Tagebuch eines Blackberry-Nutzers (1):
Wie ging das noch mit dieser physischen Tastatur?

Blackberry liegt am Boden. Nicht einmal mehr drei Prozent Marktanteil, zuletzt ein Einbruch des Aktienkurses – aber ein hoffnungsvolles neues Betriebssystem und neue Geräte, darunter welche mit physischem QWERTZ-Keyboard. Doch was nützt das, wenn ein Nutzer nichts mehr bedienen kann, was kein Touchscreen ist?

Zurück zu den Wurzeln: eine physische Tastatur ist eine haarige Angelegenheit nach fünf Jahren Touchscreen.

Zurück zu den Wurzeln: eine physische Tastatur ist eine haarige Angelegenheit nach fünf Jahren Touchscreen.

Es ist erstaunlich: Ich bin nicht mehr in der Lage, das zu tun, was vor fünf Jahren noch Alltag war – ein Handy mit einer physischen Tastatur zu bedienen. Ihr wisst schon: diese kleinen Knöpfe mit Zahlen und Buchstaben darauf, die heute bei allen Smartphones nur dann aufpoppen, wenn man Text eingeben will. Nun ja: bei fast allen Smartphones.

Denn Blackberry will die Freunde physischer Tastaturen nicht im Stich lassen und hat dafür neuerdings das Q10 im Angebot. Die Kanadier stellten es mir für einen Test zur Verfügung und ich scheiterte bereits fast an einer vermeintlichen Banalität: das WLAN-Passwort einzugeben, das für die Konfiguration natürlich unerlässlich ist. Erst im vierten Versuch hatte ich Erfolg. Warum? Weil ich nach vier Jahren Touchscreen-Handy verlernt habe, wie man physische Mini-Tasten bedient. Und ihr?

Blackberry Q10
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Zurück zu den Wurzeln: eine physische Tastatur ist eine haarige Angelegenheit nach fünf Jahren Touchscreen.Q10

Schon den richtigen Druckpunkt zu finden, ist ungewohnt. Kleinbuchstaben bekommt man auch bei einem Q10 eingetippt. Schwerer wird’s aber bei Zahlen, Sonderzeichen und Großbuchstaben. Vor allem, wenn man nicht sehen kann, was man da schreibt. Beim Blackberry Q10 ist bei der Eingabe des WLAN-Passwortes nicht möglich, das im Klartext zu tun. Das heißt, es wird jeweils nur die letzte Ziffer kurz eingeblendet, die man eingetippt hat, bevor sie sich aus Sicherheitsgründen in einen schwarzen Punkt verwandelt.

Bei einer Tastatur, die man nicht beherrscht, endet das im Fiasko. Man schaltet ständig zwischen Eingabe und Tastatur hin und her und verliert dabei den Faden. Gerade, wenn zweimal der gleiche Buchstabe aufeinander folgt. Habe ich das jetzt einmal eingegeben oder zweimal? Und habe ich auch ganz sicher den richtigen Buchstaben getroffen? Beim ersten Versuch offenbar nicht. Das Gerät verweigert die Annahme.

Locker flockig ist nicht

Zweiter Versuch. Blackberry will die Eingabe im Q10 damit vereinfachen, dass ein Großbuchstabe erscheint, wenn man eine Taste nur lang genug drückt. Bei der Eingabe eines Passwortes in eine ungewohnte Tastatur und der fehlenden Möglichkeit, das Ergebnis zu sehen, ist die Gefahr hier allerdings riesengroß, aus Versehen zu lange auf einer Taste zu bleiben und damit ein falsches Zeichen einzugeben. Auch der zweite Versuch misslingt.

Man kann ja nicht zurück. Habe ich gerade aus Versehen die falsche Taste gedrückt? Das letzte Zeichen löschen und noch einmal zurück ist beim Q10 hakelig, wenn man sich beim 25. Buchstaben einer Zeichenkette befindet und nicht einmal sicher ist, dass die Tastatur überhaupt etwas übernommen hat. Vielleicht hat man ja beim letzten Buchstaben gar nicht fest genug gedrückt? Auch der dritte Versuch misslingt.

