Alle 108 Artikel von Andreas Göldi auf neuerdings.com:
Seit genau einem Monat ist das Apple iPhone jetzt in den USA auf dem Markt. Am Erscheinungswochenende haben wir das gehypte Handy bereits ausführlich getestet. Aber wie bewährt sich das iPhone nach einem Monat Nutzung in der realen Welt?
Zum Teil I von II
Die Anwendungen sind stabil und reichen für den Alltag, aber Poweruser werden viele Funktionen vermissen; die Kamera ist kein grosser Wurf und ihre Bilder höchstens als Doku-Schnappschüsse zu gebrauchen. Die Tastatur wird nach einer Eingewöhnungsphase zum schnellen Hackbrett (allerdings nur für eine Hand), aber die fehlende Fremdsprachen-Unterstützung nervt ebenso wie die Absenz der Copy/Paste Funktionalität.
Im Fazit kommen wir aber dennoch zum Schluss, dass es sich wie erwartet um ein herausragendes Gerät mit umwerfendem Design und vielen Hingucker-effekten handelt, das in Punkto Surfen und Mailen, aber auch Bedienung Massstäbe setzt.
Die Details:
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Seit genau einem Monat ist das Apple iPhone jetzt in den USA auf dem Markt. Am Erscheinungswochenende haben wir das viel gehypte Handy bereits ausführlich getestet. Aber wie bewährt sich das iPhone nach einem Monat Nutzung in der realen Welt?

