Mipow Boomin Bluetooth-Lautsprecher im Test:
Klein aber fein

Akku-Spezialist Mipow hat kürzlich seine ersten mobilen Bluetooth-Boxen vorgestellt. Wir haben den kleinen Lautsprecher Mipow Boomin ausprobiert, der auch als Freisprecheinrichtung nutzbar ist.

Mipow Boomin Lautsprecher (Bilder: Frank Müller)

Mipow Boomin Lautsprecher (Bilder: Frank Müller)

Die Verpackung macht schon mal was her. Sie wirkt hochwertig und solide, aus dicker Pappe mit Magnetverschluss. Viel enthält sie nicht: den Bluetooth-Lautsprecher Mipow Boomin, ein USB-auf-Micro-USB-Kabel zum Laden, eine Trageschlaufe und die Gebrauchsanweisung.

Anders als bei vielen Geräten kommt man beim Mipow Boomin kaum um das Lesen der Anleitung herum. An Bedienelementen finden sich nur drei Schalter: Plus und Minus zum Regeln der Lautstärke sowie der Netzschalter. Da der Mipow Boomin aber über zwei Klangeinstellungen verfügt und sich ja auch zunächst mit ein bis zwei Geräten koppeln muss, besitzen die Schalter mehrere Funktionen. Die sollte man kennen.

Mipow Boomin Bluetooth-Lautsprecher
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Das erste Koppeln mit einer Bluetooth-Audioquelle geschieht, indem man den Boomin einschaltet und nach dem Einschalt-Ton den Knopf noch vier Sekunden gedrückt hält, bis eine Stimme "Pairing" sagt. Am iPhone erhält man man auch gleich eine optische Rückmeldung, an der man erkennt, ob die Verbindung steht: Der aktuelle Ladestatus des Boomin wird auf dem iPhone-Display angezeigt. Nach dem ersten Koppeln verbindet sich der Boomin sofort nach dem Einschalten mit bekannten Geräten.

Das iPhone reagiert ohne merkliche Verzögerung auf die Eingaben über den Boomin. Ein Druck auf den Knopf, und das gerade laufende Lied pausiert sofort. Die unter einer Gummierung verborgenen Tasten besitzen einen guten Druckpunkt, außerdem erhält man noch akustische Rückmeldung über einen kurzen Piepton.

Der Klang des Mipow Boomin

Zum Umschalten zwischen der Einstellung "Rock" und "Megabass" drückt man gleichzeitig kurz die Lautstärkeregler "Plus" und "Minus", was der Boomin mit einem Ton quittiert. Allerdings hört man den Unterschied auch so deutlich. Meine Frau bevorzugt den helleren "Rock"-Klang, während mir ausnahmsweise der wärmere "Megabass" etwas besser gefällt.

Ich habe zwar schon einige dieser kleinen Bluetooth-Player getestet, bin aber immer wieder erstaunt, welchen Sound man heutzutage da herausholen kann. Natürlich bringt der Mipow Boomin nicht so viel Bass wie große Lautsprecher, aber er kann sich durchaus hören lassen.

Auch als Freisprecheinrichtung zu gebrauchen.

Falls ein Anruf hereinkommt, drückt man einfach einmal den Ein- und Ausschalter (der durch ein Telefonhörersymbol gekennzeichnet ist) und nimmt den Anruf über den Boomin an. Zum Auflegen reicht wieder ein kurzer Druck. Hat man gerade keine Zeit zum oder Lust zum Telefonieren, reicht ein Doppeldruck, um den Anruf abzulehnen.

Durchdachtes Design mit einer kleinen Hürde

Das Design des Mipow Boomin ist eigenständig aber zurückhaltend – jedenfalls lässt sich das über mein schwarzes Testexemplar sagen. In rot und blau ist der kleine Klangwürfel schon etwas auffallender. Das einzige, was ich weniger durchdacht fand, war die Befestigung für die mitgelieferte Handschlaufe. Man braucht schon etwas Geduld und eine sehr spitze Pinzette, um die Schlaufe dort einzufädeln. Ist das aber erst einmal geschafft, kann man den Boomin mit der Schlaufe gut an einem Karabinerhaken oder ähnlichem befestigen.

