Flip Band:
Das nicht-smarte Anti-Wearable

Wearables wie Smartwatches und Fitness-Armbändern sagt man eine rosige Zukunft voraus. Ein Trend, auf den „Flip Band“ aufspringt. Allerdings ist das Crowdfunding-Projekt weder „smart“ noch sonderlich innovativ – aber trotzdem schon ein Erfolg. Seltsam, oder?

Flip Band (Bild: Victor Mathieux)

Flip Band (Bild: Victor Mathieux)

 

Jeder Mensch hat Vorsätze. Gerade ein Jahreswechsel ist die Hoch-Zeit der Versprechungen: mehr Sport, weniger Nikoton, mehr Freizeit, weniger Stress, gute Ernährung statt Fastfood. Die Liste ist lang, die Vorhaben groß – doch wie oft werden sie gehalten? Wenn man ehrlich ist: Vorsätze sind da, um gebrochen zu werden.

Der US-Amerikaner Victor Mathieux arbeitet laut eigenen Angaben seit fünf Jahren an einer Lösung, wie man Menschen dazu ermuntern kann, ihre Vorsätze zu halten. Sein Ergebnis ist nun da: Flip Band.

Flip Band
Flip Band (Bild: Victor Mathieux)Flip Band (Bild: Victor Mathieux)Flip Band (Bild: Victor Mathieux)a84b12128978954db467ae5151184562_large
Flip Band (Bild: Victor Mathieux)Flip Band (Bild: Victor Mathieux)

Keinerlei Technik

Das Flip Band ist wasserfest, hat eine unbegrenzt lange Laufzeit, kommuniziert nicht mit dem Smartphone, misst nicht den Pulsschlag und nimmt auch sonst keinerlei persönliche Daten auf. Ja, es ist komplett Technik-frei. Denn bei Flip Band handelt es sich um ein simples Gummiarmband.

Das einzig Besondere an der Erfindung von Mr. Mathieux ist, dass das Band zwei farblich unterschiedliche Seiten besitzt. Auf der einen Seite steht mit Weiß auf Schwarz „Flip Me!“. In diesem Zustand soll man es tragen, wenn man sich etwas vornimmt. Hat man das erledigt, wird das Flip Band auf die grüne Seite gedreht, auf der ein weißes Häckchen aufgedruckt ist.

Ein Statment? Oder ein Scherz?

Das war’s. Mehr kann Flip Band nicht. Also ein Scherz der nicht ernst genommen werden kann? Ein potentieller Flop? Mitnichten. Auf Kickstarter wird gerade nach finanziellen Unterstützern für das Projekt geworben – und das mit Erfolg! Das angepeilte Crowdfunding-Ziel von 7.500 US-Dollar (zirka 6.340 Euro), die bis zum 9. Februar zusammenkommen sollten, wurde bereits weit überschritten.

Manch einer mag deswegen nun den Kopf schütteln. Das kann ich nachvollziehen. Denn Flip Band ist ein zweifarbiges Gummiband – nicht mehr. Warum sollte man so etwas finanziell unterstützen?

Vielleicht, weil die Idee dahinter zählt. Auf simple Art und Weise wird daran erinnert, dass man sich ein Ziel gesetzt hat, das eingehalten werden sollte. Und das ganz ohne technischen Schnickschnack. Das Flip Band ist quasi ein Anti-Wearble. Ein Statement, dass man auch im Jahr 2015 ohne Smartphones und alles überwachende Gadgets leben kann.

Ob einem das Konzept umgerechnet 16 Euro wert ist, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Sollte die Antwort positiv ausfallen, so kann auf Kickstarter das Flip Band erstanden werden.

 

 

Jürgen Kroder

Jürgen Kroder ist freier Journalist für diverse Technik- & Gadget-Webseiten (beispielsweise neuerdings.com, BASICthinking.de oder n-droid.de), Chefredakteur von Spielesnacks.de, Gast-Dozent, eBook-Autor sowie Berater für Software- und Medienfirmen.

Mehr lesen

SnapPower Charger: Der USB-Anschluss an der Steckdose

27.4.2015, 12 KommentareSnapPower Charger:
Der USB-Anschluss an der Steckdose

Wenn ein Crowdfunding-Projekt innerhalb kurzer Zeit überfinanziert ist, dann muss es sich dabei um eine revolutionär neuartige Erfindung handeln, oder? Nicht unbedingt. Im Fall von SnapPower Charger ist die Idee simpel, aber pfiffig.

