Interaxon Muse:
Gedankenlesendes Stirnband

Geräte schlichtweg mit den eigenen Gedanken zu steuern, ist realistischer und näher an der Verwirklichung, als mancher meinen würde. Ein Beispiel ist das Interaxon Muse: Was aussieht wie ein Stirnband, ist ein High-Tech-Gedankenleser.

Ariel Garten

Interaxon-CEO Ariel Garten mit dem “Muse”. (Bild: LeWeb13, flickr.com. Lizenz: CC BY 2.0)

Gerade erst am Wochenende hatte ich darüber geschrieben, wie wir wohl übermorgen unsere Computer bedienen und natürlich spielt das Thema “Gedankensteuerung” dabei eine Rolle. Dass wir Geräte genauso selbstverständlich benutzen wie beispielsweise unsere Hände, ist da tatsächlich noch Zukunftsmusik. Sehr viel realistischer ist, dass Geräte auf unseren Gemütszustand reagieren. Und zumindest einfache Aktionen können wir heute bereits damit auslösen, indem wir daran denken.

Intraxon Muse
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Das kanadische Unternehmen Interaxon will eine zentrale Rolle in diesem Markt spielen. Mit dem “Muse” im Stirnband-Format waren sie voriges Jahr auf Indiegogo und konnten immerhin knapp 300.000 US-Dollar einsammeln. Der entscheidende Geldregen kam allerdings jetzt auf eher konventionellem Weg: 6 Millionen US-Dollar haben sie von Investoren eingesammelt. Für Anfang 2014 ist der Marktstart angesetzt.

Das Interaxon Muse hat sechs Sensoren zur Messung der Gehirnwellen intgeriert. Dank seiner vergleichsweise kompakten Form soll es sich auch über längere Zeit angenehm tragen lassen – das ist zumindest das erklärte Ziel der Macher. Es funkt seine Ergebnisse an ein Smartphone, wo Apps entsprechend darauf reagieren können.

Für den Anfang drehen sich die Anwendungen vor allem um das eigene Wohlbefinden: Stressreduktion ist ein Beispiel. Das Muse hilft seinem Nutzer in diesem Fall, sich bewusster darüber zu werden, was in ihm vorgeht, um das wiederum gezielt zu beeinflussen. Manche schwören dafür auf die alte Technik der Meditation und es sollte nicht lange dauern, bis es eine App gibt, die beides kombiniert.

Gedankensteuerung als Standard erst in 25 Jahren

Um nicht wie so mancher vom Leap Gesten-Controller enttäuscht zu werden, sollte man seine Erwartungen gering halten. Interaxon-CEO Ariel Garten sagt, dass Entwickler zwar vom ersten Tag an Apps für Muse entwickeln können. Sie rechnet aber damit, dass wir erst in zehn Jahren damit unsere Computer steuern werden. Das erklärte sie gegenüber TechCrunch. Und bis eine Gedankensteuerung zum Standard wird, um Maschinen zu bedienen, werden wir noch 25 Jahre warten müssen.

Wer sich davon nicht abschrecken lässt, kann sich sein Muse-Stirnband jetzt vorbestellen. Der Preis von umgerechnet rund 150 Euro ohne Steuern und Versand gilt aber nur noch bis 3. September und soll danach auf rund 190 Euro ansteigen.

An sich bin ich von den Möglichkeiten solcher Geräte fasziniert. Aber ein Gedanke (!) ging mir dabei durch den Kopf: Interaxon und Google sollten sich zusammentun, um “Muse” und “Glass” zu einem Gerät zu verschmelzen…

Interaxon Muse im Video

Mit diesem Video hatte Interaxon das Muse auf Indiegogo beworben:

Weitere Informationen auf der offiziellen Website.

 

Jan Tißler

Jan Tißler ist Redakteur bei netzwertig.com. Er ist fasziniert von Technik und ein leidenschaftlicher Internetintensivnutzer.

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Ein Kommentar

  1. wenn google und muse fusionieren kennt jede regierung auch noch unsere gedanken.
    mal sehen wieviele menschen über nacht verschwinden würden.

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