Jürgen Vielmeier

Jürgen wuchs in einer Kleinstadt im nordwestdeutschen Regenwald (Emsland) auf und machte erste Gehversuche am Computer mit dem C64, auf dem er kleine Programme schrieb und tagelang “Microprose Soccer”, “Sim City” oder “Defender of the Crown” spielte. Schon als Kind träumte er von Kaufhausautomaten, mit denen er sich seine Lieblingslieder auf Kassette herunterladen konnte – weil er es nicht einsah, sich für einen tollen Song ganze LPs zu kaufen. Jahre später erfüllten ihm Napster, iTunes und Spotify diesen Kindheitstraum auf nie erahnte Art und Weise.

Jürgen ist nicht immer leicht von einer neuen Sache zu überzeugen, aber wenn er sich für eine Erfindung erst einmal begeistert hat, gibt er sie nicht mehr her. So wie einst seinen Walkman mit Autoreverse und Anti-Schock, in den 90ern seinen Skyper und heute Smartphones verschiedener Couleur.

Nach der Schule und einer Lehre zum Industriekaufmann fand er doch noch seine Bestimmung und studierte Technikjournalismus, zog ins Rheinland und mag es bis auf Kurztrips vor allem nach Asien seitdem nicht mehr verlassen. Jürgen wartet seit Jahren auf das Überall-Breitband und gibt die Hoffnung nicht auf, dass eines Tages eine Software seine Steuererklärung mit einem simplen Knopfdruck erledigt.

Jürgen ist zu via Kontaktseite zu erreichen.

 

Alle 142 Artikel von Jürgen Vielmeier auf neuerdings:

Ekoore Python S3:
Tablet-Laptop-Hybrid mit drei Betriebssystemen

Ekoore liefert das Notebook Python S3 mit abnehmbarer Tastatur je nach Gusto mit Android, Windows 8 oder Ubuntu-Linux aus. Oder mit allen dreien auf einmal. Auch die Ausstattung macht keinen schlechten Eindruck. Schade, dass man es wohl nur in Italien wird kaufen können.

Ekoore Python S3: Tablet-Laptop-Hybrid mit vielen Features. Bilder: Ekoore

Ekoore Python S3: Tablet-Laptop-Hybrid mit vielen Features. Bilder: Ekoore

Ich beschwerte mich im vergangenen Herbst über Tablet-Laptop-Hybriden – zahlreiche Leser versuchten daraufhin, mich zur Räson zu bringen. Einigen können wir uns darauf, dass sie existieren, und in diesem Falle musste ich aus Anerkennung sogar eine Augenbraue hochziehen: das Ekoore Python S3 sieht interessant aus.

Nun, hübsch ist es nicht unbedingt, funktional dafür umso mehr. 11,6 Zoll misst der Touchscreen, der sich aus der Tastatur herauslösen lässt und dann als Tablet verwendet werden kann. Gleich zwei Akkus sind verbaut und auf Wunsch werden gleich drei Betriebssysteme vorinstalliert. Wünsche bleiben da eigentlich keine mehr offen.

Ekoore Python S3
EkoorePythonS3_2Ekoore Python S3: Tablet-Laptop-Hybrid mit vielen Features. Bilder: EkooreEkoorePythonS3_5EkoorePythonS3_6
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Superkondensator:
Wann kommt der Akku, der sich in 20 bis 30 Sekunden aufladen lässt?

Eine Schlagzeile zum Träumen: “18-jährige Schülerin erfindet Akku, der sich in 20 bis 30 Sekunden aufladen lässt”. Dafür wurde Eesha Khare auf der International Science and Engineering Fair (ISEF) von Intel mit einem der Hauptpreise ausgezeichnet. Die Details allerdings klingen bei genauerer Betrachtung weniger paradiesisch: Zur Zeit kann der Akku gerade mal eine LED zum Leuchten bringen und so schnell ist mit ihm nicht zu rechnen.

Eesha Khare, links, erfand einen Superkondensator, der Smartphone-Akkus ersetzen soll. Bilder: Intel, KPIX5

Eesha Khare, links, erfand einen Superkondensator, der Smartphone-Akkus ersetzen soll. Bilder: Intel, KPIX5

Das Problem ist hinlänglich bekannt: Gängige Smartphone-Akkus halten oft nicht mal einen Tag durch und benötigen dann mehrere Stunden, bis sie wieder aufgeladen sind. Das ist eins der Hauptprobleme der eigentlich beliebten Technik. Klar freuen wir uns da über jede Innovation, die Abhilfe verspricht.

Zum Jubeln ist es in diesem Fall aber zu früh: ob Eesha Khare hier einen echten Durchbruch erzielt hat, muss sich nämlich erst noch zeigen. Und wenn es funktioniert, wird es noch einige Jahre dauern, bis sich unsere Smartphones in Sekundenschnelle wieder aufladen lassen. Respekt kann man der Schülerin dennoch zollen, denn der Prototyp existiert.

