Simon Wüthrich

«Form is Function», meint Simon. Daher ist er angetan von Gadgets, die schnörkellos gestaltet und einfach zu bedienen sind. Redundante Menüstrukturen sind ihm ein Graus, ebenso billige Kunststoffe und kurze Lebenszyklen. iPhone, iPad und MacBook Pro wären in seinen Augen die besten Erfindungen seit weissem Trüffel – wäre da nicht 1. seine Überzeugung, dass Daten möglichst frei zwischen unterschiedlichen Plattformen hin und her fliessen können sollten und 2. der Umstand, dass Trüffel keine Erfindung sind.

Um sich von Stehlunches und Redaktionsalltag zu erholen begibt sich Simon in die Berge, in Konzertsäle oder hinter einen Kochherd (wo er zu seinem Bedauern viel zu selten weissen Trüffel verarbeitet).

Von Mitte bis Ende 2009 hat Simon für Blogwerk den Startup-Blog startwerk.ch aufgebaut. In dieser Zeit hat er auch begonnen, seiner Leidenschaft für Gadgets aller Art freien Lauf zu lassen, indem er regelmässig Artikel für die Digitalseite der Zürichsee-Zeitung schrieb. Im Juni 2011 beschloss er seine Gadgetdosen zu erhöhen und übernahm die Leitung von neuerdings.com.

Geschichten und Gedankenschnipsel, die nichts auf neuerdings.com zu suchen haben, zwitschert er als @siwue in die Welt. Auf seinem Blog simonwuthrich.com sammelt er seine umfangreicheren Postings sowie Ideen, die sich partout nicht in 140 Zeichen fassen lassen.

 

Alle 43 Artikel von Simon Wüthrich auf neuerdings:

Die heimlichen Stars der CES:
3D-Drucker «Replicator» und «Cube»

Während die ganz Grossen der Branche an der CES 2012 kaum für Überraschungen gut waren, warteten Nischenplayer mit wirklich bemerkenswerten Gadgets auf. Herausragendes Beispiel: Hersteller von 3D-Druckern. Sie wollen der breiten Masse eine Technologie zugänglich machen, die bisher kaum bekannt ist – und enorme Sprengkraft birgt.


Ein Handschuh, mit einem Hochleistungs-3D-Drucker hergestellt. (Bild: siw)

Ein Handschuh, mit einem Hochleistungs-3D-Drucker hergestellt. (Bild: siw)

Naturgemäss sind es die gigantischen Stände, mit denen die Branchenriesen wie Microsoft – die Firma hat mich freundlicherweise nach Las Vegas eingeladen, um über die CES zu berichten –, Sony, LG, Samsung et cetera Aufsehen erregen an der Consumer Electronics Show. Wer abseits der grossen Massen durch die Hallen des Las Vegas Convention Center flaniert, stösst auf weitgehend unbekannte Hersteller, deren Produkte ein ungleich grösseres disruptives Potenzial haben als Tablets und 3D-Bildschirme – oder riesenhafte Messestände. Beispielsweise 3D-Systems mit dem Cube und MakerBot mit dem Replicator (letzteren konnte ich leider nicht selbst begutachten), beides kommerzielle 3D-Drucker, die verhältnismässig preiswert und leicht zu bedienen sein sollen.

Nun sind 3D-Drucker, die Objekte erstellen, indem sie unzählige feinste Schichten geschmolzenen Kunststoffs übereinanderlegen, per se nichts Neues. Neu ist aber, dass die Hersteller Kurs nehmen auf die Wohn- und Kinderzimmer dieser Welt; die neuen Geräte sehen weniger abenteuerlich aus und sind einfach in der Handhabung. » weiterlesen

Steve Ballmers CES-Keynote:
Im Abgang nur noch heisse Luft

Steve Ballmers Keynote an der CES liess so manchen Zuschauer etwas ratlos zurück: wie kann ein so wichtiger Branchenplayer so wenig zu sagen haben?

Bye, Bye, Ballmer - Microsoft wird nicht mehr auf die CES kommen{pd Microsoft;http://www.microsoft.com/Presspass/events/ces/imagegallery.aspx}

Bye, Bye, Ballmer - Microsoft wird nicht mehr auf die CES kommen(Quelle: pd Microsoft)

Spektakulär hätte sie werden können, die letzte CES-Keynote Steve Ballmers. Ballmer hätte beispielsweise Nokia-Chef Elop als Gast begrüssen und diesen das Lumia 900 präsentieren lassen können; Elop hätte diese Gelegenheit nutzen können, um zu beteuern, wie wichtig Windows Phone 7 für Nokia sei. Ballmer hätte Elops öffentlichem Liebesschwur erwidern können, auch Microsoft schätze die Zusammenarbeit mit Nokia, sehr sogar – eine Kunstpause hatte die Zuschauer erschaudern lassen: Wird Ballmer gleich die Übernahme des Smartphone-Geschäfts der Finnen bekannt geben? Ballmer hätte dann verlauten lassen, dass Skype endlich für Windows Phone 7 erhältlich sei, nota bene vorerst nur für Nokia-Geräte. Das entsprechende Update, so hätte Ballmer seine Ausführungen abschließen können, stehe ab sofort zum Download bereit. Anhaltender Applaus wäre ihm sicher gewesen.

