Die Zahl der Woche

 

82%

Bei 82% aller im chinesischen Geschäftsleben eingsetzter Software handelt es sich um Raubkopien bzw. gefälschte Software (2003 waren es sogar 92%). Der Rückgang ist nicht zuletzt durch staatliches Einlenken zu erklären. So hat Chinas Regierung nicht nur Massnahmen zur Bekämpfung von Software-Piraterie erlassen, sondern sich auch dazu verpflichtet, selbst nur noch lizenzierte Software zu verwenden (!). In Europa beträgt der Anteil von nicht-lizenzierter Software (immer noch im Business-Segment!) übrigens 36%. So lange Software so teuer bleibt, wird sich wohl auch nicht viel daran ändern.

[via Tech Digest]

Wochenende im Silicon Valley

Die Bastler-Messe “Maker Faire” in San Mateo ist ein stilechter Geek-Anlass. 40’000 Siliziumtal-Bewohner lassen sich von den Werken anderer inspirieren: Bastler, Hacker, Erfinder und Spinner. Eine Bildstrecke.

Maker Faire (1 of 26)

Maker Faire (1 of 26)

Roboter, wohin das Auge schaut: In der Bot-Halle des San Mateo-Event-Geländes liefern sich Kids an Ständen mit kommerziellen Robotern und halbprofessionelle Teams in der Plexiglas-Arena mit ihren Eigenbauten Zweikämpfe der ferngesteuerten Homunkuli.

In einer andern Halle stellen die Raketen-Modellbauer ihre Werke aus, in einer dritten präsentieren Erfinder ihre computergesteuerten Fräsen für den Hobbykeller und die inzwischen allgegenwärtigen “3D-Printer”, die aus flüssigem Kunststoff (oder Käse, siehe unten) Millimetergenaue Protoypen aus CAD-Modellen herstellen.

Draussen präsentieren Tüftler allerlei neumodische Fahrzeuge, vom Rasenmäher- bis zum Gitarrenvelo, vom Elektro-Rollbrett bis zum iPod-Fahrrad. An der “Maker Faire”, dem “Macher-Markt”, ist ein Hauch vom Geist des Silicon Valley zu spüren, wie er mal vorgeherrscht haben muss, bevor die Dotcom-Ära die Energie in eine einzige Richtung drückte und die Venture Capitalists Einzug hielten. Ich habe mir einen Rundgang gegönnt und einen Haufen Bilder geschossen.

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Plazes 2.0:
Wenn Menschen sich freiwillig selbst verfolgen

Ich möchte an dieser Stelle lieber erst gar nicht davon anfangen, wie viele Web 2.0-Startups es mittlerweile so weltweit gibt, dessen Nutzen eher gering oderPlazes Logo gar nicht vorhanden ist- es wären schlichtweg zu viele. Bisher gehörte zu diesen auch Plazes. Plazes ist ein Webdienst, bei dem man entweder manuell oder per Mobiltelefon ein komplettes Geotracking des eigenen Lebens erstellen und anderen seinen aktuellen Standort auch mitteilen kann.

Es mag in den Momenten praktisch sein, an denen Freunde oder Kollegen sich fragen, wo man gerade steckt, wird aber in dem Moment bedenklich, wenn man über aktuelle Überwachungsstaat- Phantasien diverse Politiker nachdenkt. Ich muss der Ehrlichkeit halber dazu erwähnen, dass man seinen Standort bei plazes durchaus auch für die Öffentlichkeit sperren kann, aber man weiß ja nie, was mit seinen vertraulichen Daten so gemacht wird…

Auch in Berlin gibt es zahlreiche Plazes- Nutzer, einer der berühmtesten wohl der amtierende Bürgermeister Klaus Wowereit. Wie viel Einfluss er darauf hatte, dass dort gestern zur “Plazes First-Live Extravaganza” geladen wurde (die er übrigens leider nicht besuchen konnte), weiß ich gerade nicht. Nur, dass dort, zusätzlich zu einem ausgewählten Pool an Testern (insgesamt 250 weltweit), ein erster Blick auf das geworfen werden konnte, was demnächst dann auch dem Otto- Normal- User zur Verfügung stehen wird. Interessanterweise hieß es schon vor dem Start der Betaphase aus offiziellen Kreisen, dass alles “Blog-bar” ist, was mir direkt mal zeigt, dass es keinesfalls um Heimlichtuerei ging, sondern eher um eine Beschränkung eventueller Serverlasten.
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Ein Latitude auf dem Silbertablet(t)

Nun hats Dell doch noch gepackt – viele Jahre lang fragte sich die Geek-Community, wann der texanische Computerhersteller wohl endlich einen Tablet-PC auf den Markt bringen würde. Gestern Abend kam dann die grosse Überraschung: Dell kündigte im Firmen-Blog Direct2Dell an, später in diesem Jahr einen auf der Latitude-Reihe basierenden Tablet-PC zu lancieren. Gemäss Jeff Clarke, Senior Vice President der Business Product Group, soll es sich beim Latitude Tablet um einen der leichtesten Tablets auf dem Markt handeln. Zielgruppen sind nebst den Business-Kunden vor allem User im Gesundheits- und Bildungswesen. Mehr Details sind zur Zeit leider noch nicht bekannt.

