Sony beschert Europa zwei neue BRAVIA-Linien

Der japanische Home-Entertainment-Gigant hat gestern angekündigt, in Europa im Laufe des Jahres zwei neue BRAVIA-Linien auf den Markt zu bringen (mal etwas anders: Produkte kommen zuerst bzw. exklusiv in Europa auf den Markt). Zum einen haben wir da die S3000-Linie mit Bilddiagonalen von 40 und 32 Zoll (sowie später auch 20 und 46 Zoll) und zum anderen die Modelle der D3000-Linie, welche vor allem durch die “24p True Cinema”-Unterstützung auffalen. Diese Technologie gibt Kinofilme mit einer frame rate von 24 Bildern pro Sekunde wieder – also exakt so, wie sie ursprünglich gefilmt wurden. Dadurch werden Filme nicht mehr 4% zu schnell abgespielt und die Tonspur ist demzufolge auch nicht mehr 4% zu hoch (da habe ich mal wieder etwas dazugelerent…). Ferner werden die D3000er Modelle über eine Bildwiederholfrequenz von 100Hz verfügen, wodurch alles noch viel “smoother” ablaufen soll. Beide Lininen kommen mit drei HDMI-Ports und sind mit BRAVIA TheatreSync kompatibel, was bedeutet, dass man mit bloss einem Knopfdruck einen Film starten kann und das System dann alle notwendigen Einstellungen wie zum Beispiel Audio- und Video-Output automatisch vornimmt. Wann man sich diese LCD-Fernseher kaufen kann und wieviel man dafür bezahlen muss, steht zur Zeit leider noch nicht fest.

Bravia

Added Value:
Sony BRAVIA D3000
Sony BRAVIO S3000

[via Engadget]

Mp3-Player für die Badewanne:
Sinnlicher Wannen-Heuler

XA-AW33-W: Der schwimmende MP3-Player für das entspannte Bad – und gestresste Nachbarn

Für den iPod ist die Zubehör-Sammlung ja auch schon mit Wohlfühl-Geräten ergänzt worden – weshalb also nicht gleich einen ganzen Player zur Verwöhnung von Körper und Geist bauen?

Als “heilender Player” verkauft Victor-JVC allen Ernstes das schwimmfähige Musikteil, das in Japan für rund 120 Euro über die Ladentische geht. Mit dem richtigen Musikstil wird das sinnlich designte Gerät auch zum heulenden Player – und mit steigender Lautstärke dürfte es dank Badewasser-Verstärkung (schon mal in der Wanne mit den Ohren unter Wasser den Nachbarn beim Streiten zugehört?) dem Hausfrieden eher abträglich sein. Das System (Affiliate-Link) gibt’s übrigens als Kombi mit Funk inzwischen preiswerter.

Trotzdem, mit dem abwärts gerichteten blauen LED und dem Eisberg-Faktor – der grösste Teil des schwimmenden Pilzkopfs im Colani-Design bleibt unter Wasser – garantiert das Ding zweifellos für längere Einweichzeiten, und mit 256 MB reicht auch der Speicher, um den Musikgenuss länger andauern zu lassen als die wohlige Wärme des Schaumbads.

Was an dem “Healing Player” gesundheitsfördernd sein soll, konnte ich der Robotrübersetzung der Webseite nicht entnehmen – der Name ist es ganz sicher nicht, der sorgt eher für einen Besuch beim Hals-Nasen-Ohren-Spezialisten zur Entwicklung der Zunge: XA-AW33-W.

[Via Impress]

iTunes:
“Restalbum holen”

Apple gewährt endlich Kredit für bereits gekaufte iTunes-Songs beim späteren Download des ganzen Albums – allerdings nur 180 Tage nach dem Kauf der Singles.

Ich hab die Pressemitteilung auf Deutsch noch nicht gekriegt und bin gespannt, wie die Funktion “Complete my Album” auf Deutsch heissen wird: “Restalbum kaufen”? “Komplettier meine Platte?”