Schülerin baut Schnelllade-Akku
Eesha Khare, links, erfand einen Superkondensator, der Smartphone-Akkus ersetzen soll. Bilder: Intel, KPIX5EeshaKhare2NanorodNanorods2
Wettbewerb
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Kampf ums Detail:
Die nächste Evolutionsstufe bei Laptops ist das Display

Laptops haben in den vergangenen Jahren erhebliche Fortschritte gemacht, was Leistung, Gewicht und auch Akku-Laufzeit anbelangt. Jetzt wird eine weitere Baustelle endlich angepackt: das Display. Nach Apples Retina MacBook Pro, Googles Chromebook Pixel und Toshibas Kirabook will auch Samsung in der Liga hochauflösender Laptop-Displays mitmischen – und die genannten Modelle noch übertrumpfen.

Apple Werbeversprechen: "das hochauflösendste Notebook der Welt" - so nicht mehr haltbar.

Apple Werbeversprechen: “das höchstauflösende Notebook der Welt” – so nicht mehr haltbar.

Wer den ppi-Wahn bei Smartphones in den vergangenen Monaten verfolgt hat, dem müssen selbst die derzeit höchsten Pixeldichten bei Laptop-Displays wie Kleckerauflösungen vorkommen. Das Retina-Display im iPhone 5 hat 326 ppi – Kindergeburtstag im Vergleich zum Full-HD-Smartphone HTC Deluxe (auch genannt Droid DNA oder Butterfly), das es auf 440 ppi bringt. Das HTC One ist gar mit 468 ppi dabei, Qualcomm stellte auf der SID Display Week gar ein Mirasol-Display mit 577 ppi vor. Bei den Laptops war Apple mit dem Retina MacBook Air und 227 ppi hier langezeit Krösus. Die Zahl klingt zwar deutlich geringer als die Auflösung von Smartphone-Displays, dabei darf aber natürlich die Gesamtgröße nicht vergessen werden: ein Laptop-Display mit einer höheren Auflösung auszustatten, ist deutlich aufwändiger, teurer und verlangt CPU und GPU einiges ab.

Trotzdem: Jetzt ist die ppi-Welle auch auf Laptops rübergeschwappt. Die Euphorie über Apples Retina MacBook Pro fiel noch verhalten aus. Böse Zungen sprachen von einem MacBook, bei dem es außer einem verklebten Super-Display nicht viel Neues gegeben hätte. Spätestens aber seit Google Apple mit dem Chromebook Pixel und dem Hinweis konterte, man erreiche mehr Pixel pro Zoll als das Retina MacBook Pro, sehen sich auch andere Hersteller berufen, dem Trend zu folgen. Wir werden bessere Displays bekommen. Endlich.

Das nächste Detail: Laptops mit hoher Auflösung
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Sailfish OS:
Jollas erstes Smartphone und die Frage der Apps

Die finnische Softwareschmiede Jolla hat das erste Smartphone mit dem neuen Sailfish OS vorgestellt. Noch fehlen viele Details, Jolla stellt aber einen Liefertermin für Ende des Jahres und einen Preis nicht höher als 399 Euro in Aussicht. Wird das reichen, um verwöhnte Europäer zu einem Wechsel von iOS und Android zu bewegen? Jollas Vorteil: Android-Apps sollen darauf laufen – allerdings wohl nur mit Einschränkungen.

Bunt, mit austauschbarem Cover: das erste Jolla-Phone

Bunt, mit austauschbarem Cover: das erste Jolla-Phone

Geht es um den Verkauf, wird der an einen Späthippie erinnernde Jolla-CEO Marc Dillon im Video plötzlich ernst: “Ich bin so begeistert, euch das erste Phone mit Jolla OS vorzustellen. Aber damit es ein Erfolg wird, brauchen wir eure Hilfe.” Die Interessenten sollen zeigen, dass es einen Markt für Jolla gebe. Blogger werden gebeten, darüber zu schreiben, App-Entwickler und Designer werden aufgerufen, Apps und Designs für Sailfish OS zu entwerfen. Wer Interesse an dem Gerät habe, solle die Vorbestellkampagne unterstützen. Und das wichtigste von allem: “Jolla ist eine Bewegung”, so Dillon. “Tretet dem Stamm bei!”

Stamm? Bewegung? Moment mal. Auch Jolla ist ein Unternehmen mit Gewinnerzielungsabsicht. Das verwendete System Sailfish OS ist größtenteils Open Source. Trotz allem stellt sich die Frage nach den Vorteilen, die die Nutzer damit hätten. Und kann Jolla wirklich eine Bewegung auslösen?

Das erste Jolla-Phone
Bunt, mit austauschbarem Cover: das erste Jolla-PhoneJollaPhone2JollaPhone3JollaPhone4

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Bitte noch erfinden:
WLAN-Scanner mit integriertem Aktenvernichter

Trotz zahlreicher Initiativen, die uns das papierlose Büro versprechen, türmen sich immer noch Papierberge auf unseren Schreibtischen. Ein wichtiger Schritt hin zu Lösung des Problems könnte ein Gadget sein, mit dem Aufräumen plötzlich Spaß machen würde: eine Kombination aus mobilem Scanner und Aktenvernichter mit WLAN und intelligenter OCR-Software. Es müsste nur noch jemand erfinden.

