Marshall Monitor ohrumschließende Kopfhörer im Test:
Der Marshall unter den Kopfhörern

Die neuen Marshall Monitor sind Over-Ear-Kopfhörer im legendären Marshall-Look, die nicht nur durch Design und Verarbeitung überzeugen wollen, sondern auch durch ihren Klang. Wir haben sie ausprobiert.

Marshall Monitor Kopfhörer (Bilder: Frank Müller)

Marshall Monitor Kopfhörer (Bilder: Frank Müller)

Der Name Marshall genießt unter Musikern wie Musikliebhabern einen legendären Klang. Wir haben getestet, ob die neuen Marshall Monitor Kopfhörer diesem Anspruch gerecht werden.

Die erste Reaktion meiner zweitältesten, siebzehnjährigen Tochter (T2), die das Paket entgegennahm und per WhatsApp darum bat, es auspacken zu dürfen (Originaltext per Kopieren und Einfügen): Ohha nice – Die kopfhörer sind sauuu cool – Voll weich und bequem – Sau geil sind die.

Marshall Monitor Kopfhörer
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Der erste Eindruck überzeugt also nicht nur eingefleischte Marshall-Fans, sondern auch eine junge Zielgruppe, die mit dem Konzept der Marshall-Türme nichts anfangen kann. Aber auch ich war angenehm davon überrascht, wie sehr die Monitor sich in der Gestaltung an die Lautsprecher anlehnen. Rechts und Links sind beispielsweise durch kleine Messing(farbene?) Schilder gekennzeichnet, die mit zwei Schrauben Bügel befestigt sind.

Der Kopfbügel selbst ist aus solidem, schwarz eloxiertem Metall, gepolstert mit schwarzem Kunstleder, wie man es von den Verstärkern kennt. Insgesamt fühlt sich der Marshall Monitor schwer und hochwertig an. Er lässt sich mit einem Griff zusammenfalten und im mitgelieferten Transportbeutel aus festem Stoff verstauen.

Die Kopfhörermuscheln bestehen aus geprägtem Kunststoff und tragen den erhabenen Marshall-Schriftzug aus weißem Silikon. Die Polster sind sehr weich und umschließen meine (kleinen) Ohren vollständig. Sie sind magnetisch befestigt und lassen sich ohne Werkzeug abnehmen.

Marschall Monitor mit zwei Klangfarben

Direkt aus der Box klingt der Marschall Monitor sehr laut, warm, voll, klar und überzeugt mit kräftigem Bass. Er lässt sich aber nicht nur bei basslastigem HipHop oder Motörhead genießen, sondern klingt auch z.B. bei Janine Jansens Interpretation von Vivaldis "Vier Jahreszeiten" (Affiliate-Link) ausnehmend gut.

Der warme, volle Klang des ohrumschließenden Marshall Monitor gefällt mir sogar besser als der meiner bisherigen Lieblingsbügelkopfhörer Bowers & Wilkins P3.

Ohne Filzfilter noch klarer im Klang

Der Marschall Monitor ist mit Filzfiltern (Felt Treble Filter – FTF) ausgestattet, die die hohen Frequenzen etwas absenken und den Klang dadurch wärmer machen sollen. Ich muss gestehen, dass ich nach dem Entfernen der Filter nahezu keinen Unterschied feststellen konnte. Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich schon zu alt bin, um diese hohen Frequenzen noch vernünftig wahrzunehmen.

Also habe ich den Kopfhörer meiner ältesten Tochter gegeben und sie gefragt, ob sie einen Unterschied hören könne. Das Urteil meiner neunzehnjährigen T1: Ohne Filter klingt der Monitor lauter, klarer, etwas härter. Mit Filtern besser, weicher. Das abschließende Urteil: "An sich sauguter Klang".

Fazit: solide, stilvoll, sauguter Klang

Dem Urteil meiner T1 kann ich mich nur anschließen. Der Marshall Monitor hat das Zeug, ganz schnell zum Lieblingskopfhörer zu werden.

Dafür sorgen nicht nur der tolle Klang und die solide Verarbeitung, sondern auch die kleinen Details. So lässt sich das Kabel mit der Fernbedienung und dem Mikro abnehmen und an der rechten oder linken Kopfhörermuschel einstecken. Und an der freien Buchse kann man einen zweiten Kopfhörer anschließen, um gemeinsam zu hören. Auch die Reminiszenzen an Gitarrenkabel sind nett: der Spiralteil in der Nähe des Mikrofons und die Metallspiral als Knickschutz zum Beispiel.

Mehr Infos zum Marshall Monitor Kopfhörer gibt es auf der Produktseite des Herstellers, wo man ihn auch für 200 Euro bestellen kann. Bei Amazon spart man noch einen Euro, dort kostet der Marshall Monitor aktuell 199 Euro (Affiliate-Link). Ein Preis, den er für meiner Meinung nach durchaus wert ist.

 

Frank Müller

Frank Müller ist Vater von 4 Töchtern (mit 1 Frau) und vielseitig interessierter Mac-Nerd, der auch Linux nicht abgeneigt ist. Er arbeitet hauptberuflich als Creative Director und Werbetexter und bloggt ab und zu.

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8 Kommentare

  1. Wurde auch mal Zeit, dass von Marshall was kommt. Viele jüngere Leser werden die Marke wahrscheinlich nicht kennen, jedoch weiß man als älterer Liebhaber, dass man sich auf diese verlassen kann. Definitiv auf meiner Einkaufsliste.

  2. Ich hab ihn noch..100 Watt, Röhre mit dem Tower..und dem Gibson Bass…die Ohrwaermer werden morgen bei Amazon bestellt. Danke fuer den Test.

  3. Wär nicht schlecht zu erfahren, mit welchen Handys das Mikrofon funktionieren soll.

    • In aller Regel sind diese Kopfhörer-Mikros mit den meisten aktuellen Handys kompatibel. Marshall schreibt auch nur „COMPATIBLE WITH MOST DEVICES USING THE 3.5MM STANDARD PLUG“.

      Da es sich um einen vierpoligen Klinkenstecker handelt, der an meinem iPhone funktioniert, müsste es die Version B sein.

      Zitat Wikipedia: „…Die Variante B wird hingegen von Apple (iPhone, iPad, iPod und MacBook), HTC, sowie von neueren Nokia, Samsung und Sony Handys verwendet…”

    • danke für die Antwort

    • Gern geschehen ;)

  4. mich hatte anfangs der produktname gar nicht auf den marshall “monitor” aufmerksam werden lassen. nun auf den zweiten blick entpuppt er sich allerdings als niedrigohmiger kopfhörer mit bloß 42 ohm nennimpendanz. ich habe mir das teil im geschäft vorführen lassen und muss sagen, dass er mir wenigstens bestätigen konnte, dass selbst die bequemsten over-ears keinem around ear das wasser reichen können.

  5. Könnte man diese kopfhöhrer auch am PC über ne soundkarte laufen lassen?
    bzw würde das microfon dann auch funktionieren?

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