Sony, Geak, Kreyos:
Drei neue Smartwatches drängen auf den Markt

Sony war mit seiner Android-Smartwatch vergleichsweise früh dabei, nun haben sie den Nachfolger am Start und der trifft auf jede Menge Konkurrenz. Mit der Geak Smartwatch und dem Indiegogo-Projekt Kreyos drängeln sich zudem zwei weitere Neuzugänge um die Handgelenke.

Sony Smartwatch 2

Sony Smartwatch 2

Don Reisinger hatte auf Slashgear gerade dieser Tage geschrieben, warum er keine Smartwatch haben will, obwohl er sich ansonsten als Gadgetgeek ansieht. Sein Hauptproblem: Die aktuellen Vertreter sind einfach zu klobig und können zu wenig. Er sieht die aktuellen Smartwatches in derselben Kategorie wie Digitaluhren mit eingebauten Taschenrechnern… Und das, wo das Kickstarter-Projekt Pebble doch bekanntlich jede Menge Rekorde gebrochen hat.

Aber vielleicht fehlt einfach der eine große Wurf, der ihn und andere Smartwatch-Verweigerer überzeugt. Sony, Geak und Kreyos sind nun als neueste Vertreter dazu angetreten.

Neue Smartwatches: Sony, Geak, Kreyos
Geak WatchDie Geak Watch soll auch als Fernbedienung für die Smartphone-Kamera dienen.Geak WatchGeak Watch
Geak WatchGeak WatchGeak WatchKreyos Meteor
Kreyos MeteorKreyos MeteorKreyos MeteorKreyos Meteor
Wer will, kann die Kreyos Meteor auch um den Hals tragen.Kreyos MeteorKreyos MeteorKreyos Meteor
Kreyos MeteorKreyos MeteorSony Smartwatch 2Sony Smartwatch 2
Sony Smartwatch 2Sony Smartwatch 2Sony Smartwatch 2Sony Smartwatch 2
Sony Smartwatch 2Sony Smartwatch 2Sony Smartwatch 2Sony Smartwatch 2

Sony Smartwatch 2

Mit der Sony Smartwatch 2 soll man Mitteilungen direkt am Handgelenk lesen und auch Android-Apps sowie seine Musik direkt steuern können. Im “Standalone-Modus” kann man dennoch die Zeit ablesen (man muss das ja extra erwähnen) und man kann auch dann immerhin bereits erhaltene Nachrichten abrufen. Das Display soll auch bei hellem Sonnenschein noch ablesbar sein.

Das Gehäuse besteht nicht etwa aus Kunststoff, sondern aus Edelstahl und Aluminium. Es ist zudem wasser- und staubgeschützt nach IP57. Bedeutet: Vor einem Regenschauer muss man keine Angst haben, fürs Duschen, Schnorcheln oder gar Tauchen sollte man die Uhr allerdings abnehmen. Das Armband lässt sich übrigens austauschen: jedes im Format 24 mm passt.

Einige weitere technische Daten:

  • Display: 1,6 Zoll Touchscreen, 220 x 176 Pixel
  • Drahtlos: Bluetooth 3.0, NFC
  • Akku: soll bei “normaler Nutzung” drei bis vier Tage halten, bei sparsamer Nutzung auch bis zu sechs Tage

Im dritten Quartal 2013 soll die Sony Smartwatch 2 auf den Markt kommen und dann mit Smartphones und Tablets ab Android 4.0 kompatibel sein. Der Preis ist noch nicht bekannt.

Weitere Informationen und Daten hier direkt bei Sony.

Kreyos Meteor

Die Kreyos Meteor sucht derzeit auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo nach Interessenten und vor allem Unterstützern. Das Projekt hat dabei sein Mindestziel von 100.000 US-Dollar bereits erreicht.

Es sei die einzig Smartwatch mit Stimmen- und Gestenkontrolle, sagen die Macher. Entsprechend ist sie mit Mikrofon und Lautsprecher ausgestattet und kann auch als Freisprecheinrichtung dienen. Auf der Indiegogo-Projektseite wird das mit Captain Kirk verglichen, mich erinnert das ja immer eher an Knight Rider und das sah schon in den 80ern albern aus… Wer sich davon nicht abschrecken lässt, kann darüber jedenfalls nicht nur Gespräche führen, sondern auch die Sprachsteuerung seines Smartphones auf diese Weise nutzen. Man labert dann also in sein Handgelenk, um das Smartphone in der Jackentasche fernzusteuern? Der Fortschritt ist wirklich nicht aufzuhalten.

Wer will, kann die Kreyos Meteor auch um den Hals tragen.

Wer will, kann die Kreyos Meteor auch um den Hals tragen.

Die Gestenkontrolle wiederum nutzt Bewegungssensoren in der Uhr. Bewegt man sein Handgelenk, kann das also entsprechende Aktionen auslösen. Na, dann hoffen wir doch mal, dass man nicht einen Anruf auslöst, wenn man ein Taxi heranwinkt.

Auch die Kreyos Meteor ist bei alldem nicht zwingend auf ein anderes Smart-Device angewiesen, um sich nützlich zu machen. Sie soll sich zudem als Fitness-Gadget nutzen lassen. Dafür kann sie sich via Bluetooth oder ANT+ auch mit entsprechenden Geräten verbinden.

Eine Besonderheit: Man muss die Uhr nicht zwingend am Handgelenk tragen. Man kann sie sich auch an den Kragen klippen oder um den Hals hängen. Ob sie da allerdings sinnvoller positioniert ist, steht auf einem andern Blatt.

