Peter Hogenkamp


 

Alle 220 Artikel von Peter Hogenkamp auf neuerdings.com:

Zum letzten Mal live von der CeBIT:
Das war’s

Peter Hogenkamp, 15. März 2006 um 18.43 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Die CeBIT schliesst, alle fahren wieder nach Hause:

Von uns gibt’s morgen noch ein Messe-Fazit.

Live von der CeBIT:
Das Elend mit dem Katalog

Peter Hogenkamp, 15. März 2006 um 18.34 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Den CeBIT-Katalog gibt es in diversen Ausführungen.

Erstens auf Papier, erstaunlicherweise immer noch. Vermutlich zahlen die Aussteller etwas für den Katalogeintrag (oder er ist im Preis inbegriffen, stellt aber einen “greifbaren” Gegenwert dar), und deswegen produziert man ihn weiterhin. Weder aus der Schlange der normalen Besucher noch von der Presse habe ich allerdings auch nur eine Person gesehen, die den Katalog mitgenommen hätte, kein Wunder, er ist deutlich dicker als ein dickes Telefonbuch, und da man sowieso stapelweise Papier bekommt, wird sich das kaum jemand antun, zumindest nicht vor Ort.

Zweitens gibt es ihn als CD-ROM, also theoretisch sehr viel praktischer:

Bei CDs, deren Inhalt ich nur einmal brauche, hoffe ich immer, dass man sie nicht installieren muss, sondern sie einfach aus dem CD-Drive heraus starten kann. (Samsung hat zum Beispiel so eine in seinem Presse-Kit, rein flashbasiert, was in diesem Fall mal durchaus sinnvoll ist.)

Die CeBIT-Katalog-Applikation muss dagegen natürlich voll installiert werden, inklusive Reboot. Alles gemacht, trotz allem, nachgeschaut, an welchem Stand Samsung ist, OK, Halle 26, die CD wieder in die Tasche geworfen, Laptop auf Standby eingepackt und weitergelaufen.

In Halle 26 stellte ich fest, dass das Samsung Mobile ist, nicht Samsung mit den Portables. Also Laptop wieder aufgeklappt und Applikation gestartet. Ergebnis:

CeBIT-Katalog: Die Applikation funktioniert nur bei eingelegter CD-ROM

Hmpf. Die CD war inzwischen irgendwo zwischen x Gratis-CDs begraben, und stehend freihändig in der Halle es es sowieso anstrengend, mit dem Laptop zu hantieren, also bin ich lieber zum Infostand gegangen und hab mir dort die andere Standnummer in Halle 1sagen lassen. Hinterher hab ich noch gemerkt, dass auch der Katalog auf CD nicht wahnsinnig aktuell ist, sondern dass man nach dem Installieren noch das 9 MB grosse Datenbank-Update hätte runterladen sollen.

Aber drittens geht ja noch viel moderner, mit dem Katalog auf dem Handy oder PDA. Das steht auch auf der Website unter “Mobiler Messeplaner”:

Der Mobile Messeplaner steht jetzt wieder für gängige Geräte mit Palm OS ab Version 3.3 und Windows CE/ Pocket PC ab Version 3.0 sowie für Symbian OS zur Verfügung. Darüberhinaus werden erstmalig auch Versionen für Handys(Java) und Blackberry angeboten.
Folgende Funktionen stehen Ihnen zur Verfügung:

  • Suche nach Ausstellern
  • Veranstaltungssuche
  • Standortanzeige
  • Erstellen eigener Merklisten
  • Schon vor drei Jahren hatte ich das mit meinem damaligen SonyEricsson P800 ausprobiert, und die Applikation war damals recht gut gemacht. Einfach, aber funktionell. Auch diesmal war man an einem entsprechenden Stand prima vorbereitet, mit Adaptern für Bluetooth- und Infrarot-Übertragung und den Installern der Katalogdaten auf diversen Speicherkarten in verschiedenen Formaten und für verschiedene Betriebssysteme. Diesmal hatte ich aber extra mein aktuelles Smartphone mitgebracht, weil ich dachte, mit Windows Mobile läuft das bestimmt alles noch viel besser als damals mit Java.

    Falsch gedacht. Leider lief es gar nicht, trotz diverser Versuche und Anrufe des freundlichen Herrn Troppenhagen bei der internen technischen Hotline:

    Die Applikation, nehme ich an, war einfach noch nicht mit Windows Mobile 5.0 kompatibel. Während unserer Installationsversuche kamen etwa fünf Leute an den Stand und wollten auch den Messekatalog auf ihrem mobilen Device. Die Gründe waren immer andere, aber so richtig auf Anhieb geklappt hat es bei keinem.

