Heineken Ignite:
Interaktive Bierflasche leuchtet beim Trinken, folgt dem Beat des DJs

Heineken hat zusammen mit der Werbeagentur Ignite DDB eine intelligente Bierflasche vorgestellt. Ausgestattet mit einem Arduino Board leuchtet sie beim Trinken oder Zuprosten und blinkt zum Rhythmus der Musik.

Bierflasche leuchtet beim Zuprosten. Alle Bilder: Heineken/Ignite DDB

Bierflasche leuchtet beim Zuprosten. Alle Bilder: Heineken/Ignite DDB

Elektronik erobert mittlerweile alle Lebensbereiche, auch solche, bei denen man sich dachte, sie kämen auch gut ohne aus. Es gibt Kaffeetassen mit LED, es gibt Sportschuhe, die leuchten, je nachdem wie schnell man mit ihnen läuft, oder es gibt Keksdosen mit Zeitschloss.

Da passt eine interaktive Bierflasche eigentlich ins Bild. Heineken hat sie zusammen mit der Werbeagentur Ignite DDB vorgestellt. Ausgestattet mit einem Arduino Board, Beschleunigungssensoren, acht LEDs und einem Mini-Akku wird die Elektronik unter die Flasche gesetzt. Sie reagiert auf Bewegungen und Rhythmen, damit auch ein Disco-Besuch zum vernetzten Erlebnis wird.

Heineken Ignite - interaktive Bierflasche
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Hier im Video zeigen die Brauerei- und Werbe-Tüftler, wie sich auch so etwas Alltägliches wie eine Bierflasche noch erweitern lässt und wie das Partyvolk darauf reagiert:

Man mag das Ganze für überflüssig oder einen kurzzeitigen Partyscherz halten, aber beachtlich ist, wie die Entwickler es umgesetzt haben. Ein Arduino-Board wurde zu einem eigenen Mikroprozessor umfunktioniert, die Ecken abgerundet. Ein Beschleunigungssensor und acht LEDs kamen mit darauf und ein WLAN-Empfänger, verbunden mit der Anlage des DJs, um die LEDs im Rhythmus der Musik blinken zu lassen. Das Ergebnis musste kälte- und kondenswassergeschützt sein und wurde in ein Kunststoffgehäuse gesetzt, das sich mehrfach verwenden und einfach unter die Bierflasche schrauben lässt.

Version 2.0 bereits in Planung

Auf der Mailänder Designmesse im April testete Heineken das Projekt erstmals. Die interaktive Bierflasche soll noch vor Jahresende in sieben Ländern ausgerollt werden, und für das kommende Jahr streben die Tüftler mit Ignite 2.0 eine verbesserte Version an. Ziel soll es angeblich sein, die Menschen auf der Tanzfläche zu vernetzen, ohne dass diese ständig auf ihr Smartphone schauen. Für die kommende Version wäre natürlich noch mehr möglich, zum Beispiel verschieden farbige LEDs, bei der Partygäste mit der gleichen Farbe zusammenfinden können.

Für mehr als einen kurzzeitigen Partyscherz halte ich Heineken Ignite übrigens nicht. Es gibt keinen konkreten Nutzen, nichts, was einer guten Lichtanlage etwas entgegen zu setzen hätte, und dann wäre da auch noch die Frage nach der Biersorte. Aber der Trend ist eindeutig: mehr und mehr Alltagsgegenstände werden vernetzt. Einige davon können dadurch noch einmal richtig aufblühen – geschätzte 80 bis 90 Prozent werden wohl wieder in der Versenkung verschwinden. So wie auch Heinekens R2D2-Bierroboter aus dem Jahre 2011. Schön zu sehen auf jeden Fall, dass Tüftler allerorts sich derzeit daran machen, profane Gegenstände noch ein wenig aufblühen zu lassen.

via Technabob

 

Jürgen Vielmeier

Jürgen Vielmeier ist Redakteur bei neuerdings.com, netzwertig.com und dem Euronics Trendblog. Neue Gadgets und Software? Liebend gerne! Aber nur, wenn sie das Leben auch wirklich leichter machen.

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Ein Kommentar

  1. “Ein Arduino-Board wurde zu einem eigenen Mikroprozessor umfunktioniert”

    Der Satz ergibt irgendwie keinen Sinn. Selbstverständlich wird das Board hier wie jedes Arduino auch einen Microcontroller (uC) beherbergen.

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