Basteldings:
Raspberry Pi als Kamera, Chromecast-Alternative und im Allwetter-Gehäuse

Drei neue Projekte beweisen einmal mehr die universelle Einsetzbarkeit des Minimal-Computers Raspberry Pi. Er ist sicherlich nicht die eleganteste Lösung, aber darum geht es auch nicht wirklich. Das beweisen die Raspberry-Pi-Kamera “Sprite”, die Chromecast-Alternative PiCast und ein neues wetterfestes Gehäuse.

Raspberry Pi als Kamera im Außeneinsatz.

Raspberry Pi als Kamera im Außeneinsatz.

Die Macher des Raspberry Pi können auf ihr gemeinnütziges Projekt wirklich stolz sein. Es ist immer wieder erstaunlich, mit welcher Kreativität Fans des Minimal-PCs zu Werke gehen und zugleich wächst die Zubehörindustrie immer weiter. Schaut dazu einfach in unsere Artikelsammlung zum Raspberry Pi. In den letzten Tagen sind uns drei weitere Beispiele begegnet, die wir euch gern hier einmal gesammelt vorstellen möchten.

Sprite Camera und PiCE Gehäuse
sprite-camera-01sprite-camera-02Die Innereien der Kamera (klicken für eine größere Version). (Quelle: robofun.ro. Lizenz: CC BY SA)pice-case-01
Danke PiCE kann der Raspi auch mal einen Regenschauer ab.pice-case-03Raspberry Pi als Kamera im Außeneinsatz.pice-case-05
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Sprite Raspberry Pi Camera

Die Innereien der Kamera (klicken für eine größere Version). (Quelle: robofun.ro. Lizenz: CC BY SA)

Die Innereien der Kamera (klicken für eine größere Version). (Quelle: robofun.ro. Lizenz: CC BY SA)

Die “Sprite”-Kamera nimmt Bezug auf eine Werbekampagne der Getränkemarke in den USA, die offenbar das Thema Werbung selbst zum Thema hat und welche seltsamen Blüten sie treibt. Entsprechend schießt die Kamera mit dem Raspi im Innern absichtlich übers Ziel hinaus. Aber das Projekt ist dennoch für Bastler interessant, denn man kann es ja schließlich selbst abwandeln.

Die Macher nehmen einen Raspberry Pi, das noch recht junge Kamera-Modul und dazu einen zweckentfremdeten externen Akku. Außerdem mit eingebaut: ein Lautsprecher. Der ist in diesem Fall notwendig, damit die Kamera bei jedem Auslösen “Sprite!” ruft. Das könnte dann beispielsweise ein Detail sein, das andere in ihrem Projekt abwandeln würden…

Wie man am Bild oben erkennt, ist die Sprite-Kamera aber nicht gerade etwas für Einsteiger. Hier muss gelötet und verkabelt werden. Wer sich für die Details interessiert, kann alles hier nachlesen. Dort wird auch auf die notwendige Software eingegangen.

Raspberry Pi als offene Alternative zu Googles Chromecast

Googles Streamingstick Chromecast hat viel Begeisterung ausgelöst. Er macht es sehr einfach, Inhalte aus dem Web auf einen Fernseher zu übertragen. Allerdings ist er derzeit selbst in den USA kaum erhältlich, hierzulande sowieso nicht und von Googles angeblichem Faible für Offenheit ist ebenfalls nicht viel zu sehen. Entwickler Lance Seidmann fühlte sich von alldem herausgefordert und hat in kürzester Zeit die Alternative PiCast auf die Beine gestellt. Schon die kleine Version des Raspberry Pi sollte als Hardware-Basis reichen. Ist alles ordnungsgemäß installiert, kann man derzeit Websites und YouTube-Videos auf seinen Fernseher schicken – ganz ähnlich dem Vorbild Chromecast. PiCast ist dabei Open Source und alles Notwendige ist auf GitHub zu finden.

Lance Seidmann veröffentlicht auf Google+ regelmäßig Neuigkeiten zu seinem Projekt und sollte er den einen oder anderen Unterstützer in der Community finden, könnte PiCast richtig spannend werden.

PiCE wassergeschütztes Gehäuse

Danke PiCE kann der Raspi auch mal einen Regenschauer ab.

Dank PiCE kann der Raspi auch mal einen Regenschauer ab.

Und zu guter Letzt ein Beispiel für die wachsende Zubehörindustrie: Elson Designs aus Großbritannien hat das wassergeschützte PiCE-Gehäuse entwickelt, in dem man Raspberry Pi samt Kameramodul unterbringen kann. Aktuell suchen sie via Kickstarter nach Interessenten. Wie man anhand des Fotos oben sieht, soll man seinen Raspi damit auch bedenkenlos einem Regenschauer aussetzen können. Aber auch gegen andere Gefahren soll der Mini-PC in diesem Gehäuse sicher sein. Die Macher versprechen, es sei das widerstandsfähigste Case auf dem Markt.

Um besser an den Raspberry Pi heranzukommen, gibt es zwei abnehmbare Seitenteile. Ergänzend finden sich u.a. Ethernet und 2x USB auf der Rückseite. Zudem ist die Zink-Hülle so konstruiert, dass sie als Wärmeleiter funktioniert und so den Raspberry Pi bei anstrengenden Aufgaben vor Überhitzung schützen soll.

Praktisches Detail: Mit dem Gehäuse lässt sich der Raspberry Pi mitsamt Kameramodul auf einem Stativ befestigen.

Ein Nachteil soll nicht verschwiegen werden: Ein Akku ist derzeit nicht vorgesehen, man muss sich also selbst um die Stromversorgung bemühen. Die Tüftler versprechen aber, hier künftig noch etwas in petto zu haben.

Ab umgerechnet gut 18 Euro inklusive Versand ist man dabei. Weitere Informationen hier auf Kickstarter.

 

Jan Tißler

Jan Tißler ist Leitender Redakteur von neuerdings.com und Autor auf netzwertig.com. Er ist fasziniert von Technik und ein leidenschaftlicher Internetintensivnutzer.

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