Projekt Androon:
Drei Jugendliche bauen einen Android-Wetterballon

Benjamin und Marvin sind beide 18, Leonie ist 16. Zu dritt entwickeln sie einen Wetterballon, der im Kern mit einem Motorola Defy Fotos und Geodaten aus 30 Kilometern Höhe sammeln soll. Auf Facebook kann man die Entwicklung verfolgen.

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Arbeiten am heimischen Esstisch

Das Smartphone soll in seiner kleinen Kiste Fotos von der Umgebung aufnehmen und dabei gleichzeitig die Geodaten dazu festhalten. Wohin genau das Smartphone fliegen wird, weiß niemand so genau, denn das ist von den Wetterbedingungen des Starttags abhängig. Im Oktober möchte man den Flug starten. Da der Wetterballon über 500 Gramm wiegt – in diesem Fall circa 1500 Gramm – muss der Flug offiziell angemeldet werden.

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Der wetterfeste Kasten, in dem das Smartphone Platz finden soll, ist bereits fertig. Die Befestigung des Fallschirms wurde auch bereits festgestellt. Derzeit schaut man sich noch nach einem Helium-Anbieter um. Eine Sache bereitet den dreien allerdings noch Kopfzerbrechen – Der Akku des eingesetzten Smartphones soll auf jeden Fall bis zum Ende des Flugs halten. Dafür muss man eine externe Ladequelle bereitstellen. Das gestaltet sich aufgrund der Bauweise des Smartphones allerdings nicht so einfach.

Wenn alles gut geht und das Smartphone mit dem Fallschirm sicher landet, sendet es vom Boden aus eine SMS und gibt über das Internet die genauen Geodaten preis. Für den Fall, dass sie den Ballon trotzdem nicht selbst wieder einsammeln können, haben sie einen Finderlohn von 50 Euro festgelegt, wenn der Ballon gefunden und zurückgesendet wird.

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Das Innenleben des Kastens

Was bringt aber drei Jugendliche dazu ein solch ehrgeiziges Projekt zu realisieren? Benjamin interessiert sich für Wetterballons und sprach mit einem Arbeitskollegen darüber, dass er gern selbst einmal einen Ballon in die Stratosphäre aufsteigen lassen wollen würde. Dieser war allerdings von der Idee nicht überzeugt und so schlossen beide eine Wette ab.

Das Umfeld der Jugendlichen reagiert durchwachsen. Während einige nicht an den Erfolg des Projekts glauben, werden sie auf der anderen Seite aber auch von vielen unterstützt und bekommen interessierte Anfragen zu dem Projekt. Die Kritik bremst Benjamin nicht. Im Gegenteil – für ihn ist es ein Ansporn, den Kritikern zu zeigen, dass sich so ein Projekt realisieren lässt, wenn man es will.

Für das Projekt haben sie eine eigene Facebookseite erstellt, auf der man die Entwicklung verfolgen und kommentieren kann.

(gefunden bei AndroidPit)

 

Ricarda Riechert

Ricarda Riechert ist Autorin bei neuerdings und dem Euronics Trendblog. Sie kann sich sowohl für neue Gadgets, als auch für Fotografie begeistern. Ihre Gamingleidenschaft lebt sie bei Elvun aus.

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6 Kommentare

  1. Geile Dauer-Energiequelle… 4x AA-Batterien?
    Der “Wetterfeste Kasten”… wow.. nen IP66 Kasten gekauft und mit Schaumstoff gefüttert.
    Und warum knippst das Ding zur Seite?

    Sorry, aber ernsthaft sollte das Ding nicht min. ein paar Solarzellen mit Laderegler und nen dicken USB-Powertank bekommen, um zumindest ein bisschen Laufzeit zu bekommen?

    Bei 4x 2600mA AA + eingebauter Akku (laut Amazon 1500mA) kommen wir auf eine Power von 12000mA. Wenn wir davon ausgehen, dass der Akku normalerweise einen Tag hält, es dauernd Fotos macht, und in der Höhe durch die Kälte die Kapazität der Akkus abnimmt, hält das eventuell ~4 Tage durch.

    Warum wird das jetzt alles so gehypt?
    Genauso ein Schwachsinn wie mit dem Mädel, das angeblich einen Wassermalroboter gebaut hat.. am Ende haben es doch andere gemacht, und sie hatte nur die Idee…

    • “Warum wird das jetzt alles so gehypt?
      Genauso ein Schwachsinn wie mit dem Mädel, das angeblich einen Wassermalroboter gebaut hat.. am Ende haben es doch andere gemacht, und sie hatte nur die Idee…”

      Genau das ist es ja gerade nicht. Hier bauen es die Schüler schon noch selbst. Ist sicher nicht das erste Experiment dieser Art, aber ein echt pfiffiges und mir gefällt das Motto “Wir machen einfach mal.” Ein Hype ist ja nochmal was Anderes, aber so eine Tüftelei ist schon interessant, übrigens unabhängig davon, ob die Macher nun Schüler sind oder nicht.

  2. Was wird denn hier selbst gebaut? Das Kabel der Batterie-Box an nen Spannungswandler anschließen und dann noch nen Micro-USB-Kabel dran. wow.. ein bisschen Löten. In ein geklauftes Gehäuse ein Loch reinmachen und mit Schaumstoff auskleiden, etc. Das ist Bastelarbeit für nen Samstag vormittag. Da machen 10 Jährige Schiffsmodellbauer mehr.

    Und genau deswegen HYPE!
    Oder wo sind die ganzen Artikel über die anderen Leute die sehr viel mehr machen, und es einfach nicht auf Fratzenbuch hochladen und da rumstöhnen wie aufwendig das alles ist… ist bestimmt Mega-Schwer einen Anbieter für Helium zu finden….

    • Mach DU sowas und wir schreiben vielleicht auch drüber. :)

    • Ich mache ganz andere Dinge, die sehr viel Aufwendiger sind. Und habe das schon in sehr viel jüngeren Jahren getan. Und glaub mir: Das es hier oder aufm Fratzenbuch landet war damals ganz bestimmt nicht mein Wunsch, ist es heute nicht, und wird es nie sein.

  3. Der Ballon wird keine “Tage” unterwegs sein. Sondern ca. 4 Stunden. Dann platzt der Ballon, und der Fallschirm sollte aufgehen. Ein Problem für die Akkus sind eher die Temperaturen von bis zu minus 60 Grad Celsius.
    Info zu einem ähnlichen Flug: http://skyweek.wordpress.…-doch-ein-happy-end/
    Info zu Wetterballons: http://de.wikipedia.org/wiki/Wetterballon
    Falls jemand Helium in DE bestellen will/sucht, ich habe mal “gegoogelt” z.b.: http://www.technische-gase-kaufen.de/ballongas

    Greets@all

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