RHA MA600i und MA750i:
Zwei In-Ear-Headsets mit Vollausstattung

Der Glasgower Kopfhörer-Spezialist RHA hat zwei neue In-Ear-Kopfhörer mit Fernbedienung für iPhone und Co. im Angebot. RHA MA600i und MA750i heißen die beiden Spitzenmodelle von RHA, die auch mit einem Mikrofon für Telefonate ausgestattet sind. Wir haben uns beide angehört und ausprobiert.

RHA In-Ear-Headsets (Fotos: Frank Müller)

RHA In-Ear-Headsets (Fotos: Frank Müller)

Alle Kopfhörer von RHA, die ich bislang getestet habe, zeichnen sich durch einen Klang aus, den man eigentlich bei Kopfhörern erwarten würde, die in einer etwas höheren Preisklasse spielen.

In einem Test konnte ich jetzt ausprobieren, ob das auch auf die neuen Spitzenmodelle RHA MA600i und RHA MA 750i zutrifft.

RHA MA600i und MA750i
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Beide Kopfhörer kommen mit einem umfangreichen Set an Aufsätzen jeder Größe, so dass es keine Anpassungsschwierigkeiten geben sollte. Die Aufsätze sind ordentlich auf einem Halter aus Edelstahl aufgereiht, der auch Platz im jeweiligen Tranporttäschchen findet. So fliegt nichts herum. Beide Modelle können außerdem mit einer Klammer an der Kleidung befestigt werden, wobei das Anbringen der Klammer am Kabel beim RHA MA750i wegen des etwas dickeren Kabels nicht so einfach ist.

Der RHA MA600i ist mit folgenden zusätzlichen Aufsätzen ausgestattet: zwei Paar doppelte Silikonaufsätze und fünf Paar normale Silikonaufsätze. Beim RHA MA750i sind außerdem noch zwei Paar Schaumstoffaufsätze dabei.

RHA MA600i: für Über- und Unterohrträger

Das Gehäuse besteht nicht aus Kunststoff, sondern aus solidem Aluminium, das sauerstofffreie (was immer das bewirken mag) Kupferkabel ist 135 cm lang und besitzt einen um 90 Grad abgewinkelten, vergoldeten Stecker. Am rechten Kabel befindet sich eine gut tastbare Fernbedienung für iPhone und Co.

Die MA 600i können auf herkömmliche Art mit den Kabeln nach unten ins Ohr gesteckt werden, oder man führt sie oben ums Ohr herum, was mir persönlich mehr zusagt. So gibt es weniger Störgeräusche, wenn man ans Kabel stößt, und der Sitz ist besser.

Kopfhörer und der Edelstahlträger mit den Silikonaufsätzen finden für den Transport in einer kleinen, stabilen Tasche Platz.

Frequenzbereich, Impedanz und Empfindlichkeit sind bei beiden Modellen folgendermaßen angegeben:

  • Frequenzbereich 16-22.000Hz
  • Impedanz 16 Ohm
  • Empfindlichkeit 100dB

Der MA600i wiegt 20 g, sein Klang ist warm und voll, etwas basslastig, wie ich finde, aber nicht übertrieben. Genau richtig für fetten Rock und Hip Hop. Auch andere Musikrichtungen lassen sich gut mit dem MA600i hören.

RHA MA 750i: mit integriertem Ohrbügel

Beim teureren RHA MA750i besteht das Gehäuse aus Edelstahl. Der Stecker ist nicht abgewinkelt, aber durch eine Stahlfeder zusätzlich vor Abknicken geschützt. Das Kabel ist ebenfalls 135 cm lang und aus sauerstofffreiem Kupfer, aber etwas dicker und mit einer grauen Gummierung versehen. Die Fernbedienung sieht aus wie die des MA600i.

Die Kabel sind so vorgeformt, dass sie wie Ohrbügel wirken. Also über die Ohren hängen und Stöpsel rein. Bei meinen sehr kleinen Ohrmuscheln muss ich insbesondere auf der rechten Seite manchmal etwas nachhelfen, die Gehäuse passen bei mir gerade so und dürften nicht größer sein.

Die MA750i wiegen 36 g, sind also fast doppelt so schwer wie die MA600i (aber natürlich immer noch sehr leicht) und klingen trotz gleicher Daten etwas klarer und transparenter als die MA 600i. Da machen sich anscheinend das andere Gehäuse und der andere Treiber bemerkbar.

Die Frequenzcharts der Treiber kann man sich auf der jeweiligen Produktseite ansehen.

Auf beide In-Ear-Kopfhörer gibt RHA 3 Jahre Garantie.
Mehr Infos über die neuen In-Ear-Kopfhörer mit Mikro und Fernbedienung für iPhone gibt es direkt auf der deutschen Seite von RHA. Der MA600i kostet 69,95 Euro, der MA750i 99,95 Euro.

Persönlich würde ich den MA600i mit seinem warmen Klang, dem dünneren und etwas flexiblerem Kabel und dem günstigeren Preis bevorzugen. Insgesamt hat RHA aber mit den beiden Modellen wieder ein paar Kopfhörer mit einem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis produziert.

 

Frank Müller

Frank Müller ist Vater von 4 Töchtern (mit 1 Frau) und vielseitig interessierter Mac-Nerd, der auch Linux nicht abgeneigt ist. Er arbeitet hauptberuflich als Creative Director und Werbetexter und bloggt ab und zu.

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