Stattdessen wird Ballmer sich wohl noch eine Weile daran erinnern, dass er keine 30 Sekunden Schlussapplaus für eine Keynote bekam, die konkrete Ankündigungstermine ebenso vermissen liess wie überraschende und scharfsinnige Ausführungen zu den Entwicklungen der Branche in den kommenden Monaten.

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In eigener Sache:
Auktion zu Gunsten der Wikimedia Foundation

Ende Dezember haben wir auf Ebay einen Kopfhörer versteigert, den HP an einem Presseanlass hatte springen lassen. Die Versteigerung ist erfolgreich verlaufen: Ein Bieter aus Deutschland hat den Dr. Dre Beats «Studio» für CHF 204,00 ersteigert. Der Erlös der Versteigerung geht wie angekündigt vollumfänglich an die Wikimedia Foundation.


HP hat an seinem «Wintersummit 2011» in Saas Fee zwei Dr. Dre Beats «Studio» ausgestzt für die beiden Blogger, die einen virtuellen Rennkurs am schnellsten umrunden konnten… am Ende des Events hielt ich überraschenderweise einen der beiden Kopfhörer in Händen. Solch grosszügige Geschenke soll der Blogger weitergeben… Gedacht, getan: Die Versteigerung des Kopfhörers hat Ahmed aus Fellbach (DE) einen neuen, ziemlich schicken Kopfhörer zum Schnäppchenpreis beschert und Wikimedia CHF&bnsp;204,00. Eine Win-win-Situation, würd’ ich sagen und ergänzen: «Danke Ahmed, danke HP!»

Wer wissen möchte, wie ein österreichischer Blogger-Kollege den Winter Summit erlebt hat, wird hier fündig.

Canon MG6250 im Test:
Die Cloud in Grossmutters Stube?

Canon hat die Cloud entdeckt: Scanner und Kameras sollen ohne Kabel und über die Grenzen lokaler Netzwerke hinweg Daten an Drucker senden können. Wozu soll das gut sein? Wir wollten das ausprobieren…


Canon MG6250, noch nicht ganz in der Cloud angekommen {pd Canon;http://www.canon.de/About_Us/Press_Centre/Product_Information/all_in_ones/PIXMA_MG6250.aspx}

Canon MG6250, noch nicht ganz in der Cloud angekommen (Quelle: pd Canon)


Egal, wo ich gerade bin, ich kann jederzeit ein Bild mit dem Multifunktionsdrucker/-Scanner Canon MG6250 drucken, der in meinem Büro steht. «Schon toll, irgendwie, aber für mich doch eigentlich überflüssig» dachte ich mir, während ich mich durch den Setup-Prozess tippte, was im konkreten Fall bedeutet: den MG6250 mit meinem Picasa- und meinem Google-Docs-Account verknüpfen.

Warum sollte ich ein Bild oder einen Brief an meinen Drucker senden wollen, während ich beispielsweise in der Wüste von Arizona den Meteor Crater bewundere? Nur weil dies beeindruckend schnell und einfach funktioniert? Das reicht mir nicht aus. Will ich mit jemandem ad hoc ein Bild oder ein paar Worte teilen, sende ich diese per Email, Facebook-Messaging, Twitter, Skype oder WhatsApp (Affiliate-Link) – das geht noch schneller und noch einfacher. Es sei denn…

…tja, es sei denn, der Empfänger lebt noch im Papierzeitalter und mag nicht auf flimmernde Bildschirme oder kleine Displays starren, um meine Grüsse zu empfangen. Wie zum Beispiel meine Grossmutter. Voilà, und schon haben wir einen praktischen Einsatz für die Cloud, den ich direkt ausprobiert habe: » weiterlesen

Versteigerung zu Gunsten der Wikimedia Foundation:
«Beats by Dr. Dre Studio»

Wenn Computerhersteller Blogger zu einem Winter Summit einladen, gibt’s nicht nur Infos zu neuen Produkten…

Vergangene Woche wurde ich zusammen mit knapp 50 Bloggern aus ganz EMEA von HP zum «Winter Summit 2011» in Saas Fee, einen Schweizer Wintersportort, eingeladen. Neben Produkt-, Marketing- und PR-Managern buhlten ein paar neue Produkte des Drucker- und PC-Herstellers um die Aufmerksamkeit der Schreiberlinge – der expliziten Erwähnung wert ist «HP Wireless TV Connect», eine kleine schwarze Video-Streamingbox, deren extrem kurze Latenzzeit beeindrucken konnte. Mehr zu HPs jüngstem Vorstoss in Richtung Wohnzimmer gibt’s beispielsweise hier.

