Peter Sennhauser


Peter Sennhauser (41) treibt sich seit jenen Tagen im Internet herum, als man sich mit Hayes-AT-Befehlen, Gopher und Telnet auskennen musste. Der bei Basel in der Schweiz aufgewachsene Journalist war von den Online-Möglichkeiten fasziniert, noch bevor das World-Wide-Web die ganze Medienwelt auf den Kopf zu stellen begann.

Als einer der ersten hat Sennhauser in Schweizer Zeitungen Computer und das Internet jenseits der Multimediaseiten zum Thema gemacht. Obwohl er als Vollblut-Geek viel zu viel Geld für technisches Spielzeug ausgab, interessierten ihn vor allem gesellschaftliche Auswirkungen und politische Konsequenzen der Digitalisierung. Ende der neunziger Jahre klopfte er als Parlamentsberichterstatter für die Berner Zeitung „Der Bund“ die Schweizer Politik auf ihre Online-Fähigkeit ab; nach 2000 leitete er das Ressort “E-World” der Zürcher Wirtschafts-Wochenzeitung “Cash”.

Seit 2004 lebt und arbeitet Sennhauser als freier Technologie-Korrespondent und Media-Berater in San Francisco am Eingang zum Silicon Valley. Mehr über Sennhauser (und sein privates Blog) ist zu finden auf www.swissreporter.ch.

 

Alle 789 Artikel von Peter Sennhauser auf neuerdings.com:

Der 70-Euro-Heimserver:
Linksys NSLU2

Peter Sennhauser, 15. Februar 2007 um 9.27 Uhr, 23 Kommentare Kommentare

Die «Nacktschnecke» ist ein kompletter Linux-Server fürs Heimnetzwerk - Hackern sei Dank.

Der Linksys NSLU2 ist offiziell ein «Network Storage Link» für USB, zu Deutsch: Ein Gerät, das am Netzwerk-Router hängt und allen Rechnern im Netzwerk den Zugriff auf bis zu zwei Festplatten mit USB-Anschluss erlaubt. Ein ziemlich einseitiges Teil für 70 Euro (das bei seiner Lancierung vor etlichen Jahren zudem wesentlich teurer war).

Das haben sich auch die Hacker gesagt, die solche Kistchen als erstes auseinandernehmen und gucken, was drin ist. Sie haben einen Intel-Prozessor, 32 MB RAM, ein Unix-Derivat als Betriebssystem und damit seeeeeehr viel mehr Potential vorgefunden.

Heute ist der «Slug» (englisch für Nacktschnecke) ein bei Bastlern und Geeks beliebter Billigst-Server, der in kleinen und grossen Netzwerken Hunderte von Aufgaben übernehmen kann.

Denn die Hacker haben die Firmware geknackt und eine ganze Reihe von Linux-Komplettsystemen so aufbereitet, dass sie an Stelle der tumben Software von Linksys auf dem Slug laufen - inklusive Tausenden von Linuxprogrammen bis hin zum Webserver Apache.

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Sauberes Windows (Teil III)

Peter Sennhauser, 13. Februar 2007 um 23.53 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Wer die Fenster sauber hält, leidet weniger unter Windows. Kurzserie zur PC-Hygiene. Teil III: Sandkasten für Programmtests.

Im ersten Teil dieser Serie habe ich versucht zu zeigen, wie mit einer soliden Strategie zur Speicherung der Daten auf einem Windows-PC spätere Wartungsarbeiten extrem vereinfacht werden können.
Im zweiten Teil ging es um die Erstellung eines Sicherungsabbildes, anhand dessen jederzeit das gesamte System im gewünschten Ursprungszustand wieder hergestellt werden kann.

Jetzt befassen wir uns damit, wie man neue Programme vom Rest des Systems abschottet, bis sichergestellt ist, dass sie keine negativen Auswirkungen haben.

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Kostenlose Helferlein, Beta-Versionen oder auch nur eine Shareware, die nur mal eben für eine einzige Aufgabe schnell installiert werden soll: Sie alle bergen Gefahren für ein stabil laufendes Windows-System.