In nur vier Jahren komplett verlernt

Natürlich, es liegt immer auch am Anwender. Dieser hier arbeitet seit 2009 mit verschiedensten Touchscreen-Smartphones – und auch nur reinen Vertretern solcher. Das erste war ein iPhone 3GS, es folgten zahlreiche Testgeräte mit Symbian, Android, Windows Phone und zuletzt auch Blackberry 10 – auf dem Touchscreenmodell Z10. Erinnere ich mich an die ersten Gehversuche mit dem iPhone, finde ich mich in der gleichen Situation wieder wie heute. Vorsichtig hangelt man sich von Taste zu Taste, denn es wirkt wie völliges Neuland. Nur dass eine physische Tastatur kein Neuland ist. Im Gegenteil: tiefstes Abendland. Jahrelang benutzt, antrainiert und perfektioniert – und schließlich wieder verlernt. Ich hätte nie gedacht, dass dies so schnell gehen könnte.

Es nützt nichts: Für den vierten Versuch muss ich meine volle Konzentration zusammen nehmen. Jede einzelne Ziffer wird sorgsam geprüft. Schnell wandert das Auge nach jeder Eingabe von der Taste zum Display und zurück. Auch wenn es Minuten dauert, es ist mir egal. Nach der Eingabe rotiert der Wartekreisel des Q10 erschreckend lange. Dann aber sagt er endlich: okay, das Passwort sei angenommen. Ich bin erleichtert. Zwar ist es nur ein Testgerät und ich bin kein zahlender Kunde gewesen. Aber ich war drauf und dran, das Gerät zurückzuschicken und den Test abzubrechen, wenn es nicht funktioniert hätte. Was hätte ich auch ohne funktionierendes WLAN groß damit machen können?

Hipster oder Außenseiter?

Natürlich wird alles nun Folgende nicht mehr so schwer. Wenn man auf dem Display sehen kann, was man schreibt, kann man sich leichter korrigieren. Das Tippen wird einem mit der Zeit wieder deutlich leichter fallen. Aber diese Passwort-Eingabe ist eine höllische Herausforderung für jemanden, der physische QWERTZ-Tasten nicht mehr gewohnt ist. Mein Tipp an Blackberry: Bei der Passworteingabe Klartext zulassen. Viele mobile Betriebssysteme anderer Hersteller erlauben dies mittlerweile auf Wunsch. Aus gutem Grund, denn die meisten Nutzer wechseln gerade in die andere Richtung: von physischer Tastatur zum Touchscreen.

Das Blackberry Q10 ist nach dem Z10 das zweite Modell mit dem neuen Betriebssystem Blackberry 10. Das Z10 ist ein reines Touchscreen-Modell, das Q10 eine Mischform. Blackberry will auch weiterhin mit Tastaturen punkten, physischen wie virtuellen. Dafür setzt man auf beide Geräteklassen. Der kanadische Hersteller ist in den 2000er Jahren mit den breiten Handhelds mit physischer QWERTZ-Tastatur zum Marktführer bei Smartphones aufgestiegen – und dann von iPhone und Android in die Nische gedrängt worden. Blackberry 10 soll nun die Wende bringen.

Wie es ist, heute mit einem Blackberry unterwegs zu sein, wollen wir euch in einem mehrteiligen Blackberry-Tagebuch zeigen. Wie sieht es mit den Apps aus? Kann man gut damit arbeiten? Kann man sich langfristig wieder gewöhnen an diese QWERTZ-Tastatur oder hat sie gar Vorteile? Und wie ist eigentlich der Ruf der Geräte? Ist man damit Außenseiter, weil von gestern, oder gar Hipster, weil man da mal etwas anderes in der Hand hat als die übrigen 90 Prozent mit iPhone und Android?

Erschienen in unserer Serie “Tagebuch eines Blackberry-Nutzers”:
(1) Wie ging das noch mit dieser physischen Tastatur?
(2) Verzweifelte Suche nach dem Hipster-Phone
(3) Physische Tastatur – Mehr Fans als erwartet
(4) Die App-Auswahl in der Blackberry World
(5) Auf Abenteurreise mit dem Underdog

 

Jürgen Vielmeier

Jürgen Vielmeier ist Redakteur bei neuerdings.com, netzwertig.com und dem Euronics Trendblog. Neue Gadgets und Software? Liebend gerne! Aber nur, wenn sie das Leben auch wirklich leichter machen.

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15 Kommentare

  1. Eigentlich sind physische Tastaturen auch sinnvoll aber nicht wirklich wenn sie so klein sind wie beim Blackberry. Eine aufklappbare Tastatur wie beim Nokia N97 wäre für viele User ideal.