Ist dieses Gerät von Hyundai ein Aktenvernichter oder ein Scanner? Warum eigentlich nicht beides? Bilder: Hersteller

Ist dieses Gerät von Hyundai ein Aktenvernichter oder ein Scanner? Warum eigentlich nicht beides? Bilder: Hersteller

Es wird soll noch kommen, das papierlose Büro. Im Gespräch ist es etwa so lange, wie es die E-Mail gibt. Doch es kam nicht, dafür kam noch mehr Papier und der Gedanke, das Papier für immer abzuschaffen, rückte in weite Ferne. In jüngster Zeit nimmt eine zweite Welle wieder Wind auf: Startups, viele davon aus Deutschland, sagen dem Papier erneut den Kampf an. Doch Doo sucht noch nach dem täglichen Use Case, Smarchive scheint für immer in der Erprobungsphase gefangen zu sein, ebenso wie fileee. Doctape hat sich längst ein anderes Geschäftsfeld gesucht und sich zum intelligenten Cloudspeicher gewandelt. Und noch immer sind wir das Papier nicht los.

Immerhin: Es gibt immer bessere Möglichkeiten, das, was an Papier noch kommt, zu digitalisieren. Wir haben viel gesehen und ausprobiert in den vergangenen Jahren: Natürlich Scan-Apps für das Smartphone und Mobile Scanner, die Einzug in die Elektronikmärkte gehalten haben. Sie kommen eigenständig daher, integriert in Tastaturen oder in Form eines Stiftes. Intelligente mobile Scanner wie Doxie oder Iriscan gehen noch einen Schritt weiter und speichern Eingescanntes direkt in der Cloud. Ein echtes Killergerät ginge einen Schritt weiter und würde noch eine Funktion integrieren: einen Aktenvernichter.

Scanner und Aktenvernichter. Optisch ähnlich.
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FileeeScreenshotGeneralOfficeAktenvernichterIst dieses Gerät von Hyundai ein Aktenvernichter oder ein Scanner? Warum eigentlich nicht beides? Bilder: HerstellerIriscan
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LG Optimus G im Test:
Unauffällig gut

LGs aktuelles Spitzen-Smartphone ist das 4,7 Zoll große Optimus G mit LTE. Mit seinen vier Kernen à 1,5 GHz ist es einerseits stark motorisiert, aber auch softwareseitig hat LG es mit einigen Spielereien ausgestattet. Dabei herausgekommen ist ein starkes Smartphone, bei dem eigentlich nur ein Detail besonders heraussticht: die todlangweilige Optik.

Besonders "greifbares" Display, farbenfroh: LG Optimus G. Bilder: neuerdings.com, LG

Besonders “greifbares” Display, farbenfroh: LG Optimus G. Bilder: neuerdings.com, LG

Worüber soll man eigentlich noch schreiben, wenn man heute ein Smartphone der gehobeneren Klasse mit Android im Test hat? Sehen sie sich nicht eh alle ähnlich und bieten mehr oder weniger das gleiche? Was das LG Optimus G angeht, habe ich selten ein solideres und doch unauffälliges Smartphone getestet. Optisch wirkt das Modell wie von der Stange und im Vergleich zu den auffälligen Konkurrenzmodellen wie dem HTC One, dem Blackberry Z10, dem iPhone 5, dem Nokia Lumia 920 oder selbst dem Google Nexus 4 aus eigenem Hause reichlich gesichtslos. Man könnte es aber auch anders ausdrücken: das Optimus G perfektioniert ein Design, das nahezu Standard geworden ist.

Denn das Gehäuse ist durchgehend gut verarbeitet. Die Hauptkamera, die aus dem Gehäuse ragt, ist mit einem Metallrahmen verstärkt. Bei vielen Smartphones ist eben das der Schwachpunkt und ein Magnet für Staub und Kratzer – dem Optimus G scheint das keine Probleme zu bereiten. Die SIM-Karten-Schublade links ist dezent ins Gehäuse eingelassen, der Micro-USB-Port an der Unterseite fällt nicht sonderlich auf. An den Lautsprechern setzt sich kaum Staub ab, das Display überzeugt mit Farbtiefe, Auflösung und Detailtreue. Der Gehäuse-Rücken aus Hartplastik wirkt stabil und kratzfest. Kurzum: LG hat bei der Verarbeitung alles richtig gemacht. Die Motorisierung spielt ebenfalls im oberen Drittel mit. Akzente will LG also vor allem durch die Software, ja, Software setzen.

