Nokia:
Auch Handies können spezialisiert sein
Die meisten Handy-Hersteller versuchen ja immer noch, ihre Geräte zu fliegenden eierlegenden Wollmilchsauen mit Tauchfähigkeiten zu entwickeln, also so viele Features reinzuquetschen wie nur möglich. Die resultierenden Gadgets sind meistens vor allem eins: verwirrend. Sie können zwar fast alles, aber nichts richtig gut.
Nokia geht bewusst einen anderen Weg und spezialisiert seine verschiedenen Produktfamilien zunehmend stärker. Am deutlichsten sichtbar ist das in der multimedialen N-Serie: Das Fotohandy N90 bietet beispielsweise eine eingebaute Zeiss-Optik und ist rundum fürs Fotografieren und Videofilmen optimiert.

Das N91 mit seiner eingebauten 4GB-Festplatte zielt hingegen primär auf Musikwiedergabe. Ein Hörtest mit unseren mitgebrachten Etymotic-Kopfhörern zeigte auch tatsächlich, dass das N91 anders als die üblicherweise sehr dünn klingenden Standard-Handies eine sehr gute Klangqualität bietet.

Im Sommer 2006, also rechtzeitig zur WM, soll das N92 auf den Markt kommen. Es ist für Fernsehempfang mit dem DVB-H-Standard optimiert und soll daher Fussball-Konsum auch unterwegs ermöglichen.

Neben der N-Serie bringt Nokia auch neue Modelle in der E-Serie raus, die für Messaging optimiert ist. Statt Multimedia-Schnickschnack bieten diese Geräte optimierte Tastaturen.
Dass spezialisierte Handies Sinn machen, hat nicht nur mit der Technik zu tun, sondern vor allem mit dem Form Factor: Mit dem N90, das ähnlich wie eine kleine Videokamera geformt ist, kann man schon rein von der Handhabung her halt sehr viel besser fotografieren und filmen als mit einem normalen Mobiltelefon. Natürlich bieten alle Nokia-Modelle auch die üblichen Grundfunktionalitäten in guter Qualität. Dadurch aber, dass sie halt eine Sache ganz besonders gut können, sind sie für ihre jeweilige Zielgruppe wohl deutlich besser geeignet als die undifferenzierten Alleskönner der Konkurrenz.



Als Zubehör bekommt man ein interessantes Dockingkabel. Externe Anschlüsse sind auch dringend nötig, weil auf dem winzigen OQO kein Platz für so viele Buchsen ist. Eingebaut im Gehäuse sind nur ein USB-Anschluss, ein Firewire-Anschluss, eine Kopfhörerbuchse sowie ein paar proprietäre Docking-Stecker.

Im Handy-Sektor stellte Samsung zwei Weltneuheiten vor: Cameraphones mit 7 Megapixeln sind ja (für Samsung-Verhältnisse) fast schon ein alter Hut. Neu kommt jetzt ein Telefon mit einer 10-Megapixel-Kamera auf den Markt, von der Samsung behauptet, dass sie in Sachen Bildqualität mit ausgewachsenen Digitalkameras mithalten kann. Und weil offenbar noch Platz im Gehäuse war, hat Samsung in das Gerät gleich noch einen Satelliten-TV-Empfänger eingebaut.
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