Filmrequisit wird Realität:
Selbst gebautes Laserschwert bringt Dinge zum Brennen

Laser-Tüftler Drake Anthony hat ein Laserschwert gebaut. Klingt nach einem Traum für jeden Star-Wars-Fan, funktioniert aber in der Praxis dann doch ein wenig anders als im Film. Anthonys Laser zerschneidet schlecht, zündet dafür umso besser beliebige Gegenstände an. So oder so hat er ein amüsantes Video dazu gedreht.

Miniatur-Schneidbrenner: Ein Selbstbau-Laserschwert aus der Werkstatt.

Miniatur-Schneidbrenner: Ein Selbstbau-Laserschwert aus der Werkstatt.

Wenn Jedis kämpfen, dann mit dem guten alten Lichtschwert. Star-Wars-Fans werden sich etwa an berühmte Duelle Obiwans mit Darth Vader und Darth Maul erinnern. Lichtschwerter in der Kinovorlage können Dinge zerschneiden, Schüsse abwehren und materialisieren eine Angriffsfläche, um andere Lichtschwerthiebe abzuwehren.

So etwas ist hier unten auf der Erde derzeit noch schwer herzustellen, Laser gibt es hier aber auch. Und so hat Anthony einen solchen in einen Griff eingebaut, der an die Lichtschwerter aus den Filmen erinnert. Und dieser Laser ist nicht mit solchen aus Schlüsselanhängern zu vergleichen. Mit 3 Watt Leistung bringt er praktisch alles zum Brennen, was man ihm vor die Linse hält. Nichts für den nächsten Kindergeburtstag!

Selbstgebautes Laserschwert
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Drake Anthony, 17-jähriger Laser-Fan

Anthony führt im Video vor, was sich mit dem Werkzeug alles Destruktives anstellen lässt. Er versucht damit, Papier, Pappe, Isolierband oder einen Tischtennisball zu zerschneiden. Wie ihr sehen werdet, taugt die Laserwaffe aber weit weniger gut zum Schneiden, als dass es das perfekte Feuerzeug ist. Es bringt schlicht alles zum Brennen und das sehr schnell:

Erst beim abschließenden Test mit einem Streichholz beweist Anthony, dass sein Laser auch zum Zerschneiden taugt, auch wenn es dafür etwas länger dauert. Der Tüftler verwendete für sein Experiment einen Laser mit einer 450-Nanometer-Diode und 9 Millimeter Stärke und zwei Akkus vom Typ 18650, die für gewöhnlich in sehr starken Taschenlampen ein Zuhause finden. Anthony stammt laut der Beschreibung auf seiner Website aus der Stadt Eureka im US-Bundesstaat Illinois, ist erst 17 Jahre alt und hantiert demnach mit allerhand Lasern und Pyrotechnik, seit er 12 Jahre alt ist. Auf YouTube nennt er sich Styropyro oder “The DIY Laser Guy” und postet regelmäßig Videos über verschiedenfarbige, verschieden starke Laser.

Drake Anthony, 17-jähriger Laser-Fan

Drake Anthony, 17-jähriger Laser-Fan

Normalerweise experimentiere er nicht gerne mit Lasern dieser Stärke, schreibt er als Erklärung unter sein Video. Aber er habe geahnt, dass seine Abonnenten etwas Derartiges mögen würden. Sehr vernünftig übrigens: Beim Hantieren mit dem Laserschwert habe er eine Schutzbrille getragen. Er rät außerdem dazu, das Experiment weder zu Hause noch sonstwo nachzuahmen. Wir auch nicht, auch wenn es sicher Spaß machen würde.

Gefunden auf The Next Web.

 

Jürgen Vielmeier

Jürgen Vielmeier ist Redakteur bei neuerdings.com, netzwertig.com und dem Euronics Trendblog. Neue Gadgets und Software? Liebend gerne! Aber nur, wenn sie das Leben auch wirklich leichter machen.

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7 Kommentare

  1. Bin gespannt, wann wir von der ersten lasergestützten Fern-Brandstiftung lesen. Die Entwicklung dahin ist sicher nicht zu stoppen.

  2. Ich würde es so bauen:
    In der Mitte ein stabiler aber leichter Kern (Carbon/Aluminium) der so lang ist wie im Video.
    Im Griff die Akkus sowie ein Ring aus 6 Laser die durch 6 Einwegspiegel leuchten.
    Am “Schwertende” ein Ring aus 6 Vollspiegeln die die Strahlen leicht versetzt wieder zum Griff zurückwerfen.
    Ergebnis: Ein Lichtschwert mit 12 Strahlen die in der Länge begrenzt sind und dank Recycling unverbrauchten Lichts sehr Energieeffizient arbeiten.

  3. Klingt prinzipiell interessant, aber einen Haken wird das Ganze doch auch in Zukunft haben:

    Es wird zwar in absehbarer Zeit ggf. möglich sein, einen stärkeren “Strahl” in einen derartigen Griff unter zu bekommen. Aber das Grundproblem ist doch, dass es quasi unmöglich ist, den Laserstrahl in der Länge zu “begrenzen”, also dass er wie in bspw. Star-Wars als “Schwert” eine Länge von 1 Meter hat, dann allerdings abrupt aufhört.

    Oder täusche ich mich da ?

    • Theoretisch ist es kein Problem, das Laserschwert in der Länge zu begrenzen: Man benutzt verschiedenwellige Laser, die sich nach einem ganzzahligen Vielfachen auslöschen, wobei ein noch langwelligerer Strahl durch überlagerung verhindert, dass der Strahl bei 2n erneut erscheint. Vielleicht mag schon mal jemand die Vielfachen berechnen, mit der eine nur 1m lange Schwingung erzeugt werden könnte – dann könnten die Lasertechniker sich auf diese Frequenzen konzentrieren ;-)

  4. Bald gibt es dann also Homemade laserscharfschützengewehre mit 30 W, mit denen Verbrechen aus Kilometern Entfernung begangen werden können, ohne als Beweis eine Kugel zu hinterlassen, dann lässt sich höchstens etwa der Winkel bestimmen.

    • Aus Kilometern ? Reicht doch das Teil unter die (vorgestellte) DJI Phantom zu schnallen.

      Und der Verfasser des Artikels hatte bereits in Sachen ,,Privatsphäre” Befürchtungen ;-p

      LG
      Flo

  5. @Florian: In Anbetracht der zu erwartenden Privatsphäre-Diskussionen will ich den Phantom lieber noch nicht als Laserwaffen-bestücktes Privatkriegsgerät sehen… Abgesehen davon würde ein solches

    Fluggerät eine undefinierbare Spur von Verbrennung durch die Landschaft ziehen. Wenn der Phantom das Ding überhaupt anheben kann: Bei etwas über 500 Gramm ist nämlich die Traglast der Drohne erreicht.

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