LG Optimus G im Test
Besonders "greifbares" Display, farbenfroh: LG Optimus G. Bilder: neuerdings.com, LGSONY DSCSONY DSCSONY DSC
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1stFone:
Simples Handy für Kinder

Das 1stFone soll Kinder im Alter von vier bis neun Jahren schnell und leicht mit ihren Eltern verbinden. Der Hersteller propagiert vor allem die Sicherheit vor dem bösen, mobilen Internet. Der Schritt, das Smartphone deswegen auf das notwendigste herunterzureduzieren, wirkt übertrieben, das Telefon allerdings für viele Einsatzgebiete interessant.

Das 1stFone ist ein Einfachst-Telefon für Kinder - und Senioren. Bilder: Hersteller.

Das 1stFone ist ein Einfachst-Telefon für Kinder – und Senioren. Bilder: Hersteller.

Ja, es gibt viel Schmutz im Netz, vor dem man Kinder bewahren sollte. Auch Smartphones sind davor natürlich nicht gefeit. Und wenn Kinder erst einmal den Weg ins mobile Internet gefunden haben, sind sie vor unschönen Phänomenen wie Sexting praktisch ungeschützt. So die offizielle Herangehensweise des britischen Herstellers OwnFone.

Sexting ist mit dem 1stFone alleine schon deswegen nicht möglich, weil sich damit nur Telefonate führen lassen. Der Besitzer kann angerufen werden oder über vordefinierte Wahltasten Teilnehmer wie Mama, Papa oder Oma anrufen. Mehr geht nicht. SMS schicken oder gar das mobile Internet benutzen, ist über das 1stFone technisch nicht möglich.

1stFone - Mobiltelefon für Kinder
Das 1stFone ist ein Einfachst-Telefon für Kinder - und Senioren. Bilder: Hersteller.1stFone21stFone31stFone4
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Google I/O:
Die Show der Evolutionen und der Fluch hoher Erwartungen

Google hat auf der Keynote der eigenen Entwicklerkonferenz I/O Verbesserungen in fast allen Geschäftsfeldern vorgestellt: Mobile, Suche, Chrome, Maps, Google+. Die Verbesserungen sind durch die Bank stark, bieten aber wenig Begeisterungspotenzial für solche Zuschauer, die völlig neue Produkte erwartet hatten. Ein Highlight war deswegen der abschließende Auftritt des lange verschollenen Mitgründers Larry Page, doch auch mit möglichen Killer-Anwendungen sparte Google keinesfalls.

Racer - ein Spiel, für das sich mehrere Android-Geräte koppeln lassen. Alle Bilder: Google

Racer – ein Spiel, für das sich mehrere Android-Geräte koppeln lassen. Alle Bilder: Google

Ja, wir haben mehr erwartet, oder eigentlich eher: etwas Anderes. Ein neues Nexus-Phone vielleicht, stärkere Offline-Funktionalität für Chrome OS, vielleicht sogar endlich das Zusammenwachsen von Android und Chrome OS oder gar Android für Notebooks zu Gunsten von Chrome OS. Google hatte die Chance, die Listendarstellung der Suche komplett mit dem Knowledge Graph zu ersetzen, Maps voll und ganz zu personalisieren. Das sagenumwobene neue X-Phone wäre natürlich auch ganz nett gewesen.

All das gab es in der dreistündigen Keynote nicht. Keine neue Android-Version, obwohl die für Googles jährliche Entwicklerkonferenz fast schon usus ist, kein neues Smartphone, wenig Neues zu Chrome OS, nichts Neues zu Google Glass außer einigen Schwenks der Kamera ins Publikum, wo einige Träger der Google-Brille übellaunig dreinblickten. Nein, ein echtes Hardware-Highlight hat heute gefehlt. Google selbst hat diese Erwartungen durch die Politik der ständigen Produktverbesserungen geschürt und nun ein wenig enttäuscht – wäre da nicht der beeindruckender Auftritt von Larry Page am Schluss der Show gewesen.

Google I/O 2013 - Verbesserungen im Kleinen
Racer - ein Spiel, für das sich mehrere Android-Geräte koppeln lassen. Alle Bilder: GoogleIO_Logo2013MobileMapsNewGoogleMaps
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FairPhone:
Warum das fairer gehandelte Smartphone uns künftig in Entscheidungsnot bringen wird

Die Initiatoren des FairPhones haben die Spezifikationen ihres fair(er) gehandelten Smartphones vorgestellt. Ganz bis zu Spitze reichen die Werte nicht, doch was die Niederländer vorstellen, ist gehobene Mittelklasse für ein gutes Gewissen zum erwartet günstigen Preis. Wird es uns zum Umdenken bringen?

Das FairPhone ist ein chic designtes Android-Phone zu einem fairen Preis. Alle Bilder: FairPhone

Das FairPhone ist ein chic designtes Android-Phone zu einem fairen Preis. Alle Bilder: FairPhone

Geht es um die Produktion eines Smartphones und die Gewinnung der Rohstoffe dafür, halten wir am liebsten Augen und Ohren zu. Nicht schön das alles, aber was können wir als einzelner schon daran ändern? Dass wir doch etwas tun können und es gar nicht einmal teuer sein muss, beweist derzeit der Niederländer Bas van Abel mit seinem kleinen Team von Mitstreitern. Wie im April angekündigt wollen Abel und seine Mannschaft noch in diesem Jahr das FairPhone veröffentlichen.

