Bigshot Camera:
Die Digitalkamera aus dem Selbstbauset

Wer sich nicht damit zufrieden gibt, eine Digitalkamera fertig produziert zu kaufen, kann sie sich nun einfach selbst bauen: Das Bastelset “Bigshot Camera” will unter anderem Kindern vermitteln, wie so ein Fotoapparat eigentlich funktioniert. Aber neugierige Erwachsene dürfte das ebenso ansprechen.

Vor allem Kinder sind die Zielgruppe der Bigshot.

Vor allem Kinder sind die Zielgruppe der Bigshot.

Moderne Geräte werden immer kompakter und immer komplexer. Dadurch haben wir heute einen Computer mit Foto- und Videofunktion in der Hosentasche. Dafür wissen wir aber kaum noch, wie solche Geräte eigentlich funktionieren. Ein Computer war früher schnell aufgeschraubt, moderne Smartphones lassen sich manchmal nicht einmal von Experten unfallfrei öffnen. Und selbst wenn man sie geöffnet hat, kann man an den miniaturisierten Komponenten kaum noch erkennen, wozu sie gut sind, geschweige denn wie sie funktionieren. Aber wozu auseinanderbauen, wenn man den umgekehrten Weg gehen kann? Die “Bigshot Camera” gibt dem Interessierten ein komplettes Set inklusive Anleitung und Lehrmaterial.

Bigshot Camera
Building BigshotBigshot Back ViewBigshot Front ViewShree Nayar
Using Bigshot 1Vor allem Kinder sind die Zielgruppe der Bigshot.Im Set ist alles enthalten, was man zum Zusammenbauen der Kamera braucht.

An der Bigshot ist dabei nicht nur interessant, dass man sie selbst zusammenbaut, auch die fertige Kamera hat einige Besonderheiten. So hat sie nicht nur ein Objektiv, sondern gleich einen kompletten Ring mit verschiedenen Varianten zur Auswahl. Damit kann man dann unter anderm Panorama- oder 3D-Aufnahmen machen. Zudem ist ein leerer Akku kein Problem mehr: Sieben Mal an der seitlichen Kurbel gedreht, schon kann man trotzdem eine weitere Aufnahme machen.

Das Set enthält dabei alles, was man braucht, um die Bigshot Camera zusammenzubauen. Dazu gehört das Gehäuse inklusive einer transparenten Rückseite, die zugleich eine Beschriftung der Komponenten enthält. Man sieht also nach dem Zusammenbauen noch, welches Bauteil was macht. Außerdem sind das eigentliche Kameramodul inklusive Display, der Blitz, der Akku, Kabel, ein Schraubenzieher und einiges mehr enthalten – bis hin zur 3D-Brille.

Begleitet wird das Set durch (englischsprachige) Lerninhalte auf der Website. Nach den Worten der Bigshot-Macher unterscheide sie das von anderen ähnlichen Angeboten auf dem Markt. Zudem betonen sie, dass die Kamera nach dem Zusammenbauen tatsächlich voll nutzbar ist. Allerdings sind die Komponten leider nicht darauf ausgelegt, dass man sie mehrmals auseinandernimmt und wieder zusammensetzt. Da müsse man dann schon sehr behutsam vorgehen, heißt es in den FAQs.

Im Set ist alles enthalten, was man zum Zusammenbauen der Kamera braucht.

Im Set ist alles enthalten, was man zum Zusammenbauen der Kamera braucht.

Die technischen Daten spielen zwar nur eine Nebenrolle, aber man sieht, dass die Bigshot durchaus eine nutzbare, wenn auch bescheidene Digitalkamera ist. So hat der Sensor 3 Megapixel (2.408 x 1.536 Pixel) und der interne Speicher soll für rund 120 Fotos im JPEG-Format reichen. Per USB wird die Kamera an den PC angeschlossen, wo es für Windows und Mac passende Software für die Bildbearbeitung gibt.

Entstanden ist die Idee der Bigshot Camera an der Columbia University. Der Computerwissenschaftler und Professor Shree Nayar möchte die Kamera gern Kindern überall auf der Welt geben können. Deshalb wird ein Teil des Verkaufspreises genutzt, um Bastelsets kostenlos zu verteilen.

Ein Baukasten kostet gerade einmal umgerechnet rund 67 Euro. Momentan gibt es allerdings nur einen Vertrieb für die USA. Sie soll ebenfalls international angeboten werden. Der Termin dafür ist noch nicht bekannt.

Weitere Informationen auf der offiziellen Website zur Bigshot Camera.

Gefunden bei Gizmag.

 

Jan Tißler

Jan Tißler ist Redakteur bei netzwertig.com. Er ist fasziniert von Technik und ein leidenschaftlicher Internetintensivnutzer.

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Ein Kommentar

  1. Eine sehr interessante Geschichte, vor allem für Jugendliche, die sich näher mit dem Thema Fotographie auseinander setzen möchten. Und der Preis würde dann auch das Taschengeldkonto nicht zu sehr belasten.

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