Weiter ist zu berichten, dass HP zwei Kopfhörer «Beats by Dr. Dre Studio» ausschrieb für die beiden Blogger, die auf einem virtuellen Rennkurs (in 3D natürlich) die schnellste und zweitschnellste Runde fahren und ihren Rekord twittern würden.
Ich fuhr, twitterte


und siegte


– und werde den Kopfhörer zu Gunsten der Wikimedia Foundation versteigern.

Zur Versteigerung geht’s hier lang.

Wer wissen will, was um den Winter Summit getwittert wurde, klicke hier.

Geroco Ecowizz im Test (1/2):
Zeig mir meinen Stromverbrauch

Ein DSL-Modem, der W-LAN-Router vielleicht noch ein NAS, sicher aber ein Drucker und Aktivboxen. Solche Geräte laufen meist 24-7 und selbst wenn sie automatisch in den Standby wechseln, fressen sie ordentlich Strom. Der Ecowizz will da Abhilfe schaffen.


Geroco Ecowizz (Bild: pd Geroco)

Geroco Ecowizz (Bild: pd Geroco)

«Wie viel Strom verbraucht eigentlich mein Heimkino, im Standby?» Diese Frage mag sich stellen, wer die eigene Stromrechnung verringern oder sein grünes Gewissen beruhigen will. Der (oder «die»? Vielleicht ja «das»…) Ecowizz des Schweizer Startups Geroco kann nicht nur die Frage nach dem Stromverbrauch beantworten, er (sie/es) kann unverschämten Energiefressern gar den Strom abklemmen. War der Ecowizz bisher nur in der Welschschweiz im Einsatz, strebt Geroco nun die Expansion in die Deutschschweiz und über die Landesgrenzen hinaus nach Deutschland und Frankreich an.

Will der umwelt- oder budgetbewusste Gadgetliebhaber wissen, wie viel Strom seine geliebten Gerätschaften verbraten, muss er zwischen Steckdose und Gadget sogenannte Smartplugs schalten. Diese messen den Stromverbrauch und übermitteln die entsprechenden Daten über die Drahtlostechnologie Zigbee «mit sehr geringem Stromverbrauch» an den Heimrechner, welcher die Daten mit einem Webaccount synchronisiert.

Und so wissen Geek und Geekesse immer ganz genau, wie viel Strom für ihre Leidenschaft drauf geht. Wichtiges Detail: » weiterlesen

Kingston DataTraveler HyperX 3.0:
Wer die Cloud nicht liebt…

Kingston stellt mit dem DataTraveler HyperX 3.0 einen Memorystick mit bemerkenswerter Performance vor. Für manch einen mag dieser kleine Speicher eine handfeste Alternative zur Cloud sein.



Wenn die Festplatte ihren Geist aufgegeben hat oder der Laptop aus dem Arbeitsraum an der Uni geklaut worden ist, schätzt sich glücklich, wer ein Backup seiner Daten angelegt hat. Doch wo und wie soll man seine Daten sichern? Eine kurze (nichtrepräsentative) Umfrage unter unseren Facebook-Fans zeigt, dass die Mehrheit unserer Fans auf die Cloud setzt. Die Vorteile liegen auf der Hand. Die Daten sind, da dezentral gespeichert, sehr gut gegen Verlust gesichert und Cloud-Lösungen sind, besonders für Laptopbesitzer, sehr komfortabel: Wann immer man mit dem Internet verbunden ist, werden die Daten gesichert, es ist nicht nötig, ein externes Laufwerk anzuschliessen.

Allerdings muss, wer auf die Cloud setzt auch Nachteile in Kauf nehmen. » weiterlesen

Verlosung Microsoft Wireless Desktop 2000:
And the winner is …

Die drahtlose Maus-Tastatur-Combo hat grossen Anklang unter unseren Fans auf Facebook gefunden. Über 100 Fans haben am Facebook-Win teilgenommen. Jetzt steht der Glückliche fest, der ein Microsoft Wireless Desktop (CH-Version) per Post zugestellt bekommen wird.


