Blue Mikey digital ausprobiert:
iOS Stereo-Mikrofon zum Anstecken

Mikey digital stammt vom Mikrofonspezialisten Blue Micropohones. Das Unternehmen stellt Mikrofone jeder Art her, von Studio-Mikrofonen mit austauschbaren Kapseln und umschaltbarer Klangcharakteristik über USB-Mikrofone bis hin zu Mikrofonen speziell für iOS-Geräte. Das Mikey Digital ist ein Stereo-Mikro, das man direkt am 30-Pin-Dock (oder mit Adapter auch an der Lightning-Schnittstelle) von iPhone, iPad und iPod touch anschließen kann.

Blue Mikey Digital iOS-Mikrofon (Bilder:Frank Müller)

Blue Mikey Digital iOS-Mikrofon (Bilder:Frank Müller)

Als das Mikey digital angekündigt wurde, war noch keine Rede von der Lightning-Schnittstelle an neuen Apple-Geräten. Meine erste Anfrage nach einem Testmuster habe ich im Januar 2012 gestellt, erst im September war es tatsächlich erhältlich, und Anfang April habe ich dann ein Mikey Digital erhalten.

Es handelt sich dabei um ein kompaktes Kondensatormikrofon mit zwei Mikrofonkapseln – den gleichen, die auch in den Mikrofonen Snowball und Yeti verwendet werden. Drei Empfindlichkeitsstufen lassen sich am Mikey Digital einstellen, so dass man laute Konzerte ebenso aufnehmen kann wie leise Töne.

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Kein Monitorausgang, aber Übersteuerungsanzeige

Standardmäßig sollte man den Umschalter in der mittlere Automatikposition lassen. Blinken die LEDs bei der Aufnahme rot auf, übersteuert das Mikey und man schaltet einen Gang runter, in die rechte Position, die für Aufnahmen im Bereich 100 – 130 dB gedacht ist.

Die linke Position ist dagegen für ruhige Umgebungen gedacht, mit Tonquellen von 45-65 dB Lautstärke. Leider kann man die Aufnahme nicht über einen Monitorausgang kontrollieren. Ein echtes Manko des Mikey, wie ich finde.

Die folgende Aufnahme ist schnell mal im Wohnzimmer mit dem Schalter in der mittleren Position entstanden, als ich ein paar Minuten Ruhe hatte. Schnell die Art & Lutherie Ami Steel gegriffen, Mikey Digital ins iPhone, TwistedWave Audio Editor (Affiliate-Link) (eine der von Blue empfohlenen Apps) geöffnet und losgeklimpert.

Mini-USB-Anschluss für längere Aufnahmen

Anstelle des fehlenden Monitorausgangs verfügt das Mikey Digital über zwei Eingänge, einer davon für Strom. Bei längeren Aufnahmen kann der Akku des iPhones schon mal in die Knie gehen. Glücklicherweise kann man ihn trotz besetzter Dock-Schnittstelle über einen Mini-USB-Anschluss am Mikey Digital mit Strom versorgen.

3,5-mm-Klinkenbuchse mit Adapter für E-Gitarristen

Der zweite Eingang ist für besonders für Gitaristen interessant. Es handelt sich um eine 3,5-mm-Klinkenbuchse, in die man mittels eines beigefügten Adapters direkt das Kabel seiner E-Gitarre anschließen kann. Aber auch andere Tonquellen lassen sich hier mit einem 3,5-mm-Klinkenstecker einspeisen.

Fazit: vielseitiges Mikrofon mit kleinen Schwächen

Das Mikey Digital ermöglicht Stereo-Aufnahmen mit dem iPhone, verfügt über eine automatische Aussteuerung und einen 3,5-mm-Klinkeneingang, mit dem man nicht nur Gitarren aufnehmen kann, sondern auch andere Tonquellen, die sich über 3,5-mm-Stecker anschließen lassen. Ein Transportbeutel und ein Adapter für Gitarrenkabel gehören zum Lieferumfang. Mikey Digital (Affiliate-Link) gibt es für 95 Euro.

Ein vielseitiges Zubehör für iGeräte der neueren Generationen – mit kleinen Schwächen. Den fehlenden Monitorausgang habe ich schon erwähnt. Zu bemängeln gibt es aus meiner Sicht noch das leichte Spiel des Mikey Digital in den Positionsrasten. Und für Besitzer eines iPhone 5 wird es noch etwas instabiler, weil diese das Mikey Digital über einen Lightning-Adapter anschließen müssen.

Mehr Infos über das Mikey Digital mit einem englischen Handbuch im PDF-Format, einem Video, Klangbeispielen und einer Kompatibilitätstabelle gibt es auf der Herstellerseite.

 

Frank Müller

Frank Müller ist Vater von 4 Töchtern (mit 1 Frau) und vielseitig interessierter Mac-Nerd, der auch Linux nicht abgeneigt ist. Er arbeitet hauptberuflich als Creative Director und Werbetexter und bloggt ab und zu.

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