Es war zu erwarten: Nach der ersten Begeisterung über das iPhone stellt sich an verschiedenen Fronten eine gewisse Ernüchterung oder zumindest realistischere Einschätzung ein. Die von Apple kommunizierten tatsächlichen Verkaufszahlen für das erste Wochenende (270′000 Stück) sind zwar im Vergleich zu anderen Produkten beeindruckend, liegen aber deutlich unter den von einigen Analysten geschätzten Phantasiezahlen. Erste Usabilitytests haben ergeben, dass die Bedienung des iPhone tatsächlich einfacher zu erlernen ist als die anderer Smartphones, und dass die Benutzer darum auch mehr Features nutzen. Aber gleichzeitig bemängelten die User auch viele Schwächen, auf die wir in unseren Tests auch schon hingewiesen hatten.
Bekanntlich stellt sich bei den meisten Geräten ja erst nach einiger Zeit heraus, wie gut sie wirklich sind. Die anfangs faszinierenden neuen Features erweisen sich teilweise als doch nicht so relevant, dafür nerven kleine Schwächen im täglichen Einsatz umso mehr. Beim iPhone ist das nicht anders. Im Gegenteil: Da das völlig neuartige Userinterface so faszinierend ist, blickt man erst mit der Zeit wirklich hinter die Fassade der hübschen Oberfläche.
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Neues aus der Gerüchteküche: Einige Fachjournalisten vermuten, dass Apple dem iPhone UMTS/3G-Fähigkeiten bereits in der Hardware mitgegeben hat und nur noch per Software aktivieren muss — beispielsweise als nettes Weihnachsgeschenk.
Vor dem Verkausstart jagten sich die Gerüchte darüber, was das iPhone alles können wird. Nun wissen wir es ja eigentlich, aber das reduziert die Spekulationen keineswegs. Wall-Street-Journal-Journalist Walt Mossberg, der normalerweise sehr gute Beziehungen zu Apple hat, mutmasst bereits, dass bald schon Flash-Fähigkeiten nachgeliefert werden könnten. Und die weltweite Hacker-Community vergnügt sich damit, ein Detail der iPhone-Software nach dem anderen aufzudecken, um dem grossen Ziel des SIM-Karten-Unlocking näherzukommen.
Der Spekulationswelle die Krone setzt nun der bekannte IT-Kolumnist Robert X. Cringely auf. Er vermutet, dass das iPhone eigentlich schon längst schnellen Datenverkehr beherrscht, aber dass Apple dieses Feature erst noch in der Software aktivieren muss.
Aber ist das überhaupt möglich? Nehmen wir diese Behauptung mal unter die Lupe.
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Langsam werden die iPhone-Erfolgsmeldungen ja schon ziemlich eintönig. Das neuste Gerücht besagt, dass schon über eine Million der Apple-Telefone in Betrieb sind.
Das Blog waitingforiphone.com meldet, dass AT&T bereits über eine Million iPhones aktiviert hat. Die Meldung beruft sich hierbei auf einen anonym bleibenden Mitarbeiter des Mobilfunkanbieters. Trotz der inoffiziellen Quelle ist die Meldung durchaus konsistent mit Analystenschätzungen, die vor einigen Tagen bereits die Runde machten.
Diese Zahl würde bedeuten, dass vom iPhone in sechs Tagen erheblich mehr Stück verkauft wurden als vom bisher erfolgreichsten Telefon (dem Motorola RAZR) im ganzen ersten Monat. Dem Börsenkurs von Apple schadet’s nicht: Heute gewann die Aktie schon wieder 3%.
Weiterhin unklar ist, welche Anbieter das iPhone in Europa vertreiben werden. Die aktuellsten Gerüchte besagen, dass das Gerät im November nur in Deutschland (T-Mobile), Grossbritannien (O2) und Frankreich (Orange) erscheinen wird. Schweizer und Österreicher müssen sich aller Voraussicht nach also leider noch bis nächstes Jahr gedulden.
Gerade hat Apple die täglich neue Verfügbarkeitsliste für das iPhone aktualisiert. Ergebnis: Kein Apple-Store in den USA hat mehr eins.
Ein Augenschein heute im grössten Apple-Store der Region Boston zeigte noch heftige Verkaufsaktivitäten anlässlich des Feiertags in den USA (Independence Day). Zum Zeitpunkt meines Besuchs ging etwa ein iPhone alle 2 Minuten über den Ladentisch, aber auch da war nur noch die 4GB-Version erhältlich. Man darf davon ausgehen, dass auch die von Anfang an mit geringen Stückzahlen ausgestatteten AT&T-Läden längst nichts mehr am Lager haben.
Damit müssen sich amerikanische iPhone-Interessenten nun mindestens zwei bis vier Wochen gedulden, denn so lange dauert die Auslieferung für online bestellte iPhones.
Darüber, wie viele iPhones Apple seit dem Launch am Freitag verkauft hat, gehen die Schätzungen weiterhin auseinander. Aber dass Apples Profitmargen auf dem iPhone ersten Analysen zufolge sehr satt zu sein scheinen, hat dem Börsenkurs allemal gut getan. Allein gestern hat die Apple-Aktie fast 5% dazugewonnen.
Wohl kaum je wurde ein Gadget mit höheren Erwartungen herbeigesehnt als das Apple iPhone. Eigentlich war es fast unmöglich, diese enormen Hoffnungen zu erfüllen, und doch waren am Ende die meisten Testberichte mehrheitlich positiv. Im letzten Teil unseres Tests fassen wir zusammen, was das iPhone bietet und eben auch nicht bietet und fragen uns: Wer sollte es kaufen, wenn es nach Europa kommt?
Die Korrespondenten von neuerdings.com haben sich inzwischen wieder vom New-Gadget-Rausch erholt und haben auch schon erste weniger begeisternde Erfahrungen mit dem brandneuen iPhone gemacht. Zeit für ein möglichst nüchternes Fazit, was angesichts des weiter anhaltenden Hypes nicht leicht fällt. Einigen Quellen zufolge hat Apple am ersten Wochenende 700′000 iPhones verkauft, während andere Schätzung aber nur von ca. 300′000 sprechen. So oder so ist das vermutlich die erfolgreichste Gadget-Einführung der Geschichte.