    Was ist nun das Fazit? Ist die Deutsche Messe AG zu blöd oder die Lage zu kompliziert? Beides, finde ich. Bei der CD-ROM ist der Denkansatz falsch. Für die Messevorbereitung zuhaus kann man das ja so kompliziert machen, aber für den Einsatz vor Ort (mit einem Windows-XP-Gerät, nicht umsonst war Origami/UMPC das Topthema der Woche) muss man einfach eine schlankere Applikation machen, die den ganzen Katalog auf das Device kopiert und fertig, dann ruhig auch mit weniger Daten pro Aussteller).

    Bei den mobilen Devices könnte man ihnen natürlich den Vorwurf machen, dass Windows Mobile 5.0 ja doch schon einige Monate auf dem Markt ist und sie hätten ihre Katalogapplikation auch dafür anbieten müssen, zumal sie ja explizit schreiben: “Pocket PC ab Version 3.0″. Aber es zeigt halt gleichzeitig auch, dass dieses Plattformengewirr sehr schwer zu supporten. Seit 20 Jahren schimpfen alle über Windows, aber auf dem PC deckt man mit einer Plattform immerhin 90% ab, das hat eben auch Vorteile.

    Wir sind gespannt auf das nächste Jahr und werden den Katalogtest in jedem Fall vor der Messe machen und entsprechend berichten.

    Live von der CeBIT:
    digital living — das Event mit Erlebnischarakter

    Peter Hogenkamp, 13. März 2006 um 15.40 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

    Die parallel zur CeBIT stattfindende Sonderschau “Digital Living” für Endverbraucher wird als “Erlebniswelt mit Eventcharakter” oder wahlweise auch “Event mit Erlebnischarakter” bezeichnet. Wer es noch etwas ausführlicher haben will, für den ist die Seite Über die Veranstaltung:

    Anders als bei klassischen Ausstellungen mit Produkten hinter Glasvitrinen und in Schaukästen, wird “digital living” ihren Besuchern die Funktionen, Möglichkeiten und Geschäftschancen der Digital Lifestyle Produkte vermitteln. Exponate werden offen präsentiert und laden ein zum Anfassen und Ausprobieren. Der Besucher erlebt die Produkte live und kann sich so sein ganz eigenes Bild machen: Der Fachbesucher erkennt seine Business Opportunities, der Endkunde entdeckt die Erfüllung seiner Wünsche.

    Aber der Reihe nach. Positiv fällt zunächst schon im Skywalk die gute Werbung für Digital Living auf:

    “Plug & Pray” hiess es ja nicht ohne Grund damals bei Windows 95, wobei man fairerweise zugeben muss, dass das inzwischen mit USB und so um einiges besser geworden ist. Trotzdem, ich fühle mich “abgeholt” und entscheide, da gehe ich hin. Ich erwarte coole Media-Center-, Home-Automation-oder sonstige Bond-mässige Ein-Knopfdruck-und-alles-fährt-in-Position-Installationen.

    Nach einem längeren Fussmarsch erreiche ich den Eingang. Digital Living ist eine Sonderschau ausserhalb des eigentlichen Messegeländes, d.h. man kann auch von aussen kommend nur diese Halle besuchen (und auch nur bezahlen, 10 Euro statt 36 für die ganze CeBIT). Komischerweise muss man sich aber von innen kommend enebfalls neu registrieren. “Dieser Teil ist nur für Fachbesucher”, wird mir gesagt, was mich etwas irritiert, weil ich vorher gelesen hatte, dass Digital Living eben den Spagat zwischen der klassischen IKT-Messe CeBIT und den Consumer-Interessen herstellen solle. Na ja, ich gebe meine Visitenkarte ab und muss zusätzlich einen Zettel unterschreiben, auf dem steht, dass alle Aussteller dieses Bereichs mir jetzt Werbung schicken dürfen. Neben mir steht eine Dame, die keine Visitenkarte hat und sichtlich keine Fachbesucherin ist, aber auch sie erhält den Zettel mit den Worten: “Schreiben Sie einfach irgendwas hin.”