Ist ja eigentlich egal. Jedenfalls muss man jetzt nicht mehr entweder einzeln die übrigen Songs eines Albums zusammenklicken oder für die bereits gekauften nochmals zahlen, wenn man sich entschliesst, die Sammlung zu komplettieren. Jedes bereits vorhandene Stück wird mit 99 Cents vom Kaufpreis des Albums abgezogen, heisst es in der Pressemitteilung von Sony Apple.

Bleibt nur die Frage, was passiert, wenn ich aus irgendwelchen Gründen 11 Songs von einem Album mit 18 Songs bereits habe, und das Album kostet $9.90 – kriege ich dann eine Gutschrift über 99 Cent für das Abholen des “Restalbums”? Apple Schweiz wird das sicher klären…

[via Engadget]

Gesichtskontrolle am eigenen Pult

Bioscrypt’s “VisionAccess 3D DeskCam ” 3D-Gesichtsscanner macht aus jedem Antlitz ein Passwort

Bisher war’s der Grund, weshalb ich mich häufig weigerte, irgendwelche “exklusiven” Clubs oder Discos zu betreten: Ich sehe nicht ein, weshalb ich mich, um mein Geld auszugeben, der Gesichtskontrolle durch irgendwelche Türsteher unterwerfen soll.

Demnächst wird die gleiche Prozedur vielleicht an so manchem Arbeitsplatz erst den Zugang zum Rechner eröffnen.

Die kanadische Firma Bioscrypt hat soeben den nach eigenen Angaben ersten 3d-Gesichtscanner für logische Zugangssysteme angekündigt. Einmal eingelesen, soll das eigene Gesicht sowohl als Passwort für Netzwerk- oder Rechner-Zugang dienen, kann aber auch für die physische Zutrittskontrolle an Türen (derlei Systeme vertreibt Bioscrypt schon länger) benutzt werden.

Die Kamera wird einfach per USB an einen Rechner angeschlossen und soll das vorgestreckte Gesicht schneller als in einer Sekunde erkennen, und, wenn’s das richtige ist, den Zugang gewähren. Dabei wird der Kopf mit 40’000 Punkten vermessen. Ob ihn der Besitzer dabei langsam drehen oder neigen muss, sagt das Communiqué nicht, ebenso wenig, wie ein preis erwähnt ist.

Die Kamera kommt in der zweiten Hälfte 2007 auf den Markt.

Musik-Spezialist mit dem speziellen Dreh

xpress-small

xpress-small

Es heisst “5700 XpressMusic” und soll dank einem dedizierten Musik-Chip ein Musikplayer mit Telefon-Zusatzfunktion sein: Nokia hat das Smartphone auf Symbian-Basis heute offiziell angekündigt, das nicht nur die dritte Generation Mobilfunk unterstützt, sondern auch zu einer ganzen Reihe Online-Musikstores kompatibel sein soll (wozu es die schnelle Datenanbindung dringend braucht).

Der Traum der Mobilfunkanbieter (die damit endlich Datentraffic generieren, dass die Ohren wackeln und die Geldbeutel klingeln) hat den Dreh raus: Der untere Gehäuseteil lässt sich um 360 Grad drehen, und mit jedem Dreh kommt eine andere Funktion des Multitalents zum Einsatz: Handy, Musikplayer (mit zwei Lautsprechern, 2-Megapixel-Kamera, Video-Phone und Smartphone (Organizer). Für genügend Speicherplatz wird ein Mini-SD-Kartenschlitz für 2-Gigabyte-Karten sorgen, der Sound lässt sich via Bluetooth oder 3,5mm-Klinkenbuchse auf Kopfhörer bringen.

Die Drehorgel spielt WMA, MP3, AAC, aber auch eAAC+ und hochkomprimierte Videos in MP4; auch der Umgang mit dem Windows-Kopierschutz ist eingebaut. Das Gerät läuft mit Symbian S60 und wird rund 350 Euro kosten.