Da nun sogar Dell im Tablet-Business mitmischen will, ist anzunehmen, dass es für solche Geräte tatsächlich einen Markt gibt. Es wird spannend sein, zu sehen, in welche Richtung sich dieses Geschäftsfeld entwickelt. Die UMPCs zielen ja eigentlich ein Stück weit auf dasselbe Kundensegment ab und dürften unter Umständen zu einer grossen Konkurrenz für Tablet-PCs werden.

http://www.youtube.com/watch?v=j8tP2Pf9Bdg
Video via Gizmodo

Ach ja, steht einem als Senior VP bei Dell eigentlich kein Stilberater zur Verfügung? :-)

Added Value:
Direct2Dell: Dell Tablet PC

Das neueste Sony Ericsson Handy gibts in … Polen!

Das hatten wir doch schon einmal: im Internet kursieren Gerüchte über ein neues Handy von Sony Ericsson. Auf einer polnischen Auktionsseite ist unter der Produktbezeichnung X123i ein angeblicher Prototyp eines Sony Ericsson Handys aufgetaucht, welcher glatt als Nachfolger des (erst vor kurzem angekündigten) W580 durchgehen könnte. Die einizigen Polnisch sprechenden Personen, die ich kenne, sind zur Zeit leider nicht verfügbar also müsst ihr leider mit meinen Polnischkenntnissen vorlieb nehmen. Sollte sich das Handy nicht als Fake herausstellen, käme es mit einer 2 Megapixel Kamera auf den Markt, hätte einen MemoryStick Micro Slot und wäre bloss 1cm dick. Ob es sich wirklich um einen Prototypen oder bloss ein Fake handelt, kann man zur Zeit nicht sagen. Würde es sich jedoch tatsächlich um eine Fälschung handeln, wäre sie äusserst gelungen. In meinen Augen schaut das Handy auf dieser polnischen Page nämlich äusserst echt aus.

sony-ericsson-x123.jpg

Added Value:
X123i Walkman JEDYNY NA ALLEGRO ?ód?

On the Road to Santa Rosa

Was Apple bislang noch nicht geschafft hat, scheint bei Lenovo schon gang und gäbe zu sein. Nach den vor einigen Wochen angekündigten Modellen mit Santa Rosa Prozessoren soll nun auch ein Tablet PC mit Intels neuester Centrino-Plattform ausgerüstet werden. Aufgrund eines internen Fehlers wurde ein Entwurf der Pressemitteilung des im Juni erscheinenden ThinkPad X61 bereits auf der Firmen-Homepage veröffentlicht. Der X61 soll die Nachfolge des X60 antreten und sieht dem populären Tablet-ThinkPad äusserst ähnlich. Die Tech-Specs können sich absolut sehen lassen: Core 2 Duo Prozessor L7300 mit 1,4GHz, bis zu 2GB RAM, maximal 160GB Festplattenspeicher, WLAN bis 802.11n und ein 12.1 Zoll Diplay mit einer Auflösung von bis zu 1400 x 1050 Pixel – und all dies bei einem Gewicht von bloss 1.7kg! Ein Preis ist zwar noch nicht bekannt, billig dürfte der Spass jedoch keineswegs sein (der X60 kostet mindestens ?1’800).

Lenovo X61 Tablet PC

Small = sexy

enano

enano

Für mich gilt schon seit längerer Zeit in mancher Hinsicht: je kleiner, desto besser. So wird mein nächster Laptop sicherlich keinen 15.4 Zoll Screen mehr haben und auch wenn ich mir mal ein Smartphone zulege, wird es ganz sicher kein Backsteinformat aufweisen. Lange Rede kurzer Sinn: small = sexy. Insofern finde ich den enano Desktop-Computer ein absout gelungenes Gerät. Der enano ist nicht viel grösser als ein A5-Blatt (dafür mit 4cm natürlich etwas dicker), kann aber alles, was ein durchschnittlicher User von einem Computer erwartet. Je nach Ausstattung kriegt man für sein Geld entweder einen enano mit Celeron M Prozessor, 1GB RAM und 80GB Festplatte (für umgerechnet ?480) oder aber eine Powermaschine mit 2,16GHz Core 2 Duo Prozessor, 2GB RAM und 160GB Festplatte (Preis: knapp ?1500). Die insgesamt fünf verschiedenen erhältlichen Varianten haben alle entweder einen CD-Brenner mit DVD-Leser bzw. einen DVD-Brenner eingebaut und verfügen über den üblichen Schnickschnack à la WLAN, Ethernet, Bluetooth, SD-Kartenleser und S-Video-Ausgang. Insofern eignet sich ein enano sowohl als schlanker Desktop-Computer oder dank dem TV-Tuner bei der High-End Variante auch als Media-Center fürs Wohnzimmer (vorausgesetzt, man kann Geräte via DVI an den Fernseher anschliessen). Besonders cool: mit einer (separat erhältlichen) Aufhängevorrichtung, kann man den enano an der Rückseite des Displays befestigen, wodurch man auf dem Schreibtisch nochmals Platz sparen kann (eine CD einzulegen, dürfte dann aber etwas schwieriger werden). Schade nur, dass der enano hierzulande vorerst nicht erhältlich ist.

