Sigmo Universal Translator:
25 Sprachen sprechen und verstehen – auf Knopfdruck

Das Indiegogo-Projekt Sigmo will uns so etwas wie den “Universal Translator” aus Star Trek bringen: Man spricht in der Ausgangssprache in das kleine Kästchen und es quäkt dann den Satz in der Zielsprache. Das ist noch nicht perfekt, aber könnte in manchen Situationen hilfreich sein – gäbe es da nicht einen entscheidenden Haken.

Sigmo will dabei helfen, Sprachbarrieren zu durchbrechen.

Sigmo will dabei helfen, Sprachbarrieren zu durchbrechen.

“Star Trek” hat immer wieder die Fantasie beflügelt. Und das gilt nicht zuletzt für Ingenieure, die sich herausgefordert fühlten, die Zukunftstechnologie der Serie in unsere Gegenwart zu bringen. Ein besonders berühmtes Beispiel ist wohl das Motorola StarTac, bei dem Captain Kirks Communicator Pate stand. Google wiederum möchte den allwissenden Computer erschaffen und gab seinem mitdenkenden Sprachassistenten “Google Now” den Codenamen “Majel” nach Majel Barrett, der Stimme des Star-Trek-Computers. Und dann ist da der Universal Translator, durch den sich so ziemlich alle Aliens auf wundersame Weise miteinander in perfektem Englisch unterhalten können. Das Indiegogo-Projekt “Sigmo” geht in genau diese Richtung.

Sigmo Universal Translator
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sigmo-10Sigmo will dabei helfen, Sprachbarrieren zu durchbrechen.sigmo-01sigmo-11
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Sigmo ist dabei längst nicht der erste Versuch. Wir hatten beispielsweise über ein ähnliches Projekt bei Microsoft berichtet. Technisch gesehen sind die Grundlagen zudem längst da: Sprachbefehle, Sprachausgabe und Übersetzungen. Dass das alles bei weitem noch nicht perfekt ist, dürfte dabei klar sein. Aber wer vielleicht in einem fremden Land gerade dringend eine Auskunft braucht, wird über jede Hilfe dankbar sein.

Das folgende Video zeigt, wie sich die Sigmo-Macher das Gerät in Aktion vorstellen (man beachte besonders die “deutsche” Kellnerin):

Wie man sieht, ist Sigmo sehr kompakt, so dass man das Gerät problemlos am Handgelenk, am Hemdkragen oder um den Hals tragen kann. Mit zwei Knöpfen bestimmt man, in welche Richtung gerade übersetzt werden soll.

Ein Haken an Sigmo ist, dass der kleine Verstänigungshelfer auf ein Smartphone in Reichweite angewiesen ist. Mit dem verbindet es sich per Bluetooth. Zudem braucht man die kostenlose Sigmo-App, die es zu Beginn für Android und iOS geben soll. Für die Übersetzung selbst greifen die Macher auf bereits vorhandene Services zurück. Google Translate wird hier als ein Beispiel genannt. Das bedeutet wiederum, dass das Smartphone eine Internetverbindung benötigt, die man aber gerade im Ausland aufgrund hoher Roaming-Gebühren oftmals nicht hat. Deshalb haben die Sigmo-Macher es sich wenig überraschend zum Ziel erklärt, den Service auch offline anzubieten. Das ist aber noch nicht der Fall.

Sprachübersetzer als App gibt es bereits zahlreich

Letztlich stellt sich dann die Frage, wozu man Sigmo genau braucht, denn Sprachübersetzer-Apps gibt es für Android heute bereits genügend. Dabei funktioniert bispielsweise Google Translate for Android zumindest teilweise offline: Man kann sich das Wörterbuch der Zielsprache aufs Smartphone herunterladen, für die Spracherkennung wird dennoch eine Internetverbindung benötigt.

So gesehen reduziert sich der Wert des Sigmo auf ein handliches und simpel zu bedienendes Kästchen. Es ist somit ein Zubehör und nicht selbst der Universalübersetzer. Die eigentliche Leistung muss noch immer das Smartphone erbringen, das sich wiederum mit Diensten im Internet verbindet.

Preis und Lieferbarkeit

Wer Sigmo dennoch interessant findet, kann das Projekt jetzt auf Kickstarter unterstützen. Einen funktionierenden Prototypen haben die Macher bereits, jetzt geht es darum, die Massenproduktion vorzubereiten und anzuschieben.

Aktuell muss man nur umgerechnet rund 30 Euro vorschießen, um sich einen Sigmo zu sichern. Der internationale Versand ist hier schon inklusive. Im Januar 2014 sollen die Geräte ausgeliefert werden.

Weitere Informationen auf der Indiegogo-Projektseite.

Gefunden bei Technabob.

 

Jan Tißler

Jan Tißler ist Leitender Redakteur von neuerdings.com und Autor auf netzwertig.com. Er ist fasziniert von Technik und ein leidenschaftlicher Internetintensivnutzer.

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Ein Kommentar

  1. DAS finde ich nun wirklich sinnlos. Wenn ich das Smartphone dabei habe soll ich auf Touchscreen und Tastatur verzichten um in dieses Kästchen zu quatschen. Und dafür gibt es Unterstützer?

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