Andreas Göldi

 

Alle 110 Artikel von Andreas Göldi auf neuerdings:

Neue Version von Parallels:
Mac- und Windows-Applikationen endlich vereint

Jetzt wächst zusammen, was eigentlich nicht zusammen gehört. Aber viele wird’s freuen: Mac-User können jetzt Windows-Programme direkt in ihrer gewohnten OS-X-Oberfläche benutzen. Möglich macht das die neue Version der Virtual-Machine-Software Parallels Desktop für Mac OS X, die heute erschienen ist. Bisherige Kunden dürfen sich über einen kostenlosen Upgrade freuen, für Neukunden kostet der Spass ca. $80.

Parallels erlaubt wie bisher auch schon, fremde Betriebssysteme als Virtual Machine unter dem Mac OS laufenzulassen. Der häufigste Anwendungsbereich ist es dabei natürlich, Windows-Applikationen auch unter dem Mac zu benutzen. Aber auch diverse Linux-Varianten und sogar Solaris laufen unter Parallels.

In der neuen Version bietet diese clevere Software nun ein besonders schönes Feature an: Während bisher das Gast-Betriebssystem in einem eigenen Fenster laufen musste, können sich Windows-Applikationen jetzt dank dem Feature “Coherence” nahtlos in die Mac-Oberfläche einfügen.

Parallels1

Parallels1

Etwas gewöhnungsbedürftig, aber sehr praktisch: Mac- und Windows-Applikationen auf dem gleichen Screen

Parallels2

Parallels2

Hand in hand we stand: Sogar auf dem Dock zeigen sich die Programme in einträchtiger Harmonie

Wer also auf dem Mac häufig auf Windows-Applikationen zurückgreifen muss, wird sich darüber sicher freuen, denn das lästige Umschalten zwischen den OS-Fenstern entfällt. Auf etwas Feintuning muss man sich allerdings einstellen. In der Default-Einstellung zeigt Coherence die Windows-Taskleiste (mit dem Start-Button) direkt oberhalb des Mac-Docks an, was ziemlich verwirrend ist. Und wenn auf dem Gast-Windows der Screensaver anspringt, verdunkelt der auch gleich den ganzen Mac-Screen. Aber mit etwas Basteln findet man schnell die richtige Einstellung. Nur die Tastaturbedienung ist manchmal ein Stolperstein: Dass man Dinge auf dem Mac mit Command-C, aber auf dem PC mit Control-C kopiert, vergisst man schnell, wenn alle Fenster so schön vereint auf dem gleichen Desktop zugänglich sind.

Auch sonst hat Parallels Desktop einige angenehme neue Features: Mit dem “Transporter” lassen sich komplette Konfigurationen von alten Windows-PCs einfach eins zu eins auf den Mac überspielen. Da wird der Systemwechsel wirklich einfach gemacht. Endlich werden auch Geräte mit USB 2.0 unterstützt, und auch Vista wird jetzt als Gast-OS berücksichtigt.

Für Mac-User, die auch gern mal die besten Programme aus anderen Betriebssystemwelten nutzen, ist Parallels schon lange unverzichtbar. Und in dieser neuen Version ist die Software nochmal um einiges nützlicher geworden. Für den nächsten Release ist sogar angekündigt, dass Hardware-Beschleunigung für Grafikkarten unterstützt wird, womit Parallels dann auch für Spiele und Multimediaanwendungen nutzbar wird.

Fring:
Skype und Google Talk für Symbian-Handies

Wer mit Skype auch mobil telefonieren will, musste sich bisher ein Windows-Mobile-Gerät kaufen. Die zahlreichen User von Symbian-basierten Mobiltelefonen warten immer noch ungeduldig darauf, dass Skype endlich mal eine Version der VoIP-Software für diese Plattform herausbringt.

Das israelische Startup Fring kommt Skype nun zuvor und legt gleich noch eins drauf: Mit der Software von Fring kann man nämlich nicht nur Skype unterwegs nutzen, sondern auch das Konkurrenzsystem Google Talk. Das spart nicht nur potentiell Telefonkosten, sondern ermöglicht es dem User auch, in diesen Netzen immer sichtbar zu sein — sofern man das will, natürlich.