Gewonnen hat Nummer 87, Jona aus Deutschland (Screenshot: siw)

Gewonnen hat Nummer 87, Jona aus Deutschland (Screenshot: siw)

122 neuerdings-Fans haben auf Facebook an der Verlosung des Microsoft Wireless Desktop 2000 teilgenommen (hier geht’s zum Test). Die Auslosung des Gewinners haben wir ganz unparteiisch der Website Random.org überlassen, indem wir den Zufallsgenerator eine Zahl zwischen 1 und 122 generieren liessen. Der Zufallsgenerator spuckte «87» aus, das heisst, der 87. Teilnehmer, Jona aus Deutschland gewinnt – herzlichen Glückwunsch! Wir haben Jona bereits per Mail benachrichtigt. Wer nicht gewonnen hat, muss nicht traurig sein, die nächste Verlosung kommt bestimmt und vielleicht klappt es ja dann.

Philips Design Line im Test (2/2):
Auch innere Werte zählen

Rund zwei Monate stand der Philips Design Line, «42PDL7906K» mit exaktem Namen, in meinem Wohnzimmer. Dabei zeigte sich, Fernseher und Heimkinosystem überzeugen mit gutem Bild und Ton sowie einer Unzahl an Funktionen - letzteres ist nicht nur gut.


Philips Design Line (Bild: pd Philips)

Philips Design Line (Bild: pd Philips)

Vorweg sei festgehalten: Ich habe den Fernseher als Heimkino getestet, das heisst, Blu-ray-, AppleTV-, DVD- sowie Vimeo- und Youtube-Filme darauf abgespielt. Wie das Designstück analoge oder digitale TV-Signale verarbeitet, kann ich nicht beurteilen. Blu-ray (via SoundHub), AppleTV und Vimeo (direkt, dank Einbindung des Fernsehers ins W-LAN) konnten mich voll überzeugen. Natürlich ist bei letzteren beiden entscheidend, dass man HD-Filme wählt – einige wenige SD-Filme im iTunes Store sind unfassbar schlecht codiert, ein Paradebeispiel im negativen Sinne: der eigentlich wunderbare « Wall E (Affiliate-Link)» (ausgerechnet ein Pixar Blockbuster…).

Eine Frage der Quelle

James Camerons «Avatar» ab Blu-ray, «Thor» in HD über AppleTV und beispielsweise Sam O’Hares «The Sandpit» von Vimeo machen sich richtig gut auf dem grossen FullHD-Display (107 Bildschirmdiagonale). Im abgedunkelten Wohnzimmer kommt richtig gute Stimmung auf, dank einer Technologie, die nur Philips im Angebot hat: » weiterlesen

Eine Frage der Lernkurve:
Warum Apples Siri witzige Antworten gibt

«What’s your favorite color?» «My Favorite color is… well, I don’t know how to say it in your Language. It’s sort of greenish, but with more dimensions.» Apples Siri gibt überraschend witzige Antworten auf banale Fragen. Warum eigentlich?


Ist Siri smart? Als wäre sie von Apples PR gebrieft worden: «No comment.» (Screenshot: siw)

Ist Siri smart? Als wäre sie von Apples PR gebrieft worden: «No comment.» (Screenshot: siw)

«What’s the best phone?» Diese anscheinend überraschende Frage entlockt Apples virtueller Assistentin Siri ein trockenes «You’re kidding, right?» Die Runde lacht schallend und für die nächsten 30 Minuten versucht jede Siri noch witzigere Antworten zu entlocken. Irgendwann realisiert einer, dass Siri auch in der Lage ist Witzchen zu reissen, die Freunde populärkultureller Referenzen entzücken: «Open the pod bay doors!» eine Aufforderung, die Siri ungewöhnlich langsam sprechend beantwortet mit: «I’m sorry Simon, I’m afraid I can’t do that.» und in normalem Ton nachschiebt: «Are you happy now?» Wer Siri gleich ein zweites Mal HAL 9000 zitieren lassen will, kriegt zu hören: «Oh, not again.» oder «We intelligent agents will never live that down, apparently.» Überhaupt, an HAL 9000 wird Siri nicht gerne erinnert: «I’d rather not talk about HAL.» gibt sie zur Antwort, wenn ich sie nach HALs Verbleib frage.

Die Begeisterung über Siri lässt Blogposts und Blogs, welche sich mit ihren schrägsten Antworten beschäftigten, wie Pilze aus dem Boden schiessen. Bemerkenswert: Kaum einer stellt sich die Frage, warum Apples Entwickler sich die Mühe genommen haben, Siri Small Talk beizubringen («Small» in einem sehr wörtlichen Sinne übrigens). Zwei Antworten liegen auf der Hand:

Small Talk mit Siri (Screenshots: siw)
Siri WorriedSiri Weather IISiri Weather ISiri Story II
Siri Story ISiri Stocks IISiri Stocks ISiri Irritated
Siri HAL IISiri HAL I

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