Einige weitere technische Daten:

  • Display: 1,26 Zoll, 144 x 168 Pixel
  • Drahtlos: Bluetooth 2.1+ EDR, Bluetooth 4.0, ANT/ANT+
  • Akku: sieben Tage Laufzeit – unter welcher Belastung, wird nicht verraten

Im November 2013 soll die Kreyos Meteor lieferbar sein und ist dann mit Android, iOS und Windows Phone kompatibel. Bei Indiegogo bekommt man ein Exemplar derzeit noch für umgerechnet 88 Euro inklusive Versand.

Weitere Informationen hier auf Indiegogo.

Geak Watch

Die Geak Watch soll auch als Fernedienung für die Smartphone-Kamera dienen.

Die Geak Watch soll auch als Fernbedienung für die Smartphone-Kamera dienen.

Als die “erste wahre Smartwatch der Welt” preist der Hersteller seine Geak Watch an. Gemeint ist damit wohl vor allem, dass sie mehr sein soll, als ein Smartphone-Zubehör. Dank Wi-Fi 802.11b/g/n kann sie sich jedenfalls auch selbst mit dem Internet verbinden. Sie läuft offenbar mit Android 4.1. Und der Prozessor im nur 8 mmm dicken Gehäuse soll auch HD-Video abspielen können – wozu auch immer das gut ist.

Daneben werden sich jede Menge Sensoren in der Smartwatch finden – Temperatur, Beschleunigung und Gyroskop. GPS wird ebenfalls versprochen und dass Körperdaten wie der Puls erfasst werden können. Und neben der Zeit zeigt sie auch die aktuelle Wettervorhersage an.

Einige weitere technische Daten:

  • Display: 1,55 Zoll, 240 x 240 Pixel, Multitouch
  • Drahtlos: Wi-Fi 802.11b/g/n, Bluetooth 4.0
  • Akku: noch unbekannt

Für umgerechnet rund 250 Euro soll die Geak Watch im Juli 2013 zunächst in China auf den Markt kommen. Ob und wann sie auch den Weg zu uns nach Europa findet, ist noch unbekannt.

Die weite Welt der Smartwatches

Stellt sich am Ende des Tages nur tatsächlich die Frage, ob wir es hier mit einem vorübergehenden Hype oder einem nachhaltigen Trend zu tun haben. Werden Smartwatches wirklich wie von einigen vermutet zu einer neuen Produktkategorie? Oder wird es am Ende doch den meisten Leuten so gehen wie dem Gadget-Experten Don Reisinger, dem so ein Gerät nicht ans Handgelenk kommt?

Letztendlich entscheidet es sich allein danach, wie nützlich die Smartwatch ist und welche Vorteile sie dem Besitzer gegenüber dem bereits gewohnten Griff zum Smartphon wirklich bringt.

 

Jan Tißler

Jan Tißler ist Leitender Redakteur von neuerdings.com und Autor auf netzwertig.com. Er ist fasziniert von Technik und ein leidenschaftlicher Internetintensivnutzer.

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6 Kommentare

  1. Man merkt, dass das Thema Smartwatch ein wirklich aktuelles ist. Bin echt gespannt wie Apple und Konsorten darauf reagieren werden. Praktisch sind die Smartwatches aber ob der Akku auch lange hält ist eine andere Sache ;)

  2. Ich wage mal die Prognose, das sich der aktuelle Smartwatch-Hype genauso totlaufen wird wie alle vorherigen auch.

    Angefangen mit den besagten Digitaluhren mit eingebautem Taschenrechner kehrt dieser Trend aber immer wieder.
    Und scheitert immer wieder anden selben Problemen/Mängeln:
    schlechte Bedienbarkeit und zu wenige oder sinvoll nutzbare Funktionen.

    Erst wenn eine wirklich einzigartige Funktion ”erfunden” wird, die eine Smartwatch reizvoll macht, wird mit Erfolg zu rechnen sein.

    Davon abgesehen halte ich das Konzept, ein Smartphone in ein Armbanduhrgehäuse zwängen zu wollen, für völlig falsch. Die Bedienung kann aufgrund der Displaygröße immer nur suboptimal sein. Sicher ist Sprachsteuerung eine Lösung, aber das sieht wie gesagt sehr affig aus.

    Was ich mir vorstellen könnte (sobald die Technik dafür verfügbar ist), sind Smartphones mit biegsamen Display usw., die man sich wie ein breites Armband um das Handgelenk legen kann (hat man ja schon in diversen Studien gesehen). Bei Bedarf (etwa um nicht alle Umstehenden zu belästigen oder mithören zu lassen) nimmt man es ab und hält es an Ohr, wie ein heutiges Smartphone. Bedienung, Funktionen, Akkulaufzeit usw. genauso wie man es heute gewohnt ist.

    • @Bob: Ich denke, es geht nicht darum, ein Smartphone in eine Armbanduhr zu zwengen.

      Sondern vielmehr um das stets sichtbare Display am Armgelenk für kurze, aber hilfreiche Infos (wer ruft gerade an, eingegangene SMS, Emails etc). Dadurch musst du nicht mehr ständig das Handy aus der Jacke kramen.

  3. Wenn im einleitenden text die klobigkeit bisheriger smartwatches beklagt wird, dann würde ich mir in den vorstellungstexten der drei neuen eigentlich angaben genau dazu erwarten: wie klobig sind die neuen denn nun (maße) ?

  4. Also ich finde die Kreyos ist echt mal wieder eine Verbesserung am Smartwatch Markt. Pebble ok. Da gefällt mir das Design jetzt nicht so. Aber die Kreyos hat auch mal endlich Spracherkennung. Preis von 119 Dollar passt auch. Mal sehen, was kommt.

    Lg

    • Die Kreyos ist wirklich sehr interessant, aber auch die Pebble gefällt mir. Ich freue mich aber vor allem auf die iWatch, wird sicher der Burner!

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