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Samsungs besseres iPhone:
Ultrasmart F700

Peter Sennhauser, 8. Februar 2007 um 21.15 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

UMTS, Touchscreen, 5MP-Kamera, Tastatur und Speicherslot

Es hat alles, was ich am iPhone schmerzlich vermisse, und mehr: Samsung will kommende Woche auf dem 3GSM-Mobilfunkkongress in Barcelona das F700 Smartphone präsentieren, das sich vor allem durch den grossen Touchscreen und UMTS-Hochgeschwindigkeitsdatendienst von den meisten Konkurrenzmodellen abhebt.

Der Bildschirm mit 440×240 Pixeln ist beinahe echtes 16:9, die eingebaute 5-Megapixelkamera soll einen Autofokus statt Fixlinse aufweisen, zur Texteingabe lässt sich trotz äusserst schlankem Formfaktor mit 16mm Dicke eine recht brauchbar aussehende Tastatur unter dem Bildschirm herausschieben. Der Speicher (über dessen Grösse Samsung noch nichts gesagt haben soll) lässt sich anders als am iPhone via MicroSD-Kartenslot erweitern. Fehlt eigentlich nur noch noch GPS.

Dass das Gerät ein proprietäres Betriebssystem mitbringt und nicht auf PalmOS, Symbian oder sonst einer bestehenden Plattform aufbaut, ist nur ein kleiner Dämpfer (auch im Vergleich zum iPhone, das zwar angeblich auf MacOS X läuft, welches aber offenbar so vernagelt werden soll, dass Apple die Kontrolle über Drittapplikationen behält). Mängel? nun, wir kennen derzeit weder Preis noch Verfügbarkeit. [via heise]

Palm bringt den UMTS-Treo

Peter Sennhauser, 7. Februar 2007 um 8.57 Uhr, 6 Kommentare Kommentare

Smartphone mit 3.Generation Mobilfunk - und Windows als OS

treo 750

Nachdem ich (wie ein paar finanzkräftige Investoren an der Börse) unmittelbar nach der Ankündigung des iPhones etwas voreilig den Untergang von Palm vorausgesagt hatte, wusste ich nicht mehr genau, ob ich mich über die nach und nach durchsickernden Unzulänglichkeitern der Jobs’schen Mobiltelefonie-Revolution ärgern oder über die absehbare Überlebenschance von Palm freuen sollte. Keine offene Anwendungsentwicklung, kein UMTS, kein Speicherslot etc pepe - für Geschäfts- und Profianwender scheint das iPhone inzwischen alles andere als geeignet.

Dafür trumpft Palm jetzt mit einem neuen Modell auf, nachdem der Treo 680 grade mit etwas magerem Neuerungen-Portfolio und katastrophal schlechter Batterielebensdauer von sich reden gemacht hat. «Demnächst erhältlich» werden soll der Treo 750, und der hat es vor allem dank UMTS/HSDPA in sich.

Das allerdings wars denn auch schon - in allen andern Belangen scheint das neue Gerät mit dem Vorgänger Treo 750v identisch, bis hin zur lausigen Bildschirmauflösung von 240×240 Pixeln - es handelt sich nämlich um die Version mit Windows Mobile. Wie Palm da von der «Benutzerfreundlichkeit von Palm» schwärmen kann, ist mir unbegreiflich.

Einen Preis und ein konkretes Release-Datum habe ich nicht gefunden, und die Specs-Seite haut mich auch nicht aus den Schuhen - ich warte auf das Modell mit Palm-OS. Die «Benutzerfreundlichkeit von Palm» liegt nämlich eindeutig in der Software und seit der Abschaffung der Graffiti nicht mehr in der Hardware (auch wenn die Tastatur verblüffend gut funktioniert und anderswo inzwischen über den Mangel an taktiler Rückmeldung beim iPhone gemümmelt wird).

Intelligenzsteigerndes Glas Bier

Peter Sennhauser, 6. Februar 2007 um 9.52 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Eine Bier-Idee aus Asien

Ein “Glas-Puzzle” in Form einer “Moass” - oder was immer die Flüssigmenge ist, die man im asiatischen Raum generell so ausschenkt: Dieses “Gehirn-Traings”-Gerät kostet knapp 23 Dollar und wird weltweit versandt. Der Hersteller verspricht, es sei geeignet, sowohl die linke wie die rechte Gerhinhälfte aktiv zu halten (nicht allerdings die Leber).