Dänen sind die Top-Geeks

denmark2Seit 2001 publiziert das World Economic Forum alljährlich den “Global Information Technology Report“, in welchem der Einfluss von IT auf den Entwicklungsprozess und die Wettbewerbsfähigkeit von total 122 Ländern untersucht wird. Ein Bestandteil der Studie ist der “Networked Readiness Index”, welcher darstellt, wie gut die verschiedenen Länder IT einsetzen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und Entwicklung zu fördern. Während letztes Jahr noch die USA den ersten Platz belegten, übernimmt nun Dänemark die Führung (sucht man bei Google Image Search nach “Denmark IT“, ist Miss Denmark rechts übrigens das einzig gescheite Bild), gefolgt von Schweden, Singapur, Finnland und der Schweiz. Deutschland ist auf dem 16., Österreich auf dem 17. Platz. Den guten Rang der Schweiz erklärt sich das WEF durch “its first-class business environment and by effective e-leadership shown by the business sector”. Die Zivilbevölkerung bzw. deren IT-Nutzung trage hingegen weniger zu dieser Platzierung bei. Wir sind also kein einzig Volk von Geeks.

Auch wenn ich es natürlich nicht gerade uncool finde, wenn die Schweiz auf Platz 5 ist, habe ich bei solchen Studien doch immer ein etwas komisches Gefühl. Italien ist zum Beispiel auf dem 38. Platz, dafür ist bei denen DVB schon Realität. Und der Schweizer “business sector” steht wohl IT-mässig so gut da, weil die Schweiz aus gerade ziemlich aktuellen Gründen viele grosse Unternehmen anzieht (IBM, Google und Co. sind halt wohl etwas IT-affiner als Versace oder Fiat). Zudem, was hat dieser Bericht für konkrete Folgen? Werden Länder im hinteren Bereich nun mehr Geld für IT-Geschichten ausgeben, damit sie in Zukunft besser dastehen? Ich weiss ja nicht …

Added Value:
WEF – Global Information Technology Report

[via BBC]

Dell-Rechner mit Linux

tuxWie der US-Computergigant bekanntgegeben hat, sollen in Zukunft auch Computer ausgeliefert werden, die Linux vorinstalliert haben. Dell hat jedoch weder die in Frage kommenden Distributionen noch einen ungefähren Launchtermin bekanntgegeben. Zur Zeit steht nur fest, dass in Zukunft sowohl Desktop-PCs als auch Notebooks mit Linux-Power erhältlich sein werden. Die Idee, Linux als Option bei der OS-Wahl anzubieten, ist mit sehr deutlichem Vorsprung seit einiger Zeit auf dem ersten Platz bei IdeaStorm anzufinden. Dabei handelt es sich um eine Plattform, auf der Dell-Kunden ihre Wünsche äussern können. Zudem hat Dell in ihrem Direct2Dell-Blog eine Umfrage durchgeführt, an welcher über 100’000 Leute teilgenommen haben. Anscheinend haben mehr als 70% der Befragten gesagt, dass sie einen Dell Computer mit Linux sowohl zu Hause als auch im Büro einsetzen würden. Auch wenn diese Zahlen ziemlich eindrücklich sind, glaube ich irgendwie nicht, dass diese Befragung repräsentativen Charakter hat. Da nehmen doch eh primär Linux-affine User teil, welche das Resultat dann nach oben “verfälscht” haben. Insofern glaube ich nicht, dass ein Normalo-User bloss deswegen auf Linux umsattelt. Für den Linux-Freak gibt es aber natürlich schon Vorteile: da Dell sicherstellen wird, dass in Sachen Hardware und Treiber alles rund läuft, muss der Enduser weniger rumbasteln (wobei viele Leute das ja angeblich gerne machen). Dies dürfte auch der deutlichste Vorteil gegenüber den n-Series sein, welche Dell heute schon ohne OS ausliefert (sprich, man kann sich selber was draufladen). Prinzipiell finde ich den Open-Source Gedanken ja super und begrüsse es auch, wenn die ganze Sache nicht mehr so kompliziert abläuft. Aber auf Linux werde ich wohl nie umsteigen – sorry Tux!