  2. Bei meinem Z10 kann ich seit dem 1.OS die Passwörter anzeigen lassen! Rechts in dem Feld wo man das Passwort eingibt ist ein Auge wenn man dieses drückt wird das eingegebene Passwort sichtbar. Ist das ganze beim Q10 nicht der Fall?

  3. Ein Ganzer Artikel bloß darüber, dass der Autor ein Passwort nicht eintippen konnte ;-))))
    Also es gibt da doch eine Möglichkeit wenngleich sie einen Umweg darstellt:
    Passwort in einer SMS/Mail/ in der Notizen App (kenne mich mit Blackberry os nicht besonders aus) eintippen, kopieren, einfügen. Umständlich aber zielführend!

    Gruß

    • Geht nicht beim Erstsetup des Geräts. ;)

      “Ein Ganzer Artikel bloß darüber, dass der Autor ein Passwort nicht eintippen konnte ;-))))”

      Das mag auf den ersten Blick banal erscheinen. Aber bei einem neuen System sind es gerade diese vermeintlichen Kleinigkeiten, die entscheidend sein können. Probier’s mal selbst aus! ;)

  4. War mir nicht klar, dass es die Erstkonfiguration war … Ich würde das dann als Bug sehen. Darf aber bei einem Handy, das vorallem eins sein sollte, nämlich zuverlässig, nicht sein. Vorallem weil Blackberry ja nun nicht erst seit gestern Geräte baut.
    Das mit dem ganzen Artikel nur übers Passwort war nicht böse gemeint, ich hoffe dass es nicht falsch rüberkam!
    Aber ja, wenn man es so betrachtet sind gerade kleine Frustrationen am Anfang besonders ärgerlich. Es gibt ja Leute die in sonem Fall das Gerät zurückgehen lassen, ich persönlich mache das nicht von Kleinigkeiten abhängig, da muss schon mehr kommen…

    • “Das mit dem ganzen Artikel nur übers Passwort war nicht böse gemeint, ich hoffe dass es nicht falsch rüberkam!”

      Keine Sorge. ;)

  5. Ein Artikel darüber das man sich manche Menschen nach einer gewissen Zeit einfach wieder an eine andere Eingabemethode gewöhnen müssen? Das ist das normalste der Welt und DAFÜR kann BlackBerry sicherlich nichts! Das Q10 war für mich auch die erste Hardware Tastatur seit langer, langer Zeit aber ich konnte nach 5min damit schneller Schreiben als mit jeder Touchscreen-Tastatur (selbst schneller als auf dem Z10 oder mit SwiftKey). Vor allem ohne “Fehler” welche durch die Rechtschreibprüfung produziert werden. Der Autor gibt ja selbst zu das er es einfach “verlernt” hat aber meiner Meinung nach klingt es doch so als hätte man hier eine schlechte Tastatur erzeugt. Genau das Gegenteil ist der Fall die Q10 Tastatur ist das beste das BlackBerry jemals auf den Markt gebracht hat (besser als 9000er und 9900er) und ich wage zu behaupten das ich von der Schreibgeschwindigkeit und Zielsicherheit locker an eine PC-Tastatur herankomme (ne ich schreibe am PC nicht mit zwei Fingern :-P ).

    Bitte nicht falsch verstehen ich will hier niemanden angreifen und lediglich klarstellen das ihr mit Sicherheit keine bessere Hardware-Tastatur finden werdet und das eben solche wunderbar wenn nicht sogar besser zu gebrauchen sind wenn man nur weiß wie diese zu Bedienen sind :-)

    • Bitte ebenfalls nicht falsch verstehen: Ich kritisiere Blackberry nicht für die Tastatur. Es geht hier nur darum zu zeigen, dass es ein Risiko sein kann, etwas neu zu vermarkten, was viele verlernt haben können. Und wenn dann Schwierigkeiten dazu kommen, wie die fehlende Möglichkeit, das Passwort im Klartext einzugeben, dann kann es Probleme geben.

      Die Tastatur will ich hier noch nicht abschließend bewerten, das kommt später. Find’s aber schon jetzt etwas hakelig, immer die kleine alt-Taste zu erwischen, wenn ich nur ein Komma oder ein @-Zeichen eingeben will, und dass ich doch wieder auf dem Touchscreen herumtippen muss, wenn ich Umlaute brauche.

