera

Legt man diese auf eine ebene Fläche und legt den Aufnahmewinkel fest, dreht sie sich um die eigene Achse und nimmt sie eine 360°-Aufnahme auf, auf Wunsch auch als Video. Gespeichert werden die Aufnahmen auf einer Memory Card. Fraglich ist natürlich, wer so etwas braucht. Aber manchmal ist es ja die Idee, die zählt.

[via YankoDesign]

Was nicht hätte aussterben dürfen

C64

Und hier noch etwas Nostalgie zum Wochenende. Die Süddeutsche Zeitung hat ihre Leser befragt, welche Gadgets nie hätten aussterben dürfen. Nebst offensichtlichen Fällen wie dem C64 (Bild oben) hat es auch einige lustige Überraschungen darunter. Schönes Wochenende!

» Süddeutsche: Einfach ausgestorben

[Danke Ronnie]

chic und petite

ChicPetite

Ich möchte ja eigentlich nicht immer mit dem Argument “rosa Gadget = für Frauen” kommen, aber wenn ein Notebook ChicPetite heisst, darf ich den Sexismusvorwurf wohl dem Anbieter in die Schuhe schieben. Der 12-Zoll-Laptop mit Hibiskus-Motiv ist in Altrosa gehalten und, was die weniger emotionale technische Ausstattung betrifft, weder atemberaubend noch grottenschlecht.

Dank der vielen Konfigurationsoptionen sollte sowohl die Einsteigerin als auch die versierte Nutzerin ein Modell finden, das ihren Anforderungen entspricht. Ab umgerechnet ?950 gehts los und dann steigt der Preis bis ?1200. Da würde ich dann doch eher die neuen Inspiron-Notebooks von Dell empfehlen, welche zum selben Preis mehr zu bieten haben – bis auf das Hibiskus-Motiv natürlich.

» ChichPetite

[via Fashionfunky]

Schreien hat ein Ende

Bluebike-Helm

Passionierte Motorradfahrer, die gerne mit einem guten Bekannten die Freiheit geniessen möchten, kennen das Problem: um sich mit dem Sozius zu unterhalten, gibt es nicht viele Möglichkeiten. Entweder man brüllt sich die Seele aus dem Leib, oder wartet bis zur nächsten Rast, bis man sich über soeben befahrene Strecken unterhalten kann. Wenn ein Intercom-System besteht, dann ist das entweder relativ primitiv und beschränkt sich nur auf Gegensprechen, oder aber es ist nur in teuren und proprietären Systemen erhältlich.

Die Deutsche Votronic GmbH bietet nun eine Lösung für diese Rider-Problematik. Deren System ist modular aufgebaut, hat viel auf dem Kasten und bewegt sich im bezahlbaren Rahmen. Das Bluebike-System wird vom Benutzer selbst im Helm installiert. Auf einen Schlag ist mehrdimensionale Unterhaltung auf dem Motorrad möglich. Drahtlose Unterhaltungen mit beliebig vielen Mitfahrern, Musik (via Radio oder MP3-Player), Telefongespräche und sogar die Sprachausgabe mitgenommener Navigationssysteme werden direkt und in Stereo-Sound dem Fahrer drahtlos übertragen.

Das Basis-System, welches passionierte Motorradfahrer ein Stückchen weiter in richtung absoluter Freiheit befördert, ist ab 350 ? erhältlich.

Webseite Voltronic/BlueBike

[Via Engadget]

Unsensible iPhones

iPhone Display

Nicht sehr häufig, dafür umso lästiger scheinen Probleme zu sein, die einzelne iPhone-Anwender mit dem Touchscreen haben. Er beginnt offenbar, zuerst auf der untern Hälfte und dann flächig “unsensible” Stellen zu entwickeln.

“Nach nur zwanzig Tagen wurde die untere Hälfte meines Bildschirms taub”, reklamierte ein Käufer im Apple Support-Forum. Das Problem scheint Hardware-bezogen zu sein – es lässt sich mit Neustarts und auch mit dem ersten Update der Software auf die Version 1.1 nicht beheben.

Apple reagiert aktiver als auch schon – man will das laut Engadget “wichtigste” Gadget aller Zeiten unter keinen Umständen einem Image-Verlust aussetzen.

Apple scheint Betroffene zwar nicht grade öffentlich aufzurufen, sich zu melden; aber wer es tut, hat die besten Aussichten, ein neues Telefon zu kriegen.

[Via Appleinsider]