Der gleiche Webshop hat auch ein Cheeseburger-Puzzle und ein Glas voller Erdnüsse im Angebot, die wohl ebenso das räumliche Denken anregen sollen.

der Anbieter hält fest, er habe noch keine Nachricht davon, das diese Herausforderung für die Grauen Zellen bald in Anstellungsgesprächen bei Google, Microsoft oder Apple eingesetzt werde.

Und ich persönlich habe meine Zweifel, ob diese Bier-Idee je den Kultstatus des Rubik-Würfels erreichen wird - es ist zu einfach. Ich weiss jedenfalls schon, wo das runde weisse Teil hingehört.

iTunes nicht Vista-kompatibel (oder umgekehrt?)

Peter Sennhauser, 5. Februar 2007 um 8.37 Uhr, 4 Kommentare Kommentare

iTunes läuft unter Vista nicht sauber, sagt Apple

appleWarnung aus dem Hause Jobs: Das Update ihres PC auf Microsoft Windows kann ihren iPod beschädigen.

Freu mich schon auf die Schlacht in den Kommentaren mit all den wertvollen Hinweisen wie “Apple kaufen und ruhiger schlafen”. Apple hat bekanntgegeben, dass iTunes 7.02 nicht mit Vista kompatibel ist. Apple rät dazu, auf die nächste iTunes-version zu warten. Anleitung auf Deutsch nach der Pause.

Unter anderem kann es vorkommen, dass Songs auf dem iPod nicht richtig abgespielt werden; viel schlimmer aber: iPods, auf denen die “Disk-Anwendung” (sorry, kenne die Deutsche Bezeichnung nicht) ausgeschaltet ist, können sich nach einem Update am PC so aufhängen, dass weder ein Update noch ein Restore der Software auf dem Player möglich ist.

Die Krönung aber besteht darin, dass das eigentlich ordentliche Verfahren zum “Abhängen” von USB-Geräten vom Rechner über die Schaltfläche “Geräte sicher entfernen” in Vista den iPod beschädigen könne, wie Apple behauptet - er sollte nur über die Option “iPod auswerfen” (?!) direkt in iTunes abgekoppelt werden.

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, ob Vista die USB-Standards verletzt - oder Apple mit dem iPod sich nicht dran gehalten hat…

Details zur Art der Beschädigung sind in dem Artikel nicht zu finden. Überhaupt ist er auf der deutschen Apple-Seit nicht auffindbar - eine Suche nach “Vista” ergibt hier lediglich Treffer für spanische und italienische Artikel.

Ich versuch mich nach der Pause in einer Übersetzung.

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Überleben dank Kurbel

Peter Sennhauser, 5. Februar 2007 um 7.36 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

“Life Gear” KurbelradioTaschenlampeAlarmKompassHandycharger

lifegear-small

Ich lebe auf dem Vulkan, habe ich mir sagen lassen - respektive mitten in höchst bedrohtem Erdbebengebiet. Höchste Zeit, Notvorräte anzulegen. Zum Glück kennen die Amerikaner hier sehr viel mehr private Anbieter, die aus dem Sicherheitsbedürfnis und der Unzuverlässigkeit der Bundesbehörden Kapital zu schlagen wissen.

Dieses 6-in 1 - Gerät zum Beispiel ist formschön, handlich und nur grade 33 Dollar teuer. Es vereint Taschenlampe und -Radio mit einem Kompass, einer Alarmsirene, Notfall-Blitzlicht und einem Anschluss, über den mit dem Handkurbel-Dynamo auch externe Geräte wie Handies aufgeladen werden können.

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PC-Pumpenhaus mit Schauglas

Peter Sennhauser, 4. Februar 2007 um 6.42 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Thermaltake Aquabay M1 - Kühlmittel-Tank und Pumpenkontrolle

Wir haben ja seinerzeit noch an Mopeds rumgeschraubt und möglichst viele km/h jenseits der legalen 30 rausgeholt - aber heute heissen die Schrauber Geeks, sie frisieren keine Puch Maxi, sondern modden ihre Alienware-Box und reden über Mips statt Bier.