Weitere Infos gibt es auf der Produktseite von Mipow. Dort kostet die Bluetooth Box Boomin 69,95 Euro. Damit bewegt sie sich im üblichen Preisrahmen der kleinen Bluetooth-Lautsprecher.

 

Frank Müller

Frank Müller ist Vater von 4 Töchtern (mit 1 Frau) und vielseitig interessierter Mac-Nerd, der auch Linux nicht abgeneigt ist. Er arbeitet hauptberuflich als Creative Director und Werbetexter und bloggt ab und zu.

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6 Kommentare

  1. Tolles Teil und das Design ist total retro. Gefällt mir wirklich sehr gut!

  2. Ziemlich oberflächlicher Artikel, oder nur schlecht recherchiert? Das wenigste wären Angaben zur Musikleistung (auch wenn RMS wenig aussagekräftig ist) und vor allem zur Kapazität des Akkus, hier sind 500mAh das übliche Übel. Vergleichbares – Bluetooth, sogar mit Slot für micro-SD-Karten und doppelt so großem Akku – findet man übrigens schon ab 25€.

    • Jaja, es gibt einfach kaum noch Qualitätsjournalismus. Die Angaben zu den wenig aussagekräftigen RMS Musikleistung habe ich schon in einem früheren Artikel verlinkt, das habe ich dieses Mal tatsächlich versäumt (Der Boomin leistet übrigens 3 Watt RMS). Angaben zur Spieldauer finde ich persönlich interessanter als mAh. Besonders gespannt bin ich aber auf vergleichbare Bluetooth-Lautsprecher ab 25 Euro. Der von Logitec kostet ebenfalls 69 Euro. Wenn es einen in vergleichbarer Qualität für weniger als die Hälfte gibt, freuen sich unsere Leser bestimmt über einen Link.

    • Hallo, es finden sich jede Menge dieser Geräte z.B. bei Amazon, Stichwort “mini Lautsprecher Bluetooth”, Paradebeispiel für mich war der Music Angel mit seinem 1000mAh Akku, bis 70€ kam dann nichts besseres – “Spielzeit” finde ich eine schräge Einheit für die Bewertung, daran ist dann ja nun garnichts mehr genormt, oder ich finde keine Quelle dazu. Und mal ehrlich – die Dinger sind eh alle made in China oder Taiwan, auch wenn da Logitech draufsteht (haben übrigens gute Boxen auch so für 25€, wenn man dann auch nicht mehr erwartet). Hin oder her – ich geb dem boomin gern eine Chance, aber bei gerade mal 40mm Treiber der für kaum mehr als Musik hören im Zug gedacht und zu gebrauchen ist seh ich da schwarz großartige Unterschiede für nicht-audiophile zu erkennen. Vllt. ergibt sich ja noch die Gelegenheit die beiden gegeneinander antreten zu lassen.

  3. @ Frank: Fleischig?

    Meine aktuelle Hitparade an selbstbenutzem Equipment:

    1.) UE Boombox
    2.) Yamaha PDX-11
    3.) Big Jambox
    4.) Philips Shoqbox 7220 (auf dem Fahrrad)
    5.) Jambox
    6.) xq-Beats
    7.) Jagbra Solemate

  4. Update per heute, 26.7.2013:

    1.) Bose Soundlink Mini (WOW! – FRAAAANK!)
    2.) UE Boombox (die Grosse)
    3.) Yamaha PDX-11
    4.) Big Jambox
    5) Scosche BoomBottle (auf dem Fahrrad)
    6.) Jambox
    7.) Philips Shoqbox 7220
    8.) xq-Beats
    9.) Jabra Solemate

    Die Wertung erfolgt immer anhand der subjektiven Wahnrnehmung als auch der Leistung im Vergleich zur Grösse und dem Einsatzzweck. Die Shoqbox würde sich mit dem IR-Sensor ideal für das Fahrrad eignen – dachte ich. Aber jeder Schattenwurf switch zwischen Paus und Play und Pause hin und her… unrauchbar auf dem Fahrrad. Die Jambox habe ich wieder nach vorne gesetzt, weil der 3D-Sound-Mode manchmal schon extrem gute Effekte erzeugt. Die Jabra enttäuscht immer noch und wird wohl bald in der Bucht stehen.

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