Engadget lässt Apples Aktienkurs purzeln

Da soll noch einer sagen, Blogs hätten keine Relevanz. Ryan Block von Engadget hat nämlich gestern mit einem Post bei der Aktie von Apple einen kleinen Kurssturz herbeigeführt. Nachdem er kurz vor 12 Uhr (EST) den Wortlaut eines internen E-Mails von Apple veröffentlicht hatte, reagierte die Börse prompt und die Apple-Aktie büsste knapp 5% ihres Wertes ein (innerhalb von sechs Minuten von $107.89 auf $103.42). Inhalt des E-Mails, welches Engadget von einer angeblich zuverlässigen Quelle zugespielt wurde: der iPhone-Launch werde in den Oktober verschoben – Mac OS X Leopard erscheine sogar erst im Januar 2008. Der Haken an der Sache: obwohl das E-Mail scheinbar von einer “richtigen” Apple-Adresse aus versendet wurde, war es gefälscht (also liebe Fanboys: sowohl das iPhone als auch Leopard erscheinen planmässig). Nachdem Apple reagiert hatte, änderte Block dann auch den Titel des Posts in “False alarm: iPhone NOT delayed until October, Leopard NOT delayed again until January” und die Aktie erholte sich wieder etwas (sie schloss dann auf $107.34). Beeindruckend: bei rund 850 Millionen ausgegebenen Aktien entspricht der Kurssturz einem Wertverlust von knapp $4 Millarden – und all dies bloss wegen einem kleinen Eintrag in einem Blog…

Apple Aktienkurs

Added Value:
False alarm: iPhone NOT delayed …

Google holt die Daten aus seinen Spezial-Silos

Der Suchmaschinengigant bringt eine Reihe kleiner, grosser Neuerungen: Herausragend ist die Umstellung auf die «universale» Suche in allen Datenkategorien (Web, Video, Bilder etc) zugleich.

PS vom 18. Mai: Weiterführende Analyse auf medienlese.com

google (1 of 1)

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Google hat seine Homepage vollständig umgekrempelt. Jedenfalls nach Google-Standard: Beim wohl berühmtesten Internet-Brand mit der anorexischen Startseite braucht es ja offenbar drei Jahre Planung, um einen neuen Link – zum Beispiel den auf den nach der Suche meistgenutzten Dienst, Gmail – zu plazieren.

Diesen Eindruck erweckten jedenfalls heute die Ausführungen von Marissa Mayer, der vorzeige-Vizepräsidentin für Suche und Benutzererfahrung. Sie zeigte, dass es bisher rund ein halbes Dutzend Klicks brauchte, bis ein Benutzer von der Google-Homepage via Untermenu “Mehr” zu seinem Gmail-Konto gelangte. Das war auf die gnadenlos auf Tempo und Schlankheit ausgereichtete Homepage zurückzuführen, die mit keinerlei Schnörkeln überladen werden soll. Daran hat sich nichts geändert, aber immerhin sind die bisher hinter dem «mehr»-Link versteckten Zusatzdienste jetzt in einem Navigationsmenu im Seitenkopf in beinahe allen Google-Diensten ausklappbar – und Gmail hat einen eigenen Link.

Sehr viel mehr Aufwand hat der Suchmaschinenfirma allerdings die grösste Neuerung abverlangt, die heute vorgestellt wurde: Die integrale oder nach Google-Wording «universale» Suche: Ab sofort werden bei Suchanfragen nicht mehr nur Webseiten oder Bilder oder Videos oder Bücher oder eine der andern Kategorien von Daten durchsucht, sondern alle. Die Ausgabe erfolgt kunterbunt gemischt, aber nach Relevanz absteigend. Wer “I have a dream” sucht, erhält bereits an fünfter Stelle einen Link auf ein Video der berühmten Rede von Martin Luther King.

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“Bamboo” erfindet den Stift neu

Werden wir alle unsere Computer mit dem Stift bedienen? Werden wir die versteckten Möglichkeiten nutzen, die Microsoft in Windows eingebaut hat? Werde ich nach Jahren wieder Freudentränen weinen über jedes Wort, das die Handschrifterkennung erkennt?

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(Kunststoff ist das neue Bambus)

Wenn es nach Wacom geht schon, denn Wacom nennt das Gerät mit Absicht nicht Grafiktablett, sondern Stifttablett und hat auch eine Erklärung für den Namen parat.

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