Kano:
Bastel dir einen bunten Raspberry-Pi-Computer in zwei Minuten

Kano zeigt, dass ein Computer mehr ist als die Summe seiner Einzelteile. Mit dem Bausatz lässt sich in zwei Minuten ein bunter Mini-Computer zusammenstecken. Und auch wenn das nicht viel mehr ist als ein Raspberry Pi mit allen Komponenten, macht Kano irgendwie Spaß.

Kano: Bausatz für einen Selbstbastel-Raspberry-Pi. Alle Bilder: Kano

Kano: Bausatz für einen Selbstbau-Raspberry-Pi. Alle Bilder: Kano

Der Einplatinencomputer Raspberry Pi ist für Tüftler und Bastler gedacht – zumindest erhält man oft den Eindruck, wenn man die Website und den sehr technischen Online-Shop des Projektes sieht. Wer einen einfachen Mini-Computer mit Linux sucht, kommt im schlechtesten Fall gar nicht auf die Idee, dass er auch zu einem Raspberry Pi greifen könnte, der voll funktionsfähig ohne Gehäuse und Zubehör schon ab rund 30 Euro zu haben ist. Fast alle notwendigen Komponenten, die man noch braucht, kann man sich im Shop einer der Anbieter besorgen.

Ein Blick auf die Shop-Webseite des Anbieters Element14 aber zum Beispiel zeigt, dass dies alles ein wenig wirkt wie im Elektronik-Großhandel. Das ist von Technikern für Techniker, aber nicht für Lieschen Müller oder Hans Meier gedacht. Hier kommt Kano ins Spiel und will den Raspberry Pi mit einem bunten Set an allen notwendigen Komponenten auch für Computer-Einsteiger, Schüler oder Otto-Normal-Nutzer attraktiv machen.

Kano: Selbstbastelcomputer mit Raspberry Pi
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Das Kano-Team aus London stattet dabei einen Raspberry Pi des etwas besser ausgerüsteten Model B mit allen notwendigen Komponenten aus, die es braucht, um mit dem Computer zu arbeiten. Eine bunte Tastatur mit Touchpad ist beigelegt, eine 8-GB-SD-Karte, die das eigene Kano OS enthält, ein Wifi-Dongle, Kabel für HDMI und Strom via Micro USB. Dazu gibt es natürlich ein buntes Gehäuse, Aufkleber und einen Lautsprecher. All diese Komponenten steckt der Käufer in wenigen Minuten zusammen – was nach Spaß aussieht: Selber machen ohne zu viel Zeit dafür aufzuwenden. Das zeigt das Team auch in der Aufbau-Anleitung. Wie man einen Computer zusammenbaut:

Das eigentliche Projekt stellt das Team in einem weiteren Video vor, worin auch klar wird, dass Kano an die Schulen heran möchte. Praktisch dabei: Kano lässt sich immer wieder neu zusammenstecken und damit für mehrere Schulklassen immer wieder verwenden:

Ja, sicher. Es mag sein, dass man alle notwendigen Komponenten auch billiger irgendwo anders bekommt. Aber warum sollte man? 100 US-Dollar für das komplette Set (und noch einmal 20 Dollar internationale Frachtkosten obendrauf) klingen aber nach einem sehr fairen Preis, zumal man dann alles Notwendige in sehr schöner Optik hat. Alles, von der Komponentenauswahl, der Farbgebung, der Verpackung bishin zur bunten Gebrauchsanweisung, wirkt durchdacht. Insgesamt ist man damit sogar billiger als das offizielle Raspberry Pi Starterpack, das 69 Dollar plus Lieferung kostet, dabei aber keine Tastatur, keinen Lautsprecher und auch den Raspberry Pi selbst nicht enthält.

Kano wirbt derzeit um Unterstützer auf Kickstarter. Die Aktion läuft noch 28 Tage. Statt der gewünschten 100.000 US-Dollar Fördersumme sind bereits jetzt über 220.000 Dollar zusammengekommen. Die ersten Kanos sollen damit im Juni kommenden Jahres verschickt werden.

 

Jürgen Vielmeier

Jürgen Vielmeier ist Redakteur bei neuerdings.com, netzwertig.com und dem Euronics Trendblog. Neue Gadgets und Software? Liebend gerne! Aber nur, wenn sie das Leben auch wirklich leichter machen.

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7 Kommentare

  1. Die “8GB-SIM-Karte” ist wohl eher eine SD-Karte. Zumindest lt. Fotos und Kickstarter. Macht auch mehr Sinn.

    • Ja, das macht mehr Sinn. ;) Habe ich korrigiert. Da mir dein Kommentar irgendwie durchgerutscht war, leider erst jetzt.

  2. Ansonsten finde ich es etwas seltsam, dass es als pädagogisch wertvolle Erfahrung, einen Computer zu bauen gilt, wenn man eine (zugegebenermaßen gelungende) Platine in ein Gehäuse setzt.
    Sicher, einen kleinen Ausprobierrechner mit Linux hätte ich mir damals gewünscht. Und mit einem etwas minimaleren OS lernt man auch wieder, wie ein Computer funktioniert. Aber ganz ehrlich: mit “Zusammenbauen” hat das mal nüscht zu tun.

  3. Ich find das ist ne super Idee. So eine kleine Kiste ist doch süß. Und sicherlich “greifbarer” als jeder normale PC.

  4. …was soll denn der kleine Hitler auf der Schachtel symbolisieren?

  5. Der Preis ist jetzt schon 129 USD und zwar *ohne* Steuern (http://get.kano.me/). Ich weiß noch nicht, ob mir die Coolness des Paketes das wert ist.

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