High End 2014:
Besserer Sound unterwegs

Die klassische HiFi-Anlage zu Hause im Wohnzimmer leidet darunter, dass ihr Besitzer dort nur am Abend und am Wochenende sein kann – und dann die Familie eventuell lieber fernsehen will. Musik unterwegs ist daher immer mehr gefragt – ín bester Qualität.

Hingucker auf der High End. (Bilder: W.D.Roth)

Hingucker auf der High End. (Bilder: W.D.Roth)

Eine nicht ganz billige Option, Musik unterwegs zu hören, ist es, eine kleine Band mit sich zu führen. Solche traten auf der Messe High End wieder zahlreich auf, wobei sich allerdings 2014 eine nachträglich eine Nicht-Berichterstattung erbat, weil sie mit ihrem Auftritt selbst nicht ganz zufrieden war. Deshalb gibt es diesmal keine Klassik und keine Blasmusik zu sehen, aber Jazz mit Noten und E-Gitarre:

High End
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Der Normalbürger kann jedoch keine ganze Band in seinem Auto unterbringen – oder ist Bahnfahrer. Für diese Klientel wurden selbstverständlich geeignetere elektronische Beschallungslösungen gezeigt.

“High End on Wheels”

Zunächst einmal für des Deutschen liebstes Kind, dem Blecheimer auf Rädern, dem Auto: Diesem war die Sonderausstellung “High End on Wheels” gewidmet. Auf Englisch betitelt, weil es nicht nach “Essen auf Rädern” klingen sollte, wie der Veranstalter gestand. Aber auch nur logisch, wenn doch die Hauptveranstaltung High End selbst schon Englisch nutzt.

Der Deutsche verbringe mittlerweile durchschnittlich mehr als 90 Minuten am Tag im Auto und habe dort eher die Möglichkeit, ungestört Musik zu hören als zuhause, so die Begründung, dieses frühere “Radau-Segment”, das eher auf Tuner-Messen ausgestellt wurde, inzwischen auf der High End ernst zu nehmen. Dabei ist ein Auto akustisch kein guter Abhörplatz, infolge der Fahrtgeräusche und des begrenzen Platzes. Allerdings liegen dafür die Hörplätze im Gegensatz zum Wohnzimmer fest.

Drei Edel-Karossen von Mercedes und Porsche mit Burmester-Innenleben, ein Lamborghini mit Revox-Ausstattung und ein Jaguar mit Meridien von Audio Reference wurden gezeigt. Die Ausstattung dieser Luxus-Autos mit High-End-Anlagen vertuscht jedoch das Problem, dass Gebrauchtwagenkäufer – ob nun Lamborghini oder Audi – bei der Tonverbesserung immer mehr außen vor bleiben: Die Autohersteller wollen teure, maßgeschneiderte Einbauten mit Neuwagen verkaufen – es ist praktisch nicht mehr möglich, seine Wunschanlage später selbst einbauen zu lassen. Die “integrierten Armaturenbretter” moderner Pkw ohne DIN-Einbauschacht verhindern dies.

Musikgenuss für unterwegs

Bahnfahrer müssen auf Surround-Lautsprecher zwar verzichten, doch bleibt ihnen damit auch deren Einbau erspart. Ohrbohrer, MP3 und Smartphone sind hier die übliche Wahl der Beschallungs-Waffen. Das ist nicht jedem gut genug – Neil Young will deshalb ja seinen selbst konzipierten “Pono-Player” herausbringen, dem je nach Veranlagung des Hörers jedoch wahlweise ein h oder ein r im Namen fehlen…

Man muss jedoch nicht auf die Neil-Young-Wundermaschine warten. Bereits lieferbar sind die “HiFiMAN” Flash-Spieler von Sieveking Sound, die Audiodateien mit bis zu 32 Bit Auflösung auf bis zu 2 TB großen SDXC-Flash-Speicherkarte ablegen können und so ohne Festplatten auskommen. Das Einstiegsmodell HM-700 mit nur 82 g kostet 260 Euro, das Spitzenmodell HM-901 mit zwei 32-Bit-Sabre-DACs 1.000 Euro.

Ultrasone präsentiert mit der Edition 5 dazu passend nicht nur handgefertigte, geschlossene Manufaktur-Kopfhörer, sondern auch ein patentiertes Verfahren, das die Reflektionen im Ohr dazu nutzt, dass der Klang nicht mehr mitten im Kopf erscheint, sondern – wie vom Lautsprecherbetrieb und Konzert gewohnt – von vorne. Oder von hinten, wenn man – wie der Autor – den Kopfhörer erst einmal falsch herum aufsetzt…

Wer doch bei seinem normalen Smartphone bleiben will, kann dieses mit “Hugo” aufpeppen. Das ist nicht der Schicki-Drink des letzten Sommers, sondern ein DAC mit Kopfhörerverstärker von Chord, der somit nicht am Kopfhöreranschluss des Telefons angeklemmt wird, sondern an dessen digitaler Schnittstelle. Einschränkungen in der Tonverarbeitung der Smartphone-Elektronik werden so umgangen.

 

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