    Wenige Meter weiter wird klar, dass das mit den “Fachbesuchern” eine Farce ist:

    Ein bisschen weiter sind haufenweise Schüler, die in verschiedenen Teams am Roboking-Finale teilnehmen, bei dem ihre selbstgebastelten autonomen Roboter durch einen kleinen grünen Parcours fahren:

    Die Gefährte, denen man ansehen kann, dass sie direkt aus dem PC-inneren kommen, erinnern durch ihre merkwürdige Form etwas an diese überdimensionierten Fahrzeuge der Tuscen Raiders aus dem ersten Star-Wars-Film, in das R2D2 reingesogen wird. DARPA Grand Challenge für Arme, muss ich spontan denken, aber dann finde ich es doch ganz herzig, wie zwei geschätzt zwölfjährige Mädichen über einem Laptop mit Code sitzen und über “Kalibrieren” und “Debuggen” reden.

    Das war aber auch der letzte positive Eindruck der Halle. Nachdem man kurz vorher noch im Trouble der richtigen CeBIT war, wirkt die Halle 27 vor allem - leer. Wenig Aussteller, wenig Besucher, die sich an den Ständen verlaufen, an den meisten ist gar nichts los. Ausserdem sind die Ausseteller total willkürlich zusammengewürfelt. Hier ein bisschen Torwandschiessen von Samsung Mobile, ohne dass zu erkennen wäre, was das miteinander zu tun hat:

    Hier ein bisschen XBox 360 in einem sphärenartigen Gebilde:

    Hier wiederum ein Messetand der Firma Astak (nie gehört, macht offenbar Webcams), der aussieht, als habe er sich von der übrigen CeBIT hierher verirrt. Man beachte die Vitrinen rechts in Relation zum eingangs zitierten Text (”Anders als bei klassischen Ausstellungen mit Produkten hinter Glasvitrinen…”)

    Aber am allerallerbesten gefällt mir der Stand “Global Responsibility”. Man weiss nicht so richtig, wer der Aussteller ist, worum es genau geht und was der integrierte Stand “Flechtwelten” damit zu tun hat:

    Die Seite des Standes besteht aus verschiedenen Texten aus der “Erklärung zum Weltethos. Die Deklaration des Parlamentes der Weltreligionen”, unter anderem diesem hier:

    (Daneben steht der Verweis auf die Veranstaltung “Der Mensch lebt nicht von digitaler Technik allein” mit Hans Küng vom letzten Samstag.)

    Alles gut und schön. Aber ein bisschen komisch ist es schon, dass sich genau neben diesem flammenden Plädoyer gegen sexuelle Ausbeutung der Stand von ATI mit diesen beiden in ATI-rot bekleideten Damen befindet:

    Fazit: “Event mit Erlebnischarakter” kann stimmen, das Erlebnis ist, dass man staunt über diese Frechheit. Wer dafür extra angereist wäre wie “Axel Wunzdorf, 27, Facharbeiter aus Augsburg”, in einem vermutlich fiktiven Testimonial unter “Stimmen zu digital living”, der hätte sich wohl ziemlich geärgert. Ich jedenfalls war heilfroh, als ich nach erneuter Kontrolle des Ausweises wieder zurück in der ganz normalen CeBIT-Hölle war.

    Kompliziertes etwas vereinfacht mit der Switchbase

    Peter Hogenkamp, 10. März 2006 um 23.24 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

    Telefonieren wird immer komplizierter, seit alle Anbieter versuchen, sich gegenseitig Minuten abzujagen, auch konzernintern. T-Com bietet einen Service “Switch & Profit” an, per Flyer in der S-Bahn zur Messe beworben, mit dem man auf dem Handy eingehende Anrufe aufs Festnetz umleiten kann, wenn man zuhaus ist. Dafür bekommt man 2,59 Cent pro Anrufminute auf der Festznetzrechnung gutgeschrieben, also einen eher geringen Teil der Kosten des Anrufers.

    Dass man sich allerdings jedes Mal einloggt, wenn man nach Hause kommt, und wieder ausloggt, sobald man das Haus verlässt, hält trotz dieses verlockenden Angebots auch die T-Com für unwahrscheinlich. Also bietet sie die vermutlich subventionierte “Switch Base” an, auf die man zuhaus sein Handy legt, was den Dienst automatisch aktiviert. Diese gibt es auch noch in zwei Varianten, für 11,99 ? für analoge und für 18,99 ? für schnurlose Telefone - was auf Anhieb nicht ganz einzusehen ist, denn die Switch Base sollte doch dem Netz etwas melden, nicht dem Telefon.

    Es gibt doch dieses gut abgehangene Bonmot: “Der Computer hilft uns, Probleme zu lösen, die wir ohne ihn gar nicht hätten.” Wenn die T-Com auf der Website schreibt: “Switch Base. Einfacher geht´s nicht”, muss ich daran denken.

