Hibermate:
Lasst mich doch alle in Ruhe!

Schnarchende Lebenspartner, feierfreudige Nachbarn, dröhnende Flugzeugturbinen und andere Lärmfaktoren müssen sich in acht nehmen: Hibermate kommt aus Australien via Kickstarter, um den Schlaflosen dieser Welt zu helfen.

Hibermate

Der “Winterschlafkumpel” Hibermate in Aktion.

Wie bitte? War irgendwas? Entschuldigung, ich war gerade komplett abgekapselt in meinem Hibermate. Was soll das heißen, den gibt es noch gar nicht? Wenn ich doch sage… Ja, okay, es stimmt: Noch gibt es den Hibermate nicht, jedenfalls nicht in seiner massenproduzierten Version. Ich habe nur so getan als ob. Die Vorstellung ist aber auch einfach zu angenehm. Dabei haben mich wahrscheinlich diese beiden freundlichen Australiern mit ihrem Kickstarter-Video eingelullt:

Hibermate
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Der Name Hibermate ist dabei ein Portmanteau (vielleicht sogar ein Malamanteau) aus Hibernate (“Winterschlaf”) und Mate (“Kumpel”). Und, ja, der Eindruck stimmt: Im Grunde ist es eine Schlafmaske mit so etwas wie Kopfhörerschalen über den Ohren. Dennoch sind offenbar anderthalb Jahre Entwicklung in den Winterschlafkumpel geflossen und die beiden Macher kennen die Materie bereits: Der jetzt auf Kickstarter präsentierte Hibermate hat einen Vorgänger. Bei dem war die Geräuschdämmung nur ein kleines Extra. Aus dem Feedback der Kunden bekamen sie aber nach eigenen Worten mit, dass das für viele die Hauptsache war.

Also kamen sie auf die Idee, die Konstruktion weiter zu verbessern und dabei vor allem den Lärmschutz anzugehen. Inzwischen haben sie gar einen Patentanwalt beauftragt (man braucht so etwas ja) und zumindest ein vorläufiges Patent für einige Konstruktionsdetails eingereicht.

Auf den ersten Blick sieht der Hibermate zumindest in meinen Augen sehr unbequem aus. Möchte man das alles am Kopf, vor den Augen, an den Schläfen, auf den Ohren haben? Kann man dann noch immer bequem auf der Seite schlafen? Die Macher kennen diese Fragen und schwören hoch und heilig, dass alle Kunden mit dem Hibermate sehr zufrieden sein werden.

Die Ohrschalen sind innen mit einem Schaumstoff ausgekleidet, so dass hier nichts drücken soll. Sind sie doch unbequem, lassen sie sich am Band einfach nach hinten schieben oder auch ganz abnehmen. Wer mag, kann unter den Ohrschalen gar noch seine Kopfhörer platzieren – fertig ist das Schlafgenerierungs- und -unterstützungssystem.

Was auf den ersten Blick kurios wirkt (und auch auf den zweiten noch immer), hat auf Kickstarter seine Freunde gefunden. Statt der erhofften mindestens 10.000 US-Dollar sind bereits über 80.000 US-Dollar hereingekommen. Sollten es noch mindestens 120.000 US-Dollar werden, bekommt jeder Hibermate einen Transportbeutel dazugelegt.

Wer sich auch mit einem Hibermate den wohlverdienten Schlaf holen will und den beiden freundlichen Australiern vertraut, der kann ihnen umgerechnet rund 37 Euro vorschießen, und bekommt einen Hibermate inklusive Versandkosten versprochen.

Alle Informationen dazu hier auf Kickstarter. Gefunden bei Technabob.

P.S.: Hier hatten wir mal ein Kopfhörer-Konzept vorgestellt, das in eine ganz ähnliche Richtung ging. Aber bei dem kann man sich wohl sicher sein, dass es zum Schlafen eher weniger geeignet ist…

 

Jan Tißler

Jan Tißler ist Leitender Redakteur von neuerdings.com und Autor auf netzwertig.com. Er ist fasziniert von Technik und ein leidenschaftlicher Internetintensivnutzer.

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2 Kommentare

  1. Sehr nett, mal weiter beobachten :)
    Gerade für die ewig nervigen Geschäftsreisen im Flugzeug, Zug, oder Auto ;)

  2. na ich weiss nicht. ich habe auch das problem mit dem lärm und schlafe deswegen schon mit ohrstöpseln und die nerven schon ein wenig beim schlafen. da ich meistens auf der seite schlafe drücken die stöpsel mit der zeit. wie soll es denn erst bei den hibermate kopfhörern werden. ich denke nicht das man damit besser schläft. eher schlechter

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