Screenshot0016-1

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Der Hauptscreen von Fring ist sofort klar verständlich: Die “anwesenden” Kontakte auf Skype, GTalk und Frings eigenem Netz werden mit einem grünen Icon angezeigt, derzeit nicht erreichbare User sind grau dargestellt. Frings Benutzeroberfläche passt sich vollständig der üblichen Symian-Benutzerführung an, und somit ist die Bedienung auch problemlos erlernbar. Ein Kontakt wird einfach angeklickt, und schon geht der Ruf über das jeweilige VoIP-Netz raus.

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Ohrhörer für den iPod:
Die Oberklasse im Vergleichstest, Teil 3

Links zu Teil 1 und Teil 2

In den ersten beiden Teilen dieses Ohrhörer-Tests haben wir unsere Referenzprodukte und die vier Probanden von Etymotic, Altec Lansing, Shure und Ultimate Ears (alle um die 130 Euro) unter die Lupe genommen. Schreiten wir nun zur Urteilsverkündung.

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Zunächst kann man sich mal zu Recht fragen: Lohnt es sich wirklich, sich einen Ohrhörer für 130 Euro anzuschaffen, wenn der daran angehängte iPod nicht mal wesentlich mehr kostet? Klare Antwort: Wenn man Wert auf guten Klang legt, eindeutig ja.

Eine alte Hifi-Faustregel besagt, dass man etwa die Hälfte eines Stereoanlagen-Budgets für die Boxen ausgeben sollte. Bei mobilem Musikgenuss ist das nicht wesentlich anders: Letztlich macht der Kopfhörer die Musik. Natürlich muss jede/r für sich selbst entscheiden, wie viel Geld einem der zusätzliche Klanggenuss wert ist. Auch bei Ohrhörern gilt, was Ökonomen als “abnehmenden Grenznutzen” bezeichnen: Der Qualitätssprung, den man vom Freebie-Stöpsel zum 30-Euro-Sony erlebt, ist massiv. Der nächste Sprung zu den 130-Euro-Produkten ist ebenfalls gross, aber der nächste Schritt zum 250-Euro-Hörer ist eher subtil. Es gibt auch Produkte in dieser Kategorie für weit über 700 Euro, aber da dürfte die Verbesserung pro zusätzlichem Euro ziemlich minimal werden.

Mit tragbaren Geräten ist audiophile Perfektion so oder so eine Illusion: Das datenreduzierte MP3-Format und die eher billigen eingebauten Verstärkerchen verhindern klangliche Höhenflüge so oder so. Aber trotzdem lohnen sich gute Ohrhörer für ernsthaftes Musikhören, und die 130-Euro-Preisklasse scheint einen “Sweet Spot” in der Preis-Leistungs-Kurve darzustellen.

Wer ist nun also der Testsieger in unserem hochkarätig besetzen Feld?

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Ohrhörer für den iPod:
Die Oberklasse im Vergleichstest, Teil 2

Link zu Teil 1

Im ersten Teil unseres Ohrhörertests haben wir unsere Vergleichsreferenzen unter die Lupe genommen, nämlich den Sony MDR-EX71 für 30 Euro und den Etymotic ER-4S für 250 Euro. Nun schauen wir uns an, was unser Testfeld von vier Ohrhörern um die 130 Euro relativ zu diesen beiden Extremen zu bieten hat.

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Der erste Proband stammt ebenfalls von Etymotic Research: Der ER-6i. Das “i” steht natürlich für iPod, denn diese Produktversion ist spezifisch für portable Player optimiert. Das bezieht sich vor allem auf die Verwendbarkeit mit den eher schwachbrüstigen Verstärkern, die in MP3-Playern normalerweise zu finden sind. Den ER-6i gibt es in schwarz oder iPod-konformen Weiss für rund 125 Euro.

