Brck:
Internetzugang auch ohne Strom

Als “Notstromaggregator für den Internetzugang” bezeichnen die Macher ihr Gerät “Brck”. Es soll den Nutzern nahezu überall auf dem Globus Zugang zum Web verschaffen. Dahinter steckt eine gemeinnützige Organisation mit Wurzeln in Afrika.

internetzugang auch an entlegenen Orten und unter schwierigen Bedingungen ist eines der Versprechen des "Brck".

Internetzugang auch an entlegenen Orten und unter schwierigen Bedingungen ist eines der Versprechen des “Brck”.

“Wenn es in Afrika funktioniert, dann funktioniert es überall auf der Welt” – das sei das Motto, mit dem sie an den Entwurf des “Brck” gegangen sind, schreiben die Macher auf ihrer Kickstarter-Seite. Und das ist kein flapsiger Spruch, denn sie wissen worüber sie reden. Ausgangspunkt war eine Crowdmapping-Plattform, die sie eher spontan als geplant 2008 nach den gewaltsamen Ausschreitungen in der Folge der Wahlen in Kenya aufgesetzt haben. “Nachdem unsere Software aus einer Krisensituation heraus entstanden ist, sollen unsere Tools den Menschen helfen,auch in härtesten Situationen zu kommunizieren und Informationen unter den schwierigsten Umständen zu sammeln”, schreiben sie weiter.

Der Brck sei dabei eine logische Erweiterung, denn er ermöglicht nahezu überall Zugang ins Netz. Und das ist nicht nur für Ingenieure, Forscher, Helfer oder die Bevölkerung in Entwicklungsländern interessant, sondern auch für unsere Region der Welt.

Brck
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Hinter dem Brck steht mit Ushahidi ein gemeinnütziges Tech-Unternehmen. Es hat sich vor allen vorgenommen, mit freier und offener Software das Sammeln und Visualisieren von Informationen zu fördern, und darüber möglichst allen zugänglich zu machen. Der Brck ist nun der erste Versuch in Sachen Hardware und auf Kickstarter suchen sie nach Unterstützern und Interessenten.

Technisch gesehen funktioniere der Brck dabei ganz ähnlich einem Mobiltelefon. Er kann nahtlos zwischen verschiedenen Netzen wechseln: Ethernet, Wi-Fi oder auch 3G- und 4G-Mobilfunk. Fällt der Strom aus, greift der eingebaute Akku, der den Brck für bis zu acht Stunden weiterbetreiben kann. 20 Geräte können gleichzeitig auf das WLAN zugreifen, das der Kasten zur Verfügung stellt. Das Signal soll stark genug sein, um auch mehrere Räume zugleich zu versorgen. Darüber hinaus ist der Brck so robust konstruiert, dass er auch unter schwierigen Bedingungen funktioniert.

Das folgende Video stellt den Brck und die Macher dahinter vor:

Über alle Nutzungsdaten des eigenen Brck kann man sich per Weboberfläche informieren. Hier sieht man beispielsweise, wie viel Strom noch zur Verfügung steht oder wie gut der Empfang gerade ist. Zudem soll man darüber auch automatisch Informationen sammeln können, die z.B. von verbundenen Sensoren stammen. Die Macher des Brck sehen ihr Gerät nicht nur als universellen Internetzugang, sondern zugleich als Hardware-Plattform. Auch deshalb verfügt der Brck selbst über 16 GB internen Speicher und es soll eine Programmierschnittstelle (API) geben, damit Entwickler eigene Apps für das Gerät schreiben oder darauf anpassen können. Kombiniert mit einem Minimal-Computer wie dem Raspberry Pi habe man auf diese Weise einen ultraportablen Mini-Server.

Bislang gibt es vom Brck Prototypen. Aus denen soll nun mithilfe der Kickstarter-Unterstützer ein produktionsreifes Geräte entwickelt werden. Als Dankeschön gibt es auch für kleinere Beträge etwas, wie T-Shirts oder Umhängetaschen. Gibt man umgerechnet 165 Euro, entspricht das einem Brck inklusive internationalem Versand. Die ersten 1.000 sollen im November 2013 ausgeliefert werden. Der nächste Schwung im Mai 2014.

Alle Informationen hier auf der Kickstarter-Projektseite und der offiziellen Website.

Gefunden bei Geeky Gadgets.

 

Jan Tißler

Jan Tißler ist Redakteur bei netzwertig.com. Er ist fasziniert von Technik und ein leidenschaftlicher Internetintensivnutzer.

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