    Wollte das Ding am gigantischen Telekom-Stand mit Dutzenden von Mikroständen anschauen und mal fragen, wie es genau funktioniert, hab es aber nicht gefunden. Und die Hoffnung, dass da jemand Auskunft geben konnte über etwas, was nicht genau seinem Thema entspricht, erschien ausssichtslos.

    Live von der CeBIT:
    Origami- (bzw. UMPC, Q1, Touchpack, Dialkeys)-Usability

    Peter Hogenkamp, 10. März 2006 um 16.23 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

    Der Origami-Pre-Hype hatte sich ja wie gesagt etwas unter Ausschluss der breiten Öffentlichkeit abgespielt, was man am Samsung-Stand (es gibt diverse, dieser ist Halle 1, Stand B41) auch deutlich merkte. Manchmal standen Trauben von Menschen um die “normalen” X60-Notebooks herum, während sich fast niemand für die drei ausgestellten Q1-Geräte (so heisst die Umsetzung von Samsung, hier sind alle drei derzeit verfügbaren Geräte auf einen Blick) interessiert. (Der Q1-Mensch von Samsung sagt allerdings, das war gestern morgen direkt nach Enthüllung teilweise anders.) Und auch der sporadisch auftretende Moderator blickt bei seinen beiden Fragen: “Was ist das tollste hier am Stand?” sowie “OK, dann sage ich es Ihnen: der Q1. Und was ist das, der Q1?” immer nur in verständnislose Gesichter.

    Uns sollte es recht sein, denn so konnten wir mit dem Q1 ausgiebig fast eine Stunde lang herumspielen - praktischerweise von den drei ausgestellten mit dem, der via Bluetooth und dem nebenstehenden Samsung-Handy per UMTS online war. (Wenn auf einem neuen Gerät keinerlei Content ausser einem Flash-Promovideo ist, hilft das Internet doch ungemein.)

    Das es schon in diversen Blogs viele Fotos der Hardware gibt, haben wir uns auf die ergonomischen Aspekte konzentriert, und dabei vor allem auf die verschiedenen Möglichkeiten der Blickfänger bei allen Origami-Fotos ist ja die virtuelle Tastatur “DialKeys”, die über den Bildschirminhalt gelegt werden:

    Die sitzen als Applikation in der Taskleiste und können von dort aus gestartet und konfiguriert werden:

    Kurz vorher hatten wir uns noch gewundert, wieso die auf den verschiedenen Fotos immer anders aussehen, aber das erklärt sich beim näheren Hinsehen schnell: Man kann zwei Styles einstellen, nämlich Black und White:

    Die schwarzen sehen dann so aus:

    Ausserdem kann man die Opazität einstellen, also die “Blickdichte”:

    Bei 20% sieht man wenig von den DialKeys:

    Bei 100% sieht man die DialKeys prima, aber dahinter nichts mehr:

    Sonderzeichen gibt es auch noch. Hinter dem Schraubenschlüssel, links:

    … und rechts:

    Weitere einstellbare Optionen:

    Warum heisst die Herstellerfirma eigentlich Fortune Fountain? Ist das Ihr Wunschtraum hinsichtlich der Verbreitung dieser Software?

    Soweit zur Konfiguation. Aber wie tippt es sich nun? Eine URL wie “neuerdings.com” ist natürlich schnell eingegeben, auch mit ein bisschen Suchen:

    Aber der richtige Härtetest ist es natürlich, einen längeren Text zu schreiben. Wenigstens mal eine Mail.

    Der Login bei Gmail ging problemlos. Aber dann: Ohne Pen schaffte es es trotz diverser Versuche nicht, oben links auf “Neue Nachricht” klicken:

    Lag das nur an meinem zu dicken Daumen? Wohl nicht, denn die DialKey-Tastatur war einfach im Weg. Mit der Pfleil-Taste rechts unten kann man sie temporär “einfahren”:

    … woraufhin sie sich bis auf ein kleines Kreissegment in die Ecke zurückzieht, mit dem man sie auch wieder ausfahren kann:

    Trotzdem, zum Anklicken von Links und auch von Windows-Icons ist es am besten, wenn man den Pen zu Hilfe nimmt. Der hinten im Gerät steckt. Allerdings braucht man ihn ziemlich oft beim Arbeiten, immer mit Wechsel mit der Tastatur, so wie halt sonst die Maus. Wenn man ihn jedes Mal hinten wieder reinsteckt, ist das genauso mühsam, als wenn man ihn beim Daumentippen auf den DialKeys wie eine Zigarette zwischen die Finger klemmt.