Das Telefon wäre fairer gehandelt als die Modelle der Konkurrenz von Apple bis Samsung und soll nur 325 Euro kosten. Dass es auch technisch in den meisten Bereichen mithalten kann, beweisen die Spezifikationen und Designs, die FairPhone nun veröffentlicht hat. Das Projekt wird uns in Entscheidungsnot bringen: Wir haben bald die Möglichkeit, ein fairer gehandeltes Telefon zu einem vernünftigen Preis zu kaufen. Werden wir bereit sein, dafür einige Nachteile in Kauf zu nehmen?

FairPhone - fair gehandeltes Telefon
FairPhone-Initiator Bas van AbelFairPhone1FairPhone2Das FairPhone ist ein chic designtes Android-Phone zu einem fairen Preis. Alle Bilder: FairPhone
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Kingston MobileLite Wireless:
Kartenleser mit WLAN ist gleichzeitig Zusatzakku

Eigentlich alles, was ein Smartphone zu wenig hat, gibt es mittlerweile als Zubehör zu kaufen. Chic wird es dann, wenn dieses Zubehör gleich mehrere Funktionen auf einmal erfüllt. Das neue Kingston MobileLite Wireless ist so einer: ein Kartenleser und USB-Hub, der Daten kabellos mit Tablets oder Smartphones synchronisiert. Macht der Akku schlapp, kann der MobileLite auch hier zur Rettung eilen.

Nur etwas größer als ein Smartphone: Kingston MobileLite Wireless: Kartenleser mit WLAN.

Nur etwas größer als ein Smartphone: Kingston MobileLite Wireless: Kartenleser mit WLAN.

Längst nicht alle Smartphones und Tablets haben einen Slot für SD- oder Micro-SD-Karten. Und wenn man gewünschte Dateien gar nur auf einem USB-Stick dabei hat, blicken die schmucken Endgeräte ratlos ins Leere: geht nicht. Unser Wunsch für die eierlegende Wollmilchsau wäre eine externe Mini-Festplatte mit WLAN (gibt es), SSD (gibt es auch), USB-Slot (hier wird’s schon weniger), die dabei auch noch gut aussieht und einen Leser für (Micro)SD-Karten integriert hat.

Bestehen wir auf alle Wünsche, sind wir bislang noch nicht fündig geworden. Auch die Kingston MobileLite Wireless hat hier nicht alles, was wir wollen: Die Festplattenfunktion fehlt leider. Dafür unterstützt sie Karten vom Typ SDHC, SDXC und über einen Adapter MicroSD sowie USB-Sticks.

Kingston MobileLite Wireless
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Ecooking:
Komplette Küche in einer Säule

Die perfekte Lösung für das Platzproblem kleiner Wohnungen in Großstädten: Die Ecooking Vertical Kitchen von Massimo Facchinetti ist eine komplette Küche in einer Säule. Egal ob Herd, Spüle, Mikrowelle oder Espresso-Maschine – alles lässt sich bei Bedarf ausklappen. Und umweltfreundlich soll sie auch noch sein.

Massimo Facchinetti stellt die modulare Küche vor: komplett in einer Säule.

Massimo Facchinetti stellt die modulare Küche vor: komplett in einer Säule.

Die Zukunft der Küche liegt nicht in webfähigen Kühlschränken. Es könnte ebenso dieses Konzept von Massimo Facchinetti aus Bergamo in Italien sein: Die Ecooking Vertical Kitchen kommt mit dem Platz einer Säule aus. Dabei bietet sie mehr als die meisten Küchen, die in einem ganzen Raum untergebracht sind. Die Ecooking ist Herd, Ofen, Spülmaschine, Spüle, Espresso-Maschine, Dunstabzugshaube, Geschirrschrank und Arbeitsfläche in einem. Ach ja, und ein kleiner Kräutergarten ist auch noch mit dabei.

Ecooking - Küche in einer Säule
Massimo Facchinetti stellt die modulare Küche vor: komplett in einer Säule.Ecooking1Ecooking2Ecooking3
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Morephone und Morphees:
Displays verbiegen sich, wenn ein Anruf eingeht

Biegsame Displays werden kommen, also warum nicht die Besonderheit des flexiblen Materials ausnutzen? Gleich zwei Forschungsprojekte arbeiten derzeit an Displays, die sich verformen, wenn eine bestimmte Anwendung gestartet wird oder ein Anruf eingeht.

MorePhone - das flexible Display, das sich verformt, wenn eine Nachricht eingeht

MorePhone – das flexible Display, das sich verformt, wenn eine Nachricht eingeht

Vielen Nutzern entgehen Anrufe oder eingehende Nachrichten, wenn sie ihr Telefon auf lautlos gestellt haben. Die Entwickler des Morephones wollen deswegen eine weitere Komponente in Benachrichtigungs-Systeme einbringen: ein Display, das sich in einem solchen Moment verformt. Technisch gesehen sorgt für diesen Effekt eine Spannung, die durch verbundene Elektroden angelegt wird.

