Seit der Ankündigung des iPhone hat eine Sache die Gadgetfans besonders heiss gemacht: Die faszinierende, neuartige Benutzeroberfläche, die Steve Jobs da im Januar vorführte. Und in den letzten Tagen wurde durch ausführliche Video-Demonstrationen die Vorfreude noch zusätzlich angeheizt. Kann das iPhone in der Realität halten, was der Hype verspricht? Ist es wirklich eine Revolution bezüglich Benutzerfreundlichkeit?
Als Smartphone-User ist man ja nun wirklich nicht verwöhnt: Je nach Produktfamilie muss man sich mit fummeligen Joysticks (Nokia), vorsintflutlichen Menüstrukturen (Palm), miserabel aufs Mobilgerät geschrumpften PC-Metaphern (Windows Mobile) oder überforderten Möchtegern-Betriebssystemen (Blackberry) herumschlagen. Man kann wirklich nicht sagen, dass irgendeine Smartphone-Familie uneingeschränkt gute Bedienbarkeit und problemlose Leistungsfähigkeit gleichzeitig bieten würde.
Und da kommt nun Apple und bietet gleich drei Revolutionen auf einmal: Erstens läuft auf dem iPhone ein solides, richtiges Betriebssystem, nämlich eine Minimalversion von Mac OS X. Zweitens sieht die Benutzerfläche völlig neu, freundlich und flüssig aus. Und drittens wird das Ding nicht mit seltsamen Joysticks, Rädchen oder Stiften bedient, sondern ganz einfach mit dem Finger. Kann so viel Gutes wirklich wahr werden? Um es vorwegzunehmen: Grösstenteils ja.

Bitte hier drücken: Der Homescreen zeigt alle Anwendungen auf einen Blick.
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Das iPhone ist ein wirklich schönes Gerät, das sieht man schon auf den Bildern. Doch wie fühlt es sich in Wirklichkeit an? Ein Blick auf die Hardware.
Dass Apple vermutlich der Gadgethersteller mit dem höchsten Designanspruch ist, ist bestens bekannt. Vom iMac über die MacBook-Serie und den iPod bis hin gar zu Apples Servermaschinen, immer haben die Produkte aus Cupertino einen hohen ästhetischen und funktionalen Anspruch.
Das ist natürlich auch beim iPhone nicht anders. Im Gegenteil: Apples unbescheidenes Ziel, das Mobiltelefon neu zu erfinden, stellt natürlich höchste Ansprüche ans Produktdesign. Und die kann das iPhone grösstenteils erfüllen.
Von Grösse und Gewicht her ist es vergleichbar mit gängigen Smartphones anderer Hersteller. Neben einem Nokia E61, das bereits zu den kompaktesten Smartphones gehört, wirkt es allerdings um einiges schlanker und eleganter.

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Wer viel mit der Maus arbeitet, der kennt möglicherweise die Probleme mit hakeligen Scrollrädchen und verklebten Trackballs. Belkin schafft nun Abhilfe und gibt die Washable Mouse für die Handwäsche frei.

Anstatt des üblichen Scrollrädchens arbeitet die USB-Maus mit einem Scrollpad, mit dessen Hilfe man sowohl waagrecht als auch senkrecht scrollen kann. Der optische Sensor an der Unterseite registriert Bewegungen nicht nur auf den üblichen Oberflächen sondern soll laut Herstellerangaben auch auf Polstermöbeln und Holzoberflächen funktionieren.
Da sie wasserfest gebaut ist, kann sie nicht nur bei Bedarf abgewaschen werden, sondern sie überlebt auch problemlos unvorhergesehene Flüssigkeitsattacken. Und wenn man die Maus dann doch mal verstauen muss, kann man sie in die Mouse Trap locken, ein mit Reisverschluss verschließbares flexibles Mousepad.
Auf den Markt kommen soll die waschbare Maus im August zu einem Preis von etwa 30 Euro, die Mausefalle ist ab demnächst für rund 13 Euro zu haben.
Genau das ist es, was so mancher Experte als Apples Risiko bezeichnet (und dazu gehört sogar Ex-Apple-Evangelist Guy Kawasaki): Dass AT&T das iPhone-Erlebnis vermasselt.

Ich bin, nachdem ich mein iPhone nach Hause getragen und selbstredend ausgepackt habe, zuerst mal mit einer Freundin was essen gegangen – im Bewusstsein, dass erstens Andreas den Unboxing-Artikel längst verfasst hatte und dass zweitens die Aktivierung via iTunes wahrscheinlich lange dauern würde.
Denn schon der Credit-Check, den ich im Laden mit meiner Sozialversicherungsnummer absolvieren musste, weil ich derzeit T-Mobile-Kunde bin, hatte gedauert (Ich hatte notabene meinen AT&T Vertrag erst im Januar gekündigt, weil T-Mobile eine Datenflatrate für 60 Dollar inklusive WiFi in allen Starbucks anbot, während allein die GPRS-Daten via AT&T 80 Dollar kosteten). Auch die Belastung der Kreditkarte war ungewöhnlich langsam (zumindest der Teil geht doch in der Regel schnell…)
Um 23 Uhr also installiere ich auf meiner Windose iTunes 7.3 (reibungslos) und versuche, das iPhone zu aktivieren. Ich wähle den billigsten Plan mit 450 Minuten Gespräch (nutze ich nie aus) und Daten-Flatrate – für 59$. Das hätte mir die blöde AT&T im Januar anbieten sollen, dann hätte sie mich nie als Kunden verloren.
Meine Daten gehen durch, aber die zweitletzte Stufe der Aktivierung braucht 13 (!) Anläufe, weil der iTunes-Store jedesmal einen Timeout produziert. Ok, sind ja wohl Tausende daran, Musik auf ihr neues Phone zu laden. Endlich klappts.
Aber dann kommt der Hammer.
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Da ist es also nun, das schicke neue iPhone, noch sicher verpackt in der versiegelten AT&T-Tüte. Aber nicht mehr lange.