  6. Ich finds eigentlich sehr schade, dass es Handys mit echter Tastatur mehr gibt. Habe mir vor einem Jahr das XPeria mini pro aus genau diesem Grund geholt und nutze die Tastatur ständig. Ich fänds toll wenn mal wieder ein neues Android mit Tastatur rauskommen würde.

  7. Gut da kann ich nur aus eigener Erfahrung sprechen und das einfach als “Gewohnheit” abtun. Bei mir ging die Bedienung (auch Zahlen und Sonderzeichen) nach einigen Minuten wieder blind wie früher. Früher hatte ich aber auch sehr viel Übung. Meiner Meinung nach sollte sich der Eindruck nach 1-2 Wochen intensiver Nutzung stark verbessern aber wir werden sehen :-) Für “Neunutzer” also Nutzer welche die “alten” Hardware Tastaturen nicht gewohnt sind ist es mit Sicherheit ein Umstellungsprozess aber ich denke keiner welcher nicht problemlos zu bewerkstelligen wäre.

  8. Hallo. Ich administriere seit vielen Jahren die Blackberry Umgebung in unserer Firma. Mittlerweile haben wir über 1600 Handhelds im Einsatz (nur Blackberries, Iphones und Androiden nicht mitgerechnet). Gerade die älteren Herrschaften (mittleres und oberes Management) möchten auf eine physische Tastatur nicht verzichten. Ich hatte den Z10 und den Q10 zum Test hier und bin persönlich zu dem Fazit gekommen das der Z10 gute Multimediaeigenschaften besitzt, der Q10 aber das bessere Arbeitsgerät ist, zumal das tippen (persönliche Meinung) auf der “echten” Tastatur deutlich schneller und fehlerfreier funktioniert. Und der Supportaufwand würde m. E. immens steigen, wenn wir nur noch Geräte mit Bildschirmtastatur ausliefern würden. Das ist dann gerade bei den erwähnten Herrschaften schnell eine Frustgrenze erreicht und es fallen dann Sätze wie “ich will mein altes Gerät wieder haben”. Blackberry (früher RIM) ist dies wohl bewusst und es werden daher beide Gerätevarianten angeboten.
    Letztendlich ist das alles wohl eh eine Sache eines jeden Einzelnen und seinen persönlichen Vorlieben ( oder Fähigkeiten). Dieser Text wurde übrigens auf einem Iphone getippt und ich wage zu behaupten, das ich mit einem Blackbery ( oder einen echten Tastatur) deutlich schneller gewesen wäre. ;-)

    • Cooler Kommentar!

      Ich glaube, ich hätte es etwas deutlicher darstellen müssen. ICH bin ein verwöhnter, bzw. entwöhnter Touchscreen-Smartphone-Veteran, der jetzt vier Jahre lang mit diversen Nur-Touchscreen-Geräten gearbeitet hat und deswegen gar nicht mehr dazu in der Lage ist, physische Tastaturen zu bedienen. Dass das für jemanden ganz anders aussieht, der gerade erst vom Handy oder einem alten Blackberry umsteigt, das kann ich mir gut vorstellen. Guter Punkt, werde ich im übernächsten Teil des Tagebuchs drauf eingehen!

  9. Wir hatten das Z10 für einen Mitarbeiter; ich war eher in Richtung Q10 orientiert. Es folgte ein Desaster: eine Anbindung an unseren Enterprise-Server scheiterte an der Version. Z10 verlangt mindestens BES 5, wir haben BES 4. Über Active Sync an den Exchange Server scheiterte an einem Microsoft Sicherheitszertifikat, das man auch nur gegen zusätzliche Kosten hätte erwerben müssen. Bis das alles klar war, waren zudem Servicekosten für drei Stunden Experimentieren angefallen.

    Das Z10 konnten wir dann gegen ein iPhone5 beim Provider tauschen. Ich bin jetzt nach BB Torch Besitzer eines Lumia mit Windows Phone 8. Die anderen BB in unserer Firma werden nun nach und nach gegen Smartphones anderer Hersteller ersetzt.

    Alles das mag für jemanden mit 1600 Exemplaren erträglich sein. Wie viele solcher Power User gibt es aber? Für unsere Firma waren die Anforderungen von BB nur umständlich, teuer und unpraktisch.

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