Nanoheat Mug: Eine Kaffeetasse, die drahtlos den Kaffee warm hält

26.4.2015, 4 KommentareNanoheat Mug:
Eine Kaffeetasse, die drahtlos den Kaffee warm hält

Kein Kabelwirrwarr beim Genuss seines warmen Kaffees: Die Nanoheat Mug hält mit einem starken Akku das Bohnengebräu auf der richtigen Temperatur. Dafür wollen die Entwickler eine stattliche Summe über Crowdfunding einsammeln.

Omnio Rider: Der Kinderwagen-Buggy, der auf den Rücken passt

22.4.2015, 0 KommentareOmnio Rider:
Der Kinderwagen-Buggy, der auf den Rücken passt

Dieses Crowdfunding-Projekt ist zwar nicht die größte Entwicklung seit der Erfindung des Rades, aber trotzdem sehr praktisch. Der bereits mit einem Innovations-Award ausgezeichnte Kinder-Sportwagen lässt sich nämlich auf dem Rücken tragen.

Ottobox: Steckdosen mit smarten Funktionen nachrüsten

5.5.2015, 4 KommentareOttobox:
Steckdosen mit smarten Funktionen nachrüsten

Das Smart Home ist einer der Trends der Zukunft. Einen Haushalt soll man mit Ottobox schnell nachrüsten können, indem man Steckdosen mit einer Art Adapter versieht.

SnapPower Charger: Der USB-Anschluss an der Steckdose

27.4.2015, 12 KommentareSnapPower Charger:
Der USB-Anschluss an der Steckdose

Wenn ein Crowdfunding-Projekt innerhalb kurzer Zeit überfinanziert ist, dann muss es sich dabei um eine revolutionär neuartige Erfindung handeln, oder? Nicht unbedingt. Im Fall von SnapPower Charger ist die Idee simpel, aber pfiffig.

Nanoheat Mug: Eine Kaffeetasse, die drahtlos den Kaffee warm hält

26.4.2015, 4 KommentareNanoheat Mug:
Eine Kaffeetasse, die drahtlos den Kaffee warm hält

Kein Kabelwirrwarr beim Genuss seines warmen Kaffees: Die Nanoheat Mug hält mit einem starken Akku das Bohnengebräu auf der richtigen Temperatur. Dafür wollen die Entwickler eine stattliche Summe über Crowdfunding einsammeln.

Cubi: Smartwatch-Communicator für Kids

12.2.2015, 1 KommentareCubi:
Smartwatch-Communicator für Kids

Wearables sind der Trend der Gegenwart und Zukunft, daran gibt es keinen Zweifel. Logisch, dass die Anzahl beispielsweise an Smartwatches auch für Kinder langsam wächst. Ein neuer Vertreter nennt sich Cubi.

Link: Der Medienserver fürs Handgelenk

20.1.2015, 3 KommentareLink:
Der Medienserver fürs Handgelenk

Link ist ein Mediaserver, der am Handgelenk getragen wird. Bis zu 1TB Speicherplatz auf SSD soll er bereitstellen können. Die Inhalte können kabellos an alle möglichen Geräte gestreamt werden. Mit Link soll man laut seinen Entwicklern iTunes-Dateien auf Android Geräten abspielen können, Windows Filme auf dem iPad abspielen und alle gespeicherten Daten auf jedem Gerät ansehen können, das man benutzt.

9.1.2015, 2 KommentareMontblanc TimeWalker Urban Speed e-Strap:
Die Smartwatch im Armband

Montblanc, der deutsche Hersteller hochwertiger Uhren und Schreibgeräte, bietet mit dem Montblanc e-Strap aber nun die Möglichkeit eine analoge Armbanduhr mit den Funktionen einer Smartwatch zu ergänzen.

2 Kommentare

  1. für 12 Euro gibts zwei Bänder. Also laut Seite.

  2. Ist ja nicht das erste erfolgreiche Gummiband, im Gegensatz zu irgendwelchen Energiebändern wirbt dieses wenigstens nicht mit irgendwelchen Wunderkräften^^

Kommentar schreiben

Wir sind sehr an einer offenen Diskussion interessiert, behalten uns aber vor, beleidigende Kommentare sowie solche, die offensichtlich zwecks Suchmaschinenoptimierung abgegeben werden, zu editieren oder zu löschen.

* Pflichtfelder

  • Sponsoren:


  • Neueste Artikel

  • Newsletter

    Jeden Freitag stellen wir für euch die sieben spannendsten Gadgets und Artikel der Woche zusammen.

    Pflichtfelder
    OK
    Bitte füllen Sie das Feld "E-Mail-Adresse" aus.
    Bitte treffen Sie eine Wahl im Feld "Auswahl".
    OK
    Bitte geben Sie Ihren Vornamen ein.
    OK
    Bitte geben Sie Ihren Nachnamen ein.
  • Neueste Tests