Bei den Gadgets von Apple ist das Auspacken ja oft der grösste Spass, so viel Mühe gibt man sich in Cupertino mit der Verpackung. Das iPhone kann da allerdings nicht mehr ganz mit den ersten iPod-Generationen mithalten, sondern ist recht pragmatisch in einer erstaunlich kompakten schwarzen Schachtel verpackt.

Nach dem Aufmachen ist das erste, was man sieht, gleich schon mal das iPhone selbst.
Ja, jetzt darf man es endlich anfassen. Zum ersten Mal!
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Neben den obligaten Berichten rund um das iPhone an sich werden wir bei neuerdings.com die heutige Nacht damit verbringen, euch live aus zwei amerikanischen Städten vom Warten auf das neue ?Wundertelefon? berichten. In San Francisco kümmert sich Peter Sennhauser um die Impressionen.
Zum Leseverständnis: Die jeweiligen Posts für die zwei Städte werden in regelmäßigen Abständen erweitert, die aktuellsten Eindrücke stehen im Sinne der Chronologie unten. (Bilder: 50% Treo 650, 50% Nikon D200)
13:30 Ortszeit

Am Geary Boulevard in San Francisco (da, wo nachts noch niemand stand) stehen oder vielmehr sitzen bereits rund 25 Leute. Der Erste in der Schlange ist hier seit 11 Uhr früh.
Ghazi hinter mir (31) war Downtown, und ist vor der Schlange von rund 250 Leute geflüchtet. Er trägt Shorts und T-Shirt, weil er irgendwo in der Hitze des kalifornischen Hinterlands bei einem Feld-, Wald- und Wiesenstore anstehen wollte. Aber dann fand er heraus, dass die gar keine iPhones haben. Jetzt sitzt er hinter mir auf dem Mäuerchen und fürchtet sich vor dem Nebel, der unweigerlich gegen 16 Uhr hereinrollen und die Temperaturen um zehn Grad senken wird.
Jemand in der Menge will wissen, dass dieser Shop 60 Geräte verfügbar haben wird. Aber das Management sagt selbstredend auch hier kein Wort.
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Viereinhalb Stunden nach Ladenöffnung an der Ostküste stehen bereits 1190 1229 1297 1387 iPhones zur Auktion oder zum Direktkauf bei eBay (Zahl derzeit schnell wachsend mit etwa 15 neuen Auktionen pro Minute).
eBay hat natürlich eine Kategorie eingerichtet, und wie es der Zufall will ist “Apple iPhone” auch noch ganz vorn im Mobile-Alphabet:

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Neben den obligatorischen Berichten rund um das iPhone an sich werden wir bei neuerdings.com die heutige Nacht damit verbringen, euch live aus zwei amerikanischen Städten vom Warten auf das neue “Wundertelefon” berichten. In Boston kümmert sich Andreas Goeldi um die Impressionen (Fotos: Bettina Hein)
Zum Leseverständnis: Die jeweiligen Posts für die zwei Städte werden in regelmäßigen Abständen erweitert, die aktuellsten Eindrücke stehen im Sinne der Chronologie unten.
Boston, Massachusetts, 29.6.07
14:52 Ortszeit
Noch gut drei Stunden bis zum iPhone-Verkaufsstart. Ich beziehe Stellung beim AT&T-Laden am Central Square. Das ist eine wirtschaftlich etwas weniger bevorzugte Gegend im Grossraum Boston, und ich hoffe, dass hier nicht allzuviele Gadgetfreaks wohnen.

Trotzdem stehen immerhin schon 18 Leute in der Schlange. Die vordersten haben Stuehle mitgebracht und sind offenbar schon einige Stunden hier.
Ich erkundige mich beim Ladenpersonal, wie viele Geraete hier denn erhaeltlich sein werden. Weiss man leider nicht. Auch sonst scheinen die Verkaeufer keine Ahnung zu haben, nicht mal ein interaktives Display gibt es. Aber immerhin, jemand in der Schlange erzaehlt mir, dass diese kleinen Laeden etwa 50-100 Geraete kriegen werden. Weiss er aus sicherer Quelle, naemlich von Macrumors.com. Ah ja.
Die meisten anstehenden Leute sehen etwa so aus, wie man sich den typischen Apple-Fanboy vorstellt. Nur die Leute ganz vorne sind vermutlich welche, die sich von jemandem fuer das Schlangestehen bezahlen lassen. Die direkt vor mir sind wohl alle Studenten. Sie unterhalten sich ueber irgendwelche sehr spezifischen Themen aus der Astrophysik. Da kann ich leider nicht mitreden.
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Bei flickr tauchen die ersten Bilder glücklicher iPhone-Besitzer auf. Der erste in jedem Store scheint 5 Minuten Ruhm zumindest gegenüber den noch Wartenden sicher zu haben.

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Normal ist das alles nicht. Aber neuerdings.com ist — trotzdem oder deswegen? — beim iPhone-Launch an vorderster Front mit dabei. Und das gleich zweifach.
Hier der Zeitplan für heute Nacht.
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