Noch ist das Morephone in einem sehr frühen Entwicklungsstadium. Das Team vom Human Media Lab der Queens University in Kingston, Kanada, rechnet damit, dass es noch fünf bis zehn Jahre dauern soll, bis das Display-Patent marktreif wird. An anderer Stelle aber arbeiten bereits weitere Forscher an einem ähnlichen Projekt: Morphees.

Morephone und Morphees, biegsame Displays
MorePhone - das flexible Display, das sich verformt, wenn eine Nachricht eingehtMorephone2Morephone3Morphee1
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Axia Smart Chair:
Intelligenter Stuhl vergibt Punkte für gerades Sitzen

Die niederländische Möbelhersteller BMA stellt den Axia Smart Chair vor: Ein Stuhl, der vibriert, wenn wir schlecht sitzen, und Punkte für gute Sitzhaltungen verteilt. Statistiken darüber schickt er in die Cloud.

Axia Smart Chair

Axia Smart Chair

Wir haben in den vergangenen Monaten viele Fitness-Gadgets gesehen, die unseren täglichen Bewegungsablauf oder unser Gewicht überwachen und uns die Daten in einer schönen Statistik in der Cloud präsentieren. Und wir haben Gadgets gesehen, die unser Verhalten verändern wollen, etwa den Lernstift, der vibriert, wenn wir ein Wort falsch schreiben. Beide Richtungen verfolgen die Hersteller des Axia Smart Chair aus dem niederländischen Zwolle. Der Stuhl analysiert unsere Sitzhaltung und meldet sich, wenn wir uns zu sehr hängen lassen.

Axia Smart Chair
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Laptop-Gerüchte:
Androidbooks – Warum eigentlich nicht?

Android als Betriebssystem für Laptops? Mehr als ein vages Gerücht ist das nicht, was seit einigen Wochen durch die Landschaft geistert. Über die Möglichkeit nachzudenken, lohnt sich dennoch: Android als Betriebssystem für PCs hätte durchaus seinen Reiz.

Google Android

Google Android

Wir wollen hier nicht schon wieder das Windows-8-Fass aufmachen. Fakt ist, dass das System nicht jedem gefällt. Wer also einen neuen Laptop will und Windows 8 nicht mag, der beißt auf die Zähne oder schaut sich derzeit nach Alternativen um: Mac OS X, Windows 7, Ubuntu, Google Chrome OS. Auch die sind nicht für jeden gleichermaßen geeignet. Also warum nicht auf auf dem guten alten Rechner ein paar Alternativen zusätzlich? Schließlich werden auch für Smartphones bis Ende des Jahres mehr als ein halbes Dutzend Betriebssysteme zur Verfügung stehen.

Im Prinzip wäre auch Android auf einem Laptop denkbar. Das ginge mit oder ohne Touch-Funktion. Schon lange lässt sich Googles mobiles Betriebssystem via Bluetooth mit einer Tastatur und einer Maus benutzen. Laut einem Gerücht der Digitimes sollen erste Hersteller gar bereits erste Android-Laptops (Androidbooks) bis Ende des Jahres auf den Markt bringen. Die Digitimes hatte mit ihren Gerüchten zuletzt nur noch selten Recht. Die Idee ist trotzdem interessant: Android auf Laptops – was wäre wenn?

Google Android
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Geisterphone:
Blackberry simst auf eigene Faust

Mein in der Hosentasche transportiertes Blackberry Z10 meldet sich ohne mein Zutun bei meinen Freunden, ruft sie an und schickt ihnen sogar selbst formulierte Nachrichten. Es klingt nur auf den ersten Blick nach falschen Einstellungen, Pech oder einem schwerwiegenden Softwarefehler. Was ist, wenn das alles kein Zufall ist?

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BB10_Geisterphone

Gleich vorweg: Ich mag das Blackberry Z10, das ich seit einigen Wochen im Dauertest habe. Für ein neues System hat es erstaunlich wenig Macken, das Bedienkonzept wirkt stimmig und innovativer als das so mancher Konkurrenten. Auch in Sachen Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit steht es anderen Spitzen-Smartphones eigentlich in nichts nach. Kurzum: nicht schlecht, das Ding. Dann allerdings, ich ging gerade nichts ahnend in der Stadt spazieren, erreichte mich vergangene Woche obige SMS eines Freundes.

Leicht panisch warf ich einen Blick in den Blackberry-Hub, der die letzten ausgehenden Anrufe auflistete. Dort standen fast zwanzig Nachrichten. Bei genanntem Freund hatte es das Blackberry gar sieben Mal probiert, ferner ließ es noch bei meiner Freundin, der ADAC-Pannenhilfe und zuletzt bei einem Freund mehrmals klingeln, der sich wenig später besorgt erkundigte, ob alles in Ordnung sei. In Ordnung? Ja, bei mir schon, denke ich. Und beim Blackberry?