Seine Verwandtschaft mit dem grossen Bruder aus dem Hause Etymotic verschweigt der kleine ER-6i keine Sekunde: Die gleichen Isolationsgummis für die Abdichtung gegen Umgebungsgeräusche werden verwendet, und auch die Klangcharakteristik ist vergleichbar. Bassorgien sind nicht die Stärke der Etymotic-Produkte, aber in Sachen Klangdetails macht ihnen keiner der Konkurrenten was vor. Der ER-6i ist diesbezüglich nicht ganz so präzise wie der grosse Bruder, bietet dafür aber etwas mehr Bass. Ein guter Kompromiss, aber insgesamt immer noch sehr auf der hell klingenden Seite.

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Ohrhörer für den iPod:
Die Oberklasse im Vergleichstest, Teil 1

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Wer noch nicht weiss, was er sich zu Weihnachten schenken lassen soll: Eine prima Sache für Musikfreunde sind anständige Kopf- bzw. Ohrhörer zum iPod (oder anderen MP3-Player sonstiger Hersteller). Die allgegenwärtigen weissen Ohrstöpsel, die von Apple zum iPod mitgeliefert werden, sind zwar nicht grottenschlecht, aber bei etwas anspruchsvolleren Hifi-Freunden löst ihre Klangqualität, vorsichtig gesagt, nicht gerade Begeisterungsstürme aus. Wer Musik wirklich auf hohem Niveau geniessen will, kommt nicht um alternative Produkte herum.

Wir testen darum rechtzeitig für den Wunschzettel vier Produkte in der Preisklasse um die 130 Euro, die den Musikgenuss deutlich erhöhen. Um rauszufinden, ob sich der finanzielle Aufwand wirklich lohnt, vergleichen wir diese Probanden mit einem Produkt in der 30-Euro-Klasse und einem High-End-Ohrstöpsel in der 250-Euro-Liga.

Die getesteten Produkte sind:

  • Etymotic Research ER 6i
  • Shure E 3c
  • Ultimate Ears super.fi 3 studio
  • Altec Lansing im616

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Microsoft Zune tut sich scheinbar schwer

200612021957Wenige Wochen vor Weihnachten wird immer klarer: Microsofts neuer Musikplayer Zune wird kein Verkaufsschlager. Dafür kriegt man ihn manchmal überraschend in Pink aufgedrückt.

Als Microsoft vor Monaten den vermeintlichen iPod-Konkurrenten Zune ankündigte, waren die Erwartungen gross. Schliesslich war es ein reichlich radikaler Schritt weg vom alten Microsoft-Konzept der Zusammenarbeit mit anderen Herstellern von MP3-Playern, hin zum geschlossenen System, das vom Prinzip her fast 1:1 von Apple kopiert wurde. Die Gerüchte überschlugen sich, viele erhofften sich endlich eine starke Konkurrenz zum übermächtigen iPod. Aber je mehr Details bekannt wurden, umso grösser wurde die Ernüchterung: Die WiFi-Fähigkeiten entpuppten sich als limitiert auf den Musikaustausch zwischen Zune-Geräten; mit direktem Internet-Zugang war nichts. Dass Microsoft den umsteigenden iPod-Usern angeblich die bei Apple gekauften Musikstücke im Zune-Format schenken würde, stellte sich als Falschmeldung heraus. Das Gerät selbst war auch noch grösser als ein gleichwertig ausgestatteter iPod, und während man sich über das Design immer streiten kann, habe ich noch niemanden getroffen, der den Zune schöner fände. Ach ja, und in Europa wird der Zune auch noch einige Zeit lang nicht erhältlich sein.

Zu allem Überfluss erhielt auch ausgesprochen diejenige Komponente die vernichtendsten Kritiken, in der Microsoft eigentlich glänzen müsste: Die Software. Offenbar ist es ein echtes Problem, den Zune zum Synchronisieren mit dem PC zu bewegen. Und die Zune-Software läuft ohne Update noch nicht mal unter Microsofts neuem Windows Vista. Peinlich.

Wie stark das alles die Zune-Verkäufe negativ beeinflussen wird, bleibt abzuwarten. Eins ist aber klar: Dem iPod wird der Zune bei weitem nicht gefährlich. Während der neue Player in seiner ersten Verkaufswoche in den USA immerhin die Nummer 2 hinter dem iPod erreichte, scheinen die Verkäufe jetzt ziemlich einzubrechen. In der Elektronik-Verkaufsstatistik von Amazon.com steht der Zune heute gerade mal auf Platz 66, weit abgeschlagen hinter den Konkurrenzmodellen von Apple, Creative und SanDisk.