    Pen mal aussen vor, wie tippt es sich denn nun eigentlich? Ich habe genau eine Mail geschrieben, und zwar diesen kleinen Text:

    Hallo Andreas
    Bin angekommen am Samsung~Stand und schon geraume Zeit am Tippen, das Interesse ist nicht so riesig, ist wohl eher noch ein Insider~Tipp. Ist ganz lustig mit den DialKeys, aber doch seehr lansam.
    ALL the best from CeBIT (German text recognition not yet implemented)
    Peter

    Man beachte die hübschen Tilden, wo eigentlich Bindestriche sein sollten, da hab ich mich mit den Sonderzeichen nicht zurecht gefunden.

    Ich fand’s generell sehr anstrengend. Für den Text (er hat 285 Zeichen) habe ich etwa neun Minuten gebraucht, und das mit den Fehlern, die man sieht. Ich habe ihn gerade mal zum Vergleich per Tastatur eingegeben, da habe ich 65 Sekunden gebraucht, ich schreibe also mit meinem nichtlehrbuchartigen System etwa 260 Anschläge pro Minute. Mit dem Q1 war ich heute bei rund 30 Anschlägen.

    Wenn die Lernkurve der DailKeys zu steil ist, fürchte ich, werden viele Leute einfach auf die normale Tastatur umschalten, und dann ist nichts gewonnen. Die übrigens so aussieht:

    Ja, Skype wollte ich ausprobieren, aber das ging anscheinend auf dem E-Plus-Netz nicht, ich habe jedenfalls keinen Kontakt gefunden.

    Die anderen beiden Tastaturmodi habe ich auch noch ausprobiert. Die normale Schrifterkennung war ziemlich gut, jedenfalls auf Englisch:

    Inzwischen hatte sich natürlich die Dialup-Verbindung wegen Inaktivität abgemeldet, also Pen suchen, wieder einloggen, und Mail endlich absenden:

    Puh.

    Der Vollständigkeit halber sei noch der dritte Modus erwähnt, so eine Art zeichenweises OCR. Da habe ich dreimal versucht, neuerdings zu schreiben, und das Resultat sah etwa so aus:

    Und noch eine Sache zur Ergonomie: Hardware und Software können definitiv nicht gleichzeitig entwickelt worden sein. Wenn man das Gerät mit beiden Händen halten will, ist einem rechts unten das Stromkabel komplett im Weg:

    Fazit: Ich fand es sehr anstrengend, wie gesagt, aber das ist natürlich eine neue Schnittstelle immer. Wenn engadget schreibt: “Ahh, those new DialKeys feel good. It’s actually an effective way to enter text”, glaube ich nicht, dass sie mehr als zehn Zeichen eingegeben haben. Bis dahin ist es nämlich noch lustig, aber nicht viel länger.

    Ich denke aber durchaus, dass die (schnelle) Bedienung grundsätzlich lernbar ist. (Wobei es auch objektive Hindernisse gibt, die einen am schnelleren Schreiben hindern, etwa dass das Komma auf der zweiten Ebene liegt.) SMS ist ja auch eine schlimme Benutzerschnittstelle, und die können wir inzwischen ganz gut. Die Frage ist also, ob man es lernen will? Und solange es eines relevanten Aufwands bedarf, sich in das Tippen “einzuarbeiten”, kommt es wieder auf die Zielgruppe an. Wer macht das? Die Teenie- und Gamer-Generation, die könnte das problemlos lernen, falls die mit dem Ding demnächst IMs austauschen soll. Aber die kauft sich für das Geld wohl lieber eine Konsole mehr. Geschäftsleute? Sind ja sowieso eher nicht gemeint als Zielgruppe.

    Würde ich es probieren? Ja, aber ich würde den Laptop sicherheitshalber immer in Reichweite haben wollen, falls ich mal dringend etwas Normales schreiben müsste, was ja vorkommen soll.

    Live von der CeBIT:
    Bluetooth-Extravaganza in Halle 11

    Peter Hogenkamp, 10. März 2006 um 11.19 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

    Habe ein paar Fotos mit dem Handy geschossen statt mit der Kamera und wollte sie per Bluetooth an den Laptop übertragen und hatte mir ausgerechnet die “Navi-Halle” 11 dafür ausgesucht.