Statt italienische Rennsatz-Händler sind jetzt Elektronik-Grosshändler, Modding-Buden und Firmen wie Thermaltake hoch im Kurs.

Zum Beispiel mit dieser schmucken Kühlmittel-Ausgleichstank- und Bewegungs-Kontroll-Blende im Industriedesign, die an normalen Tower-Gehäusen zwei 5,25 Zoll Slots belegt und jederzeit mit einem Blick die Beruhigung verschafft, dass der total overclockte Prozessor noch voll die Kälte kriegt.

Das Teil lässt sich laut Hersteller in praktisch jeden mit Flüssigkühlung ausgestatteten PC einbauen - zwei freie 5,25-Zoll Front-Slots vorausgesetzt, heisst das natürlich. Es ist in diversen Modding-Shops in Europa für meistens ?33.90 erhältlich.

Ich warte noch ein bisschen. Erstens hat mein Wassergekühlter Vaio keine freien Slots. àltere Semester wie mich könnte aber vor allem eine Dreingabe wie ein Kühlmittelresistenter Tropen-Zwerggoldfisch im Tank erfreuen. der Muss aber wohl zuerst noch gezüchtet werden.

Vista Update DVD zu Vollinstallation zwingen

Peter Sennhauser, 1. Februar 2007 um 8.48 Uhr, 6 Kommentare Kommentare

Bisher gings mit Vorinstallations-XP-CDs, also geht’s doch wohl auch mit Vistas “Update-Only” DVD: Eine saubere Vollinstallation nämlich, die nicht aus der Vorgängerversion mit all ihren Viren und Trojanern heraus gestartet werden muss. Ich zitiere hier Engadget, das seinerseits Daily Tech zitiert (mit andern Worten: Ich habs nicht ausprobiert. Könnt ich auch nicht. Auf meine “lahme” 3GHz-Kiste kommt mir vorerst kein Vista).

Also, der Kniff besteht ganz einfach darin, zunächst direkt ab der DVD die 30-Tage-Testversion zu installieren - das erledigt man angeblich, indem man den Produkt-Key nicht eingibt. Offenbar ist diese Installation auf einem frisch formatierten Drive nach Booten ab der DVD möglich.

(Nach der Pause gibt’s ausserdem einen Hinweis auf möglicherweise deftige Preisnachlässe beim Vista-Kauf)

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Neue Fototanks:
1GB in einer Minute kopiert

Peter Sennhauser, 19. Januar 2007 um 10.01 Uhr, 6 Kommentare Kommentare

Vor Jahren habe ich mir zu meiner ersten digitalen Spiegelreflexkamera einen Bildertank angeschafft: Das Gerät mit dem nicht ganz glücklich gewählten Namen “Tripper” ist eine externe Harddisk mit eingebautem Flash-Kartenleser und Akku, auf das ich unterwegs meine gefüllten CF-Karten umkopieren konnte.

Leider kommt der Tausendsassa mit 4GB-Flashkarten nicht zu Rande und muss deswegen ersetzt werden. Brandneue Kandidaten zu erschwinlichen Preisen sind offenbar ausreichend vorhanden:

Das superschnelle Hyperdrive “Space” von Sanho saugt die Daten mit einem Gigabyte pro Minute von ungefähr jedem derzeit erhältlichen Flash-Kartentyp, verspricht eine Batterielaufzeit für das Äquivalent von 100Gigabyte Datentransfer und lässt sich zudem mit einem externen Batteriemodul für Wegwerfbatterien erweitern. Beim (empfehlenswerten) New Yorker Fotoversand B&H ist es mit eingebauter 40-Gigabyte-Platte bereits für 199$ erhältlich (80GB für 270$, 120 GB für 340$).

Nicht ganz so schnell im Transfer, dafür mit auswechselbarer Handy-Batterie kommt das “Fotomore II” von SavitMicro, das angeblich auch sämtliche Speichertypen lesen kann. Fals das Gerät besser ist als das Englisch, in dem es auf der koreanischen Seite beschrieben wird, könnte es dem Space Konkurrenz machen.

Ich habe keine Angaben zu Preis und Erhältlichkeit gefunden - das Gerät wird offenbar als Gehäuse ohne Harddisk geliefert.

 
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