Wer denkt, dass sich der Zune vielleicht wenigstens offline in Ladengeschäften gut verkauft, könnte sich arg täuschen. Letzte Woche, am “Black Friday”, dem grössten Shoppingtag im amerikanischen Kalender, habe ich mir in einer grossen Mall in Dallas, Texas, mal die Präsenz der beiden Produktfamilien angeschaut.
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Mein Mac (oder PC) ist jetzt auch ein 100-Dollar-Laptop

Das 100-Dollar-Laptop-Projekt, auch bekannt als “One Laptop per Child” (OLPC) ist eines der meistdiskutierten Vorhaben überhaupt in der IT-Branche. Der Gründer des MIT Media Lab, Nicholas Negroponte, will Entwicklungsländer mit billigen Laptops ausstatten, die Schulkindern zur Verfügung stehen sollen. Damit will man den Rückstand der ärmeren Länder in Bezug auf moderne Ausbildung zumindest ein wenig aufholen. Neuerdings.com hat neulich schon über das Design der 100-Dollar-Laptops berichtet.

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Wer auch mal die Software dieser völlig neuartigen Geräte ausprobieren will, muss nicht warten, bis womöglich die ersten Exemplare auf Ebay auftauchen. Da der OLPC unter Linux läuft, kann man das Betriebssystem auf jedem Intel-Mac oder PC installieren, am einfachsten mit Virtual-Machine-Software.
Wir haben die OLPC-Software auf einem Mac mit der Virtual-Machine-Software Parallels ausprobiert. Um das OLPC-Paket, das auf der Linux-Distribution Fedora (mit ein paar Red-Hat-Komponenten) basiert, zum Laufen zu bringen, sind ein paar Konfigurationsbasteleien nötig, aber die Beschreibung auf der OLPC-Website ist ausreichend genau. Das gleiche läuft auch auf jeder Windows- oder Linux-Maschine.

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MacBook Pro im Test, Teil 5:
Windows auf dem Mac

Links zu Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4 | zum Überblick
Apples Umstieg auf Intel-Prozessoren bringt nicht nur Geschwindigkeitsgewinne für die Mac-Welt, sondern vor allem auch grosse Flexibilität, was Betriebssysteme angeht. Das MacBook Pro ist diesbezüglich vermutlich derzeit das universellste Notebook auf dem Markt. Nicht nur Mac OS, sondern auch Windows und Linux laufen auf der Maschine.

Mit anderen Worten: Es gibt mit dieser Maschine keinen Grund mehr für Betriebssystem-Religionskriege. Alle Systeme können coexistieren, jedes kann das Beste aus seiner Welt einbringen, die perfekte Harmonie der Betriebssysteme wird endlich Wirklichkeit (hier jetzt gedanklich bitte Harmoniemusik einspielen, “Ebony and Ivory” oder so).

Um das MacBook Pro unter Windows laufen zu lassen, gibt es zwei grundsätzlich verschiedene Varianten.

Die Software Boot Camp von Apple (offiziell immer noch in der Beta-Phase) erlaubt die native Installation von Windows XP. Boot Camp sorgt für die Harddisk-Partitionierung, liefert die nötigen Treiber mit und installiert das Bootmenü, mit dem der User auswählen kann, welches Betriebssystem es denn heute bitte sein darf. Gesorgt wird auch für die Anpassung der alten BIOS-Schnittstelle von Windows auf den modernen EFI-Standard, den das MacBook Pro verwendet. Das eigentliche Windows-Betriebssystem muss man allerdings selber mitbringen, das gibt es nicht von Apple.