Blackberry Z10, das Geisterphone?
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Nikon Coolpix A:
Held der Abenddämmerung

Nikon steckt den Sensor einer Spiegelreflexkamera in den Körper einer Kompaktkamera: Die Coolpix A mit Festbrennweite soll die ideale Urlaubskamera sein und entfaltet ihre Stärke vor allem bei schlechten Lichtverhältnissen. Für den Spaß verlangen die Japaner allerdings von Haus aus über 1.000 Euro. Zu Recht? Wir haben sie getestet.

Nikon Coolpix A

Nikon Coolpix A

Warum nicht gleich so? Seit Jahren droht der klassischen Kompaktkamera der “Tod durch das Smartphone”. Panorama-Funktion, HDR, Autofokus, Lichtstärke ab f/1.8 – wozu noch eine Kompaktkamera mitnehmen, wenn die Kameras besserer Smartphones das alles beherrschen? Sehr spät besinnen sich jetzt die etablierten Hersteller auf die eigentlichen Stärken der Point-and-Shoots: Wenn schon kompakt, warum dann nicht wenigstens einen starken Sensor dort einbauen und der Kamera die Funktionalität einer Spiegelreflex- oder Systemkamera mit auf den Weg geben?

Gesagt getan: Fujifilm spendierte der X100S ebenso den APS-C-Sensor einer Spiegelreflexkamera wie nun Nikon mit der Coolpix A. Kompakt, unauffällig und doch solide. Der Sensor hält, was er verspricht. Die Kamera lieferte bei uns im Test starke Bilder. Schwierig allerdings wird die Suche nach der passenden Zielgruppe werden.

Nikon Coolpix A
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Nikon Coolpix A
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Filmkritik:
iSteve – Apple-Verfilmung aus dem Märchenland

Ryan Perez hat eine Parodie über Apple-Gründer Steve Jobs gedreht, die seit heute kostenlos im Web verfügbar ist. Für den 78-Minüter “iSteve” bedient er sich wild bei Ereignissen, Myhten und Persönlichkeiten der IT-Welt der vergangenen Jahrzehnte und kommt dabei manchmal ebenso platt wie witzig rüber.

iSteve mit Justin Long und Jorge Garcia. Bild: FunnyOrDie

iSteve mit Justin Long und Jorge Garcia. Bild: FunnyOrDie

“Ich verstehe nicht, was Computer sind”, sagt der weise Mann, der den jungen Steve Jobs die entscheidende Richtung für sein rastloses Leben weisen soll. “Sei der Mann, der Computer einfach macht und dann gehst du deinen Weg.” Was nach dieser Anfangsszene folgt, ist ein Sammelsurium an schrägen Geschichten, die alles aufs Korn nehmen, was über Apple-Gründer Steve Jobs bekannt ist.

Die Idee zu MacIntosh und iPad kam ihm demnach im LSD-Rausch, er und Bill Gates sind anfangs beste Freunde, die die ersten Platinen zusammen löten. Dann aber kommt Melinda ins Spiel, die die beiden Freunde entzweit. Sie heiratet Gates, bleibt aber Jobs’ heimliche Liebe und betrügt ihren Mann schließlich mit Jobs virtuell in einer Cybersex-Liaison. Und Apple-Mitgründer Steve Wozniak? Ein Mann ohne jegliches Selbstbewusstsein, auf den alle unnötigerweise immer nur herumhacken.
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Gerüchteköche:
Wie oft das Wall Street Journal mit vermeintlichen Insider-Infos richtig lag

Bei Gerüchten aus der Techszene verlassen sich viele Medien auf das “Wall Street Journal”. Dabei wurde dem Blatt in diesem Jahr bereits zweimal Einflussnahme vorgeworfen. Ein Rückblick auf die vergangenen Monate zeigt, wie oft das Journal mit seinen Prophezeiungen richtig lag und wie oft nicht.

Wie verlässlich ist das Wall Street Journal, wenn es um Tech-Gerüchte geht?

Wie verlässlich ist das Wall Street Journal, wenn es um Tech-Gerüchte geht?

Wir alle lieben und hassen Gerüchte, ohne wären viele Technikmagazine heute wohl nur halb so voll. Viele Gerüchte kommen in diesen Tagen vom “Wall Street Journal” (WSJ). Die Frage ist, wie oft die Zeitung, die sich jeweils auf unterrichtete Personen beruft, mit den Gerüchten eigentlich Recht hat. Laut einer WSJ-Meldung von vergangener Woche etwa verzeichnet Blackberrys neuestes Smartphone Z10 angeblich mehr Retouren als Verkäufe. Der kanadische Hersteller widersprach dem energisch, vermutet eine gezielte Kampagne hinter der Meldung, um den Börsenkurs des Unternehmens in den Keller zu treiben und erwägt nun sogar, die Börsenaufsicht einzuschalten.