Erfahrungsgemäss mögen die meisten Leute ihr Handy nicht besonders, da es kompliziert zu bedienen und in den meisten Fällen auch noch relativ hässlich ist. iPod-Besitzer hingegen lieben ihren Medienplayer meistens, weil er so schick aussieht und problemlos funktioniert. Das iPhone hat den Anspruch, der iPod unter den Mobiltelefonen zu werden, also das erste Handy, das nicht nur leistungsfähig ist, sondern auch ästhetisch gefällt und wirklich einfach zu bedienen ist.
Und dieses Versprechen löst das iPhone durchaus ein. Der iPod ist nicht der featurereichste MP3-Player auf dem Markt, und genauso ist das iPhone nicht das am besten ausgestattete Telefon. Aber die revolutionäre Benutzeroberfläche, der exzellente Webbrowser und die hervorragenden Multimedia-Features machen das iPhone ganz klar zu einer Klasse für sich. Und das meinen wir im positiven wie auch im negativen Sinn.
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Das iPhone ist drei Geräte in einem, liess uns Apple bei der Produktvorstellung wissen: ein iPod, ein Telefon und … ein revolutionäres Internet-Device. Auf dem iPhone läuft nicht irgendein abgespeckter Telefonbrowser, sondern eine angepasste Version von Apples Safari. Schauen wir uns mal an, was der Benutzer davon hat.
Die Mobiltelefonbranche versucht seit Jahren, den Kunden die Segnung des mobilen Internet-Zugangs näherzubringen. Schliesslich will man Geld an Datenverkehr, Inhalten und “Mobile Commerce” verdienen. Zuerst war da das komplett gefloppte WAP, dann orientierte man sich an den Japanern mit ihrem iMode-Erfolg und schwenkte zu HTML über. Heute haben die meisten Smartphones einen HTML-fähigen Browser, der oft aber sehr eingeschränkt ist. Nur wenige Modelle unterstützen beispielsweise JavaScript.
Das iPhone will das komplett ändern und stellt erstmals einen Browser in einem Mobiltelefon vor, der ein direkter Abkömmling eines Desktop-Browsers ist. Das iPhone verwendet eine adaptierte Version von Apples Safari. Nun kann man von Safari halten, was man will (ich persönlich bin Mac-, aber nicht Safari-Fan), aber das ist allemal besser als die bisherigen Browserkrücken in den anderen Smartphones.
Und tatsächlich, schon die ersten Erfahrungen mit dem iPhone-Safari sind bestechend: Auch komplexe Homepages werden einwandfrei gelayoutet wiedergegeben, wenn auch natürlich deutlich verkleinert.

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Das iPhone wird bisher nur von AT&T vertrieben und läuft nur auf dem Netz dieses Operators. Da liegt die Frage natürlich nahe, wie sich das iPhone verhält, wenn man eine andere SIM-Karte reinsteckt. Wir haben das ausprobiert.
Die SIM-Karte aus dem iPhone zu entfernen, ist ausgesprochen simpel: Man steckt das Ende einer Büroklammer in das kleine Loch neben dem SIM-Slot an der Oberseite des Geräts, und schon schiebt sie sich raus. Das ist also ähnlich wie beim Treo, aber erheblich einfacher als bei den meisten anderen Telefonen.

Die mitgelieferte AT&T-SIM trägt ironischerweise ein “3G”-Logo. Ob das ein versteckter Hinweis auf eine spätere Öffnung zum schnelleren Funknetz oder nur ein Zufall ist, sei mal dahingestellt.
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Ach, fast hätten wir’s vergessen: Das iPhone ist natürlich auch ein Telefon. Und zwar eins, das mit ein paar sehr innovativen neuen Ansätzen aufwartet.
Immer wieder bin ich beim Testen neuer Mobiltelefone (und besonders Smartphones) verblüfft, wie kompliziert und umständlich man einen eigentlich einfachen Vorgang wie Telefonieren doch machen kann. Da muss man sich oft durch mehrere Menüstufen quälen, nur um eine einfache Telefonnummer zu finden. Und von Voicemail wollen wir gar nicht erst reden, das ist sowieso eine Geissel der Menschheit…
Auch hier will Apple gern Linderung verschaffen. Die eigentlichen Telefonfunktionen des iPhone sind nicht revolutionär, aber sehr geradlinig umgesetzt und komfortabel zu bedienen. Aber bei der Voicemail geht Apple wirklich ganz neue Wege. Für intensive Voicemail-User ist das iPhone möglicherweise das perfekte Gerät schlechthin.

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Fast alle halbwegs anständigen Mobiltelefone bieten heutzutage E-Mail, eine Kalenderfunktion und ein Kontaktverzeichnis, das sich mehr oder weniger gut auch mit dem PC synchronisieren lässt. Da will das iPhone natürlich nicht zurückstehen, zumal es im Preisbereich der besten Smartphones angesiedelt ist. In diesem Teil nehmen wir die eher businessbezogenen Funktionalitäten unter die Lupe.
Eins hat Apple von anfang an deutlich gesagt: Das iPhone will nicht dem Blackberry den Titel des erfolgreichsten Business-Mobiltelefons streitig machen. Dafür ist das Featureset auch falsch priorisiert. Und doch will Apple denjenigen, die das iPhone zumindest teilweise auch im beruflichen Alltag nutzen, etwas bieten.
E-Mail
Beim Synchronisieren mit einem Mac übernimmt das iPhone gleich die Kontoeinstellung vom Mac-Mailprogramm, auf Windows diejenigen aus Outlook. Das ist durchaus praktisch. Später lassen sich noch manuell weitere Konten hinzufügen. Das iPhone kann problemlos mehrere Mailkonten gleichzeitig handhaben.

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