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MacBook Pro im Test, Teil 6:
Das Fazit

Links zu Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5 | zum Überblick

Wie im ersten Teil beschrieben, bin ich ein Umsteiger vom Windows-PC auf den Mac. Was sind nun die grössten Vor- und Nachteile dieser anderen Welt?Fangen wir mit dem Positiven an. Da wäre zum Beispiel die Qualität der Hardware. Zwar werden in Macs inzwischen auch nur die mehr oder weniger gleichen Grundkomponenten verbaut wie in Windows-PCs auch, aber das Gesamtpaket kann mehr überzeugen, und das nicht nur wegen dem schönen Design. Es gibt viele gelungene Details, die die tägliche Arbeit erleichtern. Auch der Formfaktor ist angenehm. Der Kompromiss zwischen Leistung und Portabilität ist durchaus gelungen. Das 15-Zoll-MacBook Pro ist sicher kein ultraportables Subnotebook, aber weist doch noch brauchbare Dimensionen auf.

Mac OS X ist eins der modernsten Betriebssysteme überhaupt, und da es jetzt schon im vierten Release vorliegt (und bald im fünften) auch eines der ausgereiftesten und stabilsten. Man lernt als Windows-Nutzer sehr schnell die Vorteile der etwas andersartigen Benutzeroberfläche schätzen. Auch hier zeigt sich wieder die Liebe zum Detail. Schriften werden beispielsweise durchgängig mit Anti-Aliasing (Entfernung der “Pixel-Treppchen”) dargestellt, was die Lesbarkeit von Text erheblich verbessert. Das beherrscht die PC-Welt längst nicht in vergleichbarer Form.

Die mitgelieferten Applikationen decken als Teil des Gesamtpakets viele der wichtigsten Funktionalitäten ab, und damit spart man unter dem Strich gegenüber einer vergleichbar ausgerüsteten Windows-Maschine vielleicht sogar Geld, sicher aber viel Installationsaufwand. Überhaupt ist es schön, wie sorgfältig die Mac-Welt mit der Zeit der User umgeht. Wenn ich bedenke, wie viel Zeit ich schon mit Installationsprogrammen unter Windows verschwendet habe, wirkt die Drag & Drop-Installation von kompletten Applikationen auf dem Mac geradezu als Erlösung.

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MacBook Pro im Test, Teil 4:
Applikationen

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Ein neuer Mac wird mit einer recht beeindruckenden Palette an vorinstallierter Software geliefert. Gerade für den Einsatz als Heimcomputer ist das ein schöner Vorteil. Gleich aus der Schachtel hat man sehr vernünftige Applikationen für praktisch alle wesentlichen Einsatzbereiche. Windows macht da vergleichsweise eine schwächere Figur, aber fairerweise muss man auch sagen, dass Microsoft immer gleich verklagt wird, wenn man dort mal ein paar Applikationen mit dem Betriebssystem bündeln will.

Legen wir also los mit einem Überblick über die Mac-Applikationswelt: Zunächst mal gibt es da das Programm Mail für, na ja, e-Mail halt, iCal für die Kalenderverwaltung und Address Book für die Kontakte. Alles recht gelungene Applikationen, die für den Hausgebrauch allemal reichen. Wer mehr Integration und Power will, muss zum Outlook-Äquivalent Entourage von Microsoft greifen (mehr dazu weiter unten).

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Für die Fotoverwaltung und -bearbeitung gibt es iPhoto. Dieses Programm geht erheblich über die in Windows eingebauten Fotofunktionalitäten hinaus und ist am ehesten mit der neuen Version von Picasa vergleichbar. iPhoto hat in der Mac-Szene keinen besonders guten Ruf, weil es in den ersten Versionen arg langsam war. Das hat sich in der aktuellen Fassung stark gebessert, aber für grössere Fotosammlungen sollte man trotzdem reichlich RAM haben. Oder viel Geduld. Die Applikation enthält die wichtigsten Bearbeitungsfunktionen und eine Vielzahl von Verwertungsfunktionalitäten: Schöne Slideshows, Glückwunschkarten, Kalender und Fotobücher lassen sich mit iPhoto produzieren. Interessant ist die Photocast-Funktion: Damit werden neue Fotos automatisch auf dem Web publiziert, und interessierte (Familien-)Kreise können sich per RSS abonnieren. iPhoto sieht ausserdem Plug-ins vor, so dass auch Funktionalitäten von Drittherstellern eingebunden werden können. Die Publikation von Fotos auf Diensten wie Flickr wird so elegant gelöst.

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