    Bluetooth geht, wenn es denn geht, normalerweise ja ganz flott, aber hier dauerte es etwa zehn Minuten, bis mein Gerät gefunden wurde, weil es im Bluetooth-Radius (der ja nur 10 m oder so ist, also bei weitem nicht die ganze Halle) noch 33 andere gab:

    Der Weg zur CeBIT, 2. Tag:
    Netviewer-Lanyards ziehen am besten

    Peter Hogenkamp, 10. März 2006 um 10.47 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

    Da kommen sie wieder, die Massen, quillen am Bahnhof Messe/Laatzen aus dem Zug, dängeln sich durch die Halle und wälzen sich über den “Skywalk” (der früher “Fussgängerbrücke” geheissen hätte) zum Eingang West:

    Auf dem kurzen Weg bis in die Halle 13 kann man schon 5 kg Papier und diverse Geschenke aufnehmen. Lustig ist dabei anzusehen, dass die Leute es ganz augenscheinlich von der Optik abhängig machen, ob sie etwas mitnehmen. An der Rolltreppe steht jemand von O2 und verteilt Garderobengutscheine, die natürlich nur ein kleiner Zettel mit blauer Aufschrift sind. Niemand will einen, obwohl es keinen einfacheren Weg gibt, 2 Euro zu sparen.

    Extrem gut kommen dagegen die Lanyards (bedruckte Schlüsselbänder) von Netviewer an, die in der Bahnhofshalle verteilt wurden. Die Leute stehen Schlange bei den beiden Verteilenden:

    Die Lanyards enthalten einen “Gutschein für 30 Tage Web-Conferencing” mit Netviewer - nicht personalisiert, daher auch ohne das physische Exemplar einsetzbar:

    Hinterher auf dem Gelände gibt es dann natürlich an jeder Ecke Lanyards, bei Nokia, bei T-Online für musicload.de und was weiss ich, wo noch alles. Netviewer ist der erste entlang des Besucherstroms und kann davon profitieren. Aus Sicht von Netviewer ist nur zu hoffen, dass nicht nur “Consumer” die Dinger mitnehmen, denn das Angebot richtet sich ja eher an Firmen.

    Die Kollegen covern vor allem das Trendthema, ähh… Mittelstand

    Peter Hogenkamp, 8. März 2006 um 22.42 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

    Neidlos anerkannt: Die Kollegen von edgadget, einem nicht ganz unbekannten US-amerikanischen Gadgetblog, sind schon vor uns angekommen, wie Ihr Beitrag CeBIT, we’ve got ya covered zeigt. Allerdings, mit Verlaub, wenn Sie Deutsch könnten, hätten sie vermutlich nicht als erstes ein Meer von 15 Fahnen fotografiert, auf denen überall gross “Mittelstand” steht - kommt mir irgendwie nicht vor wie ein besonders hippes Wort…

    inside-it bringt neuerdings.com am schnellsten

    Peter Hogenkamp, 8. März 2006 um 15.28 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

    Der Preis für die erste Meldung über neuerdings.com in einem elektronischen Medium geht an die Schweizer News-Website inside-it.ch für Göldi und Hogenkamp lancieren Cebit-Blog. Mit dem dezenten Verweis, dass in ihrem Auftrag auch jemand in Hannover rumlaufen wird.

    Über dem unauffälligen 350×250-Werbebanner mitten im Text ist man sehr nett zu uns, und nur falls zufällig noch jemand weiiit runterscrollt und darunter weiterliest, findet er auch noch eine kleine Spitze, weil wir geschrieben haben, Gadgets seien ein “schnelles Thema”. Also gut. Ein schnelllebiges Thema also? Aber mit zwei oder mit drei l? Wir wussten es früher mal genau, aber inzwischen ändert sich ja alles jede Woche. Axel Springer stellt auch schon wieder um, das dritte Mal. Deren Spellchecksoftware möchte man auch nicht administrieren. Womit wir schnell und elegant vom Thema abgelenkt haben. Und uns auf den schnellsten Blog freuen, der uns morgen findet.

    neuerdings.com launcht am 9. März

    Peter Hogenkamp, 8. März 2006 um 13.37 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

    neuerdings.com launcht am 9. März 2006 zur Eröffnung der CeBIT in Hannover.

    Peter Hogenkamp, peter.hogenkamp [at] neuerdings.com
    Andreas Göldi, andreas.goeldi [at] neuerdings.com

    Presseanfragen:
    Oliver Wimmer
    Telefon +41 (0)44 204 90-28
    E-Mail
    presse@neuerdings.com

     
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