Beddit Schlaf- und Wellness-Tracker:
Schlauer Schlafen

Mit Sensoren an der Matratze, einer Smartphone-App und einer gehörigen Portion Fachwissen wollen finnische Unternehmer uns allen zu einem erholsameren Schlaf verhelfen. Für das Projekt “Beddit” werden gerade auf Indiegogo Unterstützer gesucht.

Aus Sensor für die Matratze und Smartphone-App besteht das "Schlaflabor für zu Hause".

Aus Sensor für die Matratze und Smartphone-App besteht das “Schlaflabor für zu Hause”.

“Machen Sie Ihr Bett zu einem Smartbett”, ist das Motto der Beddit-Macher. Und damit haben sie bei den Indiegogo-Nutzern nicht etwa nur ein Gähnen ausgelöst, sondern bereits ein Vielfaches der erhofften Mindestsumme eingesammelt. Das Thema Schlaf ist nun einmal generell interessant: Wir verbringen ein Drittel unseres Lebens schlafend, erholsamer Schlaf ist eine wichtige Grundlage unseres Wohlbefindens und unserer Gesundheit und doch haben wir immer wieder Schwierigkeiten damit. Unsere Kollegen auf imgriff.com haben nicht umsonst schon zahlreiche Artikel rund ums Schlafen geschrieben. Wer sich für die wissenschaftlichen Hintergründe des Schlafs interessiert, kann sich zudem beispielsweise diesen interessanten TED-Talk ansehen.

Dabei gab es bereits etliche Versuche, uns mit moderner Technik zu mehr und vor allem besserem Schlaf zu verhelfen. Die Macher des Beddit aus Finnland machen allerdings einige Dinge anders als andere.

Beddit
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Aus Sensor für die Matratze und Smartphone-App besteht das "Schlaflabor für zu Hause".

So gibt es bereits zahlreiche Smartphone-Apps, die unseren Schlaf analysieren sollen und versprechen, uns zum perfekten Zeitpunkt aufzuwecken. Allerdings sind die Sensoren in Smartphones für solcherlei Aufgaben nicht gemacht und am Ende muss man natürlich seine Algorithmen im Griff haben.

Andere Lösungen sehen ein Stirnband oder ähnliche Extras vor, die wir nachts am Körper tragen. Dadurch werden die Messungen auf jeden Fall schon einmal genauer und aufschlussreicher. Es wird sich allerdings nicht jeder mit so einem Zusatz anfreunden können.

Beddit wiederum befestigt man einmal an der Matratze und muss dann nicht weiter darüber nachdenken. Einfach hinlegen und einschlafen (sofern möglich) und vorher noch der App im Smartphone (Android, Apple) Bescheid sagen. Die bekommt per Bluetooth die Daten der Matratzensensoren zugefunkt, speichert sie ab und visualisiert sie. Zudem ergänzt das Smartphone, was es selbst feststellt: Dazu gehören beispielsweise Geräusche wie Störungen, Schnarchen etc. und die Lichtverhältnisse.

Konkrete Tipps für besseren Schlaf

Dank ausgeklügelter Technik und Auswertung weiß Beddit nicht nur, wann wir eingeschlafen sind und wie ruhig oder unruhig wir geschlafen haben. Es erfasst zudem die Atmung und sogar den Puls. Das jedenfalls versprechen die Macher, die einige Erfahrungen in dem Gebiet vorweisen können: Von Beddit gibt es bereits eine “Pro”-Variante. Was sie jetzt über Indiegogo anpreisen und anschieben wollen, ist für den Massenmarkt gedacht.

Interessant finde ich an der Idee nicht nur die Visualisierung der Schlafdaten, sondern dass die App zugleich Empfehlungen ausspricht, was man verbessern könnte, um mehr und besseren Schlaf zu bekommen.

Beddit soll mit allen Matratzenarten zurechtkommen. Schwieriger wird es für Paare, hier kann es dazu kommen, dass Messdaten verfälscht werden. Wie man der Beschreibung entnehmen kann, gilt dies vor allem für Wasserbetten.

114 US-Dollar inklusive internationalem Versand soll man für einen Beddit vorschießen, also umgerechnet rund 85 Euro. Wer gleich für zwei kauft, bezahlt 204 US-Dollar (zirka 153 Euro).

Weitere Informationen hier auf der Indiegogo-Projektseite und auf der Beddit-Website.

 

Jan Tißler

Jan Tißler ist Leitender Redakteur von neuerdings.com und Autor auf netzwertig.com. Er ist fasziniert von Technik und ein leidenschaftlicher Internetintensivnutzer.

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