Added Value:
Dell Ideas in Action

Suche Xbox, biete Pistole

Um die Gang-Kriminalität in Mexico City in den Griff zu bekommen, hat sich die lokale Polizei ein spezielles Programm ausgedacht: Schusswaffen können gegen PCs oder Xbox’s eingetauscht werden.

fuerzas especiales

fuerzas especiales

Der Bürgermeister von Mexico City, Marcelo Ebrard, ist zwar erst seit letztem Dezember im Amt, gibt in Sachen Verbrechensbekämpfung aber bereits Vollgas. Während im Februar Sondereinsatzkommandos das Barrio “Tepito” gestürmt und dabei einen als Drogenhölle bekannten Gebäudekomplex eingenommen haben, setzt er nun auf eine, sagen wir mal, eher diskursorientiertere Politik. Seit gestern läuft in besagtem Barrio nämlich eine Aktion, welche den Umtausch von Schusswaffen gegen von Microsoft gesponserte Geräte ermöglicht. Ist man bereit, sein Maschinengewehr einzutauschen, winkt einem ein PC inkl. Microsoft Software im Wert von knapp ?600. Für kleinere Waffen wie zum Beispiel Pistolen kriegt man eine Xbox (so wies scheint nicht die 360). Bislang wurden 17 Waffen umgetauscht. Dies wirkt auf den ersten Blick nicht gerade überwältigend, aber immerhin sind es … 17 Waffen. Dennoch wage ich irgendwie zu bezweifeln, dass das Programm ein grosser Erfolg werden wird. Gangmitglieder gehören meist wohl nicht gerade zu den vermögendsten Bürgern von Mexico City und mit einer Xbox alleine ist es ja noch nicht getan. Man benötigt ja auch Spiele und die werden sich die meisten wohl nicht leisten können. Aber dennoch – wie wir in der Schweiz zu sagen pflegen: “nützts nüt, so schadts nüt”.

[via Reuters & Engadget]

MoGo Headset – das wohl dünnste Bluetooth-Headset

Nach der MoGo Mouse in PCMCIA- und ExpressCard-Ausführungen lanciert Newton Peripherals heute das MoGo Headset, welches als Bluetooth-Headset fürs Handy dient.

Wie wir es uns inzwischen von Newton Peripherals gewohnt sind, ist auch das MoGo Headset mit 50mm x 25mm x 5mm angenehm klein und kann auf verschiedene Arten aufgeladen werden. So kann man das bloss 10g schwere MoGo Headset entweder im PCMCIA- oder ExpressCard-Slot oder im Handy aufladen. Wers lieber klassisch mag, kann natürlich auch auf ein normales Ladegerät zurückgreifen, wobei eine Akkuladung bis zu sechs Stunden Handy-Telefonieren via Bluetooth ermöglichen soll. Klein und leicht ist das Teil sicherlich, ob es jedoch auch bequem ist, sei vorerst dahingestellt. Zur Zeit gibt es leider noch keine besseren Bilder und ein Preis steht auch noch nicht fest, aber ich vorsorglich schon mal dem Marketingverantwortlichen eine Mail geschrieben. Update coming soon…

MoGo Headset

Update: Der Preis ist noch nicht festgelegt und Newton Peripherals ist mit Handyherstellern am Verhandeln, damit diese an ihren Handys einen Port zum Aufladen des Headsets anbringen. Interessantes Konzept, aber ob sich das mit den Handys wirklich durchsetzen wird … ?
Added Value:
Newton Peripherals

Palm Treo 750 mit Windows Mobile 6

WinMoWie Palm angekündigt hat, werden Treo 750 User ihren Palm im Verlauf dieses Jahres auf Windows Mobile 6 upgraden können. Dies dürfte besonders im Zusammenhang mit Exchange 2007 einige Vorteile wie zum Beispiel HTML-E-Mails mit sich bringen. Zudem kann man mit Windows Mobile 6 auch unterwegs auf Files zugreifen, die auf einem SharePoint Server abgelegt sind. Wie mir Theo Froelich auf Anfrage bestätigte, werden natürlich auch Besitzer eines Treo 750v von diesem Angebot profitieren können. Obwohl das Upgrade an sich gratis ist, kann es nicht ausgeschlossen werden, dass einige Mobilfunkbetreiber dennoch eine Gebühr erheben werden. Sobald das Upgrade zur Verfügung steht, werden natürlich alle neuen Geräte gleich direkt mit Windows Mobile 6 ausgeliefert.

CIMG2801

Added Value:
Windows Mobile 6
Palm Treo 750v im Test
Palm Treo 750 Produktpage