Jalo Helsinki Lento Rauchmelder:
Wenn’s qualmt, schlägt die Motte Alarm

Lento ist ein Rauchmelder, der anders aussieht als die üblichen schmucklosen Dosen an der Decke. Die finnische Modedesignerin Paola Suhonen hat Lento als riesige stilisierte Motte in fünf Farben gestaltet.

Rauchmelder Lento {Jalo;http://jalohelsinki.fi/}

Rauchmelder Lento (Quelle: Jalo)

Die finnische Designerin Paola Suhonen entwirft sonst eher Mode. Aber ihre Kreation Lento für Jalo Helsinki wird man wohl kaum auf einem Laufsteg antreffen. Denn Lento ist ein Rauchmelder – aber kein gewöhnlicher. Er sieht aus wie eine riesige Motte aus Kunststoff und ist in fünf verschiedenen Farben und mit zwei unterschiedlichen Mustern erhältlich.

Hersteller Jalo aus Helsinki stellte sich eine ganz einfache Frage: Warum nicht einmal einen Rauchmelder produzieren, der auch interessant aussieht? Schließlich ist ein Rauchmelder ein essentielles Gerät, das Leben retten kann und das darum in keinem Haushalt fehlen sollte.

Lento: Motte als Rauchmelder
Rauchmelder LentoRauchmelder LentoRauchmelder LentoRauchmelder Lento

Also fragte man die bekannte Designerin Paola Suhonen. Lento sieht zudem nicht nur ungewöhnlich aus, auch die Handhabung ist ungewöhnlich. Bei falschem Alarm (ich sage nur: Raclette) oder für einen Testlauf muss man keine fummeligen kleinen Knöpfe drücken, stattdessen fungiert die ganze Motte als Knopf. Zum Anbringen benötigt man zudem keinen Bohrer, sondern nur ein paar Sekunden Zeit. Lento wird mit einer starken 3M-Klebefolie geliefert, welche die rauchmeldende Motte sicher an der Decke halten soll.

Lento wiegt 200 g, ist CE-zertifiziert und entspricht der Norm für Rauchmelder EN14604:2005. Die Batterie soll fünf Jahre halten, bevor sie ausgewechselt werden muss.

Der Lento Rauchmelder (Affiliate-Link) kostet bei Amazon rund 35 Euro, allerdings ist er im Moment nur in weiß zu haben. Auf der Website des Herstellers Jalo gibt es mehr Infos und weitere Bezugsadressen.

 

Frank Müller

Frank Müller ist Vater von 4 Töchtern (mit 1 Frau) und vielseitig interessierter Mac-Nerd, der auch Linux nicht abgeneigt ist. Er arbeitet hauptberuflich als Creative Director und Werbetexter und bloggt ab und zu.

Mehr lesen

Unterschätztes Pflichtprodukt: Rauchmelder, die unentdeckten Goldnuggets

29.4.2014, 29 KommentareUnterschätztes Pflichtprodukt:
Rauchmelder, die unentdeckten Goldnuggets

Rauchmelder sind keine attraktiven Gadgets, meist genau das Gegenteil. Doch ein neues Gesetz und die ersten Hersteller zeigen, dass Rauchmelder eine enorme Chance gerade für Hardware-Startups bieten.

Nach dem Thermostat nun ein Rauchmelder: Nest macht langweilige Gadgets attraktiv

12.10.2013, 4 KommentareNach dem Thermostat nun ein Rauchmelder:
Nest macht langweilige Gadgets attraktiv

Rauchmelder können Leben retten, aber sie sind ganz sicher kein technisches Gerät, das man gerne kauft oder einbaut. Das US-Hardware-Startup Nest will das ändern. Der "Protect" soll ein angenehmer Zeitgenosse sein, der uns bei Gefahr mit menschlicher Stimme warnt statt zu piepen. Der Hersteller hätte sogar noch einen Schritt weiter gehen können: mit einem Gadget, das Spaß macht.

8 Kommentare

  1. Endlich mal wieder ein Artikel, der eine tatsächliche Neuerscheinung thematisiert und nicht irgendein abstruses Kickstarter/Indiegogo/WeißderGeier-Projekt vorstellt. Ich habe schon fast aufgehört, diese Seite zu besuchen, so sehr langweilt die beständige Werbung für ein Produkt, in das der Autor sein Geld als Startkapital gesteckt hat.

    • “…, in das der Autor sein Geld als Startkapital gesteckt hat”

      Du überschätzt die Einkünfte von Bloggern. ;)

  2. Danke für die Blumen, Sherminator. Aber ich muss Jürgen zustimmen. Ich habe tatsächlich noch kein einziges Crowdfunding-Projekt finanziell unterstützt, auch wenn ich die, über die ich schreibe, immer interessant finde.

  3. Dieser Rauchwarnmelder ist “CE-zertifiziert”? Es gibt keine CE-Zeritifikate. Also Finger weg von diesem Gerät . Übrigens sind Rauchwarnmelder Bauprodukte und deshalb unterliegen sie in Deutschland der Bauproduktenordnung, Es bedeutet, dass sie nicht einfach verändert werden dürfen. Welche CE-Prüfstelle ist denn dafür namentlich zuständig? Ich bin gespannt.

    Dipl.-Ing.(AD)Thomas Klein
    Projekt-Initiator G-SRME
    Rauchmeldererfassung (ehrenamtlich)
    http://www.rauchmeldererfassung.org

    • Gemeint ist das CE-Kennzeichen. Wikipedia: Die CE-Kennzeichnung bestätigt die vollständige Einhaltung der „Grundlegenden (Sicherheits-) Anforderungen“, die in EU-Richtlinien konkret festgelegt sind.

    • Also ich bin gelinde schon etwas verwundert über die Aussage von Thomas Klein. Abgesehen von der Kritik an der nicht exakten Bezeichnung “CE-Zertifizierung” anstelle von “CE-Kennzeichnung”, vor den Jalo Rauchmeldern so eindringlich abzuraten ist für mich nicht nachvollziehbar.
      In Finnland existiert die Rauchmelderpflicht bereits seit dem Jahr 1999/2000 und die gesetzlichen Anforderungen an Rauchmelder sind dort mit Sicherheit nicht “geringer” als in Deutschland.
      Auch die LPCB-Zertifizierung der Jalo Rauchmelder spricht hier eine deutliche Sprache, denn auch dieses Siegel wird sicherlich nicht leichtfertig vergeben.

  4. Mit der CE-Kennzeichnung e r k lä r t der Hersteller oder EU-Importeur… , dies keine Bestätigung und keine Wortspielerei. Das CE-Zeichen ist kein Qualitätsnachweis!

  5. Wir verkaufen den Rauchmelder bereits seit einiger Zeit erfolgreich über unseren Online-Shop connox.de – und bisher sind alle Kunden zufrieden mit dem Produkt. Selbstverständlich ist der Rauchmelder CE-zertifiziert, ansonsten dürfte er nicht in der EU verkauft werden.

Kommentar schreiben

Wir sind sehr an einer offenen Diskussion interessiert, behalten uns aber vor, beleidigende Kommentare sowie solche, die offensichtlich zwecks Suchmaschinenoptimierung abgegeben werden, zu editieren oder zu löschen. Mehr dazu in unseren Kommentarregeln.

* Pflichtfelder

 
vgwort