Harmloser ist da ein WSJ-Bericht, nach dem Microsoft angeblich an einer eigenen Smart Watch arbeite. Verwunderlich allerdings der Zeitpunkt der Meldung, zumal anderen Herstellern derzeit gleiche Ambitionen nachgesagt werden. Zeit für einen Blick auf die Gerüchte, die das WSJ in den vergangen Monaten veröffentlicht hat, und darauf, wie oft es dabei ins Schwarze traf.

Weiterlesen auf netzwertig.com…

Smartphones für Einsteiger und Schwellenmärkte:
Es muss immer noch billiger gehen

Nokia hat eins, Samsung wechselt seins gerade aus und auch Blackberry wird den Teufel tun, seins den Geiern zu überlassen: Betriebssysteme für Smartphone-Einsteiger, abseits der Hochglanzplattformen Windows Phone, Android und BB10. Es geht um Marktanteile in Schwellenländern. Denn auch dort will man zunehmend Smartphones nutzen. Ein Milliardenmarkt, vorübergehend.

Alt aber vielseitig: Nokias S40 wird 14 Jahre alt. Bilder: Hersteller

Alt aber vielseitig: Nokias S40 wird 14 Jahre alt. Bilder: Hersteller

Ist es schon Smartphone oder noch Feature Phone? Nokias Asha-Linie taucht je nach Meinung der Analysten mal in der einen und mal in der anderen Statistik auf. Fakt ist: Die Geräte kosten fast durchgehend weniger als 100 Euro, haben einen Touchscreen ohne Multitouch. Und Multitasking, wenn man es so nennen kann, ist nur über einen Launcher für drei Hauptfunktionen möglich. Im Hochformat unterstützen Touchscreen-Ashas keine QWERTZ-Tastatur, sondern nur die alte T9-Eingabe. Aber es gibt einen App Store, Apps wie Twitter, Facebook und WhatsApp und Smart-Features für Nutzer ohne Datenvertrag wie Nokia Life+. Nokia setzt hierfür das Altsystem S40 ein, das im Laufe seiner langen Lebensspanne seit 1999 über 1,5 Milliarden Mal ausgeliefert wurde.

Das Alter sieht man der Plattform an. Richtig Spaß wird damit niemand haben, der schon einmal mit einem iPhone oder einem aktuellen Android-Phone gearbeitet hat. Aber immerhin: Die Asha-Linie bietet rudimentäre Smartphone-Funktionen zu Preisen ab 60 Euro, die auch für Menschen mit schmalerem Geldbeutel interessant werden. Eine Preisklasse, in der Nokia zunehmend Besuch bekommt. Mozilla wird ab Sommer dieses Jahres mit Firefox OS dagegen halten. Blackberry-Chef Torsten Heins hat angekündigt, das alte Blackberry 7 für Einstiegsgeräte weiter zu unterstützen. Jolla hebt mit Sailfish OS das alte MeeGo auf die nächste Stufe, plant einen Start zunächst in asiatischen Schwellenmärkten. Der Markt ist umkämpft.

Mobile Systeme für Einsteiger (27 Fotos)
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Blackberry 7 - Auslaufmodell soll in weiteren Geräten zum Einsatz kommen.Blackberry7_2BlackBerry7_3BlackBerry7_4
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Kommentar:
Windows 8 vom Retter zum Totengräber des PCs

Der weltweite PC-Markt erlebt den schlimmsten Einbruch seit Beginn der Aufzeichnungen 1994. Marktforscher IDC selbst sieht Windows 8 als den Hauptschuldigen. Das Desaster wird Folgen haben.

Jetzt eher nicht.

Jetzt eher nicht.

Mit dem Tablet-Boom alleine ist das nicht zu erklären: Die PC-Hersteller verkauften im 1. Quartal des laufenden Jahres 76,3 Millionen PCs und damit 13,9 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Das ergeben die Zahlen der Marktforscher von IDC, die Desktop-PCs, Notebooks, Workstations und auch Hybriden in ihre Statistik einschließen (etwa Geräte mit abnehmbarer Tastatur, solange nicht Android oder iOS darauf installiert ist). Einen derartigen Rückgang haben die Forscher noch nicht erlebt. Die Erwartungen der Analysten (minus 7,7 Prozent) waren schon niedrig, aber sie wurden noch deutlich untertroffen. Es ist ein Desaster, und es ist Windows 8 zuzuschreiben.

IDC-Manager Bob O’Donnell weist die Schuld denn auch direkt Microsofts neuem Betriebssystem zu: “Zu diesem Zeitpunkt sieht es unglücklicherweise so aus, dass der Start von Windows 8 dem PC-Markt nicht nur keinen Auftrieb verschafft, sondern ihn sogar ausgebremst hat.” Es sollte der Spagat zwischen PC und Post-PC werden. Ein neues System, mit dem alles einfacher und besser würde. Statt dessen ist das Gegenteil eingetreten, der Markt gibt Microsoft dafür nun die Quittung und die PC-Hersteller leiden mit.
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