Keine Zeit zum Innehalten:
Das Hamsterrad der Technologie

Niemand kann den technischen Fortschritt stoppen, dessen Dynamik an die eines Hamsterrads erinnert. Dabei wäre gelegentliches Innehalten wichtig.

Hamsterrad

Hamsterrad. Foto: pboyd04, flickr.com. Lizenz: CC BY-SA 2.0.

Es gibt eine Million Gründe, den rasanten Fortschritten des digitalen Zeitalters enthusiastisch gegenüberzustehen. Doch ich denke nicht, dass ich mich zu weit aus dem Fenster lehne, wenn ich feststelle, dass es im Jahr 2013 selbst für überzeugte Technologie-Apologeten schwierig ist, nicht gelegentlich in teils unbehagliche Überlegungen zu den Schattenseiten der Entwicklung abzugleiten. Der NSA-Überwachungsskandal markiert einen entscheidenden Wendepunkt des Internetzeitalters: Er öffnet uns begleitet von wegweisenden Säulen des Fortschritts – von Google Glass über Big Data bis zu Genanalysen für alle – unweigerlich die Augen über den Preis, den wir für die Errungenschaften der Informationstechnologie zahlen. Das Leben wird sicherer, messbarer, planbarer, gesünder, personalisierter und komfortabler. Aber wird es lebenswerter, wenn parallel Konformismus gefördert und Freiheit sowie Möglichkeiten des Individualismus eingeschränkt werden? Auf diese philosophische Frage gibt es unterschiedliche Antworten. Persönlich denke ich nicht, dass wir glücklicher werden, wenn sämtliche Unwägbarkeiten und Unvorhersagbarkeiten des menschlichen Daseins verschwinden.

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Martin Weigert

Martin Weigert ist der leitende Redakteur von netzwertig.com.

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