Plug:
Die private Dropbox

Plug ist ein Kickstarter-Projekt, das die Idee der Dropbox aufs nächste Level heben möchte. Ein kleines Kästchen mit einem integrierten Linux-System soll alle Daten auf allen Geräten verfügbar machen. Die kostenlosen Apps sollen auf Mac, Windows, Linux und mobilen Endgeräten laufen.

Plug Private Cloud {pd Plug;http://press.meetplug.com}

Plug Private Cloud (Quelle: pd Plug)

Sicherheitsbedenken gegen Cloud-Speicher gab es lange bevor PRISM bekannt wurde. So arbeiten die Entwickler von Plug nach eigener Aussage schon seit zwei Jahren an ihrer Lösung, die es möglich machen soll, nahezu unbegrenzten Speicher kostengünstig und sicher auf allen Geräten eines Nutzers gleichermaßen zur Verfügung zu stellen.

Man schließt einfach bis zu acht externe Festplatten über einen Hub an Plug an, verbindet diesen mit dem eigenen Router und erhält ein VPN mit asymmetrischer Verschlüsselung auf Basis von RSA-2048/SHA-1 Schlüsseln. Plug unterstützt dabei Festplatten der gängigen Formate NTFS, HFS+, Ext3/Ext4 sowie FAT32. Es ist also an so ziemlich alle gedacht: Windows-, Mac- und Linux-Nutzer. Der folgende Film wirbt auf Kickstarter sehr überzeugend für Plug und informiert über die Vorteile.

Plug: unscheinbar aber vielseitig
Plug Private CloudPlug Private CloudPlug Private CloudPlug Private Cloud
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Wie man sieht, ist es nicht allein die Hardware, sondern ihr reibungsloses Zusammenspiel mit der Software, die Plug zu einer echten Cloud-Alternative macht. Einfach mit dem Router zu Hause verbinden, Festplatte anschließen, und schon können alle Geräte des Nutzers (mit der dazugehörigen App und den Log-In-Daten natürlich) darauf zugreifen. Plug soll das Gehirn werden, das alle Informationen speichert.

Voraussetzung: schnelles Internet

Um Plug wirklich so nutzen zu können, wie die Entwickler sich das vorstellen, muss man natürlich über einen vernünftigen Internet-Zugang verfügen. Und zwar nicht nur auf der Seite, die Daten von Plug herunterlädt.

Zwar wirbt das Unternehmen CGC damit, dass Plug die Daten bis zu 60 Prozent schneller bereitstelle als eine herkömmliche Cloud-Lösung, da die Daten ja schon direkt im Haus seien. Aber erstens liegen die Dropbox-Daten ja auch schon physikalisch auf der eigenen Festplatte, und zweitens wird der Geschwindigkeitsvergleich unterschlagen, wenn es darum geht, die Daten unterwegs herunterzuladen. Der Vorteil der Dropbox ist ja, dass die Daten bereits im Internet vorliegen. Bei Plug müssen sie dagegen erst einmal herauf- und dann wieder heruntergeladen werden.

Und in der Regel ist die Upload-Geschwindigkeit ziemlich kümmerlich. Zwar sagt CGC, man habe mit Plug eine Technik entwickelt, um Dateien sofort verschicken zu können, egal wie groß und wie viele, aber mich würde doch mal interessieren, wie sich das in der Praxis anfühlt. Vor allem die Dateiverwaltung scheint mir gewöhnungsbedürftig. Plug übernimmt das Dateisystem und vereinheitlicht es auf allen Geräten. Im Video sieht alles jedenfalls ziemlich gut und schnell aus.

Eine riesige Festplatte, die überall zur Verfügung steht.

Wird der Platz knapp, soll man über einen USB-Hub einfach eine weitere Festplatte anstecken können. Hört sich prima an, allerdings hatte ich in der Vergangenheit auch schon mal Probleme, wenn ein Hub ins Spiel kam. Festplatten wurden unerwartet ausgeworfen oder erschienen gar nicht erst. Wahrscheinlich hängt das reibungslose Zusammenspiel auch vom USB-Hub ab. Aber in aller Regel reicht es wohl auch, einfach eine große Festplatte anzuhängen.

Mit zweitem Plug zum einfachen Backup

Kauft man sich einen zweiten Plug, kann man seine Dateien an dessen angeschlossener Festplatte duplizieren. Wenn zum Beispiel einer im Büro und einer zu Hause steht, kann auch beim Festplattencrash oder Brand nichts passieren. Da die Daten verschlüsselt abgelegt werden, soll man auch die Plugs von Freunden als Backup-Lösung nutzen können.

Mit umgerechnet rund 53 Euro für Kickstarter-Unterstützer ist Plug ziemlich günstig, wenn es denn wirklich so reibungslos funktioniert, dass man seine Dropbox abschalten kann. Dazu kommen noch 7,65 Euro für den Versand. Später soll ein Plug umgrechnet 114 Euro kosten.

Die Kickstarter-Finanzierung läuft noch bis zum 8. September 2013, das Ziel von 69.000 US-Dollar wurde innerhalb kürzester Zeit erreicht.

Alle weiteren Infos gibt sehr ausführlich auf der Kickstarter-Seite von Plug.

 

Frank Müller

Frank Müller ist Vater von 4 Töchtern (mit 1 Frau) und vielseitig interessierter Mac-Nerd, der auch Linux nicht abgeneigt ist. Er arbeitet hauptberuflich als Creative Director und Werbetexter und bloggt ab und zu.

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10 Kommentare

  1. Also im Grunde ein USB-NAS-Adapter wie jeder andere…
    Sowas müsste doch mit vernünftiger Software mit jedem NAS und FTP-Server gehen…

    • Ich denke mal, das Besondere liegt im Zusammenspiel der Hard- und Software. Also der Apps, die das Filesystem übernehmen und alle angeschlossenen Festplatten als einen großen Speicher präsentieren, der auf allen Geräten gleich aussieht.

    • vor der dropbox gab es auch schon FTP Server
      und vor dem iPhone gab es Touchscreen Smartphones…

      Doch die Einfachheit macht den Unterschied, plug&play idealerweise plattformübergreifend.

  2. Cool, grad den letzten für $69 erhalten :)

    Was ich mich aber frage, theoretisch müssen die Daten ja über deren Server laufen, wenn man das ganze mit einem einfachen Login konfigurieren kann, oder?

  3. Ist das nicht das selbe wie die Pogoplugs?
    Bzw.: was ist der Unterschied?

  4. Klingt gut – aber wo bekomm ich so einen?

  5. Ich hab mir vor paar Jahren mal als so ne Art Maennerschmuck und als stylische Alternative einen USB Anhaenger kreiert und mich schon damals gefragt, wie viel GB man eigentlich staendig zugreifbar braucht.
    Mein Stick hat 32 GB und da geht ne Menge drauf. Natuerlich kann ich da nicht wie mit der Dropbox Daten virtuell freigeben. Aber ich hab ein Cryptprogramm drauf und damit ein relativ sicheres Gefuehl.

    http://timelockin.wordpre…1/25/60-2/#more-1048

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